Beiträge von Kater.Ka

    Worst Case wäre, wenn man gerade eine große Order angewiesen hat und die Bank das Geld nimmt, aber nicht mehr die Wertpapiere kauft und ins Depot tut. In diesem Fall Wäre das Ordervolumen abzgl. 20.000 € weg? Ist das so richtig wiedergegeben?

    So ist mein Verständnis eines nicht unrechtmäßigen Vorgangs, der unter diese Entschädigung fällt. Ferner dann eben auch unrechtmäßiges Handeln.


    Kleiner Tipp: mal den Informationsbogen für Einleger der BNP Paribas-Marken lesen. https://www.consorsbank.de/ev/…Sicherheit?tcid=TST-299#2

    Macht es aus diesem Grund bei größeren Anlagesummen Sinn sein Depot zu mehreren Brokern/Banken hin aufzuteilen? Und ggf. statt einer großen Order diese in mehrere kleine oder gar einen wenige Monate andauernden Sparplan (ggf. fallen dadurch höhere Transaktionskosten an - das ist klar) zu splitten?

    In der Familie sind wir mit Depots bei vier Anbietern, genauso haben wir zwei Girokonten mit angehängten Tagesgeldkonten ebenfalls bei mehreren Anbietern aus mehreren Sicherungssystemen. So oft habe ich keine Transaktionen > 22.222 €, da ich immer stückele.

    "Derivate" verbinde ich immer mit hohem Risiko - ist dem so und falls ja, wann könnte solch ein Fall eintreten?

    Geregelt hier in Artikel 22 und Kapitel VII https://eur-lex.europa.eu/lega…-20210626&from=EN#tocId66 in Verbindung mit Kapitel VI von https://eur-lex.europa.eu/lega…TXT/?uri=CELEX:32010L0043

    Grob gesprochen geht es um Begrenzung des Risikos durch Streuung, Hinterlegung von Sicherheiten und tägliche Risikobewertung.


    In Umkehrung könnte eben der Fall eintreten wenn eine Gegenpartei ausfällt und die Sicherheiten nicht werthaltig sind.

    Staats- und Unternehmensanleihen sind noch eine Möglichkeit, aber soll die Bonität hoch sein, liegt die Renditeerwartung dort wohl auch im besten Fall bei 0. Und sollte der Leitzins steigen, werden die Anleihen fallen, sofern ich das Konzept richtig verstanden habe.


    Die oberen Beiträge sagen Fest- (oder meinetwegen auch Tages)geld im (EU-)Ausland ist sicher. Du implizierst das Gegenteil - die Begründung wäre allerdings interessant und würde zum Thema passen.

    Ich vermute, dass Du zu lebensjung bist um die Krise 2008 aktiv miterlebt zu haben. Da musste sich eine Kanzlerin mit ihrem Finanzminister hinstellen und das Volk im Fernsehen anlügen, dass das Geld sicher sei, um einen Bankenrun zu vermeiden. Da würde ich dann mal prognostizieren, dass das beim nächsten Mal nicht mehr gut geht, die Gerechtigkeit gegenüber weniger gut gestellten ausgerufen wird und flugs aus den 100T€ ein deutlich geringerer Betrag wird. Einfach mal überlegen, was aufgrund einer angeblichen pandemischen Notlage in den letzten 18 Monaten so umgesetzt wurde.


    Daher halte ich Einlagen bei Banken in der EU nur in guten Zeiten für sicher. Unternehmensanleihen sind in der Insolvenzreihenfolge eine Stufe sicherer als Aktien, also auch nicht. Ich bin Teilnehmer an mehreren Insolvenzverfahren dieser Produkte. Staatsanleihen können jederzeit in Ihrem Wert reduziert werden, s.d. Schuldenschnitt Griechenlands 2012, bei dem je nach Sichtweise die Gläubiger 53-70% ihres Kapitals verloren. Für den größten Teil dieser Reduzierung gab es einen Besserungsschein, zahlbar in 2042, der derzeit bei 0,26% des Nennwerts steht. Der steht ganz oben im Depot und erinnert mich daran keine Staatsanleihen zu kaufen.

    Wofür braucht man diese Entschädigungseinrichtung, wenn Aktien sowieso als Sondervermögen sicher sind? 20.000 € ist ja für viele auch nur ein sehr kleiner Teil des angelegten Kapitals. Geht es hierbei um andere Anlagemöglichkeiten wie Optionen, Zertifikate und was es noch alles gibt (diese Produkte habe ich nicht verstanden und möchte auch nicht damit handeln).

    Da geht es darum, wenn die Bank kriminelle Dinge tut. Also z.B. Wertpapier von Dir entgegen nimmt und nicht weisungsgemäß einem Depotkonto und damit an die Lagerstelle gibt oder aufgrund Insolvenz eine Wertpapiertransaktion nicht mehr erfüllen kann. Bei letzterem wird gerne die nicht mehr erfolgende Dividendenauszahlung genannt.


    Zu den anderen Punkten folgende Anmerkungen:

    Island ist nicht in der EU, damit gilt das europäische Recht nicht.

    Zur Einlagensicherung hatte ich mal die entsprechende EU-Richtlinie herausgesucht und hier zitiert. Grob gesagt helfen die eigene Regierung und im Zweifel ausländische Einlagensicherungen (und damit die anderen EU-Regierungen) aus.


    Auch für das Risikomanagement von Fonds gibt es eine EU-Richtlinie. Da würde ich für einen ETF mit liquiden Titeln keine grundsätzliche Gefahr der Insolvenz sehen. Letztlich gibt es durch die Optimierungstechniken ein Kontrahentenrisiko, dabei müssen aber verschiedene Aspekte zusammenkommen für eine echte Gefahr. Im Rahmen der Greensill-Vorkommnisse wurden auch Fonds abgewickelt, die Finanzierungstitel aus dem Firmenverbund hielten. Gleiches gab es auch für andere Fonds, die wenig liquide Anleihen hielten. Unterm Strich gibt es also auch bei Fonds / ETF ein Verlustrisiko, auf das in den Wertpapierprospekten, denen man vor Kauf ja zustimmt, hingewiesen wird. Beim größten MSCI World ETF nehmen diese Risiken rund 35 Seiten ein.

    Bitte dazu das Handbuch lesen, das in diesem Artikel enthalten ist. https://www.finanztip.de/gkv/familienversicherung/#c85497


    Ich lese es so, dass von dem erwarteten Jahresentgelt auf ein Monatsentgelt herunter gerechnet wird. Damit müsste man im Folgejahr wieder rauskommen. Allerdings würde ich weiter versuchen die KV-/PV-Pflicht zu vermeiden und die Erträge über mehrere Jahre verteilt und unter der Grenze zu realisieren.


    Bei mir läuft die Prüfung durch die KK noch. Ich spekuliere darauf, dass aus einer einmaligen Überschreitung keine separate Mitgliedschaft entsteht.

    Steuerpflicht entsteht beim ETF dann wenn entweder Vorabpauschale anfällt (derzeit 0 wegen Negativzins) oder Ausschüttungen erfolgen oder Gewinne durch Verkauf realisiert werden. Insofern ist ein Freistellungsauftrag oder NV nur dann erforderlich, wenn eines dieser drei Dinge eintritt.


    Rollen bezeichnet das verkaufen und unmittelbar wieder neu kaufen eines Wertpapier(teil)bestandes.
    Grobes Beispiel: Wenn die Tochter die ETF für 5.000 € gekauft bekommen hat und die jetzt bei 7.000 stehen verkauft man die nach Einreichen der NV bei der Bank und kauft sie gleich wieder. Dann ist der Gewinn von 2.000 € steuerfrei gemacht worden, da durch den neuen Kauf die Anschaffungskosten jetzt bei 7.000 € stehen und nicht mehr bei 5.000 €. Die NV wurde dann mit 2.000 * 0,7 = 1.400 € genutzt sofern die Voraussetzungen der TFS vorliegen.


    Wenn die Grenze 5.640 + 801 + 36 € überschritten ist wird das Kind in der GKV KV-pflichtig mit eigenem Beitrag. Sollte man vermeiden. Ich bin PKV und im letzten Dezember wegen zu guter Entwicklung über die Grenze mit beiden Kindern gerutscht, weswegen diese evtl. PPV-pflichtig werden, Prüfung der KK läuft. Grundlage steht hier https://www.finanztip.de/gelda…paren-fuer-kinder/#c91963

    Aber in wie weit interessiert denn das Finanzamt überhaupt der Krankenversicherungsstatus des Kindes? Das dürfte doch eigentlich nur die Krankenkasse interessieren, oder nicht?

    Du solltest die gesetzlich zulässigen Möglichkeiten des Datenaustauschs nicht unterschätzen. Der Politiker lallt dann was von "Vermeidung von Sozialbetrug". Die freigestellten Beträge werden an das Bundesamt für Steuern gemeldet und die Sozialkassen können darauf zugreifen. https://www.bzst.de/DE/Unterne…eistellungsauftraege.html

    Frage 1 ja


    Frage 2 Was planst Du denn?

    Ich rolle möglichst viel, wobei sowohl bei GKV als auch PKV die Grenze der Familienversicherung nicht überschritten werden darf. Bei PKV ist zwar die KV nicht kritisch, aber die PV. Habe dazu gerade Schriftverkehr mit der PPV. Wenn das Kind also nicht PV-pflichtig werden soll würde ich einen Betrag < 12*470 = 5.640 € zzgl Pauschbetrag wählen. In Feld 42 kommt der Betrag nach TFS. Um mit der PPV konsistent zu sein würde ich dann 5640 + 801 = 6.441 € eintragen.


    Ich mache seit Anfang an zum Jahresende eine Zusammenstellung aus den Jahressteuerbescheinigungen mit Excel. Die lege ich jeweils zum Antrag dazu, gab noch nie Probleme, da der Bearbeiter auf einen Blick sieht, dass die Kinder gut von der Grenze weg sind.

    Wäre es nicht besser das auch beim Kauf von ETF Anteilen per Sparplan zu berücksichtigen? Nur sehe ich bei DKB kein entspr. Feature.

    Die Idee ist im Grundsatz richtig. Beim Sparplan geht man ein entsprechendes Risiko ein, da die Käufe von der Depotbank gebündelt an die Börse gebracht werden. Damit kann man theoretisch einen schlechten Kurs erwischen. Aufgrund des beschriebenen Ausführungssystematik gibt es keine Möglichkeit der Auswahl.


    Abhilfe gäbe es durch manuellen Kauf bei einem günstigen Anbieter. Kostenlos geht es ab 250€ bei Scalable, ab 500 € bei Gratisbroker und Smartbroker. 1€ z.B. bei Trade Republic. Das ist dann ein Rechenbeispiel je nach Sparplanrate, ob das Sammeln der Raten bis zu diesem Schwellwert mit Verzicht auf die Rendite im Sammelzeitraum tatsächlich einen Vorteil mit einem besseren Kurs bringt. Das würde ich speziell bei niedrigen Sparplanraten kritisch sehen.


    Sofern die Mindestraten (s.o.) erreicht sind und man die entsprechende Disziplin hat würde ich einzelne Limit-Orders machen und nicht zum 01. und 15. handeln.

    Hallo Whease81 , willkommen im Finanztip-Forum.


    Frage zum Produkt: ist das ein Riester-Vertrag aufgrund des Wortes "Zulage"? Dann wären zusätzlich noch die Steuervorteile aus den Anlagejahren zurückzuzahlen.


    Generell ist der ist der UniGlobal -net- ziemlich gut. https://www.fondsweb.com/de/ve…DE0009750273,IE00B3RBWM25


    Aufgrund der anfallenden Steuer bei der Umschichtung würde ich es wahrscheinlich nicht machen. Es ist allerdings zu überlegen - sofern es tatsächlich ein Riester ist - ob man ihn weiter bespart aufgrund der Problematik, dass das Kapital ungünstig verrentet wird.

    Habe ich über Scalable Capital überhaupt die Möglichkeit bei Auswahl Xetra echten börslichen Handel zu betreiben? Ich vermute nein - die Baader Bank als "ausführendes Organ" kauft einfach nur über Xetra statt Gettex für mich meine gewünschten Aktien/ETFs, korrekt?

    Doch. Deine Order wird jeweils an die Börse übermittelt und steht dann im Orderbuch der Börse. Die Übermittlung erfolgt natürlich durch die Depotbank, das ist aber so wie die Post einen Brief transportiert und nichts mit dem Inhalt zu tun hat.

    Kann ich denn vor einer Order überhaupt transparent ausrechnen, ab welchem Ordervolumen ein Kauf über Xetra günstiger kommt?

    Jein. Rein exceltechnisch würde ich halben Spread als Orientierung nehmen. Würde heißen Du könntest bei der Limit-Order um diesen Wert aggresiver drangehen. Allerdings wäre das ja reiner Zufall, dass der Kurs dann statisch so bleibt. Wenn man den halben Spread als kleiner als ein halbes Promille abschätzt kommt man so in Richtung deutlich über 10.000 € Ordervolumen. Nur das ist eben rein statistisch.


    In der Praxis würde ich vermuten, dass dann durch die Marktschwankungen man bei gettex mit dem gleichen aggressiven Limit etwas später auch bedient wird.


    Ich könnte mir als sinnvolle Anwendung vorstellen, ein lang laufendes Abstauber-Limit bei Xetra einzustellen. Das mache ich bei gettex heute schon auf Intraday-Basis so, d.h. ich definiere mir einen Wunschpreis indem ich mir die Tagesschwankung ansehe und stelle dann ein entsprechendes Limit ein.

    Könnt ihr mir hierzu noch einen erklärenden Satz sagen?

    Ich weiß nicht was Du von der Jahresabrechnung erwartest. Wenn Du bei Scalable was verkaufst bekommst Du eine Verkaufsabrechnung von Baader. Dort steht der Gewinn drin als Grundlage für die Steuer. Als Basis dienen die Verkaufserlöse (erste Seite) und die Anschaffungskosten (zweite Seite letzte Zeile). Diese Zeile musst Du dann checken, ob dort die 5,49 € richtig angesetzt sind. Wenn nicht musst Du das in der Steuererklärung dem Finanzamt darlegen, sprich durch das Finanzamt die Jahressteuerbescheinigung korrigieren lassen. Den Spaß würde ich mir nicht geben.

    Ich habe davon aber doch 2 im Depot ? Einmal den von Deka, und einmal den von HSBC.

    Wenn ich es richtig gesehen habe ist der Deka nicht auf der Liste der empfohlenen.

    Oder was ist mit dem Amundi ? Soll ich den besparen ? I

    Ist da ein Schreibfehler drin? Wenn es statt Gold Global heißen soll ist es ein Klon des World von einem anderen Index-Anbieter (Solactive). Da es den erst zwei Jahre gibt würde ich es nicht machen, ich würde Dich aber nicht davon abhalten wenn Du den von den Dreien weiter besparst.

    Dann noch was wenn ich die alten drinn lasse, entstehen dann nicht irgendwie kosten durch die ETFS selber wenn sie "doppelt" sind.

    Nein. Ob Du von vier ETF zu 1.000€ oder einem ETF zu 4.000 € im ETF die TER bezahlst ist egal.

    Das heisst, ich kaufe mir einen ETF und der ETF Anbieter kümmert sich darum ? Das würde aber heissen das ich mir nochmal einen ETF kaufe. Und dann überschneidet sich ja noch mehr ?

    Im ACWI bzw. All World sind (genähert) die Aktien des World und des EM enthalten, allerdings nicht 70:30 sondern so in Richtung 85:15. Wenn jetzt der EM mehr steigt müsstest Du das nach der reinen Lehre ausgleichen, in dem Du den EM-Anteil reduzierst und/oder den World-Anteil erhöhst. Das macht der ETF-Anbieter beim ACWI bzw. All World täglich automatisch.

    Wenn ich jedenfalls jetzt privat die Aufteilung machen müsste , verstehe ich trotzdem nicht wie ich da vorgehen muss. Aber gut vielleicht finde ich da noch was.

    Frag mal bitte konkret, wo es fehlt.


    Banal wäre: stoppe die drei Sparpläne auf den World / Global und mache einen neuen auf den All World.

    Der Kurs orientiert sich doch immer am Index den der abbilden soll. Und je grösser die Abweichung ist, desto grösser sind die Kosten die ich zahlen muss....

    Richtig. Das Problem ist nur, dass die TER nicht die gesamten Kosten abbildet. Daher sollte man nach der Rendite schauen. z,B. hier https://www.fondsweb.com/de/ve…IE00B4X9L533,DE000ETFL508

    Der Amundi ist leicht besser als der HSBC.

    Hallo Kevin , willkommen im Finanztip-Forum.


    Gut dass Du angefangen hast, mMn ist kein Schaden entstanden.

    Nachdem ich mich weiter informiert habe ist mir folgendendes aufgefallen :

    - die MSCI ETFs haben ja den selben Inhalt ("Korb"), nur der Anbieter ist verschieden ?! Folglich habe ich Überschneidungen bzw man sagt ja "Gewichtung" ?!

    Die überschneiden sich. Kuck mal hier nach den Empfehlungen und mach mit einem empfohlenen weiter, aber erst wenn Du weiter gelesen hast.

    -wie kann ich hier Schadensbegrenzung betreiben bzw wie mache ich aus dem Portfolio ein ordentliches / professionelles ?

    Finanztip empfiehlt eine ein-ETF-Anlage im MSCI World oder MSCI bzw. den Alternativen. s. den Link ein paar Zeilen weiter oben.

    -ich dachte jetzt das ich die überschneidenden ETFS rausschmeisse sobald ich die Gebühren wieder drin habe ?!

    Solange das Depot kostenlos ist kannst Du sie auch behalten.

    wie genau muss ich vorgehen ? In den Videos kommt oft was von 70% MSCI World und 30% Emergency Markets. Was heisst das ? Wieviele Anteile muss ich da kaufen ? Wie wird das gemeint ?

    Mit dem MSCI ACWI oder FTSE All World wird die Aufteilung automatisch im ETF gemacht.

    was ist genau die TER ? ok, es heisst "total expense ratio" und sind die jährlichen kosten. Aber wie wird das abgerechnet ?? bekomm ich dann irgendwie ne Abrechnung von meinem Depotanbieter der das dann vom ETFanbieter an mich weiterleitet ? Oder wird das irgendwie direkt verrechnet ? Gibts da irgendnen Beispiel ? Ich finde dazu nix ?!

    Die Kosten werden im ETF belastet, d.h. der Kurs steigt nicht so schnell wie ohne Kosten. Es wird aber nichts abgebucht oder so.


    Im Detail habe ich hier vorhin was geschrieben Versteckte Depotgebühren im DKB ETF Depot?

    Ich möchte 60.000 Euro in ETFS anlegen und bevorzuge die ausschüttende Methode. Oder ist das Blödsinn alles in ETFs zu stecken ? I

    Finanztip empfiehlt eine Mischung aus ETF und Tages-Festgeld s. https://www.finanztip.de/geldanlage/

    Ausschütter ist steuerlich nicht schlecht, der Effekt ist aber beschränkt. Thesaurierer ist pflegeleichter.

    Ich brauche wirklich eine Schritt eine Anleitung.

    Steht im ersten Link.

    Soll ich das Geld sofort anlegen oder lieber bis Dezemember / Januar warten (wegen Corona. Vielleicht haben wir dann wieder ne Krise) Oder soll ich es sofort anlegen ? Ich denke das der Kurswert bis dahin einbricht. Und bei soviel Geld würde ja einiges an Verlust entstehen

    Deine persönliche Entscheidung. Statistisch ist früher besser, psychologisch ein Zug-im-Zug-Einstieg in Tranchen einfacher.

    Zu meiner Überraschung ist auch Gettex im Schnitt 0,009% günstiger als Xetra - und das kann ich nicht nachvollziehen. Die Kurse zieht sich Gettex ja wahrscheinlich auch von Xetra. Und dann kommt der Spread noch hinzu. Je größer der Spread, desto teurer für Käufer & Verkäufer. Und hier sollte Xetra eigentlich im Vorteil sein - ist es aber nicht. Entweder sind meine entnommenen Daten nicht geeignet, der ETF nicht repräsentativ oder ich habe irgendwo noch etwas nicht verstanden.

    Hier bitte sich noch mal grundsätzlich die Funktion Börse vs. Direkthandel klar machen.


    Bei einem Direkthandel, dazu gehört auch gettex mit der Baader Bank im Hintergrund, ist Dein Handelspartner die Bank im Hintergrund. Vorteil ist, dass laufend Kurse gestellt werden, d.h. Du bekommst Deine Transaktion in normalen Börsensituationen auch gleich umgesetzt. Nachteil ist, dass Du den Spread bezahlst, da Du beim Kauf nicht den Geld- sondern den Briefkurs bekommst.


    Bei echtem börslichen Handel kommt hingegen ein Geschäft zustande, wenn die beiden Marktteilnehmer sich auf einen Preis einigen. Konkret kannst Du für den Geldkurs kaufen, sofern gerade ein Marktteilnehmer für diesen Preis verkaufen möchte. Speziell bei Xetra läuft das so. Die Marktteilnehmer können das Orderbuch einsehen und dann entsprechende Angebote machen. Insofern gibt es bei einer echten Börse keinen Spread.


    Der Handelspartner im Direkthandel macht nichts anderes, der stellt seine Postion an einer anderen Börse glatt. Dabei verdient er theoretisch den halben Spread, wen man unterstellt, dass er das Gegengeschäft in der Mitte zwischen Bid und Ask bekommt (s. Modell Stuttgart).


    Lange Rede - kurzer Sinn: für kleine Volumina sind die anteiligen Kosten über Spread bei Direkthandelspartnern ohne direkte Transaktionskosten günstiger, für größere Positionen ist es ein Rechenexempel.

    Bei dem iShares hast du monatliche Kosten von 1,5 %, die du beim Xtrackers nicht hast.

    Das ist so ungünstig formuliert: es sind Kosten, die auf den monatlichen Kauf anfallen, nicht auf den Bestand. Die Empfehlung, dann eher den günstigeren zu besparen, ist selbstverständlich richtig.

    Lässt sich daraus generell ableiten, dass die TER grundsätzlich (i.e. bei den meisten oder allen ETFs) deutlich niedriger angesetzt sind als die tatsächlichen Kosten und damit nur begrenzt aussagekräftig sind?

    Das ist im Grundsatz so aufgrund der Definition. Bei den gemanagten Fonds wird das sehr transparent angegeben. Kommt wahrscheinlich über WM-Datenservice o.ä., da kommt man aber nicht kostenlos ran. Sehr gute Daten gibt es bei ebase s. Screenshot für Deinen ETF

    Bei https://www.ebase.com/services/online-banking-app/ oben unter Fondssuche die ISIN eingeben und dann bei Suchergebnis auf den Namen drücken.


    Auch wenn ich Deine Anstrengungen positiv finde möchte ich zu Gelassenheit raten. Wie Du vielleicht im Bericht gesehen hast erwirtschaftet der ETF auch weitere Erträge - da denke ich u.a. an Wertpapierleihe -, die die Kosten überkompensieren. Insofern machen mich die Kosten nicht unruhig.


    Ich würde folgendes Vorgehen empfehlen:

    Als Lerneffekt abspeichern, das das Total in TER eine falsche Spur legt

    Bei den ETF vergleichen, welcher über längere Zeiträume die bessere Rendite bringt und dann den bevorzugen. Systematisch wäre das die Tracking-Differenz, allerdings sind da die mir bekannten Quellen nicht immer so verlässlich, die Rendite schon. Zum Spielen hier https://www.trackingdifferences.com/

    Hallo Mounty , willkommen im Finanztip-Forum.

    Was mache ich aber nun mit den 2 ETF MSCI World?

    Vom Grundsatz ist nichts passiert. Ein Lob dafür, dass Du angefangen hast.


    Varianten ohne den EM:

    Du lässt den "teuren" MSCI World stehen, löscht den Sparplan darauf und erhöhst den anderen Sparplan.

    Sofern der Gewinn (30% Teilfreistellung beachten) unter Deinem erteilten Freistellungsauftrag liegt verkaufst Du den teuren und kaufst mit dem Erlös den billigen. Dabei die realisierte Steuerersparnis den Transaktionskosten gegenüberstellen ob sich das überhaupt lohnt. Ggf. den Neukauf über temporäre Erhöhung des Sparplans machen, damit wäre der Kauf kostenlos.


    Zum Thema EM.

    Finanztip empfiehlt entweder den MSCI World oder ACWI oder die nachhaltigen Varianten oder die entsprechenden Vanguard-Varianten. Vorteil beim ACWI / FTSE All World gegenüber dem 70/30 besteht darin, dass man sich um das Rebalancing nicht kümmern muss.


    Damit ergeben sich hier die Varianten wie oben die beiden bestehenden ETF entweder stehen zu lassen oder im Rahmen des Freistellungsauftrags zu verkaufen und einen neuen Sparplan auf ACWI oder All Workd zu machen.


    Wenn es unbedingt 70/30 sein soll Vorgehen wie oben stehenlassen oder verkaufen. Dann den EM entweder über Einzelkauf oder erhöhte Sparplanraten hinzukaufen.


    Bei weiteren Fragen gerne weiter fragen.

    Kann iShares bei der DKB fast doppelt so hohe Gebühren wie bei anderen Brokern (z.B. TR) für das gleiche Produkt abrechnen, insbesondere, ohne dies im Produktinformationsblatt abzubilden?

    Keine Panik. Hier wird nichts abgerechnet. Die Kosten des Produktes sind bei TR und DKB gleich. Hintergrund ist folgende Aussage auf Seite 189 des Wertpapierprospekts

    Der Manager ist dafür verantwortlich, sämtliche betrieblichen Aufwendungen, insbesondere die Honorare/Gebühren und Kosten der Verwaltungsratsmitglieder, des Anlageverwalters, der Verwahrstelle und des Verwalters aus den Beträgen zu begleichen, die der Manager aus der Total Expense Ratio erhält. Zu diesen betrieblichen Aufwendungen zählen auch Aufsichts- und Prüfgebühren, Transaktionskosten und außergewöhnliche Rechtskosten hingegen sind ausgeschlossen.

    Das heißt, dass die Transaktionskosten nicht in der TER enthalten sind. Diese Kosten muss der Fonds aber tragen, schmälert also Deine Rendite.

    Im Zwischenbericht steht auf Seite 24, dass Erträgen von 294,8 Mio. € Kosten von 1,2 Mio. € gegenüber standen. Das sind rund 0,41%. Die DKB hat damit richtigere Zahlen als TR.


    Bei den Transaktionskosten handelt es sich um die Kosten, die enthaltenen Wertpapiere zu handeln, da ja neue Aktien gekauft werden, wenn Du neue Anteile kaufst.

    Hallo Pfennig-Fuchs , willkommen im Finanztip-Forum.


    Die Frage kann man so nicht beantworten, da die individuellen Umstände nicht bekannt sind.


    Finanztip rät den Finanzbedarf über die sonstigen Einkünfte hinaus für 15 Jahre sicher beiseite zu legen über Tages-/Festgeld und den Rest in breit gestreute ETF anzulegen. Ein Beispiel findet sich am Ende dieses Artikels, sinnvollerweise den ganzen Artikel lesen, da die gestellten Fragen hier beantwortet werden. https://www.finanztip.de/altersvorsorge/auszahlplan/#c75017


    Zur Frage sofort oder in Raten anlegen ist die statistisch richtige Antwort dies sofort zu tun, wobei das Risiko des schnellen Verlustes unbestimmter Dauer droht. Mit der 15-Jahres-Reserve würde sich dies jedoch aussitzen lassen. Bei einem sechsstelligen Betrag würde ich trotzdem zu einer Schritt-für-Schritt-Anlage tendieren.


    Im Forum wird aufgrund der Zinssituation eher ein kürzerer Zeitraum als die 15 Jahre gesehen; es gab hier eher eine Tendenz zu fünf Jahren. Das ist wie eingangs ausgeführt von der eigenen finanziellen Aufstellung abhängig. Ich bin in der gleichen Alterskategorie und bin unter den fünf Jahren, da ich bewusst das Risiko eingehe im Notfall auch nach einem Rücksetzer zu teilweise zu verkaufen, nehme aber auf der anderen Seite die höhere Rendite mit.