Beiträge von FraPe

    Thebat Das sind wirklich gute Überlegungen, zumal Du mich nochmal an die Zeitperspektive erinnert hast. Statistisch gesehen habe ich noch eine Lebenserwartung von 18 Jahren. (Wir haben keine Kinder, an die wir später das Haus vererben könnten.)


    Meine größte Sorge ist, dass der Pflegefall eintritt und mehr oder weniger gleichzeitig ein Aktiencrash unsere Rücklagen vernichtet. Von dem Hausbesitz verspreche ich mir hier mehr Sicherheit im Notfall. Da ich früher in der Pflege gearbeitet habe, ist mir die prekäre Situation vieler Pflegebedürftiger noch im Gedächtnis eingebrannt. Das möchte ich nicht erleben müssen.

    JDS Du hast natürlich recht. Ich habe dummerweise die Inflation nicht berücksichtigt. Insofern ist die Idee mit den Genossenschaftsanteilen wirklich nicht gut. Weil ich aber gleichzeitig nicht damit rechnen darf, dass es weiter mit den ETFs so gut läuft wie bisher, ist ein Cash-Kauf des Hauses vermutlich doch die bessere Lösung.


    Mich haben die Diskussionsbeiträge hier wirklich ein Stück weiter gebracht.

    Wow, so viele Antworten in so kurzer Zeit! Das ist toll! 🌼


    FinanzPanda: Ich bin seit Jahren Kunde der GLS-Bank und hatte dort vor Jahren für wenig Geld Anteile erworben (Info-Seite der GLS). Die Anteile können fünf Jahre lang nicht gekündigt werden, haben aber in der Vergangenheit zuverlässig eine Dividende von 1% erbracht. Meine Idee war, weitere Anteile zu erwerben, um hier auf Nummer Sicher zu gehen. Ich muss mich aber noch erkundigen, ob die GLS den Erwerb von Anteilen begrenzt, wie es die meisten Genossenschaftsbanken ja machen.


    tom70794: Danke für den Link-Tipp! Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe (bitte korrigiere mich ggf.), dann sagt Loomann, man müsse aus dem vom Hauskauf abgezogenen Vermögen mindestens 1,58% pro Jahr Gewinn machen. Gelänge das nicht, wäre ein Annuitätendarlehen vorzuziehen. Das ist eine Rechnung, die ich mir jetzt noch ein paar Mal durch den Kopf gehen lassen muss, um sie besser zu verstehen. Auf jeden Fall ist das ein sehr wichtiger Punkt, den ich wirklich noch nicht bedacht habe! Darum nochmal: DANKE!


    An die anderen Kommentatoren: Ja, ich setze weiter auf ETFs, mit denen ich auch in der Vergangenheit das Glück hatte, nur gute Erfahrungen zu machen.

    (Ich hoffe, ich habe bei meiner Suche im Forum nicht übersehen, ob diese Frage schon mal mit ähnlichem Inhalt gestellt wurde. Falls ja, gerne anstelle einer Antwort einen Link auf den entsprechenden Thread posten. Vielen Dank für Eure Geduld!)


    Wir möchten ein Haus kaufen, das wir günstiger Umstände wegen komplett selbst finanzieren können.


    Wir fragen uns jedoch, ob es klüger wäre, z.B. 50% des Kaufpreises über eine Hypothek zu finanzieren, weil die Zinsen so niedrig sind. Uns liegt ein Angebot für 0,53% vor; evt. gibt es auch noch bessere.


    Das nicht genutzte Eigenkapital würden wir sehr konservativ anlegen, um daraus die Hypothekenzinsen zu finanzieren und einen kleinen Gewinn zu machen.


    Hier unsere bisherige Bierdeckel-Kalkulation:


    Hauspreis 600.000 EUR
    Kredit 300.000 EUR
    effektiver Jahreszins (laut Dr. Klein) 0,53 %
    gezahlte Zinsen (6% Tilgungssatz) 13.144 EUR
    Zinsgewinn (1% Zinssatz, mit Zinsauszahlung, abzgl. Steuer) 35.789 EUR


    Vermutlich sitzen wir einem jener Denkfehler auf, auf die Saidi in seinen Videos sonst hinweist ...? Im voraus vielen Dank für Eure Tipps!