Beiträge von Muenchner

    Ich finde man kann das so nicht unbedingt vergleichen. Ich lebe mit meiner Familie auch extrem günstig in München (6,15€/qm), wir haben uns aber, obwohl das wirtschaftlich in keiner Relation stand vor zwei Jahren bewusst für eine Eigentumswohnung entschieden, in die wir nächstes Jahr ziehen, weil wir einfach was größeres und auch was eigenes wollten. Letztlich ist das denke ich hauptsächlich eine emotionale Entscheidung.

    Ich würde bei Altersvorsorgeprodukten (also auch Riester) ausschließlich Nettotarife abschließen. Der Spread zu Provisionsprodukten ist einfach hinten raus zu groß und die wenigsten haben etwas zu verschenken.

    Bei Riester würde ich zudem das komplette angesparte Kapital kurz vor Renteneintritt zur Ablösung eines Immobiliendarlehens nutzen. Verrentung bei Riester ist meiner Ansicht nach schlechter als die Riesterinfizierung einer Wohnung in der man sowieso vorhat zu leben.

    In der Ausfüllhilfe ist von "Miteigentümer" die Rede. Im mir geläufigen Jargon ist ein Miteigentümer einer ETW jemand der eine oder einige ETWen besitzt. Hier scheint mir jedoch Bruchteilseigentümer gemeint zu sein, also jemand, der nur einen Teil einer ETW besitzt. Sehe ich das richtig?

    Genau das hat mich auch verwirrt. Gemeint sind hier aber nicht die Miteigentümer nach WEG, sondern wem das Teileigentum zu welchen Teilen gehört. Die Miteigentumsanteile an der WEG werden in einem späteren Schritt beim Grundstück abgefragt.

    Eine Lösung habe ich auch nicht- aber so einfach wie "wir teilen alles 50-50" oder "wir teilen alles im Verhältnis unserer Einkommen" ist es leider nicht.

    Wieso? Die trivialste und konfliktfreiste Lösung ist doch alles in einen Topf zu werfen. Sollte es zu einer Trennung kommen, rechnet doch sowieso das Gericht für einen.

    Ich glaube eher dass es in den allermeisten Fälle wo man das hört was Wille beschreibt doch heutzutage eher so ist: Frauen die bei einer Stellenbesetzung aus fachlichen, oder in der Person begründeten Gründen nicht zum Zug kommen, reiten dann, um Selbstreflexion vermeiden zu können den "ich wurde nur nicht genommen weil ich eine Frau bin" Gaul

    Muenchner da bin ich bei dir und ich bin auch bereit das Risiko einzugehen auf Vertrauen anstatt auf Kontrolle zu setzen. Aber was sagst du zu den vielen geschiedenen? Ich gehe davon aus, dass die meisten sich schon sehr sicher waren und trotzdem kann es dann bis zum Rosenkrieg gehen...

    Das lässt sich nie ausschließen. Dann wird wie bei den "Aufteilern" und "Aufrechnern" auch von einem GERICHT der Zugewinn ausgerechnet und aufgeteilt und fertig.

    vom Ideal her ist das auch mein Anspruch, nur noch ein "unser" ist dann auch am entspanntesten, wenn man sich wirklich sicher ist, auf jeden Fall für mich auch der Weg der Wahl. Gerade auch der Punkt den du angesprochen hast, dass man nicht monetären Komponenten nur schwer einen monetären Ausgleichsgegenwert gegenrechnen kann. Wobei es da ja auch einige Verfechter*innen von genau so einem Anspruch gibt.

    Wenn man sich nicht wirklich sicher ist sollte man garnicht erst heiraten - dazu gibt es in meiner Realität keine zwei Meinungen!

    Ich seh das halt unter dem Gesichtspunkt entweder mache ich etwas ganz oder garnicht und für mich gehört es nunmal dazu, dass wenn man sich füreinander entscheidet auch alles miteinander teilt. Wir sind jetzt im 8. Ehejahr, davon im 2. mit Kind und bisher sind wir mit dem Modell ganz gut gefahren.

    Bei mir gibt es in der Ehe kein Mein und Dein, sondern nur noch ein Unser!

    Nach dieser Prämisse sind die Finanzen ausgerichtet. Es gibt nicht das Einkommen meiner Frau und mein Einkommen, sondern einfach unser gemeinsames Einkommen. Es gibt ausschließlich gemeinsame Konten auf denen unsere Gehälter eingehen und wo dann alles abgeht. Wo möglich haben wir bei Versicherungen Familientarife gewählt.

    Diese Aufteilung nach Einkommen halte ich für kompletten Unsinn, besonders wenn die Frau wie bei uns Teilzeit arbeitet gibt es ja noch die nicht monetäre Komponente, die bei "Aufteilern" eigentlich immer zu kurz kommt!

    Bnewie ich bin da in einer sehr ähnlichen Situation. Habe auch seit Jahren schon einen Riester in dem sich mittlerweile schon ein gutes Sümmchen angesammelt hat. Wenn man es irgendwie so drehen kann, dass man kurz vor der Rentenphase ein Darlehen damit ablösen kann ist das die perfekte Lösung (insbesondere wenn man dann auch gleich sofort mit 30% Rabatt versteuert). Wenn es knapp vor der Rente nicht geht muss man das mit dem Wohnförderkonto durchrechnen. Verrentung ist wie Du schon selbst festgestellt hast, keine Option!


    Ein Kredit zur Renovierung bzw. barrierefreien Umbau ist übrigens i.d.R. auch eine wohnwirtschaftliche und damit förderunschädliche Verwendung.

    Wenn Dir die Folgen der Riesterinfizierung der Immobilie bekannt sind und kein Problem darstellen, ist Dein Vorhaben das Beste was man mit einem Riestervertrag machen kann, denn nur so kann man förderunschädlich das komplette angesparte Kapital nutzen (Eine Verrentung bei Riester würde ich trotz hohem Rentenfaktor eher vermeiden).

    Idealerweise passiert das Ganze aber möglichst nah an der Auszahlungsphase, also am Rentenbeginn, damit die Nachteile des Wohnförderkontos nicht mehr so stark (bzw. garnicht) ins Gewicht fallen.