Beiträge von Cewalenzius

    Hallo zusammen,


    erstmal herzlichen Dank an alle im Forum für das Teilen ihrer Gedanken und die aktive Diskussion zur Thematik Fairr. Bin neu hier im Forum und gehöre selbst zur Gruppe der (noch) Kunden der Sutor Bank, die den Vertrag beitragsfrei gestellt haben. Sitze auch aktuell auf knapp -20% Buchverlust und rechne dank CPPI-Voodoo auch mit weiter fallendem Portfoliowert, nehm das ganze aber langsam mit Humor. ^^


    Leider sind die Riester-Konstruktionen ja durch regulatorische Garantie-Forderungen zwangskastriert - ein Umstand der mir leider erst zu spät klar wurde, aber wenigstens hängen aktuell "nur" ~10k im Vertrag. Ich frage mich nur, ob es noch irgend eine Möglichkeit gibt unter aktuellen regulatorischen Gegebenheiten noch halbwegs vernünftig mit der Situation umzugehen - wie die meisten habe ich das ganze Projekt Riester auch mal aufgrund hoher Förderquoten angefangen.


    Mich würde einmal eure Meinung zu vielleicht kreativen, vielleicht aber auch sinnfreien Überlegungen interessieren:


    a) Zweiten Riester Vertrag bei einem anderen Anbieter abschließen (ja genau!8|), der einen guten, harten Rentenfaktor garantiert, flexible Zuzahlungen zu vernünftigen Konditionen ermöglicht und diesen Vertrag nur minimalst besparen. Dann beim alten Fairr-Riester auf das wundervolle Angebot eingehen den Rentenbeginn auf 83 oder von mir aus auch 150 Jahre 8o zu verschieben und auf die Beitragsgarantie möglichst pfeifen bzw. der Sutor-Bank dann eben das Risiko abnehmen :/ (die Alternative ist ja wahrscheinlich 0-Rendite). Hoffentlich mit mehr Aktienquote am Markt partizipieren und gegen ursprünglich avisiertes Rentendatum Fairr kündigen und in den zweiten Vertrag mit eingelocktem Rentenfaktor übertragen (alternativ könnte man das Konstrukt auch andersherum betreiben, Fairr dahinsiechen lassen und mit anderem Vertrag versuchen Rendite zu erwirtschaften, am Ende in den Vertrag mit besserem Rentenfaktor umschichten). So würd man dann mehr Risiko selbst tragen, z.B. dass das Kapital an ursprünglich avisiertem Rententermin eben unterhalb der Einzahlungen steht, man hätte sich aber quasi eine Art Riester mit weniger Garantie und mehr Risiko (was hier ja viele wollen) gebaut über zwei Vertrags-Konstrukt. Wer weiß wie lange die Politik dafür noch braucht - so lange wie unser Finanzminister sein Geld auf dem Sparbuch parkt sicher noch ein paar Jährchen.


    b) Fairr-Riester förderschädlich kündigen und einen fondgebundenen Rürup-Vertrag starten. Dann gesamten Betrag aus dem Riester + die zurückgezahlten Förderungen in den Rürup stecken (die "verlorenen Förderungen" quasi in Vorleistung vorstrecken) - hierüber könnte man sich bei hohem Einkommen zumindest einen Teil der ursprünglich dann verfallenen Förderung im nächsten Jahr zurückholen. Klar mit allen Nachteilen des Rürup, aktuell nur 92% absetzbar (alternativ macht man das ganze dann 2025), keine Kapitalisierung, Veerbbarkeit und und und - dafür sitzt man aber wieder selbst am Steuer der Aktienanlage.


    Mir ist auch klar, dass es keine pauschalen Empfehlungen für jedermann geben kann, aber eure Meinung zu oben genannten Ideen würde mich schon interessieren: Kreative Lösung oder doch eher Kategorie "Schnapsidee" ;)?


    So langsam komme ich nämlich an den Punkt an dem ich mir denke besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.