Beiträge von Kater.Ka

    Bitte nicht auf Angaben irgendwelcher Portale verlassen. Relevant ist jeweils der Verkaufsprospekt. Beim ishares werden diese Dinge selbstverständlich auch angewandt. Im Prospekt nach "derivat" oder "FDI" suchen. Und dann die EU-Richtlinie lesen, dort stehen dann die Verpflichtungen zur Besicherung und zum Risikomanagement drin. Finanztip sieht das Ganze als sehr sicher an, das teile ich aufgrund der regulatorischen Auflagen dem Grunde nach. Davon abweichend: wenn man wirklich sicher i.S.v. uneingeschränkten Eigentum an Vermögenswerten investieren will führt an Einzelaktien kein Weg vorbei. In der Literatur wird da von 20-40 Aktien für eine sinnvolle Streuung gesprochen. Das muss dann jeder selbst wissen, ob beim persönlichen Anlagevermögen dann eine sinnvolle Positionsgröße herauskommt.


    Zu den "Sonstigen": Hier dürfte es sich neben den Derivaten (Lt. Jahresbericht S.294 0,2 Promille) um Cash-Positionen handeln für die Ausgabe / Rücknahme von Anteilen, erhaltene Dividenden sowie Vorsorge für Ausschüttungen.

    Speziell bei DKB wird bei Tradegate kein Börsenentgelt erhoben. s. https://www.dkb.de/privatkunden/broker/ Ansonsten muss man bei der jeweiligen Börse nachschlagen, welche Entgelte anfallen. Das ist bei den Direkthandelsplätzen üblicherweise kostenlos, da dort schon an der Geld-Brief-Spanne verdient wird. Insofern wundert mich das hohe Entgelt bei Baader.


    Wie richtig ausgeführt fallen beim Handel in nicht-Euro Umrechnungskosten an. Im PLV der DKB habe ich sie nicht gefunden.

    Hallo Pariwia , willkommen im Finanztip-Forum.


    Finanztip empfiehlt in einem Szenario wie bei Euch die Tages-/Festgeldanlage. Hintergrund ist, dass damit kein Kursrisiko eingeht. Kursrückschläge haben sich in der Vergangenheit spätestens nach 10-15 Jahren wieder ausgeglichen, daher die häufig genannte Mindest-Anlagedauer.


    Davon abweichend könntet Ihr mMn das neu anzusparende Eigenkapital in einen ETF-Sparplan stecken. Das wären bei 2-5 Jahren 36-90 T€. Wenn wir mal von einem gemittelten Rücksetzer von einem Drittel ausgehen wären immer noch 24-60 T€ übrig. Das sollte Euren Hausbau nicht grundsätzlich verhindern, speziell da er nicht terminiert ist. Dazu aber noch mal intensiv Eure Risikobereitschaft und -tragfähigkeit diskutieren. Mir tut es weh wenn gerade mal so ein paar Zehntausend Euro im Depot verschwunden sind ...

    Ich finde die letzten vier Zeilen übergewichtet unabhängig davon wie man zu Sektorwetten steht. Zum Dividenden-ETF der Hinweis, dass sich Dividendenwerte seit ca. 2015 eher schlechter als der Markt entwickeln.

    Ich habe mal bei dem Fonds vom Verkaufspreis den Einkaufspreis abgezogen. Von diesen Gewinn habe ich 30% Teilfreistellung abgezogen. So bin ich auf den steuerpflichtigen Gewinn gekommen. Das kommt in etwa hin mit den Angaben in der Steuerbescheinigung.

    Das stimmt nur für den Teil ab 2018. Bis Ende 2017 gab es keine Teilfreistellung. Da wäre dann eine Splittung notwendig für den Teil bis Ende 2017 und ab 2018.

    Aber den Sparerfreibetrag verrechnet doch das Finanzamt, und nicht die Bank ?

    Ja. Logik bei Euch wäre 2*Grundfreibetrag (9.000 € für 2018) + 2*801€ Sparerfreibetrag wären steuerfrei sofern keine weiteren Einkünfte vorliegen. Ferner gehen die Sonderausgaben weg.


    Meine Empfehlung wäre ein Steuerprogramm zu nehmen, da man dadurch auf die Ideen kommt was alles angegeben werden kann. Vom Wiso-Sparbuch gibt es eine Testversion, die man erst bezahlen muss wenn man die Steuererklärung abgeben will. Für 2018 hier https://www.buhl.de/c-j/wiso-sparbuch-2019/

    Hallo Starkbier , willkommen im Finanztip-Forum.


    Rein taktisch um von 130 auf 100 T€ zu kommen würde es reichen ein oder mehrere Konten für Fest- bzw. Tagesgeld ohne Negativzins zu eröffnen und die 30 T€ dorthin zu verteilen.

    https://www.finanztip.de/tagesgeld/

    https://www.finanztip.de/festgeld/

    eine Idee nach Lektüre wäre nun jeweils 10000 Euro in ETF. DAX und MSCI World.

    Finanztip empfiehlt keine Anlage in den DAX sondern in den MSCI World bzw. All Countries (ACWI) Empfehlungen hier https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/

    Dann einfach aus dem Bauch heraus noch für 10000 Gold. Bringt vielleicht nicht viel, aber wenn es mal richtig knallt, habe ich etwas zum anfassen. Blöde oder gute Idee?

    Zumindest nicht ganz aus dem Weg https://www.finanztip.de/gold/

    Dann ist immer noch fast 100k übrig. Natürlich brauche ich etwas für unvorhergesehene Sachen. Wieviel sollte ich dafür übrig haben? Und wohin mit dem Rest? Alles immer so, dass man zur Not auch ran kommt.

    Soweit ich verstanden habe seid Ihr auf das Geld für den normalen Bedarf nicht angewiesen. Dann wäre eine Aufteilung in x % Tages- und Festgeld und den Rest in ETF der übliche Weg. Früher hatte man für das "x" das Lebensalter genommen. Tendenziell würde ich heute aufgrund der Niedrigzinsen eher mehr in ETF sehen, das ist aber ein Frage der individuellen Risikoneigung, da ein ETF "über Nacht" auch mal ein Drittel weniger wert sein kann, so geschehen letztes Frühjahr.

    das Finanzamt bekommt auch von der Bank die Steuerbescheinigungen.

    Da möchte ich präzisieren: ohne Anlass erhält das Bundeszentralamt für Steuern die freigestellten Beträge, u.a. auch die durch die NV-Bescheinigung freigestellten. Das ist dem Finanzamt wohl aufgefallen.


    Das Verfahren ist hier beschrieben https://www.bzst.de/DE/Unterne…eistellungsauftraege.html


    Mit Anlass gibt es das Kontenabrufverfahren, elektronisch, ohne dass es der Steuerzahler oder die Bank mitbekommt. In 2018 rund 700.000 mal. https://www.bzst.de/DE/Behoerd…f_node.html#js-toc-entry1

    ichbins Du sprichst von den Freistellungsaufträgen, mit dem man in Summe 801 / 1.602 € Kapitalerträge von der Steuer freistellen lassen kann. Bei der Frage geht es um die Teilfreistellung, nach der z.B. bei Aktien-ETF nur 70% der Erträge steuerpflichtig sind (=30% Teilfreistellung). Damit kann man bis 1.144 / 2.288 € Erträge bei einem Aktien-ETF steuerfrei erhalten.


    Rechenlogik im Beispiel (mit 801 € Pauschbetrag)


    Ertrag vor Steuer und TFS 1.500 €

    TFS 30% -> Ertrag nach TFS 1.050 €

    davon ab Pauschbetrag 801 €

    zu versteuern 249 €

    Steuer 26,375% 65,67€

    können aus einem bestehenden größeren Depot einzelne Werte zu zwei neuen Brokern zu übertragen werden; oder ist nur ein kompletter Depotübertrag möglich?

    Es geht in ganzen Stücken, also auch teilweise. Hier gilt ebenfalls FIFO, d.h. die ältesten Stücke werden zuerst übertragen.

    Kann ein Teil eines höheren Geldbestands ebenfalls übertragen werden?

    Das geht nur mit Überweisung, üblicherweise mit dem Zwischenschritt über das Referenzkonto = eigenes Girokonto. Spontan fällt mir nur DAB / Consors ein, bei denen man zu einem beliebigen Ziel überweisen kann.

    Wie hoch darf eine Sparrate max. sein?

    Das hängt von der Depotbank ab. Steht üblicherweise im PLV.

    Wenn es häufig höhere Beträge sein sollen würde ich dafür eine Depotbank nehmen, die nichts oder wenig nimmt, und dann eine Limitorder einstellen. Damit dürfte man mMn besser fahren als bei einem Sparplan. Hier bieten sich je nach Produkt Smartbroker, Scalable, FInanzen.Net Zero an.

    Aus den Steuerbescheinigungen finde ich dazu nichts. Ich denke mir, dort müsste es ja stehen.

    Hier liegt ggf. ein Missverständnis vor. Von den Kapitalerträgen wird seitens der Depotbank bereits die TFS abgezogen. In der Steuerbescheinigung steht nur der steuerpflichtige Ertrag, also der nach TFS. Wenn man die Quelle sehen will muss man die einzelne Transaktion anschauen. Allerdings wird bei NV (im Gegensatz zu FSA) zumindest bei meinen Banken dieser Aufriss nicht gemacht.


    Bei der Ebase kann man sich etwas versteckt bei den Umsätzen ein PDF "Steuerliche Hinweise zum Fondsertrag:" herunterladen, da wird das dann transparent, hier für einen Mischfonds mit 15% TFS

    Was ist denn eigentlich der Unterschied zu dem FTSE All-World?

    Nicht viel. Im FTSE sind mehr Titel drin. Bei den Top-Positionen ist der Unterschied nicht groß, daher ist der Unterschied in der Rendite nicht groß. Finanztip hat ihn mMn nicht auf der Liste, da Vanguard manche Dokumente nicht in deutsch veröffentlicht hat.

    Oder wäre es auch völlig "in Ordnung" jetzt schon mit dem Thesaurierer einzusteigen?

    Ja. Es ist der gleiche Fonds, nur eine andere Anlageklasse. Diese hat schon mehrere Mrd. USD, insofern hätte ich da keine Skrupel.

    was bedeutet denn dieses "Cap"?

    capitalizing, was genauso gut wie accumulating ist.

    Hier immer ins KIID oder den Verkaufsprospekt schauen, dort steht acc.

    Mangels der Kontovollmacht ist es nach meiner Ansicht keine Beschlagnahme sondern eine angemessene Maßnahme zum Schutz des Kundengeldes. Daher sehe ich den Rechtsweg als aussichtslos an. Bevor ich Rechtskosten auf mich nehmen würde würde ich einen Text formulieren, diesen nach Asien zur Unterschrift z.B. per E-Mail schicken und von dort z.B. per Fax an die Commerzbank schicken lassen. Alternativ den unterzeichneten Text z.B. per Scan an Dich schicken lassen und dann damit zur Coba gehen.

    Nur zum Verständnis: es geht um die reine Dokumentation, nicht um eine Absicherung? Das Ergebnis kann j auch geringer als die Summe der eingezahlten Raten sein.


    Ich nutze Portfolio-Performance. Damit kann man die jeweiligen Käufe und Wertentwicklungen nachhalten und sich die unterschiedlichsten Berichte ziehen. https://www.portfolio-performance.info/ Insbesondere könnte man damit das eine reale Depot in zwei virtuelle Depots splitten. Geht dann mMn aber nur händisch, nicht mit automatischen Einlesen der Depotumsätze.


    Ich würde eher zu einem zweiten ETF tendieren, dann wäre auch die Transparenz größer und Du brauchst keine zweite Buchhaltung..

    Im Moment ist die VAP 0 aufgrund Negativzins, daher wird am 02.01.22 nichts passieren.


    Ansonsten mal überlegen wie groß das Problem ist, also ob nicht die paar Cent oder wenige Euro auf dem Verrechnungskonto liegen könnten. MAn weiß es ja rund ein Jahr vorher, was kommen wird. Dauer-Erinnerung zum 15.12. im Kalender würde reichen.

    Aber gut zu wissen, was Du nicht in Erwägung ziehst. Dann bist du offenbar nicht in der selben Situation wie ich.

    Dazu vielleicht noch ein Kommentar von mir: Es gibt in D je nach Zählung 4-5 getrennte Sicherungssysteme. Dadurch kann man schon ganz gut diversifizieren. Insofern würde ich mir analog zu JDS nicht unbedingt ein Auslandskonto dazu holen um dann im Zweifelsfall mit einer ausländischen Einlagensicherung was zu tun zu haben.


    Sofern mit der "Situation" zu viel Bedarf an Sicherungsbaustein gemeint ist wären diversifizierte, direkt und bis zur Endfälligkeit gehaltene Staatsanleihen bester Bonität noch eine Option.

    Die entsprechende EU-Richtlinie sieht vor, dass die Einlagensicherungen im Notfall vorübergehend von den jeweiligen Staaten ausgestattet werden. Ferner wird die Möglichkeit eröffnet, dass ausländische Einlagensicherungen unterstützen. Artikel 10 und 14 von https://eur-lex.europa.eu/lega…049&from=DE#d1e1628-149-1


    De facto würde die EU insofern einspringen, da das zusammengebrochene Land gerettet werden muss s. das derzeitige 750 Mrd. Hilfspaket. Da die EU ja jetzt leider selbst Schulden aufnehmen kann und die EZB sie aufkauft, ... dürfen unsere Enkel das dann bezahlen.