Beiträge von sapere_aude

    Hallo master,

    bei einem Steuerklassenwechsel kannst Du steuerlich nichts verlieren. Abgerechnet wird endgültig immer mit der Steuererklärung. Das Zuviel wird erstattet, das Zuwenig eingefordert.

    Bei Lohnersatzleistungen, die planbar sind, macht es aber Sinn die Steuerklassen optimiert zu wählen. Mehr netto = mehr Lohnersatz. Du musst aber die Sonderregelung (z.B. beim Elterngeld) beachten. Ob es beim Krankengeld solche Regelungen gibt, kan ich leider nicht sagen.

    Hallo Masure,

    bei der Anzahl der Stückzahl wird sich auch nichts ändern. Das jeweilige Stück wird aber mehr wert, da die Nichtausschüttung den "ETF-Wert" erhöht. Da dies ein dauerhafter und damit schleichender Prozess ist, kannst Du die Werterhöhung durch Nichtausschüttung nicht im Detail sehen und erleben. In der Gesamtschau ist es möglich, setzt aber voraus, dass Du Dich mit den "ETF-Jahresbilanzen" auseinandersetzt.

    Da jedem Kind ein eigener Grundfreibetrag zusteht, sind die 801 Euro bei langfristiger Anlage nicht die maßgebliche Größe. Wenn absehbar ist, dass das Kind eigenes Geld verdient, Gewinne in Höhe des Grundfreibetrags zzgl. sonstiger Steuerminderungsmomente realisieren. Wenn damit - je nach Höhe der Buchgewinne - ein paar Jahre bevor das Kind Geld verdient angefangen wird, ist die Steuerlast gleich Null. Für die Zwischenzeit sollte der Freistellungsauftrag genügen.

    Hallo Muenchner,

    danke für Deinen Hinweis. Ich werde nach aktuellem Stand meinen Riestervertrag kurz vor Rentenbeginn förderschädlich auflösen. Eine Besteuerung der Kapitalerträge (zuzeit 25%) abzüglich Förderung ist nach meiner Berechnung dabei auch günstiger als eine Besteuerung über das Wohnförderkonto (persönlicher Steuersatz auf den Gesamtbetrag bzw. 70% bei "Sofortbesteuerung"); zudem ist der "Riesterfall" damit für mich endgültig erledigt. Eine Veräußerung der Immobilie in x-Jahren möchte ich nicht ausschließen (Kinder aus dem Haus, etc.)

    Für meine Frau - insoweit ist es ihre Entscheidung - ist eine lebenslange Rente wichtig, so dass die RV mit hoher Förderquote (noch) paßt.

    Hallo,

    wie organisiert Ihr die langfristige Geldanlage, insb. Altervorsorge, in der Partnerschaft?

    Getrennt, jeder für sich oder eine Mischung? Ist die Frage überhaupt maßgeblich, da am Ende eh geteilt wird?

    Wir, beide Beamte Anfang 40, verheiratet, drei Kinder (9, 7 und 7) haben uns noch nicht endgültig positioniert.

    Für die "normalen Ausgaben" des Alltags nutzen wir das 3-Konten-Model. Das Geld zur eigenen Verfügung ist - unabhängig vom eingezahlten "Beitrag" - betragsmäßig identisch. Finde ich fair, da ich nur Vollzeit arbeiten kann, weil meine Frau in Teilzeit ist. Dieses klassische Model ist bei uns das Ergebnis von Aussprachen, Verhandlungen, Wünschen und Berechnungen.

    Da wir ein Eigenheim (je 1/2) haben, haben wir neben dem gemeinsamen Girokonto und dem Tagesgeldkonto (für Notgroschen und übliche "Sonderbedarfe") noch ein Immobilien-Rücklagen-Tagesgeldkonto.

    Beide haben wir einen Riesterrentenvertrag (meine Frau klassische RV debeka, ich UniProfiRente). Mein Riestervertrag ist seit ca. 5 Jahten stillgelegt. Die Zulagen für die Kinder erhält meine Frau. Sie muss daher nur den Mindestbetrag einzahlen.

    Ich investiere zudem noch in ETF (70/30) und ein VL-Banksparplan. Meine Frau "sammelt" auf dem Giro-/Tagesgeldkonto und hat noch zwei gut verzinste (fast 4%) Bausparverträge.

    Hinweis: Der Makler bekommt auch seine Coutage für die beweglichen Güter.


    Das was man an Grunderwerbsteuer spart, kommt doppelt und dreifach bei den Finanzierungskosten hinzu. Der beleihbare Wert fällt niedriger aus. Werden dadurch bestimmte Grenzen unterschritten, wird es richtig teuer.


    Die maßgeblichen zwei Fragen:

    1. Könnt Ihr Euch den Preis nachhaltig leisten?

    2. Ist das Gesamtpakten den Preis wert?

    Nur fast kein Kunde der Union Investment hat diesen Fonds noch in der Riesterrente;(

    Dann bin ich einer der wenigen. Bisher war und bin ich stets zu 100% im Uniglobal investiert. Dabei habe ich allen avisierten Änderungen widersprochen. Wertzuwachs der Einzahlungen und Zulagen aktuell: +142%.

    Der Vertrag läuft seit 2006 und seit 5 Jahren zahle ich nicht mehr ein, da die Zulagen für unsere drei Kinder an meine Frau gehen. Für 175 Euro lohnt sich die Investition des Höchstbetrages nicht. Ich werde den Vertrag wohl (kurz) vor Auszahlungsbeginn förderschädlich kündigen: Nach meiner Rechnung das beste Vorgehen. Ich habe aber noch mehr als 25 Jahre Zeit.

    Ich weiß nur, dass für Absenkem und wieder Erhöhen keine neuerliche Abschlussgebühr erhoben werden darf. Da gibt es ein BMF-Schreiben. Wie es sich aber auf den Rechnungszins auswirkt kann ich Dir nicht mit Bestimmtheit sagen. Ich würde aber erstmal argumentierten, dass der vor 2018 vereinbarte Eigenbetrag nicht überschritten ist und daher der Rechnungszins von 2,25% anzuwenden ist. Problem: Aus der Abrechnung kannst Du nicht nachvollziehen, welcher Betrag mit welchem Rechnungszins verzinst wurde.

    Hallo Kater.Ka,


    danke für deine schnelle Rückmeldung.


    Die (nicht prämienschädliche) Verwendung der beiden Riester bei der Finanzierung ist / war keine Alternative?

    Nein! Das Wohnförderkonto und alles was damit zusammenhängt hat uns nicht gefallen. Auch ist das Verfahren sehr bürokratisch und hätte einen zeitlichen Vorlauf benötigt, der nicht konform mit den "Marktanforderung" war. Das Antragsformular hatte ich schonmal ausgefüllt, um im Rahmen einer Sondertilg einen Teil der Riesterrente "umzuschichten". Ich habe dann aber Abstand davon genommen.

    Hallo Hanna,

    die Debeka geht davon aus, dass die Erhöhung des Eigenbetrages ein neuer ergänzender Vertragsabschluss ist. Nur für diese Erhöhung gilt dann der neue Rechnungszins. Für den vor dem 31.12.2017 vereinbarten Eigenbetrag sowie die Zulagen gilt weiterhin der Rechnungszins von 2,25%. Eine rückwirkende Änderung findet daher grundsätzlich nicht statt. Das Prozedere ist in Deiner Jahresabrechnung unter "Mindestleistungen" erläutert.

    Mit besten Grüßen

    sapere_aude

    Hallo liebe Foristen,

    seit Aufnahme meiner ersten beruflichen Tätigkeit (2006) habe ich einen UniprofiRenten-Vertrag.

    Anfänglich habe ich diesen regelmäßig bespart, um die maximale Förderung zu erhalten.

    Der Depotwert beträgt aktuell ca. 21.800 Euro.

    davon eingezahlte Eigenbeiträge: 6.169,17 Euro und erhaltene Zulagen: 2.952 Euro

    Steuererstattung aufgrund der Einzahlungen wurden in Höhe von insgesamt 552,26 Euro gewährt.

    Das gesamte Depotvermögen ist im UniGlobal (ISIN: DE0008491051) investiert. Änderungsplänen des Anbieters habe ich stets widersprochen. Da aufgrund der Wertsteigerung der Puffer zum Garantiebetrag fast 50% des Depotwertes beträgt, mache ich mir (momentan) keine Sorgen um eine Umschichtung in Anleihen.

    Seit einigen Jahren habe ich die Sparraten eingestellt, da die Förderquote zu niedrig ist, um den Nachteil der nachgelagerten Besteuerung auszugleichen: Mein relevantes Einkommen würde Einzahlungen von 2.100 Euro abzgl. Grundförderung erforderlich machen. Zwar habe ich drei Kinder, die Kinderzulage erhält jedoch - sinnvollerweise - meine Frau. Steuererstattungen kommen durch die Zusammenveranlagung nicht heraus. Meine Frau muss nur den Mindesteigenbetrag zahlt; hier loht sich Riester! Bei mir: 175 Euro bei 1.925 Euro Eigenbetrag macht eine Förderquote von ca. 10%.


    Unter Berücksichtigung der geschilderten Gemengelage werde ich den Riestervertrag kündigen. Die Konsequenzen sind mir bekannt (Rückzahlung der Zulagen und Steuererstattungen, (Nach)Versteuerung). Die Frage ist, wann ist die Kündigung sinnvoll. Jetzt, später oder kurz vor Rentenbeginn?

    Ich tendiere zu "kurz vor Rentenbeginn". Grund: Ich bin 100% in Aktien, kann das Kapital (insbesondere die Zulagen und Steuererstattungen) arbeiten lassen. Die Erträge der Zulagen muss ich zwar versteuern aber bei förderschädlicher Kündigung nicht "zurückzahlen".


    Zu mir: Ich bin 41 Jahre, Beamter, seit 4,5 Jahren Eigenheimbesitzer (Volltilgerdarlehen bis 2036), verheiratet, drei Kinder (9, 7 und 7 Jahre), neben Rücklagenbildung investiere ich zum Vermögensaufbau in ETFs.


    Wie ist Eure Meinung? Denke ich falsch bzw. habe ich etwas vergessen.