Beiträge von FinanzPanda

    Dass Du zwei Wohnungen erben wirst ist auf jeden Fall besser, als wenn Du nichts erben würdest ;). Wieviel die dann Wert sein werden und welchen Mietertrag sie bringen werden, und wieviel sie andererseits für Instandhaltung oder gar Kernsanierung kosten werden, ist schwer vorher zu sagen. Das kommt natürlich maßgeblich auch auf Lage und Zustand an. Vielleicht willst Du sie dann auch lieber verkaufen und das Geld anderweitig anlegen/nutzen. Oder Du ziehst in eine selber ein…


    Ich würde mir da jetzt nicht den Kopf zermartern. Du hast noch fast 30 Jahre bis zur Rente, weiß der Kuckuck was da noch alles passiert. Ich würde einfach soviel als möglich in den ETF sparen. Ob das Festgeldkonto Sinn macht (über die klassische Notfall-Reserve hinausgehend) weiß ich nicht.

    Ich halte das ehrlich gesagt für zu platt gedacht und für zu kleinteilig. Du denkst sowas wie „China ist groß, China ist die Zukunft“. Mag sein, aber hast Du in den letzten Jahren mal mit Leuten gesprochen, die China halbwegs kennen, vielleicht dort leben und arbeiten? Die Richtung, in die sich das Land politisch entwickelt, ist recht klar. Wie lange man da als Ausländer überhaupt noch sinnvoll investieren kann, ist offen. Verfolg auch mal ein bisschen die Entwicklung Hong Kongs.


    Wenn Du klassisch 70/30 machst, dann hast du ca. 10% China im Depot. Das wäre mir mehr als genug.

    Durch die Einlagensicherung wird es am Ende wahrscheinlich gut ausgehen. Trotzdem merken für die Zukunft: Geld nicht an Schmuddel-Banken überweisen, auch wenn sie 1% mehr Zinsen bieten. Ist schon moralisch nicht vertretbar. Der Gipfel wäre noch, sich zu brüsten den „nachhaltigen“ MSCI ohne Rüstungsindustrie zu besparen, und dann das Tagesgeld bei der Sberbank anzulegen.

    Beides machbar, hängt meiner Meinung nach vor allem davon ab, wie man persönlich gestrickt ist. Da ihr schon monatlich 500 EUR in den ETF investiert, fahrt ihr ja jetzt schon eine Misch-Strategie zwischen schneller Tilgung und Aktien-Investition. Ich persönlich würde es so laufen lassen, und wenn außer der Reihe was übrig ist zusätzlich in den ETF stecken. Dann seid ihr mit 40 schuldenfrei, und habt den Kopf frei für alles was da kommt. Jetzt vorausberechnen kannst Du alles und nichts, weil Du da fantasierte Annahmen über die Aktienrendite einsetzen musst.

    Also wenn russische Werte, dann nur Evraz, Polymetal, oder Yandex, da diese in Europa direkt gelistet sind und nicht nur im Zweifel wertlose ADR/GDR...

    Evraz und Polymetal waren vor den neuerlichen Kurseinbrüchen schon richtige Dividendenkracher.

    US-Börsen setzen seit gestern den Handel mit russischen Aktien aus, Europa könnte folgen. Mein Take: Alles was mit Russland zu tun hat ist aktuell toxisch, Finger weg.

    Dazu habe ich gestern einen Beitrag geschrieben. Russland - Auswirkungen ETF EM / ESG / SRI


    Du kaufst damit rund 1,x % Russland. Ein echtes Risiko bezogen auf die Gesamt-Anlagesumme ist es also nicht.


    Ich hatte darauf hingewiesen, dass mit China/Taiwan ein weit größeres Risiko in den EM lauert. Insofern würde ich keine 40% EM in meinem Depot haben wollen, das ist allerdings eine rein persönliche Meinung.

    20-30% Emerging markets ist für mich persönlich auch das maximum.

    Wenn Du das DekaBank Depot bei der Sparkasse führst, dann ist die Deka nur der Dienstleister im Hintergrund und alle Interaktionen sind über die Sparkasse (persönlich über den Sparkassen-Berater, online über die Sparkassen-Apps / Website).

    Zu den Fragen:


    1. Sind diese zwei Bereiche, DEKA-Depot hier, verschiedene Sparkassen-Konten dort, immer getrennt?


    2. Kann man sich beispielsweise nur für das DEKA-Depot einen Online-Zugang einrichten, über den man nur auf dieses Depot Zugriff hat, nicht aber automatisch auch auf die ganzen anderen Sparkassen-Konten?


    —> Das kann der Sparkassen-Berater flexibel nach Deinen Wünschen Einrichten. Er kann einstellen, welche Konten / Depots in Deinem Online-Zugang auftauchen sollen, und für jedes kann nach Wunsch eingestellt werden, ob es nur angeschaut werden darf oder ob auch Transaktionen online vorgenommen werden können. Wenn Du willst kannst Du Deine Sparkassen-Konten und das Deka-Depot beides im gleichen Online-Login haben.



    Die Grundidee wäre, wie gesagt, einmalig am Schalter Einmalzahlungen und/oder Sparpläne einzurichten und das dann laufen zu lassen.

    Für den Fall, dass man doch mal kurzfristig was ändern möchte, was kann man machen?

    —> Wenn Du willst online (wenn Du das freischalten lässt), oder Du musst zur Bank gehen und es dort machen.


    3. Wie sieht es aus mit der Möglichkeit, seinen Bankberater zu kontaktieren und diesen zu bieten, was zu ändern? Ist das überhaupt möglich?

    —> Da könnte ja jeder anrufen und sagen er wäre du. Du kannst ihn anrufen, dass er es vorbereiten soll, dann gehst Du hin und unterschreibst.


    4. Falls ja, kostet das dann extra und wenn ja, wieviel?

    Oder ist es in den 19,50 Euro Jahresgebühr fürs Depot drin?

    Oder läuft sowas auf individueller Kulanzbasis à la "Ja, dass kann der Bankberater ab und zu schon für Sie als Kunden machen, aber Sie dürfen es natürlich nicht übertreiben..."

    —> Da gibt es keine extra Gebühren


    5. Oder ist ein eigener Online-Zugang aufs Depot doch die beste Wahl (da geht es wieder zurück zu Frage 1 und 2).

    —> Sehe ich keinen Vorteil im Vergleich zu alles in einem Zugang.


    Kannst du mir noch sagen, wo ich genau diese Angaben finde?

    Hast du mir vielleicht einen Link, wo ich das nachlesen kann?

    —> Da gibt es ein Blatt namens „Sonderbedingungen zum Handel mit ETF“ oder so ähnlich, das im Internet interessanterweise nicht auffindbar ist. Dieses unterschreibst Du aber und es wird Dir auch ausgehändigt, bevor Du das erst mal ETF im DekaBank-Depot kaufen kannst.

    Dass ich keinen Quatsch erzähle kannst Du in diesem Dokument hier in der Beispielrechnung auf S. 16 sehen:

    https://deka.de/site/dekade_pr…ekaBank_Institutsinfo.pdf

    Genau, diese Zertifikate sind typische Aufschwätz-Produkte, die dem Kunden gerne verkauft werden. Von denen würde ich auch unbedingt Abstand nehmen.


    Wenn er diese Deka-Zertifikate hat, dann hat er wahrscheinlich schon ein DekaBank-Depot bei der Sparkasse. In dieses Depot kann er dann auch direkt den ETF kaufen. Die Kosten beim Kauf betragen 1%, bei Verkauf fallen keine Gebühren an. Kauf ist als Einzelkauf oder Sparplan möglich.


    Ich persönlich halte das für keine schlechte Idee.

    Hallo, vorweg wäre ich immer vorsichtig, Verwandten stark zu einer bestimmten Geldanlage zu raten. Das kann auch nach hinten losgehen und die private Beziehung unter Umständen belasten. Dein Vater sollte wirklich verstehen, in was er da investiert und auch die normalen Schwankungen kennen - es ist nicht ungewöhnlich, dass man mal 20% im Minus liegt, gerade in den ersten Jahren. Außerdem muss die Investition in ETF natürlich zur Gesamtsituation und den Anlagezielen passen. Dazu gibt es hier viele andere Threats hier.


    Zur Sparkasse: Es gibt bei der Sparkasse drei unterschiedliche Depots:


    - Das „normale“ Depot. Darin kann man alle Arten von Wertpapieren handeln und verwahren. Gebühren sind relativ hoch (kannst Dir die Konditionen ja mal anschauen).


    - Das DekaBank Depot. Darin können ausschließlich Deka-Produkte gehandelt und verwahrt werden. Gebühren sind, für eine Filialbank, relativ günstig.


    - Das S-Broker Depot. Das ist ein Online-Depot der Sparkassen Gruppe. Alle Arten von Wertpapieren sind handelbar und verwahrbar. Das ist von Deiner Sparkassen-Filiale mehr oder weniger getrennt, die Filiale wird nur bei der Eröffnung tätig, danach haben die damit nichts mehr zu tun. Man kann also nicht zum Sparkassen-Berater gehen und ihm sagen, dass man dort etwas kaufen will. Das muss man selber in der App/Website machen.


    Ich habe Depots bei mehreren Banken und wollte bei der Sparkasse ein Depot, bei dem ich gerade NICHT online handeln kann. Deshalb habe ich das DekaBank Depot dort, und darin 2 Deka-ETF, auf MSCI World und EuroStoxx50.


    Der Deka MSCI World ETF ist im Marktvergleich nicht der beste, aber wenn Dein Vater von 0 kommt, dann erreicht er mit dem Deka ETF im DekaBank Depot auch mindestens 90% von dem, was er mit der ausgeklügeltsten Lösung bei einem Neo-Broker erreichen würde.


    Ich würde tendenziell für den Vater empfehlen, alles in den MSCI World ETF zu stecken und nichts anderes beizumischen. Das ist simpel und übersichtlich. Wenn man will kann man auch die „grüne“ Variante nehmen, die gibt es ebenfalls. Einen All-World ETF gibt es bei Deka aktuell nicht.


    In dem Gespräch mit dem Sparkassen-Berater werden gerne noch mal einige Alternativen offeriert, an denen die Sparkasse mehr verdient. Beispielsweise der „Global Champions“ Fonds, der in der Vergangenheit auch vergleichbar gut, phasenweise besser, als der MSCI World gelaufen ist. Ich würde dann einfach freundlich sagen, dass ihr jetzt erst mal in den ETF investieren wollt.


    Aber noch mal: Die erste Frage ist natürlich, ob ein ETF überhaupt das richtige Vehikel ist, und wenn ja, wie viel darein investiert werden soll.