Beiträge von FinanzPanda

    Das ist die große Frage. Wertgewinne gibt es dann natürlich nicht mehr, aber die Unternehmen selbst erwirtschaften ja immer noch Gewinne an denen man beteiligt wird. So schlecht ist das nicht

    Das würde nicht gehen, weil es dann keine Preisfindung und kaum noch Liquidität gäbe. Das ist so, wie wenn am Obststand ein Kunde kommt und sagt, er will einfach je 1 Stück von den 10 meistverkauften Obstsorten. Das ist kein Problem. Wenn aber irgendwann ausschließlich nur noch Kunden kommen, die alle die 10 meistverkauften Obstsorten wollen, dann bricht das System zusammen. Da ist „meistverkaufte Sorten“ gar nicht mehr definiert. Genauso gäbe es auch im Aktienmarkt dann keine sinnvolle Marktkapitalisierung mehr, nach der man einen Index gewichten könnten.


    Wie monstermania schreibt sehe ich da aktuell aber auch keine Gefahr, dass der Fall eintritt.

    Ich will Dir nicht unrecht tun, aber mir scheint dass Du das Prinzip von Index-ETF noch nicht ganz verstanden hast. Ich würde Dir empfehlen, Dich noch mal ganz grundlegend einzulesen, bevor Du in irgendwas investierst.


    Es gibt erst mal den Index, z.B. den MSCI World. Dieser enthält ganz bestimmte Aktien in bestimmten Gewichtungen. Z.B. enthält der MSCI World ca. 5% Apple, 4% Microsoft, 2,5% Amazon und so weiter… insgesamt ca. 1.500 Aktien, viele davon natürlich nur mit kleinsten Gewichtungen.


    Wenn Vanguard jetzt einen ETF auf den MSCI World macht, dann überlegen die sich nicht, hmmm… wie viele Apple Aktien sollten wir denn da jetzt rein machen? Die schauen einfach auf den Index, sehen dass die Gewichtung 5% ist, und legen dann 5% des Fondvermögens in Apple an.


    Es gibt dann noch ein paar Feinoptimierungen, z.b. dass manche Anbieter die kleinsten Positionen einfach weglassen, weil das sowieso keinen Unterschied macht und nur unnötige Kosten erzeugen würde. Das sind aber Feinheiten, am Ende gibt es sich alles nicht viel.

    An BS: Der Index bildet doch prozentual die Länder ab,dachte ich zumindest? Wer schichtet um,bzw. verteilt die Prozente, wenn z.B. ein Unternehmen schlechter läuft,wie das Andere im gleichen Land oder wenn neue Unternehmen hinzukommen.Macht das dann nicht der Verwalter?

    Das macht zunächst mal der Index-Anbieter (also z.B. MSCI). Der ETF-Anbieter läuft dem immer nur hinterher und macht möglichst genau das, was der Index-Anbieter vorgibt.

    Wenn alle "Hold" machen, dann passiert aber nicht viel in der WhatsApp-Gruppe. ;)

    Wenn die ganze Welt nur noch Buy and Hold machen würde, dann würde auch tatsächlich die ganze Börse nicht mehr funktionieren. Daher muss man froh sein, dass es immer auch genug andere gibt.

    An FI: Wieso spielt der Anbieter keine Rolle,dieser verwaltet doch den ETF? Das heißt,wenn der Mist baut,sieht es nicht gut für mich aus? Er kauft,verkauft,schichtet um oder sehr ich das falsch?

    Im Prinzip ja. Richtig schlecht wäre natürlich, wenn der Anbieter Mist baut im Sinne von kriminelle Sachen macht, Geld abzweigt und so. Ich persönlich halte das bei diesen riesigen Fonds aber für nicht so wahrscheinlich.


    Ansonsten besteht die Aufgabe des Anbieters darin, den Index möglichst exakt nachzubauen, was mal etwas besser und mal etwas schlechter gelingt. Wirklich viel gibt sich das zwischen den großen ETF auf den gleichen Index aber nicht. Man kann auf z.B. justetf.com die Renditen und Kursverläuft der ETF über unterschiedliche Zeiträume vergleichen. Das ist marginal.

    Es spielt doch keine Rolle,wie groß das Vermögen ist, wenn's runter sackt, geht's runter?

    Der ETF soll ja einen Index nachbauen. Wenn der Index im Kurs fällt, dann fällt natürlich auch der ETF entsprechend, das ist genau so gewollt. Das hat aber nichts damit zu tun, ob der ETF jetzt von Xtrackers oder Vanguard oder sonst wem ist.

    Ich fang mal, es kommen sicherlich noch Ergänzungen.


    Solange das Depot deins ist, ist es deins. Das Finanzamt interessiert nicht, ob Du vorhast das in 6 Jahren an irgendwen zu verschenken. Also ist in dieser Zeit steuerlich alles „wie immer“.


    Was jetzt kommt ist meine Laien-Meinung, keine Garantie.


    Wenn Du das Depot an die Enkeltochter überträgst ist das eine Schenkung, auf die sie ggf. Schenkungssteuer zahlen muss, sofern der Freibetrag von 200.000 EUR für Schenkung von Großelternteil überschritten wird. Darunter fällt nichts an.


    Beim Übertrag fällt nach meiner Kenntnis keine Abgeltungssteuer an, weil die Gewinne mit übertragen und nicht realisiert werden.


    Wenn sie das Depot auflöst (alles verkauft), dann fällt auf die Gewinne (seit deinem Kauf) grundsätzlich Abgeltungssteuer an. Dagegen steht allerdings der Freibetrag der Enkeltochter, und wenn sie sonst kein Einkommen hat kann sie auch eine Nichtveranlagungsbescheinigung bei der Bank einreichen oder die Abgeltungssteuer bei der Steuererklärung zurück holen.

    Ich würde sagen, dass die psychologische Falle vielmehr bei Market Timing Ansätzen besteht. Da ist es doch so: Wenn man verkaufen müsste, will man aus Gier nicht verkaufen. Wenn man kaufen müsste, will man aus Angst nicht kaufen.


    Bei Buy and Hold ist keine Aktion nötig, einfach Augen zu.

    Schwierig. Zumal: Wenn Du ihm jetzt einen ETF einredest und der dann um 40% abrauscht und sich ein paar Jahre nicht richtig erholt, dann wird er Dir das den Rest seines Lebens vergrämt vorhalten. Es wird ihm auch finanziell wirklich wehtun.


    Meine Tendenz wäre eher, es jetzt mal so zu lassen, erst mal möglichst langsam das Geld aufbrauchen, dann ggf. wenn nötig die Wohnung verkaufen und den Erlös auch noch verbrauchen. Dann ist sowieso alles zu spät, oder vielleicht kannst Du ihn dann auch noch etwas unterstützen, falls nötig.

    Ich habe einige Mediziner in der Familie, und von denen hat mir auch keiner sonderlich zur PKV geraten. Der Tenor war eher, dass man (gerade wenn man sich medizinisch nicht auskennt) als PKV-Versicherter von einigen Ärzten als Freiwild für alle möglichen Diagnoseverfahren und anschließenden „dringend anzuratenden“ Therapien gesehen wird.


    Man kann sicherlich in beiden Systemen glücklich und gesund bleiben, oder leider auch schwer krank werden und ableben. Man sollte sich da nicht verrückt machen lassen. Ich war einige Jahre in der PKV und habe dann eine berufliche Übergangsphase genutzt um wieder in die GKV zu kommen. Ich merke keinen großen Unterschied und werde von den Ärzten die ich mir ausgesucht habe auch als Kassenpatient freundlich behandelt.