Beiträge von Kater.Ka

    Hallo Ron22, willkommen im Finanztip-Forum.


    Der grundsätzliche Ansatz ist richtig. Bitte beachten, dass es neben der steuerlichen Grenze auch eine niedrigere Grenze bei der Familienversicherung gibt. Erläutert ist das hier in den Punkten 4 und 5 https://www.finanztip.de/gelda…paren-fuer-kinder/#c91962 bzw. hier https://www.finanztip.de/gkv/familienversicherung/


    Das mit dem Ausschütter ist nur eine Teillösung Wenn man bei 6% Rendite annimmt, dass 2% in die Ausschüttung gehen und 4% als Wertzuwachs im ETF verbleibt adressiert man eben nur der kleineren Anteil, der Steuer nach sich zieht. Optimaler wäre es den Bestand jährlich so weit zu verkaufen, dass der Pauschbetrag 801 € bzw. die höhere Grenze bei Familienversicherung bzw. NV ausgenutzt wird. Das macht aber Arbeit. Dazu diesen Thread anschauen, bei dem ein TE das mit unserer Hilfe gemacht hat. Thesaurierender ETFs und die perfekte Ausnutzung des Steuerfreibetrags

    Und ist es wichtig, dass ich die Erträge wieder in die gleichen ETFs investiere oder kann ich dann auch andere, zB Thesauriende wählen?

    Das ist nicht relevant, freie Auswahl. Auf geringe Transaktionskosten achten.

    Mal angenommen dies würde funktionieren, muss ich selber irgendwie dokumentieren, dass die ETFs nun steuerfrei sind (Ich bin bei der ING)?

    Nein. Die Depotbank registriert die Anschaffungskosten. Beim Verkauf wird die Differenz zum Verkaufserlös gebildet. Steuerfrei ist dann sofern alle Differenzen des Kalenderjahrs in Summe < 801 € bzw. NV vorliegt.


    Für die Verlängerung der NV musst Du die erwarteten Kapitalerträge und andere Einkünfte haben. Ich mache das seit Jahren für meine Kinder. Ich füge dann immer eine Excel als Übersicht der Kapitalerträge bei, damit der Bearbeiter sehen kann, dass genügend Abstand zur Steuergrenze besteht. Gab noch nie Rückfragen.

    Der Schlüssel zum Thema Steuern ist das FIFO- (First In, First Out)-Prinzip. Steuerlich werden immer die ältesten ETF verkauft. Je nach Sparrate und Wertentwicklung ist irgendwann der aufgelaufene Gewinn höher als 1.144 € (801 € zzgl. Teilfreistellung). Dann sind bei einem Verkauf einige Jahre Gewinn drauf und entsprechend bleibt nach Steuern weniger übrig. Geschickter wäre es, wenn man auf die neueren Anteile zugreifen kann, da diese dann weniger Gewinn tragen. Das kann man dadurch erreichen, dass man nach ein paar Jahren den ETF für den Sparplan wechselt, also die gekauften Anteile in Ruhe lässt und neue Anteile von einem neuen ETF kauft. Wenn man dann einen Teilverkauf macht nimmt man die neuen mit entsprechend weniger Steuerabzug.

    Ist das praktikabel?

    Ja. Ich mach das seit Jahren bei den Kindern im Rahmen Ihrer NV-Bescheinigung (aktuell rund 10 T€ p.a. Gewinn steuerfrei).

    Im Rahmen des Freibetrags hat das ein TE mit etwas Unterstützung Ende letzten Jahres gemacht. Thread ist sicher eine Anregung auf was man achten sollte Thesaurierender ETFs und die perfekte Ausnutzung des Steuerfreibetrags

    Der buy-and-hold-Anleger schichtet nicht um. Rein technisch sollte man den ACWI statt 80(20 World/EM nehmen, dann läuft auch das steuerfrei intern im Fonds.


    Die Nichtberücksichtigung der TFS 30% ist mMn einfach falsch. Gibt es ja erst seit 2018, ggf. hat sich das noch nicht rumgesprochen.


    Das ist übrigens das Gegenargument zu dem Vorteil des Halbeinkünfteverfahrens bei der FoPo:

    ETF kostet 0,7 * 26,375% (bzw. niedrigerer Grenzsteuersatz im Zuge der Günstigerprüfung) = 18,46%

    Heißt im Umkehrschluss, dass der Grenzsteuersatz unterhalb der die FoPo bei gleicher Rendite günstiger ist 2*18,46 = knapp 37% ist. Das ist bei einem zvE von rund 46 / 92 T€ der Fall. Der Haken ist das "gleiche Rendite", was ja durch die Kosten des Versicherungsmantels nicht der Fall ist. Das würde für eine gestaffelte Auszahlung sprechen, wobei dann wieder zu klären ist ob weiter in ETF investiert wird oder nahezu unverzinstes SIcherungsvermögen.

    zu 2) ja ok und nun?

    Die ETF-Anteile gehören Dir.


    Versicherungsguthaben können auf Anordnung der BaFin herabgesetzt werden. Es gibt die Absicherung über die Protektor AG, die nach meiner unmaßgeblichen Meinung nicht für eine große Schieflage aufkommen kann. s. BaFin - Sicherungseinrichtungen der Versicherer Deswegen sollte geklärt sein, dass Deine ETF in der Versicherung Dir gehören, d.h. ein Aussonderungsanspruch besteht.

    Die Zahlen kann ich nicht ganz nachvollziehen.

    In der Rechnung muss man sich entscheiden: Wenn die Police 0,75% kostet kommen die ETF-Kosten in der Versicherung hinzu. Lässt man diese weg muss man sie auch auf der Seite der ETF-Anlage weglassen. Also entweder 5,25 und 6% oder 5,25 - 0,18 und 6,00 - 0,18. Den Wert im Informationsblatt der Versicherung verifizieren. Kannst Du darauf einen Link online stellen?Ich habe die erste Variante genommen. Steuer bezogen auf verheiratet.


    Einzahlung 228.000

    ETF Endkapital 842 T€ Gewinn 614 T€ https://www.zinsen-berechnen.d…er.php?paramid=rjo6nz5x23

    FoPo Endkapital 704 T€ Gewinn 476 T€ https://www.zinsen-berechnen.d…er.php?paramid=g0y4m4locs


    Steuer - einmalig nach 38 Jahren

    ETF 614 T€ * 0,7 (TFS) * 0,26375% = 113.400 €, verbleiben 842.000 - 113.400 728.600 <- dieser Betrag ist schon höher als bei der RV ohne Steuer!

    FoPo zu versteuern 238T€, ergibt ohne weitere Einkünfte (Rente ...) eine Steuer von rd. 86 T€, Steuersatz 36,21% Quelle https://www.bmf-steuerrechner.de/ekst/eingabeformekst.xhtml verbleiben 704 - 86 = 618.000 €


    Die Rechnung mit den 40% referenziert wahrscheinlich auf die linksgrünen Absichten auf Kapitalertäge die volle Steuer zu erheben (und lt. Frau Baerbock auch Sozialbeiträge). Dann wäre bei den ETF rund 171T€ / 39, 83 Steuer fällig. Würden verbleiben 842 - 171 = 671.000 .

    Dann würde auch die Verteilung auf mehrere Jahre für beide Varianten Sinn machen, um den Steuersatz zu drücken.


    Die Viertel-Varianten sagen mir nichts bzw. es könnte gemeint sein jeweils jährlich bzw. in anderen Abständen das Vermögen zu verkaufen und neu zu kaufen = "zu rollen". Dann würde die Steuer früher fällig werden. Damit würde man bei der AgSt den Pauschbetrag in der Ansparphase nutzen. Bei der EkSt würde man die Steuerzahlung in der Ansparphase verteilen und damit die niedrigere Progression nutzen statt bei kompletten Verkauf am Ende.

    Erledigt, allerdings ohne Musterschreiben ganz freundlich darauf hingewiesen und meiner Erwartung Ausdruck verliehen, dass die Bank eigenständig zurückbucht.


    Hintergrund: bis Ende 2020 kostenloses Konto, erstmalige Belastung Ende März 2021 für Q1.

    Update: Die Bank hat jetzt mit dem Quartalsauszug keine Kontoentgelte erhoben und bei allen Girokonten eine Mitteilung beigefügt, dass sie sich nicht auf die entsprechenden Klauseln berufen wird.

    Kann ich mangels Erfahrung nichts dazu beitragen. Ich hatte mal in einer anderen Angelegenheit mit meinem Bearbeiter gesprochen, der meinte dann nur die entsprechende Anlage neu einreichen, das ist aber schon ein paar Jahre her.


    Auch wieder keine Steuerberatung: Üblicherweise werden bei der Steuer Einnahmen abgerundet und Ausgaben aufgerundet auf volle EUR-Beträge. Daher würde ich bei Cent-Beträgen nichts machen.

    Was kann man tun, um den Betrag nachzureichen?

    Keine Steuerberatung: In der Steuererklärung angeben. Da gibt es ein Formular KAP-INV, in der Zeile 9 kann man das angeben.


    Wenn es nur ein paar Cent sind würde ich nichts machen, das ist aber eine Frage der persönlichen Einstellung.

    Wird der Basiszins auch in den nächsten Jahren negativ sein?

    Das ist reine Spekulation. Für nächstes Jahr würde ich sagen, dass ja, da sich die Zinssituation nicht geändert hat.

    Ich kann allerdings nicht sagen, welcher Betrag zu dem Zeitpunkt auf dem Verrechnungskonto war.

    Schau in den Finanzreport, ob es einen Umsatz gab.


    Ansonsten schreibt Comdirect https://www.comdirect.de/cms/vorabpauschale.html#faq

    Sollte der Fall eintreten, dass weder

    • ein Freistellungsauftrag,
    • eine Nichtveranlagungsbescheinigung,
    • Verlustverrechnungspotential,
    • noch ein Guthaben

    in ausreichender Höhe für die fällige Abgeltungsteuer auf die Vorabpauschale vorliegt, dann wird auch ein vereinbarter Kontokorrentkredit (eingeräumte Kontoüberziehung)* des steuerlichen Verrechnungskontos in Anspruch genommen. Sollte auch mit Kontokorrentkredit keine ausreichende Liquidität vorliegen, dann gilt der Einbehalt der Steuer als gescheitert. Eine Nachzahlung der Abgeltungsteuer auf die Vorabpauschale ist dann auf Bankenebene nicht mehr möglich. Ist also eine zu zahlende Steuer auf dem steuerlichen Verrechnungskonto nicht buchbar, sind wir verpflichtet, im darauffolgenden Jahr (erstmals 2020) darüber die Finanzbehörde zu informieren. Wir gehen davon aus, dass das jeweilige zuständige Finanzamt auf die betroffenen Kunden zugehen wird, um den fehlenden Steuerbetrag nachzuerheben.

    Ok, das würde bedeuten, dass ein Großteil der 801 Euro dort eingestellt werden muss.

    Bitte beachten, dass das nur für den Fall des "hohen" Basiszinses gilt.

    Gibt es darüber hinaus Probleme/Schwierigkeiten bzgl Währung, Verkauf später in x Jahren, Steuern etc...., weil ich als Deutsche oder Europäer dann nur in USA investiere.

    Wenn es ein EU-ETF ist kein Problem. Generell trägst Du ein Währungsrisiko, das ist aber ähnlich wie bei einem MSCI World-ETF, der > 50% in USD investiert.

    Schön wäre es ja, wenn man auch mich informieren würde

    So schwer ist das nicht, da die Vorabpauschale auf Basis des Wertes von vor 12 Monaten berechnet wird. Du hast also sehr viel Zeit Dich vorzubereiten.

    Interessanterweise habe ich bei dem bestehenden Sparplan für die Vorabpauschale nie bewusst Geld auf das Verrechnungskonto überwiesen und es ist anscheinend auch kein Freibetrag eingerichtet.

    Bei Comdirect kommt im Januar eine Nachricht in die Postbox "Steuermitteilung WKN ..."

    Ist Dein bisheriger ETF ein Thesaurierer? Bei Ausschüttern gibt es normalerweise keine VAP.

    Es müssten also 113 Euro im Verrechnungskonto hinterlegt sein oder alternativ ein Freibetrag von 113 Euro eingerichet werden?

    Nein.


    Steuerpflichtig sind (bei 30% TFS) 70% der VAP, in Deinem Beispiel 608,99 * 0,7 = 426,30€ Das ist der Betrag mit dem der FSA belastet wird.


    Sofern der nicht eingerichtet ist wären darauf dann die 26,375% Steuer fällig, das sind die genannten knapp 113 €.

    Basiszins = 0.0087 (Wert von 2018, stimmt der Wert?)

    Der Wert wird am Jahresanfang vom BMF veröffentlicht und die VAP wird dann am nächsten Jahresanfang erhoben.

    Für 2021 ist der Wert 0, für das Jahr 2020 war er 0,0007. Damit VAP 34,30€ und Steuer 9,05€

    Quelle https://www.bundesfinanzminist…_blob=publicationFile&v=4

    Oder vergleiche ich ohnehin Äpfel mit Birnen?

    Würde ich nie so sagen ;-) Beide Indizes machen eine Auswahl aus dem MSCI World, wobei beim erstgenannten etwas weniger Werte drin sind, dafür das einzelne Unternehmen nicht mehr als 5 % haben darf. Bei zweitgenannten hat Microsoft 7,4% und ist insgesamt tech-lastiger.

    https://www.msci.com/documents…6a-8f05-99dd-d13d145e2e75

    https://www.msci.com/documents…73-c26e-804a-b69c106a6925


    Derivate sind in beiden drin, was per se auch nichts schlechtes ist.


    Beim ishares gäbe es auch einen Thesaurierer IE00BYX2JD69 https://wertpapiere.ing.de/Investieren/Fonds/IE00BYX2JD69


    Beide ETF sind erst seit 2017 bzw. 2018 am Markt, würde mich aber nicht grundsätzlich stören, da das Vorlumen jeweils > 1 Mrd. ist.

    Würdet ihr sagen, es lohnt sich nicht, in einen nachhaltigen ETF zu investieren?

    Das ist eine Frage der individuellen Abwägung. Manche haben dadurch ein gutes Gefühl, weil sie bei den üblichen ESG-ETF in die 25% am besten nach Nachhaltigkeitskriterien bewerteten ETF investieren. Zumindest kurzfristig haben diese sich ein wenig besser entwickelt als Standard-ETF. Andererseits sind weniger Unternehmen im Index vertreten, wodurch die Streuung schlechter ist.

    Gibt es Auswahlkriterien, die man unbedingt beachten müsste?

    Die Finanztip-Empfehlung hier https://www.finanztip.de/index…/nachhaltige-geldanlagen/


    Dein ausgewählter ETF ist nicht in der Liste, weil er noch keine 5 Jahre am Markt ist. Der Index ist leicht anders als der bei Finanztip genannte. Beides würde mich nicht stören.


    Hier die beiden Factsheets

    Deiner https://www.msci.com/documents…6a-8f05-99dd-d13d145e2e75

    Finanztip https://www.msci.com/documents…04-7d2c-791c-cdbbffc5465f

    Der Funktionsumfang dort scheint doch geringer zu sein und es gibt scheinbar auch kein Photo-TAN, ist Scalable für größere Summen geeignet?

    Wie schon mal gesagt ist Baader im Hintergrund der Abwickler, insofern habe ich da keine Bedenken. Aufgrund gettex immer mit Limit ordern.

    Wenn ich bei Scalable die geplante Summe in 10.000 Euro Schritten ordern würde, würde mich das pro Order doch immer nur 0,99 Euro kosten?

    Ja oder nichts wenn es ein Prime-ETF ist. Der IE00B4L5Y983 wäre einer.

    Auch habe ich versucht, die Bruchstücke des Comdirect Depots zu verkaufen.

    Zu meiner Überraschung steht die gestern abgesetzte Order noch immer auf "angenommen".

    Muss ich noch etwas tun?

    Wenn sich bis übermorgen nichts tut Support anschreiben bzw. anrufen.
    https://www.comdirect.de/faq/bruchst%C3%BCcke-verkaufen

    Jetzt fiel mir ein, dass ich noch gar keinen Sparer-Pauschbetrag bei Scalabe konfiguriert habe.

    Wird da für diese Vorabpauschale irgendetwas vom Verrechnungskonto abgezogen? Was passiert, wenn noch kein Geld auf dem Verrechnungskonto ist?

    Vorabpauschale kommt nach dem 02.01. eines Jahres. Im Moment ist sie 0, also passiert derzeit nichts. Ansonsten gibt es eine Meldung ans Finanzamt und man muss es in der Steuererklärung angeben.

    Wie lange dauert so eine Depotübertragung, gibt es da längere Wartezeiten?

    Scalable Support fragen.

    Kann soetwas auch schiefgehen?

    Ja. Bei meinen Kindern kamen Fondsanteile z.B. beim falschen Kind an.


    Deswegen darauf achten, dass der Übertrag nachdem er bei Comdirect weg ist auch bei Baader innerhalb einiger Wochen ankommt.


    Wenn Du eh beim Scalable Support fragst kannst Du noch folgende Frage stellen: Wie kann ich feststellen, dass die Anschaffungsdaten und Kosten richtig übertragen und übernommen wurden.


    Die Antwort darauf und auf die Zeitdauer bitte hier veröffentlichen.

    Es gibt die sog. Gutachterausschüsse, denen alle Grundstückstransaktionen gemeldet werden. Die machen auch Gutachten. Je nach Bundesland gibt es da unterschiedliche Organisation und Gebührenordnungen, da darf man so mit 0,5-1% des Wertes als Gebühr rechnen.


    Makler kann man fragen, da kommt dann mMn ohne Beauftragung allenfalls ein Daumenwert.