Beiträge von Peter B

    Die entsprechende EU-Richtlinie sieht vor, dass die Einlagensicherungen im Notfall vorübergehend von den jeweiligen Staaten ausgestattet werden. Ferner wird die Möglichkeit eröffnet, dass ausländische Einlagensicherungen unterstützen. Artikel 10 und 14 von https://eur-lex.europa.eu/lega…049&from=DE#d1e1628-149-1


    De facto würde die EU insofern einspringen, da das zusammengebrochene Land gerettet werden muss s. das derzeitige 750 Mrd. Hilfspaket. Da die EU ja jetzt leider selbst Schulden aufnehmen kann und die EZB sie aufkauft, ... dürfen unsere Enkel das dann bezahlen.

    Danke für den Link, den ich mir mal genauer anschaue.


    Und danke auch für Deine präzise Antwort! Echte Qualität.

    ... bei den derzeitigen 0,x Prozent an Guthabenzins und hauchdünn "schlechteren" Kondition in Deutschland würde ich so einen Schwachsinn (Festgeld im Europäischen Ausland) erst gar nicht in Erwägung ziehen.

    Danke.


    Und das ist jetzt die Antwort auf die erste, die zweite oder die Bonusfrage?


    Aber gut zu wissen, was Du nicht in Erwägung ziehst. Dann bist du offenbar nicht in der selben Situation wie ich.

    Guten Morgen, Community!


    Ich wüsste gerne, ob bei einer Bankenpleite aufgrund einer Staatspleite die europäische Einlagensicherung noch funktioniert.


    Gleich vorab: die Szenarien sind sehr unwahrscheinlich und an den Haaren herbeigezogen. Weiterhin ist mir klar, dass die Einlagensicherungen relativ schwach sind und schnell überfordert sein könnten.


    Beispiel 1

    Ich lege via Weltsparen 100.000 Euro bei einer Bank in Griechenland an. Die Einlagensicherung beträgt 100.000 Euro pro Bank und Kunde. Aufgrund einer Pandemie <X sterben 80% der Griechen;(. Die Bank geht auch noch pleite, und die Volkswirtschaft ist praktisch zusammengebrochen. =O

    Frage: würde jetzt die EU einspringen, weil "europäische Einlagensicherung", oder wäre die Kohle weg, weil die Einlagensicherung vom Staat Griechenland bezahlt werden müsste, dieser es aber nicht kann?


    Beispiel 2

    Selbes Szenario, aber diesmal haut es Schweden weg. Die Einlagensicherung beträgt 1.05 Mio schwedische Kronen. Nehmen wir an, Schweden zahlt noch die 1.05 Mio SEK aus, diese sind aber noch so viel wert wie eine Streichholzschachtel.

    Frage: sehe ich es richtig, dass dann die Einlagensicherung gegriffen hat, diese aber aufgrund des Wechselkursrisikos praktisch nichts mehr wert ist?


    Bonusfrage

    Muss die EU mit der EZB gegebenenfalls die Einlagensicherung übernehmen, wenn ein EU-Mitgliedstaat die Einlagensicherung nicht mehr decken kann?


    Ich danke Euch für euer Feedback!


    Peter