Beiträge von Kalle Z

    Da dürften keine expliziten Kosten dazukommen. Der Market Maker verdient vermutlich "nur" über die Spreads, also die Differenz von Kauf- und Verkaufkursen. Über dieses Modell kann es vorkommen, dass Du zu leicht höheren Kursen kaufst als an einer Börse.


    Hallo,


    das kann ich so leider nicht bestätigen. Kommuniziert werden von der Ebase lediglich die 0,2% Gebühr. Nach dem jüngsten Kauf fiel mir dann allerdings auf, dass ETF-Anteile mit gleichem Kursdatum wie in der Abrechnung direkt mal mit ca. 1,3%(!) Abzug eingebucht wurden. Es handelte sich hierbei um einen sehr liquiden globalen ETF, der auf allen Plattformen mit einem Spread von 0,1 bis max. 0,2% gehandelt wird. Die Recherche ergab, dass sich zusätzlich zu den kommunizierten 0,2% Gebühr ein weiterer Abzug von 1,1% zu etwa gleichen Teilen einmal auf den KVG-Tageskurs und dann nochmal auf den Devisenkurs verteilte (da der ETF in USD notiert).


    Von dieser Erkenntnis beunruhigt habe ich dann einmal alle meine ETF-Käufe des letzten Jahres überprüft: Der Abzug erstreckt sich quer durch die Bank über sämtliche Käufe und bewegt sich zwischen 0,8 und 1,3%. Das ist eine ziemlich bittere Erkenntnis, da ich im guten Glauben an die Gebührenkommunikation der Ebase einen hoch fünfstelligen Betrag portionsweise in ETFs investiert habe. Beim Verkauf der Positionen fallen diese wahren Kosten dann selbstverständlich erneut an.


    Ich werde die ETFs bestimmungsgemäß zwar lange halten, sodass die mysteriösen Zusatzkosten weniger ins Gewicht fallen, aber man sollte schon wissen, was man vor sich hat. Kommuniziert werden nach meinem Erkenntnisstand 0,2% Gebühr - und einen Spread für einen liquiden Wert von max. weiteren 0,2% lasse ich mir auch noch gefallen. Alles, was darüber hinaus geht, erfordert m.E. einen eindeutigen Hinweis seitens der Ebase.


    Ich habe das Problem anhand des konkreten Beispiels via Service-Hotline einer Mitarbeiterin geschildert. Dieser waren ebenfalls nur die 0,2% bekannt und sie konnte sich die Diskrepanz zwischen Abrechnung und Einbuchung nicht erklären, versprach aber, meine Anfrage weiterzugeben - man würde mich zurückrufen. Dieser Rückruf bleibt leider aus. Ich selbst werde die Wahl einer anderen Plattform für meine zukünftigen ETF-Käufe hiervon abhängig machen - hier geht es mir vor allem um Transparenz. Falls dieser doch noch erfolgen sollte, werde ich die mögliche Klärung meines Problems oder ein eventuelles Missverständnis meinerseits hier selbstverständlich nachreichen. Bis dahin rate ich jedem, seine Abrechnungen mit seinem Kenntnisstand zum Thema Kosten abzugleichen.