Beiträge von JuttaBirgit

    Ich habe seit dem 1. März einen Internetvertrag mit 1 & 1 (DSL 16, Laufzeit: 24 Monate). Mit der Leistung und dem Tarif bin ich zufrieden. Ein HomeServer+ ist kostenlos im Tarif enthalten. Bisher stand in den Rechnungen folgender Passus:

    "Dieser Vertrag begann am 01.03.2021 und endet am 28.02.2023. Er verlängert sich um 12 Monate, wenn er nicht fristgerecht gekündigt wurde. Die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate. Das letztmögliche Kündigungsdatum ist also am 30.11.2022".

    In der letzten Rechung steht nun ein neuer Passus:
    Dieser Vertrag begann am 01.03.2021 und endet am 01.03.2023. Die Kündigungsfrist beträgt 1 Monat zum Ende der Mindestvertragslaufzeit. Das letztmögliche Kündigungsdatum ist also am 31.01.2023. Wird der Vertrag nicht gekündigt, verlängert er sich automatisch und kann mit einer Frist von 1 Monat gekündigt werden".

    Offenbar trägt 1 & 1 hier Gesetzesänderungen Rechnung. Meine Frage ist nun: Ich lese oft, man solle den Vertrag zum Ende der Mindestvertragszeit kündigen, um erneut günstige Konditionen auszuhandeln. Ist dies auch dann sinnvoll, wenn sich der Vertrag nach der Mindestvertragszeit nur noch um einen Monat verlängert und ich monatlich kündigen kann? Ich bin mit den jetzigen Konditionen, wie bereits gesagt, zufrieden, möchte mich aber nicht verschlechtern. Z. B. möchte ich den kostenlosen HomeServer behalten. Sollte ich den Vertrag nach Ende der Laufzeit einfach weiterlaufen lassen, wenn ich zufrieden bin und nur dann kündigen, wenn sich die Konditionen verschlechtern?

    Mein Anlagehorizont beträgt nicht mehr 30 Jahre. Deshalb versuche ich, von solchen "Dellen" zu profitieren. Ich habe ein Depot bei der ING und wenn ich dort weitere ETF-Anteile kaufen möchte, kann ich ein "Start-Buy-Limit" einstellen. Die Order wird dann nur ausgeführt, wenn ein bestimmter Höchstpreis erreicht wird. Auch den Zeitraum, in dem die Order gültig sein soll, kann ich einstellen. Das kann klappen oder auch nicht. Bei der letzten "Delle" nach dem Corona-Ausbruch klappte es. Allerdings weiß ich nicht, wie tief die Kurse bei so einer "Delle" fallen, ich nehme also in Kauf, immer noch teurer zu kaufen, als es potentiell möglich wäre. Bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren wäre das allerdings kein großes Problem.

    Ich sehe, dass viele mit diesem System nicht zurechtkommen.

    In den USA ist Verschuldung durch Kreditkarten ein größeres Problem, weil es dort auch normal ist, mehrere Kreditkarten zu haben. Bei uns verschulden sich Menschen eher durch Ratenkäufe, die sie nicht mehr bedienen können. Für junge Menschen sind Handyverträge eine Schuldenfalle: "Viele junge Menschen unter 25 Jahren sind überschuldet. Vor allem Internet und Handy sind für Schulden hauptursächlich. [...] Damit sie sich das neueste Modell leisten können, schließen sie häufig Verträge ab, in denen das Gerät enthalten ist. Diese sind jedoch nur auf den ersten Blick Schnäppchen. Im Schnitt ist das Handy am Ende wesentlich teurer als beim direkten Erwerb. Auch lange Laufzeiten erhöhen die Gefahr, Handyschulden anzuhäufen. Zum einen sind sie lange an den Vertrag gebunden und müssen die anfallenden Kosten demnach auch bis zum Ende Monat für Monat tragen. Zum anderen sind sie so weniger flexibel und können nicht zeitnah zu einem günstigeren Anbieter wechseln" (https://www.schuldnerberatung.de/handyschulden/). Über die Vermeidung von Schuldenfallen sollte man heute wahrscheinlich schon in der Schule sprechen.

    Wenn diese Leute bezüglich der Finanzen fit wären, würden sie nicht in der Verraucherverbratung arbeiten

    Also, ich hatte mal vor ca. 3 Jahren so eine Beratung. Damals ging es u. a. darum, dass eine private Rentenversicherung fällig wurde und ich die Wahl zwischen einer monatlichen Rente oder einer Einmalzahlung hatte. Die noch sehr junge Beraterin riet mir zum Schluss zur Einmalzahlung. Warum? "Ich glaube, Sie sind in der Lage, das Geld gut anzulegen. Sie wissen z. B. was ein ETF ist. Viele Leute, die hierher kommen, wissen das nicht". Ich habe mich natürlich auch anderweitig informiert und mich gegen ihren Rat entschieden. D.h. nicht, dass ihr Rat falsch/schlecht war, ich hatte nur andere Prioritäten. Gut an der Beratung fand ich, dass man im Vorfeld die gesamte finanzielle Situation auflistet, festes Einkommen, Ersparnisse, etc. und dass sich die Beratung an dieser Situation und den persönlichen Wünschen (Sicherheit, Rendite, wenig Arbeit, etc.) entlanghangelt. Die Entscheidung wird einem nicht abgenommen, aber man erhält doch einige Tipps. Die Beratung ist auch nicht kostenlos, sie kostet ca. 160,00 Euro.

    Ich bekam von Barclays folgende Mail:

    Zitat

    Barclaycard heißt jetzt Barclays. Deshalb erhalten Sie in einigen Wochen Ihre neue/n Barclays Kreditkarte/n.* Ihre bisherige Barclaycard Kreditkarte verliert 4 Wochen nach Erhalt der neuen Karte automatisch ihre Gültigkeit – unabhängig vom Ablaufdatum, das auf der Karte steht. Die Barclaycard Kreditkarte kann dann nicht mehr eingesetzt werden. Mit der neuen Karte bestätigen Sie Ihre Zahlungen mit Karten-PIN statt wie bisher mit Unterschrift. Gut zu wissen: Die Karten-PIN, die Sie von Ihrer bisherigen Barclaycard Kreditkarte kennen, ändert sich nicht. Mit Erhalt der neuen Barclays Kreditkarte stehen Ihnen außerdem neue Funktionen zum PIN-Management in der Barclays Privatkunden App und im Online-Banking zur Verfügung.

    Ich habe bei meiner Karte auch "100 Prozent Rückzahlung" eingestellt. Ich war mir nicht sicher, ob hier Zinsen anfallen. Deshalb habe ich die Summe vorher per Lastschrift von meinem Referenzkonto abbuchen lassen. Ich werde es beim nächsten Mal wahrscheinlich drauf ankommen lassen, gehe aber davon aus, dass bei 100 Prozent Rückzahlung keine Zinsen anfallen.

    Bei den geänderten Geschäftsbedingungen geht es natürlich darum, Gebühren für mein Girokonto verlangen zu können, und das womöglich rückwirkend.

    Wenn womöglich rückwirkend, ist die Frage, geht es hier um Monate oder Jahre? Ich war bis 2018 bei der Postbank, wenn ich meine Unterlagen anschaue, so habe ich dort bereits 2017 und 2018 eine monatliche Kontoführungsgebühr von 3,90 Euro bezahlt, möglicherweise auch schon länger.

    2018 bin ich zur Sparda Bank Baden-Württemberg gewechselt. Dort kostet das Konto seit Oktober 2020 5,00 Euro Kontoführungsgebühr.

    Eine Kündigung durch eine Bank würde ich vermeiden. Denn du weißt nicht, ob du schnell genug alles neu bei einer anderen Bank eingerichtet hast. Es gibt Firmen, die sofort ein Inkasso-Unternehmen einschalten, wenn eine Lastschrift scheitert, z. B. 1 & 1. Wenn du bei der Postbank nicht bleiben willst, würde ich mir jetzt ein neues Konto suchen, alles in die Wege leiten und selber kündigen.

    Es gibt nun eine PIN. Das finde ich gut.

    Ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Eine PIN habe ich natürlich auch bekommen. Ich habe die Karte einmal an der Tankstelle benutzt (unter 50,00 Euro). Da musste ich die PIN nicht eingeben, bei der EC-Karte muss ich sie sonst eingeben. Ob ich die PIN bei größeren Beträgen eingeben müsste, kann ich nicht sagen, weil ich sie nur selten benutze.

    Ich habe seit 2019 eine Barclaycard Visa für den "Fall der Fälle", z. B. kostenloses Geldabheben im Ausland, etc. Der "Fall der Fälle" trat allerdings nie ein und im September schrieb man mir, dass ich die Karte innerhalb der nächsten sechs Wochen benutzen müsse, ansonsten werde man mein Konto kündigen. Dies habe ich inzwischen zweimal getan. Für Wenig-Nutzer ist die Karte insoweit geeignet, wenn man sie wenigstens ab und zu einsetzt. Dass man keine PIN eingeben muss, stört mich eher, es gibt da auch keine Einstellung im Konto, die man ändern könnte, möglicherweise geht das über die Hotline.

    Hallo Paula,


    ich bin 63 und "Noch-Nicht-Rentnerin". Mich beschäftigen aber ganz ähnliche Fragen.


    Ich würde mir mit der Entscheidung Zeit lassen und mich auch aus verschiedenen Quellen informieren. Ich habe mir z. B. das Buch "Finanzplaner 60+. Steuern, Recht und Finanzen für die zweite Jahreshälfte" von der Stiftung Finanztest gekauft, das einige nützliche Tipps enthält.


    Auch eine Finanzberatung bei der Verbraucherzentrale kann ich dir empfehlen, es wird dort zunächst ein Profil erstellt (Ersparnisse, Einnahmen, Ausgaben, Risikobereitschaft), anhand dessen man konkrete Tipps erhält, die dann in einer Beratungsdokumentation festgehalten werden. Ich selber habe auch 50.000 Euro Ersparnisse, davon sind 20.000 in ETFs angelegt, der Rest in Fest- oder Tagesgeld.

    Es geht hier nicht nur um die Kontogebühren, sondern das reicht viel tiefer.

    Wie "tief" es reicht, hängt auch davon ab, wie lange ich bei einer Bank bin. Manche haben ein ordentliches Sümmchen zurückbekommen, es kann sich also lohnen, hier tätig zu werden. Ich bin erst seit 2018 bei der Sparda Bank Baden-Württemberg, da ist außer den Kontogebühren seit Oktober 2020 nichts an Kosten zusammengekommen. Und hier hatte ich die Möglichkeit, das Geld zurückzubekommen, aber dann wäre mein Konto gekündigt worden. Davor war ich jahrelang bei der Postbank, da könnte ich möglicherweise etwas zurückfordern, aber dafür ist mir meine Zeit zu schade, das jetzt rückwirkend zu recherchieren.

    Ich bin auch bei der Sparda Baden-Württemberg und zahle 5,00 Euro für das Konto. Wenn du kein Online-Banking machst, bist du kein sehr "attraktiver" Kunde und kannst auch nicht zu einer kostenlosen Direktbank wechseln.

    Wenn du nicht zustimmst (alles), kann die Bank dich wahrscheinlich kündigen oder du bekommst gar kein Konto.

    Ich stehe jetzt drei Jahre vor der Rente und würde, wäre ich noch einmal 34, Folgendes anders machen:

    1) Ich würde mir mehr Gedanken über die private Altersvorsorge machen und dafür einen ETF-Sparplan einrichten. Den hast du bereits, aber bei deinem Einkommen würde ich wahrscheinlich mehr als 250,00 Euro sparen.

    2) Ich würde mir eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung zulegen. In deinem Alter, ohne Vorerkrankungen, dürfte das noch nicht so teuer sein. Je älter man wird, umso schwieriger wird es.

    Habe gerade das in den AGBs gefunden:

    Wiederanlage
    Sollte durch den Kontoinhaber bis zum Fälligkeitstermin kein Auftrag zur weiteren Verwendung des Anlagebetrages vorliegen, wird das Festgeldkonto um die ursprünglich vereinbarte Laufzeit zu den dann gültigen Zinsen prolongiert. Die neuen Konditionen wird Klarna dem Kontoinhaber durch Zusendung einer neuen Anlagebestätigung mitteilen.

    Ich habe gerade bei Klarna ein Festgeld-Konto beantragt, weil ich dort für 12 Monate mehr Zinsen bekomme, als wenn ich das Festgeld über Weltsparen anlege.


    Wie das sein kann, weiß ich natürlich nicht, das müsste dann ja in den AGBs stehen.