Beiträge von sapere_aude

    § 489 BGB Abs. 1 Nr. 2 2. HS lautet:

    wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs


    Da eine Tilgungsanpassung mE eine Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung bedeutet, müssten die 10 Jahre bei einer solchen Vereinbarung neu beginnen. Dies wird aber (wohl) unterschiedlich gesehen. Insoweit möchte ich Dir, tom70794, gar nicht widersprechen.

    Gibt es einen gebundenen Zinssatz oder ist der Zinssatz flexibel?

    Ich würde direkt bei der ING nachfragen, warum die Kündigung nicht möglich sein soll. Vielleicht ist es notwendig, dass eine Kündigung bereits im System hinterlegt ist.

    10 Jahre ab Vollauszahlung plus 6 Monate Kündigungsfrist, § 489 BGB. Dies gilt aber nur, wenn in der Zwischenzeit keine vertraglichen Änderungen vorgenommen worden sind. Bei einer Änderung der Tilgungsrate startet z.B. die Frist von vorne.

    Für die Zeit März bis Ende des Jahres ist vorstellbar, dass der Mittelpunkt im häuslichen Arbeitszimmer liegt. In diesem Fall kommt es mE auf die Existenz eines Büros beim Arbeitgeber nicht ab.

    Mehr Aussagekraft kannst Du hier nicht erwarten, da keine Rechts- und Steuerberatung erfolgt / erfolgen darf.

    Ob der Mittelpunkt der Tätigkeit im häuslichen Arbeitszimmer ist, kann ich nicht abschließend beurteilen. Dies ist eine Frage des Einzelfalls. Da aber ein "Arbeitszimmer" vorhanden ist, ist es nicht gänzlich ausgeschlossen. Die Beurteilung hängt maßgeblich von der Art der Tätigkeit ab. Der Mittelpunkt liegt dort, wo der qualitative Schwerpunkt ist. Der zeitliche Aspekt ist dabei nur ein - nicht unwesendliches - Indiz.

    Wenn Du mit 14.000 Euro jährlich sondertilgen kannst, würde ich dies tun. In disem Fall wäre der Unterschied zum Annuitätendarlehen nicht mehr so groß.

    In zehn Jahren wäre das Darlehen getilgt. Durch die Sondertilgungen müssten auch die Zinszahlungen sinken.

    Zun Bausparvertrag kann ich nichts sagen, da die Konditionen nicht bekannt sind. Auch konmt es auf das weitere Vermögen und die Einkommenssituation an. Ggf. kann der BSV für größere Renovierungsarbeiten genutzt werden. Die 325 Euro könnten dann eine sinnvolke und sichere Rücklage darstellen.

    20 Jahre Zinsbindung finde ich total OK.

    Aber die Tilgung sollte viel höher sein. Ich würde versuchen ein Volltilger mit 20 Jahren hinzubekommen. Aber bitte nicht zu knapp kalkulieren. Es wird vermutlich Zeiten geben, da gibt es nur ein Einkommen. Ich halte auch mehr Eigenkapital für sehr sehr sinnvoll.

    Setzt allerdings voraus, dass der Gesetzgeber nicht dazwischenfunkt.

    Wird Riester reformiert, besteht vielleicht keine entsprechende Möglichkeit mehr. Bestandsschutz wird es nur bezüglich bestehender Verträge geben. Ob das Einbringen in die eigene Immobilie noch möglich ist, müsste man dann abwarten.

    Zudem würde ich gegenrechnen, ob

    die förderschädliche Kündigung bei Versteuerung mit 25% (auch diesbezüglich ist natürlich eine gesetzliche Änderung möglich) auf die Erträge abzüglich Zulagen und Steuervorteile

    nicht günstiger ist als

    der persönliche Steuersatz (wahrscheinlich 42%) auf 70% des gesamten Kapitalwertes.

    Kleinstbetragsrente!

    Ja!

    Aber Ziel der Altersvorsorge ist es nicht nicht über Betrag X zu kommen. Die Bedeutung wäre dann für das Gesamtpaket noch geringer. Ausnahme sind dabei natürlich Fälle in denen es nicht lohnt mehr einzubezahlen oder der Abschluss sehr spät erfolgt.

    Allein 40 Jahre x 175 Zulage = 7.000 Euro

    plus 40 x 60 Mindestbetrag = 2.400 Euro

    = 9.400 Euro Einzahlungen.

    Kommen noch Kinder dazu oder höhere Eigenbeiträge sind 13.000 Euro nicht weit weg.

    P.S. Wer es daraufanlegt, kann natürlich auf mehrere Anbieter aufteilen.

    ... Und dank gesetzlicher Möglichkeit kann ich das komplette Kapital förderunschädlich zu Rentenbeginn entnehmen :-)!

    Da bin ich verwundert. Undiplomatischer: Das glaube ich nicht! Voraussetzung für die Riesterzertifizierung ist eine lebenslange Rentenzahlung. Die Entnahme ist bei Riester auf 30% begrenzt. Darüber hinausgehende Entnahmen sind förderschädlich.

    Vielleicht könnte man einen Wohnriester dazwischenschalten und dann mit Rentenbeginn das Wohnförderkonto förderunschädlich "nullen". Eine andere Möglichkeit zur föderunschädlichen Komplettentnahme kenne ich nicht.

    Das Finanzamt wird keine verbindliche Auskunft erteilen. Das ist - bis auf die Ausnahme der kostenpflichtigen verbindlichen Auskunft - nämlich nicht die Aufgabe der Finanzverwaltung.

    Aussergewöhnliche Belastungen kann nur der geltendmachen, der die Belastung auch endgültig getragen hat.

    Die weiteren Voraussetzungen - auch die Zurechnung der Kosten - sind individuell vom Einzelfall abhängig. Die steuerliche Anerkennung von "Kinderwunsch-Aufwendungen" sind regelmäßig Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen (bishin zum BFH).