Beiträge von csh

    Hallo,


    Saidi hat in seinem Video "Das große Aufräumen: Halt Dein Geld einfach" am Ende darauf hingewiesen alte ausschüttende ETFs bei Gelegenheit aufzuräumen (zu verkaufen).


    Er rechnete vor: 801 EUR durch 70% (Teilfreistellung), macht 1144 EUR Gewinn und sagte: "das alles jetzt vorzeitig zu versteuern, das tut ein wenig weh".


    Frage:

    Wieso tut das weh, wenn man doch damit noch im Freibetrag liegt? Es fallen doch dann 0 Steuern an.


    Hat jemand das Video gesehen? Ich komme da nicht ganz mit an der Stelle.

    Wer weiß, evtl. legt irgendwann eine Fondgesellschaft einen Bad-ETF auf, der ausschließlich aus den 'Schmuddelkindern' besteht.:evil:

    Und wenn die Renditen stimmen, würden die Leute auch da Ihr Geld investieren. Da bin ich mir zumindest ziemlich sicher.

    Schade, dass du so denkst und du vermutlich auch zu diesen Leuten gehören würdest, aber ich würde mein Geld lieber auf dem Tagesgeld Konto lassen, als es in einen Schmuddelkinder-only-ETF zu stecken.

    Schau auch mal auf http://www.etf4good.de


    Dort werden viele Themen rundum nachhaltige ETFs gut beschrieben.


    Insbesondere auch in der Kategorie: https://www.etf4good.de/category/nachhaltigkeitsstrategie/


    Ob nachhaltige ETFs die Welt verbessern weiß ich nicht, aber ich kann damit trotzdem besser schlafen, deshalb bevorzuge ich sie.

    Theoretisch werden Aktien und ETFs nur am Sekundärmarkt gehandelt, so dass es kurzfristig keine Auswirkung auf die Unternehmen hat.

    Aber wenn viele nachhaltig denken und kaufen, sinkt dann langfristig doch mal irgendwann der Kurs von nicht-nachhaltigen Unternehmen und sie haben es dann schwieriger, wenn sie mal frisches Kapital brauchen, was sie wiederum zum Umdenken bewegen könnte.


    Die "Screened" und die "Enhanced Focus" Indizes von MSCI sind immer noch breit diversifiziert, aber schließen die ganz bösen Firmen aus.

    Aber auch ein strenger World SRI, wie der von UBS, der von Finanztip empfohlen wird, ist mir noch breit genug, so dass ich mir da kein erhöhtes Risiko einbilde.

    Hallo,


    ich lese ab und zu, dass unsere Banken von der BaFin reguliert sind oder werden.


    Was bedeutet das genau?


    Ich stelle mir z.B. vor, dass geprüft wird, dass jeder seine Kapitalertragssteuern richtig zahlt.

    Oder dass ein Bankmitarbeiter einem guten Freund keinen kostenlosen oder günstigeren Kredit "unter der Hand" gewährt.

    Oder dass jeder die Zinsen bekommt, die ihm auch zustehen und da keine Berechnungsfehler entstehen.

    Oder dass die Bilanzen der Bank korrekt sind.

    Oder dass die Aktien die eine Fondsgesellschaft besitzt auch wirklich in ihrem Besitz sind und da nichts vorgekaukelt wird.


    Wenn das mit Regulierung gemeint ist, frage ich mich aber, wie das praktisch geprüft wird bei so vielen Banken und Bankkunden. Die haben ja noch nicht mal den WireCard Skandal aufgedeckt, wie sollen die dann bitte bei Kleinanlegern prüfen, ob die Zinsen oder Steuern richtig berechnet werden?


    Kommt da so ein BaFin Mitarbeiter zu einer Bank und lässt sich mal stichprobenartig ein paar Unterlagen zeigen, die man womöglich auch einfach "schönen" kann?

    Die Frage ist auch: wo hast du plötzlich wegen der Aktion Geld her, was du zusätzlich investieren kannst. Gehst du da z.B. an deinen Notgroschen dran?


    Ich bin auch bei der DKB, aber solche Angebote lassen mich eher kalt, weil es mein Depot unübersichtlich macht. Lieber würde ich meinen Sparplan für einen Monat aufstocken und darüber ein paar Tausend EUR anlegen. Das kostet ja dann auch nur 1,50.

    Ich war auch mal so jung und wollte für eine Immobilie sparen. Meinem Bankberater der Sparkasse habe ich auch immer gesagt "vielleicht so in 5 Jahren".

    Er hat mir dann von einer Geldanlage in Aktien abgeraten, da - wie man auch von Finanztip immer hört - dafür 10-15 Jahre veranschlagt werden sollen.


    Also habe ich meine Sparraten auf das Tagesgeldkonto gespart und in Festgeld angelegt, aber auch weil mir die aktiven Fonds der Sparkasse damals (so um 2010) sehr teuer vorkamen und ich mich mit dem Thema Aktien auch nicht befassen wollte. ETFs kannte man damals auch noch nicht so wie heute.


    Rückblickend war es vielleicht eine schlechte Entscheidung, weil der Aktienmarkt ab 2010 nur nach oben ging, aber man kann ja nie in die Zukunft schauen.


    An deiner Stelle würde ich vielleicht versuchen als Ziel mindestens die üblichen 20% Eigenkapital auf dem Tagesgeldkonto anzusparen, damit du in 5 Jahren auf jeden Fall eine Finanzierung bekommst.

    Dazu musst du natürlich wissen, wieviel Immobilie du dir leisten willst und was die in 5 Jahren kosten wird.

    Das was übrig kannst du vielleicht etwas risikoreicher anlegen.


    So würde ich vermutlich vorgehen.


    Achja: Aus meiner Planung "in 5 Jahren" wurden dann auch eher 7-8 Jahre.

    Physisch bedeutet in dem Fall einfach dass der ETF genau die Aktien aus dem Index auch tatsächlich kauft und nicht die Wertentwicklung per Swap abbildet. Geht die Fondsgesellschaft pleite, ist der ETF immer noch mit den richtigen Aktien hinterlegt. Geht bei einem Swap der Kontrahent pleite, hat man irgendein Trägerportfolio mit irgendeiner Wertentwicklung.


    Inwiefern in der Praxis wirklich relevant ist, ist eine andere Frage.

    Ja eigentlich habe ich den Unterschied zwischen physisch und Swap schon verstanden.


    Nur verstehe ich nicht, was hier noch wirklich physisch ist bzw. was es genau bedeutet.


    Sind "richtige Aktien" dann auch nur Datenbankeinträge? Sind es Softwarezertifikate? Stecken kryptografische Verfahren dahinter, um die Integrität und Authentizität zu gewährleisten? Sind es wirklich Papiere/Urkunden, die von irgendjemandem unterschrieben worden sind und in einem Tresor lagern wie ein Goldbarren?

    Hallo,


    immer wenn ich ETFs kaufe, habe ich das Gefühl, ich kaufe da nur einen Datenbankeintrag bei meiner Bank.

    Das fühlt sich zunächst mal ziemlich wertlos an, mir wird nur eine Zahl angezeigt, die aus irgendeiner Datenbank gezogen wird.


    Daher frage ich mich was wirklich dahinter steckt.


    Gibt es da wirklich noch ein physisches WertPAPIER, was dahinter steckt?


    Was bedeutet hier genau "verbrieft"? Gibt es eine Art unterschriebenen Vertrag, der physisch irgendwo lagert?


    Wie sieht so eine Verwahrstelle wie Clearstream aus? Ist das eine Art Riesentresor, wo die Papiere drin lagern?

    Kann man Wertpapiere also theoretisch stehlen oder vernichten, so ein Lager wäre ja wertvoller als jede Bankfiliale?


    Und meine Bank oder Broker, die hat eigentlich gar keine Wertpapiere, sondern hält nur meinen Anspruch darauf in ihrer haus-eigenen Datenbank fest?

    Gerne, JDS hat das vor diesem Hintergrund gesagt:


    Ich behaupte nicht, dass es für alle und jeden sinnvoll ist! Aaaber... wenn jemand eine Hütte für ne halbe Mio hat und 2/3 oder 3/4 bereits getilgt sind und die regelmäßigen Einkünfte ausreichen um "neu" aufgenommene 100 bis 200k bis zur Rente zu bedienen, dann kann es durchaus passen. Man muss halt rechnen...

    Und im Übrigen kommt es auch auf die Gesamtsituation an... Einkünfte, Netto-Vermögen, Notgroschen, Rücklagen für Anschaffungen, (zu erwartende) Alterseinkünfte, Risikobereitschaft, Hirn...


    Dazu mal ein paar Zahlen zu meiner Situation:


    Immobilienwert ca. 550k EUR (Kaufkosten inkl. aller Nebenkosten), 130k Restschuld für Immobilienkredit (Eigennutzung), Zinsbindung noch 7 Jahre zu 1,1%.


    Ohne Sondertilgung hätte ich dann bei Ablauf der Zinsbindung noch ca. 70k Restschuld. Mit voller Sondertilgung jedes Jahr wäre es nur noch ein 4-stelliger Betrag.


    Dann wäre ich Ende vierzig und hätte theoretisch noch genug Zeit einen neuen Kredit durch Arbeitseinkommen abzubezahlen.


    Plan wäre eigentlich so ähnlich wie bei LebenImSueden (s.o.). Ein bisschen sondertilgen, ein bisschen investieren. In 7 Jahren dann schauen, wie die Märkte stehen, was die Anschlussfinanzierung angeht.

    Eigentlich wollte ich aber dann keinen neuen (6-stelligen) Kredit aufnehmen, sondern mich über meine (nahezu) Schuldenfreiheit freuen und einfach vermehrt mein Gehalt investieren, weil das optional ist und man keine Verbindlichkeiten hat. Und dann kam JDS und brachte mich zum Grübeln... ;)

    Hallo,


    der User "JDS" hat in einem anderen Thread folgendes gesagt:

    Übrigens, ich kenne viele Leute, die in den letzten ca. 20 Jahren etwas bis weitgehend 'abbezahlte' Immobilien wieder belastet hatten... und diese Kredite in vernünftige Fonds oder ETF gesteckt haben. Während die Masse der konventionellen Sparer Geld/Vermögen 'vernichtet' haben und 'vernichten', laufen die vorgenannten mit einem Grinsegesicht herum ;-)

    Aber.. jeder wie Karl will!


    Mich hat das etwas stutzig gemacht. Ich habe mir früher immer gesagt: So schnell wie möglich raus aus den Schulden. D.h. möglichst viel Eigenkapital und möglichst viele Sondertilgungen einbringen, um schnellstmöglich nichts mehr der Bank zu schulden. Einfach um freier leben und ruhiger schlafen zu können.


    Früher... da wusste ich auch noch nicht, was ein ETF ist und habe mir über Vermögensaufbau und Altersvorsorge wenig Gedanken gemacht.


    Eigentlich war mein Plan, die Immobilie durch Sondertilgungen schnellstmöglich abzubezahlen und danach die alten Kreditraten in den ETF-Sparplan zu investieren (also die heutige Sparrate um die Kreditrate zu erhöhen).


    Wie macht man das denn "richtig"? Nochmal 6-stelligen Kredit nehmen und diesen All-In ins ETF Portfolio und die nächsten 20 Jahre abbezahlen? Oder so wie ich oben beschrieben habe?


    Der Gedanke aus einer abbezahlten Immobilie Kapital zu schlagen, in dem man sie als Sicherheit verkauft, ist mir neu, aber ziemlich interessant.

    Letztendlich denke ich, ist es eine Risikoabwägung, aber viele Leute scheinen es ja so zu machen (?)!?

    Ich behaupte nicht, dass es für alle und jeden sinnvoll ist! Aaaber... wenn jemand eine Hütte für ne halbe Mio hat und 2/3 oder 3/4 bereits getilgt sind und die regelmäßigen Einkünfte ausreichen um "neu" aufgenommene 100 bis 200k bis zur Rente zu bedienen, dann kann es durchaus passen. Man muss halt rechnen...

    Und im Übrigen kommt es auch auf die Gesamtsituation an... Einkünfte, Netto-Vermögen, Notgroschen, Rücklagen für Anschaffungen, (zu erwartende) Alterseinkünfte, Risikobereitschaft, Hirn...

    Deine Werte passen ungefähr zu unserer Situation. Du würdest dann vermutlich auch gar nicht sondertilgen, sondern alles in Aktien stecken stattdessen? Denn Verzicht auf Sondertilgung kommt ja einem neuen Kredit nahe.

    Vielleicht mach ich dazu mal einen neuen Thread auf. Interessantes Thema nämlich, habe noch nie drüber nachgedacht unser Haus erneut zu belasten, nur um in Aktien zu investieren.

    Hallo.


    Wenn die Tilgung so im Plan ist und der Bausparvertrag gar nicht dafür eingeplant war, spricht für mich nicht viel gegen das Investieren aus Sondertilgungsverzicht.


    Es sei denn, die Immobilienfinanzierung wäre eigentlich für 0,1% zu haben gewesen und das Sondertilgungsrecht hat 1% Aufschlag gekostet. :P

    Beim Finanzierungsgespräch war mal die Rede davon den Bausparer zu benutzen, um die Restschuld (oder Teil davon) nach 10 Jahren zu tilgen. Ich hatte mich damals aber auch noch nicht viel mit Finanzen beschäftigt.

    Mich stört v.a. die magere Rendite von 0,25% (negatives Zinsdifferenzgeschäft im Vergleich zur Sondertilgung). Und dass ein ETF nach 7 Jahren mehr Rendite gemacht haben wird als 0,25% halte ich auch für wahrscheinlicher als das Gegenteil.

    Übrigens, ich kenne viele Leute, die in den letzten ca. 20 Jahren etwas bis weitgehend 'abbezahlte' Immobilien wieder belastet hatten... und diese Kredite in vernünftige Fonds oder ETF gesteckt haben. Während die Masse der konventionellen Sparer Geld/Vermögen 'vernichtet' haben und 'vernichten', laufen die vorgenannten mit einem Grinsegesicht herum ;-)

    Aber.. jeder wie Karl will!


    Du willst also sagen, dass es sinnvoll ist, nachdem man seine Immobilie abbezahlt hat, noch mal einen Kredit zu nehmen, das Haus zu belasten und den Kredit in Aktien zu stecken und den Kredit die nächsten 20 Jahre bis zur Rente über das Gehalt abzubezahlen? :/


    Mein Plan war eigentlich, das Gehalt dann einfach vermehrt in die ETF Sparraten zu stecken statt in eine Tilgung.

    Ich würd' sagen: "Sch... auf die Sondertilgung!"

    Packt die 10k in einen ETF und zahlt euere Immo wie gehabt ab; aus den 10k sollten in ca. 9 bis 10 Jahren 20k werden... und im gleichen Zeitraum würdet ihr bei einer Sondertilgung vielleicht so um die 1k an Sollzinsen sparen ;-)

    Joa, ginge vielleicht auch. Sind dann eben "Aktien auf Kredit", wovon oft auch abgeraten wird.

    Also der BSV läuft auf meine Frau, daher kann ich zu den Details nicht viel sagen:


    "Was kostet das Darlehen?" => weiß ich nicht, aber wir sind ja auch gar nicht an einem weiteren Darlehen interessiert. Oder meinst du für die Anschlussfinanzierung in 7 Jahren?

    Kann man sich jetzt schon einen Zinssatz für dann sichern?

    Sinnvoller erscheint es mir trotzdem jetzt sonderzutilgen und etwaige Überschüsse in ETFs anuzlegen und zu hoffen, dass man dann in 7 Jahren die Restschuld mit dem Aktiendepot begleichen kann, so dass man gar keine Anschlussfinanzierung braucht.


    "Möglichkeit Sonderzins bei Darlehensverzicht" => weiß ich leider nicht. Ist das üblich?

    Es gibt noch einen weiteren BSV, dort wird wohl am Ende ein "Treuebonus" ausbezahlt. Auf diesen BSV gibt es auch Wohnriester.


    Wohnnungsbauprämie haben wir für 2018 nicht bekommen, da wir über der Grenze waren. Wären aber auch nur ca. 90 EUR gewesen. 2019/20 ist noch offen. Ich schätze für 2021 sind wir ungefähr an der Grenze, ich kann es aber nicht genau sagen. Aber so ein gewichtiges Argument erscheint mir die WoP nicht.

    Hallo,


    bei uns ist jetzt ein Bausparvertrag über 20.000 EUR zuteilungsreif, d.h. es wurden etwas mehr als 10k EUR eingezahlt.

    Der Vertrag läuft seit 2014, der Zinssatz beträgt 0,25%.


    Das Darlehen der Bausparkasse brauchen wir nicht, haben schon woanders eins. Sondertilgen für unsere Immobilie können wir ca. 8000 EUR pro Jahr. Zinssatz für das Immobiliendarlehen: 1,1%, Restlaufzeit ca. 7 Jahre.


    Für mich ist die Sache relativ klar: Guthaben von 10k auszahlen lassen und in die Sondertilgung stecken, den Rest in ETFs oder anderweitig verkonsumieren. Weiterhin eine Sparrate von 100 EUR auf den BSV ist doch unnötig, oder?


    Übersehe ich hier etwas? Stimmt ihr mir zu? Oder gibt es gute Gründe einfach alles weiterlaufen zu lassen?

    Über Flossbach Fond hat Gerd Kommer gerade einen schönen Blog Artikel veröffentlicht:

    https://www.gerd-kommer-invest.de/flaggschiff-fonds-elend/

    (Unter Punkt 4)


    Wenn du langfristig Vermögen aufbauen willst, ist ein Allin Einstig statistisch besser (zu ca. 75%), wie schon erwähnt. Aber da kommt die Psyche dazwischen.

    Wenn du sehr bald aus deinem Aktienportfolio entnehmen möchtest, du dich also bald in der Entnahmephase befindest, ist ein Einstieg auf Raten besser, wegen des Sequence of Return Risk. Ca. 30-40% Direkteinstieg, Rest in kleinen Raten über mehrere Monate oder wenige Jahre.


    Was den Freibetrag angeht, vom Bauchgefühl her, dieses Jahr noch einen Teil, und den anderen Teil im nächsten Jahr. Aber das ist nur so ein Gefühl, ob das was bringt, weiß ich nicht.