Beiträge von rzf9bgw-jyt@vgd4CWP

    Der Gist steht doch in dem oben verlinkten Finanztip-Artikel.

    Zitat


    Zur Sicherheit empfehlen wir Dir aber, Dich nur auf die gesetzlich vorgesehene Deckungssumme von 100.000 Euro pro Person und Bank zu verlassen, und größere Summen auf mehrere Banken zu verteilen.

    Probleme sehe ich in keinem der 3 Szenarien und wollte dich nicht vom starten abbringen. 😀


    Ich selbst habe 90% meines Risiko behafteten Portfolios in dem oben genannten world sri. Mit „verwässern“ wollte ich zum Ausdruck bringen, dass ich den bereits für einen hinlänglichen Kompromiss aus weltweiter diversifikation und marktrendite halte.


    Der ist eben nur „etwas weniger schlimm“ und nicht hardcore gefiltert. Da bräuchte es für mich persönlich nicht noch einen mix mit einem normalen world etf.


    Wenn dir das aber hilft, ins Tun zu kommen, sehe ich da nichts was dagegen spricht.

    ich find da spricht nichts gegen, jede/r so wie er/sie das möchte.


    Zu bedenken wäre:

    * SRI/ESG ETFs eh schon ein Kompromiss, warum dann noch weiter verwässern?
    * Der SRI World ist m.e. ausreichend diversifiziert.


    Ich finde es zieht eher das Argument der geringen Sparrate. Da würde ich mir nicht mehre Sparpläne bauen oder kompliziert was splitten.

    der steuervorteil ergibt sich ja aus der gemeinsamen veranlagung, nicht aus der wahl der steuerklassen. die steuern sind nach meinem verständnis am ende immer das gleiche. die wahl der steuerklasse hat einfluss darauf, ob ihr früher "mehr" netto habt und dann ggf. später bei der steuererklärung nachzahlen müsst.

    ich halte 90% meines risikobehafteteten portfolios in LU0950674332, dem Thesaurierer, der von Finanztip empfohlen wird. Ich halte den für ausrechend diversifiziert. Die ganzen Optimierungen zu Auschüttern, Emerging Markets und Irland anstelle von Luxemburg spare ich mir.


    UBS bietet auch eine ACWI SRI Variante (https://www.ubs.com/de/de/asse…e00bdr55471.basedata.html) an, die wäre aber laut Finanztip Kriterien nicht lange genug am Markt (>5 Jahre).


    Zitat

    Zuletzt noch: ich bin mit dem Angebot bei der DKB nicht 100%-ig zufrieden und überlege, ein Depot bei der ING anzulegen und dorthin umzuziehen (auch aufgrund der kostenlosen ETF-Sparpläne und automatischer Wiederanlage von Ausschüttungen).


    Was stört dich da genau? Die 1,50 EUR Sparplan-Gebühr? "automatischer Wiederanlage von Ausschüttungen". Nimm einen Thesaurierer. Ich bin selbst zufriedener DKB Kunde und das wäre mir den Wechsel nicht Wert.

    > Ich denke hier an einen Riester- Fondsparplan.


    Riester und Fondsparen geht aktuell nicht sinnvoll zusammen. Dies hat sich insbesondere in den Kursabstürzen während der Corona-Krise gezeigt. Durch die gesetzlich in Riester angelegte Beitragsgarantie sahen sich die Anbieter gezwungen ihre Aktienanteile während der Talfahrt zu verkaufen.


    Stand jetzt kann man eigentlich nur den Minimalbetrag zahlen, um die gesetzliche Zulage mitzunehmen. Große Rendite-Erwartungen kann man da aktuell drüber hinaus nicht stellen.


    https://www.finanztip.de/riester/

    Zitat

    Weißt du wie Zugewinngemeinschaft funktioniert? Wenn nicht: https://www.finanztip.de/zugewinngemeinschaft/


    Was Chris sagt. ich habe den Eindruck ihr wollt mit den getrennten ETF-sparplänen _fair_ vorsorgen, glaube aber nicht, dass das im Ernstfall laut Zugewinngemeinschaft Bestand hätte. Effektiv hieße es ja trotzdem, dass deine Frau im Verhältnis zu eurem Haushaltseinkommen weniger sparen kann als du.


    Zitat


    Bisher Zugewinngemeinschaft. Wobei wir durchaus überlegen ob ein Ehevertrag grundsätzlich nicht sinnvoll wäre um einzelne Punkte zu trennen (zb die ETFs, ggf (hoffentlich erst in ferner Zukunft) noch kommende Erbschaften etc). Aber das Thema steht noch auf der Agenda. Da müssen wir uns erst noch beraten lassen.


    Ich würde da entweder ein großes Gemeinschaftsdepot oder 2 mit gleicher Sparrate draus machen. Oder ihr regelt es durch anderweitige Vereinbarung durch Ehevertrag.


    IANAL; Zugewinn durch Erbe ist m.W. nach idR ausgenommen, da braucht es normalerweise keine zusätzliche Regelung. Das kann nur doof werden, bei z.B. Hauserbe und dann gibt es eine Wertsteigerung des Objektes nach der Erbschaft. Das müsste dann geteilt werden.


    Ansonsten sieht es ja finanzielle sehr ordentlich aus, größtes Risiko für eure Familie ist imo Verdienstausfall von dir als fast Alleinverdiener.

    > Den LU0950674332 gibt es halt erst seit 2018. 3 Jahre ist eigentlich ein viel zu kurzer Zeitraum um die Performanceunterschiede wirklich ermitteln zu können.

    LU0950674332 ist die wiederanlegende Variante von LU0629459743.


    Den gibt es immerhin seit 2011.


    https://www.ubs.com/de/de/asse…u0950674332.basedata.html


    https://www.ubs.com/de/de/asse…u0629459743.basedata.html


    Bzgl. der zu erwartenden Performance im Vergleich zum "grauen" MSCI würde ich mich nicht verrückt machen. Ja, die letzten Jahre liegen eine leicht bessere Rendite/Risiko Aufstellung nahe, aber da halte ich den Betrachtungszeitraum auch für zu kurz. Ingesamt gibt es aber auch nach Ausschluss durch SRI-Kriterien immer noch eine sehr große Überschneidung, so dass es zumindest unwahrscheinlich ist, dass die krass auseinander gehen.


    Ansonsten kann ich mich auch nur monstermania anschließen. Fang einfach an, um dich an die Schwankungen zu gewöhnen.


    1. Konto+Depot bei einer der 4 Direktbanken aufmachen.

    2. Sparplan mit für dich vertretbarer Rate starten, du kannst auch mit z.b 25 EUR / Monat starten, bist dann quasi null investiert und kannst dich gefahrlos rantasten.

    3. Wenn dich psychologisch ran getastet hast, Dann entweder schrittweise Hochfahren der Sparrate (50,100,200,400, …) oder eine große Einmal-Anlage.


    > Wenn ich ETF-Anteile kaufen...werden dann die Kosten hierfür, von dem Betrag abgezogen, die ich investieren möchte, oder gehen die von meinem Verrechnungskonto getrennt ab?

    Beim der Sparplan-Ausführung der DKB kommen die Kosten auf deinen Anlagebetrag des Sparplans drauf. Sprich du kaufst z.B. für 100 EUR ETF Anteile, hast 1,50 EUR Ausführungsgebühren, musst dann dann insgesamt 101,50 EUR bezahlen.


    Von den 4 Direktbanken "lohnt" sich die DKB eher bei hohen Sparplänen/Einlagen, da die Kosten pauschal und nicht prozentual zur Anlagesumme sind. Das finde ich aber schon ziemlich am Rande der Grenzoptimierung, wenn man das ins Verhältnis der potentiellen Anlagesumme setzt. Ob man da jetzt irgendwo 10 EUR im Vergleich spart wäre mir persönlich egal.

    Du bist halt in im aktuell sehr ungünstigen mittelfristigem Segment. Wenn du das Geld zu 100% innerhalb der nächsten 5 Jahre brauchst, um eine Immo-Finanzierung zu stemmen, darf es m.E. nicht oder nur zu einem sehr sehr kleinen Anteil (< 20%) im Aktienmarkt investiert sein. Bleibt also eigentlich nur Festgeld mit 0,5 - 1%, https://www.finanztip.de/festgeld-vergleich/. Tut weh, aber ist so.


    Die Auswahl der Fonds ist dann m.E. auch zweitrangig, wobei der landläufige Common Sense ist, dass eine passiver worldwide ETF ("MSCI World") zu 95% einen aktiv gemanagten Fond schlägt, da er einfach geringere Kosten hat.


    Alternativ bleibt ihr voll am Aktienmarkt investiert, freut euch über die AVG 6 - 8% auf den MSCI World, aber müsst in Kauf nehmen, dass ihr eure Lebensplanung anpasst und den Immo-Kauf verschiebt, falls in 5 Jahren Downswing / Krise ist.

    Die "Big 4" (Google-Apple-Facebook-Amazon) fallen halt aktuell allesamt aus verschiedensten Gründen (Datenschutz, Kinderarbeit, Arbeitsschutz, …) durch die SRI-Filter und Microsoft ist aktuell der Einzige Tech-Giant, der dem Stand hält. Das kann man seltsam finden, aber so werden nunmal die Kriterien des Index gestellt. Die Diskussion kann man natürlich ewig fortsetzen ("Wie korrekt hätten sie es denn gerne?"), aber irgendwo muss man eben anfangen.


    Ich persönlich bevorzuge aber auch die auch die 5% SRI Issuer Capped Variante aus dem Artikel wegen der für mich besseren Streuung und besser vertretbaren Unternehmen im Index.

    Zitat

    Macht es aber Sinn, noch einen World ETF und einen Emerging markets zu nehmen, wenn ich den IShares MSCI ACWI schon habe?

    Was monstermania sagt. Wenn du den IShares MSCI ACWI bereits hast, brauchst du m.E. keinen weiteren World und Emerging Markets, da diese bereits in dem ACWI abgebildet sind.

    > The iShares MSCI ACWI ETF seeks to track the investment results of an index composed of large and mid-capitalization developed and emerging market equities.


    Ich würde da nur was ändern, wenn du mit der Gewichtung des Index nicht ganz einverstanden bist. Einige Anleger bevorzugen da ihr eigenes Mischverhältnis aus World - Emerging Markets - (+ manchmal Europe) zu rühren, da sie z.B. den US-Markt überproportional im Index vertreten sehen. Das kann man machen, muss man aber definitiv nicht.


    Ich würde es mir aber für den Start so einfach wie möglich machen und bei einem (weltweit breit gestreutem) ETF bleiben.

    Niemand kann mit Sicherheit voraussagen wie sich die Amazon Aktien in der Zukunft entwickeln. Die zukünftige Kursentwicklung (Glaskugel) wäre für mich kein Kriterium, zusätzliche Diversifikation (World ETF anstelle von Einzelaktie) allerdings schon. Mitarbeiteraktien werden ja als Mittel der Erfolgsbeteiligung und Unternehmensbindung ausgegeben. Hier würde ich mich an deiner Stelle fragen: Wie sehr glaubst du an den zukünftigen weiteren Unternehmenserfolg deines Arbeitgebers und wie weit bist du bereit das mitzutragen?

    Hey, ich habe keinerlei Bedenken geäußert, sondern lediglich darauf hingewiesen, sich der Besonderheiten dieses ETF (im Vergleich zu ...World) klar zu werden. Daraus kann nämlich "abgeleitet" werden, diesen ETF nicht "blind" ins Depot zu legen und sich in x Jahren wie bei einem Ü-Ei zu freuen... oder nicht.

    Da sind wir uns eins – niemand soll sich "blind" was ins Depot legen.


    Ich hatte deine Stichworte ('... Anlagestruktur, Fondsvolumen, TER, "Sektorenwette" …') als kritisch einordnend interpretiert. Für aktive gemanagte Ökofonds (Kosten) oder Themen-ETFs ("Clean Energy, Sektorwetten") würde ich das gelten lassen, für die genannten World SRI / ESG aus dem FT Artikel aber nicht.

    Hi microcommerce


    Der von dir erst genannte ESG ETF findet sich hier in der Liste der Empfehlungen von Finanztip wieder. https://www.finanztip.de/index…/nachhaltige-geldanlagen/


    Für diese gelten alle von JDS angeführten Bedenken ausdrücklich nicht und den kann mal laut FT durchaus für das Thema Altersvorsorge nehmen. Denn sie sind weltweit breit gestreut, lange am Markt, haben geringe Kosten und ein hohes Fondsvolumen. Ob du da jetzt 0,2% oder 0,6% Kosten tragen möchtest, ist letztlich deine Entscheidung.


    Die meisten großen ESG und SRI ETFs sind ausdrücklich nach dem Motto 1) Ausschluss kontroverser Branchen und 2) Best in Class in den verbliebenen Branchen, pro Branche die Vertreter höher gewichten, die ESG Kriterien besser erfüllen als die anderen in ihrer Branche – aufgestellt. Wenn du da in die Liste der enthaltenen Unternehmen gehst, wirst du dich evtl. wundern. Es ist eben kein "dunkelgrüner" Aktienfond, sondern die "am wenigsten schlimmen" Vertreter in ihrer jeweiligen Branche. Nach dem Ausschlussprozess bleiben so aber noch genügend Einzeltitel übrig, um von einer ausreichenden weltweiten Diversifikation zu sprechen.


    Deinen Anlagehorizont finde ich schon eher knapp bemessen, aber da kommt es eben drauf an, ab wann ein Teil des Geldes wieder für dich zur Verfügung stehen sollte. Ich persönlich würde ab Rentenbeginn nicht mehr voll investiert sein wollen, sondern würde einen Split zwischen ETF und Cash anstreben, z.b. 60/40. Zum Thema "Auszahlplan" gibt es ein gutes FT Video:



    Wenn du eine wirklich unabhängige, professionelle Beratung jenseits Verbraucherzentralen wünscht, wende dich an einen registrierten Honorarberater. Den bezahlst du im Regelfall für seinen Aufwand (Pauschal o. Zeit) und nicht versteckt durch irgendwelche Kickbacks und Provisionen. Stundensatz von denen ist gerechtfertigterweise hoch (150+ EUR), bei deiner Anlagesumme kann man das aber durchaus überlegen.