Beiträge von sapere_aude

    Ich denke auch, dass es keinen Riester 2.0 und "Altersvorsorgefonds" braucht. Das Anlageuniversum ist bereits groß genug und hält für alle eine individuelle Lösung parat. Für einen echten individuell gestaltbaren Altersvorsorgevertrag sollte nur eine Bedingung gelten: (In der Regel) keine Auszahlung vor Rentenbeginn. Wenn die Ansparphase steuerlich begünstigt (zB Erträge können steuerfrei vereinnahmt werden soweit Wiederanlage erfolgt) wird, bedarf es mE keiner zusätzlichen Förderung.

    Ja, 4%! Allerdings ist davon die Zulage abzuziehen. Die 2% sind im Beispiel also die "Eigenbeitragsquote".

    Das Verhältnis von Eigenbeitrag zu Zulage gibt die Zulagenförderquote an: Von 336 sind 175 Zulage und 161 Eigenbeitrag. Die Zulagenförderungsquote beträgt daher ca. 52%. Da die Zulage etwa die Hälfe der Einzahlung ausmacht, ergibt sich auch durch diese Rechnung eine "Eigenbeitragsquote" von ca. 2% (48% von 4%).

    Referat Janders

    Hab da was verbockt. Nochmals neu.

    1037€ Brutto x ca. 13 = 13481€ p.a.

    13481€ 4% = 540€ p.a. = ca. 45€ p.m.

    Wie kommst du auf 2% ? Kann sein, das die Beiträge von der Steuer absetzen kann, jedoch wenn er ausgelernt hat gehen die Beiträge in die Höhe (siehe SvenH). Und das soll etwas für die breite Masse sein?

    Ich versuche es mal:

    Bei 700 Euro x 12 Monate = 8.400 Euro

    8.400 Euro x 0,04 = 336 Euro

    336 Euro - Zulage 175 Euro = 161 Euro

    161 Euro / 8.400 Euro = 0,019 oder ca. 2%

    ... Doch Pustekuchen, kurze Zeit später musste mein Beitrag auf 4% des Jahresgehalts angepasst werden, und aus 40€ wurden 90-120€ (Höhe ist mir nicht mehr genau bekannt). ...

    4% des Jahresgehaltes waren die 40 Euro hoffe ich auch. Sonst hätte es nämlich nur anteilig die Förderung gegeben.

    Da Dein Jahresgehalt gestiegen ist, sind 4% halt nicht mehr 40 Euro sondern 90-120 Euro. Hierfür kann "Riester" nichts. Mehr Einzahlung bedeutet auch mehr Leistung.

    Riester ist der (unausgegorene) Versuch Ottonormalverbraucher für eine kapitalgedeckte Altersversorge zu begeistern. Wichtig ist, dass Riester keine Produktkategorie - sondern der rechtliche Rahmen für die Förderung - ist. Da es viele unrentabele Produkte gibt, ist Riester nicht das Grundproblem. Staatlich geförderte Altersvorsorge sollte mE einfach und individuell gestaltbar sein. Mir würde Steuerfreiheit in der Ansparphase + normale Besteuerung in der Rentenphase genügen; gegen einen zusätzliche Förderung vergleichbar dem VL-Sparen hätte ich nichts einzuwänden. Einzige Voraussetzung für die "Förderung": Kein Zugriff vor Rentenbeginn.

    Ich habe nichts gegen Experten im Forum. Im Gegenteil diese sind hier auch von mir gerne gesehen. Natürlich nur soweit objektiv und (ausschließlich) im Interesse des Fragestellers / der Foristen das Fachwissen geteilt wird.

    Wenn es um einen objektiven Blick auf Berater / Vermittler geht, warum wird dieser Thread nicht "Erfahrungen mit Beratern / Vermittlern (Berufsunfähigkeitsversicherung)" genannt? Hier könnte dann gesammelt zunächst die Notwendigkeit des Einbindens eines Beraters / Vermittlers, die "Fallstricke" und anschließend der konkrete Berater- bzw. Vermittlermarkt - ohne sich explizit auf einen Anbieter zu beschränken - erörtert werden. Solche Threads würden einen echten Mehrgewinn darstellen.

    Ich kann dabei beiden Argumentation etwas abgewinnen. Insoweit wäre mein Vorschlag ein Kompromiss, der vielleicht zur "Befriedung" und zum Abschluss der Diskussionen beitragen kann.

    Es geht hier nicht um Finanztip im Allgemeinen sondern um dieses Forum im Speziellen. Hier im Forum - und nur darum ging es - wird und sollte nicht institutionalisiert und mit monetären Motiven für ausgewählte Vermittler/Produkte geworben werden. Ansonsten bitte in diesen Fällen den Hinweis: "Anzeige" oder "Dauerwerbesendung" einführen.

    Der Unterschied ist, dass ...

    1. in der Regel kein konkretes Produkt oder Vermittler empholen wird,

    2. es sich bei den von Dir geannten Produkten um Standartware handelt, die vergleichbar ist,

    3. die Anregungen eigeninitiativ von Kunde zu Kunde getragen werden,

    4. es sich nicht um die Zelebrierung eines konkreten Vermittlers handelt,

    5. monetäre Interesse keine Rolle spielen

    6. die Threads zu den o. g. Produkten für viele einen Mehrgewinn bringen,

    7. sachfremde Erwägungen - vgl. Spendendiskussion - keine Rolle spielen,

    8. eine objektive Vergleichbarkeit exisitert und gewünscht ist (nicht A ist gut, oder? Sondern: A könnte besser sein als B, C, D ... weil ...)

    9. ...

    Ich möchte mich hier auch mal zu Worte melden ;-)


    Wenn ich als neutraler - meist stiller - Leser dieses Forums mir diesen Thread anschaue, stelle ich mir schon auch Fragen. Warum ist es einer Finanzberatung so wichtig, hier bewertet zu werden.

    Genau dies ist die Gretchenfrage.

    ME hat das hier - ohne die Moralkeule zu schwingen - nichts verloren. Paßt nicht ins Forum und ist auch nicht der Grund warum ich hier bin. Bedenklich finde ich, dass dieses Vorhaben vom Forumbetreiber geduldet und sogar unterstützt wird.

    1) 100k bei Rentenbeginn sind aber mehr als 99k. Es ist "weltfremder Quatsch" von jedem ein Depot > 1 Mio. zu erwarten. Jeder Euro, der sinnvoll angespart wurde, gibt ein Stück mehr Wahlfreiheit und ist daher ein guter Euro.

    2) Dazu kann man ernsthaft nichts sagen. Ich bin daher mit der Abqualifizierung als "Quatsch" vorsichtig. Wie sieht das Gesamtvermögen aus? Welche Einnahmen werden aktuell und ab Rentembeginn noch erzielt? ...

    3) Ich bin davon überzeugt, dass Entnahmemodelle (auch kostengünstigere) in den nächsten Jahren verstärkt in die Angebotspalatte aufgenommen werden. Die Anbieter möchten sicherlich die Kundschaft nicht verlieren und über die Ansparphase hinaus binden. Auch heute gibt es Preismodelle, die keine "Grundgebühr" beinhalten und daher auch für regelmäßige und kleinteiligere Transaktionen geeignet sind.

    Darpber würde ich mir aber erst Gedanken machen, wenn es soweit ist.

    Es ist unmöglich die diesbezüglichen Rahmenregelungen planungssicher zu prognostizieren.

    Rückfrage zu Frage 1:

    Bekommt sie die (volle) Zulage?

    Wenn ja, dann kann die Eintragung in der Steuererklärung entfallen. Die Zulage wäre höher als der gezahlte Eigenbetrag, so dass es keine zusätzliche Steuerersparnis geben würde. Die Rechnung lautet: 120 Euro Eigenbeitrag + Zulage x 30 % (geschätzer Grenzsteuersatz) - Zulage.


    Frage 2:

    Mit Steuerklasse 2 ist man grundsätzlich nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Es stimmt, in der Regel kommt eine Erststtung raus.

    Wurde der Steuereinbehalt korrekt erfasst?


    Bestehen noch andere Einküfte?

    Wurden Freibeträge geltend gemacht?

    Hieraus könnte sich eine Pflicht zur Abgabe ergeben (vgl. § 46 EStG).

    Dies müsste geprüft werden.

    Die Daten liegen dem Finanzamt zum Abruf vor. Sobald der Betrag von 801 Euro durch Erträge überschritten wird, erfolgt zu unrecht kein Kapitalertragsteuereinbehalt. Dieser Vorteil - wenn auch nur bis zur Steuererklärung - könnte zum Problem werden. Bei der Lohnsteuer kann ich ja auch nicht sagen, zahle ich erst nach abschließender Bearbeitung der Steuererklärung (Freibeträge ausgenommen).

    Bei einem Riester-Fondssparplan sollte man sich vor der Verrentung ausrechnen, ob eine Kündigung nicht doch günstiger ist. Eine Rückzahlung von xxxx Euro Steuern in 30 Jahren hat einen Geldwert als xxxx Euro Steuern heute und die nächsten Jahre zu zahlen.

    Genau das ist mein Plan.

    Excel ist schon scharf gestellt!

    Dabei ist die unterschiedliche Besteuerung sowie die Rückzahlung von Zulagen und Steuererstattungen einzubeziehen. Aktuelle Tendenz: Kündigung vor Rentenbeginn.

    Die rechtlichen Rahmenregelungen in 2047 sind natürlich abzuwarten.

    Bei der RV meiner Frau ist die Kündigung keine angedachte Option.

    Bei Riesterfondsparplänen gibt es die notwendige Versicherung tatsächlich erst im Zeitpunkt des Renteneintritts. Durch die gestiegene Lebenserwartung wird zu diesem Zeitpunkt das Verhältnis von Rentenzahlung zu Kapital ungünstiger sein. Aus 26 Euro pro 10.000 Euro werden dann vielleicht 13 Euro pro 10.000 Euro. Der "Kapitalwert" hätte soch damit halniert. Das kann heute keiner genau sagen. Die RV wird dabei für die Zeit ab dem 85. Lebensjahr benötigt. Bis dahin gibt es je nach Konzept unterschiedliche "Entnahmestrategien". Mein Riesterfondssparplan hat folgende "Eckwerte":

    Start: 04.05.2006

    Eigene Einzahlung 6.169,17 Euro

    Zulagen 2.952 Euro

    Steuererstattungen 552,26 Euro

    Depotstand: 22.464,42 Euro

    Ich habe durchweg auf eine zulagenoptimierte Besparung geachtet. Nach der Geburt der Kinder 2 und 3 in 2014 habe ich die Einzahlung gestoppt. Lohnt sich aktuell nicht aufgrund der geringen Förderquote. Die Kinderzulagen gehen für 60 Euro an meine Frau (klassische RV, da ihr eine garantierte Rente wichtig war).

    Fazit: Bei uns lohnt sich Riester!

    Ich würde mal mutmaßen: Kein Fehler im System. Es fehlt an der Einwilligung gegenüber der Bezügestelle. Die Einwilligung kann nur rückwirkend für zwei Jahre erklärt werden. Schnellst möglich nachholen. Die Bezügestellen bieten in der Regel dafür ein Formular an.

    Dies hat aber nichts mit der grundsätzlichen Frage: kündigen oder beitragsfrei stellen zu tun. Ist weitersparen - jetzt mit Zulage - keine Option? Die Abschlusskosten müssten ja bereitd bezahlt sein.

    Was für ein Vertrag ist es?

    Wie hoch sind die regelmäßigen Sparraten?

    Wie hoch ist das jährliche Bruttoeinkommen?

    Meine Frau und ich sind beide Beamte. Den Hinweis mit der Beihilfe verstehe ich leider auch nicht.

    Beihilfe -> Beihilfestelle: Dort zahlt man nichts. Es ist das Äquivalent der Arbeitgeberbeiträge und man bekommt entsprechend der Beihilfeverordnung Teile der medizinischen Aufwendungen errsattet. Ergänzt also die Krankenversicherung und hat mit Steuern insoweit nichts zu tun.

    Lohnsteuer -> Dienstherr -> Finanzamt

    Hier kannst Du Dir mit der Steuererklärung die "zu viel" abgeführte Lohnsteuer vom Finanzamt erstatten lassen. Wenn nichts gezahlt wurde, kann es auch nichts zurückgeben.

    Eine SteuerERSTATTUNG kann es bergifflich nur geben, wenn vorher Geld einbehalten/abgeführt worden ist. Dies scheint hier nicht der Fall zu sein. Was meinst Du mit "zu wenig erwirtschaftet"?

    Noch ein Hinweis: Weniger als 0 Euro Steuern geht nicht.