Beiträge von csh

    Also brauchen wir auf jeden Fall die Auflistung der Kapitalerträge der Bank, auch wenn ihre Bank keine Steuern abgeführt hat?

    Und wir müssen (jeder muss) eine Anlage KAP abgeben, um zu viel gezahlte Kapitalertragssteuer zurück zu bekommen?

    Es reicht nicht, dass das Finanzamt ihre Kapitalerträge schon auf elektronischem Wege erfahren hat?

    Hornie: Ich gebe den Steuerbescheid auch nicht ab, aber übertrage die Zahlen von dort in die Anlage KAP.

    Hallo,


    folgende Situation:


    Ich habe meinen Freibetrag von 801 EUR überschritten.

    Meine Frau hat ihren hingegen nicht ausgeschöpft. Wir haben getrennte Konten bei verschiedenen Banken.


    Beispiel: ich habe 1000 EUR Kapitalerträge, meine Frau 500 EUR.

    Meine Bank hat also 199 EUR versteuert.


    Da wir eine zusammenveranlagte Steuererklärung machen, müssten wir gemeinsam ja gar keine Steuern zahlen (da < 1602 EUR).


    Eigentlich dachte ich, wir müssten zwei Anlagen KAP ausfüllen, in denen jeder seine Kapitalerträge deklariert und das Finanzamt merkt dann, dass zu viel Steuern gezahlt wurden und erstattet die zu viel gezahlten.


    Ein Anruf bei der Bank meiner Frau ergab aber, dass die Bank gar keinen Steuerbescheid ausstellt, weil bei ihr gar keine Steuern angefallen sind. Nun haben wir etwas Schwierigkeiten die Anlage KAP für meine Frau auszufüllen.

    Müssen wir das? Oder woher weiß das Finanzamt sonst, dass bei meiner Frau noch 301 EUR frei waren, die mit meinen Kapitalerträgen verrechnet werden können?


    Hat jemand einen Ratschlag, wie wir die zu viel gezahlten Steuern auf Kapitalerträge zu bekommen?

    Noch ein krasseres Beispiel gefunden: IE00BCHWNQ94, auch von Xtrackers.


    Bis 2021: MSCI World High Dividend Yield Index

    Heute: MSCI World Select ESG Screened Index


    Das ist doch wohl wirklich was ganz anderes, rund 4mal so viele Titel drin, ganz anderer Fokus.


    Ist das denn üblich? Jedenfalls nicht sehr vertrauenswürdig.

    Und was ist mit der Kapitalertragsteuer? ;)

    Nee, wenn ich ACWI pur will, dann will ich nicht nach ein paar Jahre ESG oder SRI...

    Ja genau, so einfach wechseln ist aus steuerlicher Sicht unvernünftig.

    Ich selbst sähe das für meine Geldanlage nicht so kritisch, zumindest bei diesen beiden.

    Aber es gibt ja durchaus Kritiker von nachhaltigen Investments, die sich beim ACWI jetzt veräppelt fühlen.


    Mich verwundert nur das Vorgehen der Fondsgesellschaften, aber da hat FinanzPanda wohl Recht mit seiner Einschätzung.

    Also bei dem hier sehe ich jetzt weniger ein Problem im Indexwechsel. Irgendwas mit Klimawandel wechselt zu irgendwas anderem mit Klimawandel. Die Richtung ist immer noch die gleiche.


    Anders ist das beim ACWI. Man hat marktneutral investiert und bekommt jetzt einen Greenwashing Index. Der gewählte Index ist meiner Meinung nach die Kombination aus dem schlechtesten beider Welten. Man reduziert die Diversifikation, gleichzeitig wird aber absolut nicht konsequent aussortiert.

    Ich sagte ja, dass sie ähnlich zum alten sind.

    Trotzdem kommt mir das komisch vor, wenn einfach so ein Index gewechselt wird. Es ist ja eigentlich dann nicht mehr das, was man mal gekauft hat.


    Beim ACWI finde ich den Indexwechsel aber sogar gut. Die Diversifikation leidet mMn nicht, immer noch 1462 Positionen.

    Hallo,


    ich bin immer wieder etwas verwundert, dass ein ETF plötzlich einem anderem Index folgt.


    Mir selbst ist es schon zwei mal passiert, der LU1602144229 folgte erst dem "MSCI World Low Carbon Leaders Index", dann dem "MSCI World Climate Change Index", jetzt dem "MSCI World Climate Change CTB Select Index", was mich immer etwas verunsichert hat.


    Nun las ich von Finanztip hier:


    Bis Oktober 2021 gehörte auch der Xtrackers MSCI AC WORLD UCITS ETF (ISIN: IE00BGHQ0G80) zu den empfohlenen ETFs in dieser Kategorie. Dieser ETF folgt aber nicht mehr dem MSCI ACWI, sondern der gefilterten Variante „MSCI AC World ESG Screened“ und ist damit nicht mehr mit den anderen Fonds in diesem Ratgeber vergleichbar.

    Ich frage mich, was das soll. Als Anleger trifft man doch Anlageentscheidungen aufgrund gewisser Kriterien, z.B. der Methodik wie der Index aufgebaut wird und seinen eigenen Vorstellungen. Und dann folgt man plötzlich einem anderen Index, der vielleicht weniger diversifiziert ist oder plötzlich nachhaltig ist oder den Fokus anders legt.


    Mir ist auch bewusst, dass die neuen Indezes hier schon ähnlich zum alten sind, aber wieso macht eine Fondsgesellschaft das anstatt z.B. einfach einen neuen ETF aufzulegen?

    Hallo,


    Saidi hat in seinem Video "Das große Aufräumen: Halt Dein Geld einfach" am Ende darauf hingewiesen alte ausschüttende ETFs bei Gelegenheit aufzuräumen (zu verkaufen).


    Er rechnete vor: 801 EUR durch 70% (Teilfreistellung), macht 1144 EUR Gewinn und sagte: "das alles jetzt vorzeitig zu versteuern, das tut ein wenig weh".


    Frage:

    Wieso tut das weh, wenn man doch damit noch im Freibetrag liegt? Es fallen doch dann 0 Steuern an.


    Hat jemand das Video gesehen? Ich komme da nicht ganz mit an der Stelle.

    Wer weiß, evtl. legt irgendwann eine Fondgesellschaft einen Bad-ETF auf, der ausschließlich aus den 'Schmuddelkindern' besteht.:evil:

    Und wenn die Renditen stimmen, würden die Leute auch da Ihr Geld investieren. Da bin ich mir zumindest ziemlich sicher.

    Schade, dass du so denkst und du vermutlich auch zu diesen Leuten gehören würdest, aber ich würde mein Geld lieber auf dem Tagesgeld Konto lassen, als es in einen Schmuddelkinder-only-ETF zu stecken.

    Schau auch mal auf http://www.etf4good.de


    Dort werden viele Themen rundum nachhaltige ETFs gut beschrieben.


    Insbesondere auch in der Kategorie: https://www.etf4good.de/category/nachhaltigkeitsstrategie/


    Ob nachhaltige ETFs die Welt verbessern weiß ich nicht, aber ich kann damit trotzdem besser schlafen, deshalb bevorzuge ich sie.

    Theoretisch werden Aktien und ETFs nur am Sekundärmarkt gehandelt, so dass es kurzfristig keine Auswirkung auf die Unternehmen hat.

    Aber wenn viele nachhaltig denken und kaufen, sinkt dann langfristig doch mal irgendwann der Kurs von nicht-nachhaltigen Unternehmen und sie haben es dann schwieriger, wenn sie mal frisches Kapital brauchen, was sie wiederum zum Umdenken bewegen könnte.


    Die "Screened" und die "Enhanced Focus" Indizes von MSCI sind immer noch breit diversifiziert, aber schließen die ganz bösen Firmen aus.

    Aber auch ein strenger World SRI, wie der von UBS, der von Finanztip empfohlen wird, ist mir noch breit genug, so dass ich mir da kein erhöhtes Risiko einbilde.

    Hallo,


    ich lese ab und zu, dass unsere Banken von der BaFin reguliert sind oder werden.


    Was bedeutet das genau?


    Ich stelle mir z.B. vor, dass geprüft wird, dass jeder seine Kapitalertragssteuern richtig zahlt.

    Oder dass ein Bankmitarbeiter einem guten Freund keinen kostenlosen oder günstigeren Kredit "unter der Hand" gewährt.

    Oder dass jeder die Zinsen bekommt, die ihm auch zustehen und da keine Berechnungsfehler entstehen.

    Oder dass die Bilanzen der Bank korrekt sind.

    Oder dass die Aktien die eine Fondsgesellschaft besitzt auch wirklich in ihrem Besitz sind und da nichts vorgekaukelt wird.


    Wenn das mit Regulierung gemeint ist, frage ich mich aber, wie das praktisch geprüft wird bei so vielen Banken und Bankkunden. Die haben ja noch nicht mal den WireCard Skandal aufgedeckt, wie sollen die dann bitte bei Kleinanlegern prüfen, ob die Zinsen oder Steuern richtig berechnet werden?


    Kommt da so ein BaFin Mitarbeiter zu einer Bank und lässt sich mal stichprobenartig ein paar Unterlagen zeigen, die man womöglich auch einfach "schönen" kann?

    Die Frage ist auch: wo hast du plötzlich wegen der Aktion Geld her, was du zusätzlich investieren kannst. Gehst du da z.B. an deinen Notgroschen dran?


    Ich bin auch bei der DKB, aber solche Angebote lassen mich eher kalt, weil es mein Depot unübersichtlich macht. Lieber würde ich meinen Sparplan für einen Monat aufstocken und darüber ein paar Tausend EUR anlegen. Das kostet ja dann auch nur 1,50.

    Ich war auch mal so jung und wollte für eine Immobilie sparen. Meinem Bankberater der Sparkasse habe ich auch immer gesagt "vielleicht so in 5 Jahren".

    Er hat mir dann von einer Geldanlage in Aktien abgeraten, da - wie man auch von Finanztip immer hört - dafür 10-15 Jahre veranschlagt werden sollen.


    Also habe ich meine Sparraten auf das Tagesgeldkonto gespart und in Festgeld angelegt, aber auch weil mir die aktiven Fonds der Sparkasse damals (so um 2010) sehr teuer vorkamen und ich mich mit dem Thema Aktien auch nicht befassen wollte. ETFs kannte man damals auch noch nicht so wie heute.


    Rückblickend war es vielleicht eine schlechte Entscheidung, weil der Aktienmarkt ab 2010 nur nach oben ging, aber man kann ja nie in die Zukunft schauen.


    An deiner Stelle würde ich vielleicht versuchen als Ziel mindestens die üblichen 20% Eigenkapital auf dem Tagesgeldkonto anzusparen, damit du in 5 Jahren auf jeden Fall eine Finanzierung bekommst.

    Dazu musst du natürlich wissen, wieviel Immobilie du dir leisten willst und was die in 5 Jahren kosten wird.

    Das was übrig kannst du vielleicht etwas risikoreicher anlegen.


    So würde ich vermutlich vorgehen.


    Achja: Aus meiner Planung "in 5 Jahren" wurden dann auch eher 7-8 Jahre.

    Physisch bedeutet in dem Fall einfach dass der ETF genau die Aktien aus dem Index auch tatsächlich kauft und nicht die Wertentwicklung per Swap abbildet. Geht die Fondsgesellschaft pleite, ist der ETF immer noch mit den richtigen Aktien hinterlegt. Geht bei einem Swap der Kontrahent pleite, hat man irgendein Trägerportfolio mit irgendeiner Wertentwicklung.


    Inwiefern in der Praxis wirklich relevant ist, ist eine andere Frage.

    Ja eigentlich habe ich den Unterschied zwischen physisch und Swap schon verstanden.


    Nur verstehe ich nicht, was hier noch wirklich physisch ist bzw. was es genau bedeutet.


    Sind "richtige Aktien" dann auch nur Datenbankeinträge? Sind es Softwarezertifikate? Stecken kryptografische Verfahren dahinter, um die Integrität und Authentizität zu gewährleisten? Sind es wirklich Papiere/Urkunden, die von irgendjemandem unterschrieben worden sind und in einem Tresor lagern wie ein Goldbarren?

    Hallo,


    immer wenn ich ETFs kaufe, habe ich das Gefühl, ich kaufe da nur einen Datenbankeintrag bei meiner Bank.

    Das fühlt sich zunächst mal ziemlich wertlos an, mir wird nur eine Zahl angezeigt, die aus irgendeiner Datenbank gezogen wird.


    Daher frage ich mich was wirklich dahinter steckt.


    Gibt es da wirklich noch ein physisches WertPAPIER, was dahinter steckt?


    Was bedeutet hier genau "verbrieft"? Gibt es eine Art unterschriebenen Vertrag, der physisch irgendwo lagert?


    Wie sieht so eine Verwahrstelle wie Clearstream aus? Ist das eine Art Riesentresor, wo die Papiere drin lagern?

    Kann man Wertpapiere also theoretisch stehlen oder vernichten, so ein Lager wäre ja wertvoller als jede Bankfiliale?


    Und meine Bank oder Broker, die hat eigentlich gar keine Wertpapiere, sondern hält nur meinen Anspruch darauf in ihrer haus-eigenen Datenbank fest?

    Gerne, JDS hat das vor diesem Hintergrund gesagt:


    Ich behaupte nicht, dass es für alle und jeden sinnvoll ist! Aaaber... wenn jemand eine Hütte für ne halbe Mio hat und 2/3 oder 3/4 bereits getilgt sind und die regelmäßigen Einkünfte ausreichen um "neu" aufgenommene 100 bis 200k bis zur Rente zu bedienen, dann kann es durchaus passen. Man muss halt rechnen...

    Und im Übrigen kommt es auch auf die Gesamtsituation an... Einkünfte, Netto-Vermögen, Notgroschen, Rücklagen für Anschaffungen, (zu erwartende) Alterseinkünfte, Risikobereitschaft, Hirn...


    Dazu mal ein paar Zahlen zu meiner Situation:


    Immobilienwert ca. 550k EUR (Kaufkosten inkl. aller Nebenkosten), 130k Restschuld für Immobilienkredit (Eigennutzung), Zinsbindung noch 7 Jahre zu 1,1%.


    Ohne Sondertilgung hätte ich dann bei Ablauf der Zinsbindung noch ca. 70k Restschuld. Mit voller Sondertilgung jedes Jahr wäre es nur noch ein 4-stelliger Betrag.


    Dann wäre ich Ende vierzig und hätte theoretisch noch genug Zeit einen neuen Kredit durch Arbeitseinkommen abzubezahlen.


    Plan wäre eigentlich so ähnlich wie bei LebenImSueden (s.o.). Ein bisschen sondertilgen, ein bisschen investieren. In 7 Jahren dann schauen, wie die Märkte stehen, was die Anschlussfinanzierung angeht.

    Eigentlich wollte ich aber dann keinen neuen (6-stelligen) Kredit aufnehmen, sondern mich über meine (nahezu) Schuldenfreiheit freuen und einfach vermehrt mein Gehalt investieren, weil das optional ist und man keine Verbindlichkeiten hat. Und dann kam JDS und brachte mich zum Grübeln... ;)

    Hallo,


    der User "JDS" hat in einem anderen Thread folgendes gesagt:

    Übrigens, ich kenne viele Leute, die in den letzten ca. 20 Jahren etwas bis weitgehend 'abbezahlte' Immobilien wieder belastet hatten... und diese Kredite in vernünftige Fonds oder ETF gesteckt haben. Während die Masse der konventionellen Sparer Geld/Vermögen 'vernichtet' haben und 'vernichten', laufen die vorgenannten mit einem Grinsegesicht herum ;-)

    Aber.. jeder wie Karl will!


    Mich hat das etwas stutzig gemacht. Ich habe mir früher immer gesagt: So schnell wie möglich raus aus den Schulden. D.h. möglichst viel Eigenkapital und möglichst viele Sondertilgungen einbringen, um schnellstmöglich nichts mehr der Bank zu schulden. Einfach um freier leben und ruhiger schlafen zu können.


    Früher... da wusste ich auch noch nicht, was ein ETF ist und habe mir über Vermögensaufbau und Altersvorsorge wenig Gedanken gemacht.


    Eigentlich war mein Plan, die Immobilie durch Sondertilgungen schnellstmöglich abzubezahlen und danach die alten Kreditraten in den ETF-Sparplan zu investieren (also die heutige Sparrate um die Kreditrate zu erhöhen).


    Wie macht man das denn "richtig"? Nochmal 6-stelligen Kredit nehmen und diesen All-In ins ETF Portfolio und die nächsten 20 Jahre abbezahlen? Oder so wie ich oben beschrieben habe?


    Der Gedanke aus einer abbezahlten Immobilie Kapital zu schlagen, in dem man sie als Sicherheit verkauft, ist mir neu, aber ziemlich interessant.

    Letztendlich denke ich, ist es eine Risikoabwägung, aber viele Leute scheinen es ja so zu machen (?)!?