Beiträge von DRJ

    Du hattest doch was von einer Anzeige geschrieben und von einem Schlichtungsantrag. Hast du denn eine Antwort darauf bekommen - was kannst du denn da von deinen Erfahrungen berichten ?

    Ja sollen wir nochmal alles durchkauen? Abgeschlossen haben wir einen Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von einem Monat. Wir haben keinen Vertrag auf 12 Monate abgeschlossen. Berechnet wurde der Grundpreis auf Grundlage des anzunehmenden Jahresverbrauchs. Es wurde mitgeteilt, dass dieser geteilt durch 12 auf den Monat heruntergebrochen wird.

    Fraglich ist ob ein solcher Vertrag rechtlich Bestand hat, auf Grundlage eines angenommenen Jahresverbrauchs der ohne Monate der Heizperiode natürlich viel geringer anzusetzen wäre.

    Wer da am Ende Recht bekommt ist nicht sicher - wir haben die strittige Regelung ja durch nicht Widersprechen nach Eingang der Vertragsunterlagen im Grunde angenommen, wenn auch in der Erwartung dass 12 Monate beliefert wird. Im Vertrag steht eine Preisgarantie von 'längstens 12 Monaten' passend zum jederzeitigen Kündigungsrecht ohne irgend einen Grund. (was bedeutet dass wir im Grunde keine Preisgarantie haben)


    Bravo an die Vermittlungsportale für den qualitätsgeprüften verbraucherfreundlichen Tarif ^^


    Ich selber habe zunächst die Schlichtungsstelle angerufen.

    .... könnte <X<X ......

    Und nun? Die Begründung ist etwas eigenartig, der hohe Grundpreis ist das Spiegelbild etc. Der geringe Arbeitspreis kam ja nicht zum Zug :D - auch scheint das hier in Frage gestellte Vertragswerk der Staatsanwaltschaft Oldenburg eindeutiger als vielen Diskussionsteilnehmern hier.

    Die eine Begründung die ein Forenteilnehmer von der Polizeistelle zitierte war ja auch eigenartig - er sei ja nicht betrogen worden, weil er Abschläge zurückbuchte ...


    Es sieht danach aus, als hätten die nicht in deinem Sinne ermittelt, ob die DEP jemals vor hatte 12 Monate zu liefern. Die Begründung ist, das hätten sie nach dem Vertragswerk ja eh nicht tun müssen. Das lese ich mal aus dem Schreiben raus. Also musst du doch selber klagen und überprüfen lassen, ob das Vertragswerk gegen die guten Sitten verstößt ;)

    War denn die Abrechnung nach Deinem Geschmack?

    mh wenn ein 'f....' doppelt so viel Nichtbiogas abliest als tatsächlich verbraucht, hat er dann auch noch ´biogas' verdrängt und die Umwelt geschädigt?

    Das wäre ja nur der Fall, wenn der erste Anbieter nicht die (bezahlte) offiziell abgenommene Menge in den Pool leitet.

    Da alle Gasleitungen miteinander verbunden sind, lässt sich die Herkunft des momentanen Verbrauchs an der Abnahmestelle ja nicht auseinanderhalten, oder wie soll man das denn anstellen? Meinst Du, der hat dann eine andere Farbe oder einen anderen Geruch? Hängt ja auch alles am gleichen Zähler.

    Es geht doch darum zu welchen Preisen man sich die erwartete Abnahme sichern muss und nicht nur darum was da eingeleitet wird. Oder verstehe ich was total falsch? Abgerechnet wird auch nicht das was eingeleitet wird, sondern das was 'fipsys' ablesen. Ich weiß gar nicht ob Energiepool was eingeleitet hat :D

    Wenn der zweite Anbieter zum jetztigen Zeitpunkt eine größere Menge als nachträglich abrechenbar zur Verfügung stellen muss und die Beschaffungspreise sich wieder normalisieren - ist dann Anbieter 1 der Hauptgeschädigte, der versucht sich der vorausbezahlten Lieferung zu entziehen?

    Anbieter 1 hat kaum 'Mitleid' verdient - aber bei der Methode ist nicht sichergestellt, dass es andere mit trifft.

    Tjo und nu? Wenn Du ein bis zwei Abschläge zurückgeholt hast, dann hast du wahrscheinlich immer noch gut bezahlt :P

    Ich vermute mal sie warten so lange bis das meiste Geld der weniger wehrhaften Kunden unwidersprochen im Sack ist und kümmern sich dann um den Rest. Seltsam ist es schon dass offenbar manche keine Rechnung erhalten erhalten haben - vielleicht geben diese ja Ruhe wenn nichts mehr passiert und da was auf dem beschwerlichen 'Postweg' aus der Satteltasche gefallen ist.

    Unabhängig davon, ob der von dir vermutete Sachverhalt nun so war oder nicht: Wenn der Bürger die Wahl hat, den Schaden aus dem (nach meiner persönlichen Meinung!) vorsätzlichen Betrug durch einen immer wieder (ebenfalls nach meiner persönlichen Meinung!) durch Justizversagen ungescholten davonkommenden Pleite-Unternehmers entweder milliardenschweren Energieversorgern aufzubürden, die jährlich von den Bürgern Milliardengewinne einstreichen und fette Dividenden zahlen, oder einem armen Bürger, der auf dem letzten Loch pfeift und von Existenzverlust bedroht ist, weil Staat und Justiz ihn nicht wirksam vor Wirtschaftsbetrug, Preisexplosionen, sozialen Ungerechtigkeiten und kapitalistischer Gier schützen, dann ist für mich die moralische Situation völlig klar. Ich nenne das Notwehr gegen einen massiv übergriffigen, paternalistisch-autoritären Staat, der noch ausschließlich Eigeninteressen der Politik und die Interessen der Wirtschaft vertritt. Die Zeiten des Füße still haltens gegenüber einem solchen System sind hoffentlich bei allen Bürgern langsam vorbei! Zumindest bei den rund 50%, deren Existenz akut bedroht ist. Sonst endet das hier in einer Katastrophe. Sie bahnt sich gerade auf allen Ebenen an...

    Wer kommt auf die Idee einen vermeintlichen Betrug (hast dich ja mit dem Heizpilz im Sommer abgesichert (531 in Kombination mit 533)) samt Beleg ins Internet zu stellen, mit allerlei Ergüssen über Politik garniert? :) Also mit unserem Thema hat das nicht mehr viel zu tun.

    Wieso meinst Du die Beweislage sei schwierig? .... sehe ich anders. Vorgetäuscht hat die DEP (beweisbar) ja genug Unwahrheiten in ihrer vollmundigen Selbstdarstellung. Und mit den Falschdarstellungen haben sie uns - unter tatkräftiger Mithilfe der großen Vergleichsportale! - in die Verträge gelockt.

    Und wieso spielen die gestiegenen Preise der DEP in die Hände?

    Die DEP hat uns doch gekündigt, bevor sich die gestiegenen Preise überhaupt nennenswert auswirken konnten - jedenfalls wenn sich die DEP wie es sich für einen ordentlichen Vertragspartner/ Gasanbieter gehört- in ausreichendem Maße Gasvorrat angeschafft bzw. gesichert hätte für die geschlossenen Gaslieferverträge. Ob das tatsächlich der Fall war/ist werden die Ermittlungsbehörden sicherlich herausfinden und nachweisen - oder eben gerade auch nicht .... ;).

    Ich sehe dahingehend viel weniger Zweifel daran, dass sie wegen Betruges "dran sind" als sich an den Kündigungsfristen aufzuhalten oder auf "kulante Einsicht" der DEP bezüglich der Abschläge zu hoffen. Eher sähe ich darüber hinaus Chancen für uns darauf, dass sich deren AGB - zumindest teilweise - als rechtsunwirksam erweisen.



    Meine Rede! Es geht einfach um die Frage ob es der DEP erlaubt ist, die Sommermonate mit den überhöhten Jahresdurchschnittsabschlägen über die trickreiche Konstruktion mit dem Grund- bzw. Basispreis mitzunehmen und das genau scheinen sie zu meinen und daher auch angestrebt zu haben! Wenn sie das nicht angestrebt hätten, dann hätten sie die Rechnungslegung von sich aus angepasst oder das Interesse an einer gütlichen Einigung signalisiert. Sie sind ja bisher nicht einmal bereit zu der Frage der Grundpreisproblematik Stellung zu nehmen, oder gibt es hier Leute die auf diese Frage schon eine Antwort erhalten hätten? Ich warte schon seit über 4 Wochen darauf!

    Es spricht daher vieles dafür, dass sie nie die Absicht hatten ihren Vertrag 12 Monate zu erfüllen und daher könnte man geneigt sein in die Vollen zu gehen und vollen Schadenersatz und nicht nur die Anpassung des Grund- bzw. Basispreises zu fordern.

    Weil der Grundpreis nachgewiesenermaßen auf dem erwarteten Jahresverbrauch basiert und bei jedem Kunden unterschiedlich berechnet wurde.

    Steht zwar nirgends in den Verträgen/AGB, das lässt sich aber problemlos belegen.

    Der Vertrag wurde in gutem Glauben für eine Dauer von 12 Monaten (Preisgarantie) geschlossen, bei kürzerer Dauer ist also die Vetragsgrundlage von 12 Monaten und die damit verbundene Berechnung des Grundpreises entfallen.

    Ich sehe das auch so und durch die Rechnungslegung ein Indiz für betrügerische Absichten.

    So ist es.

    Die AGB sind nicht gross unterschiedlich zu den AGB anderer Anbieter, auch "die vielen" Paragraphen halten sich meiner Meinung nach in Grenzen. Die Kündigungsfristen sind evtl. angreifbar, wird aber nicht viel bringen, da alles schon erfolgt und abgeschlossen ist.

    Aber die Vertragsgrundlagen haben sich definitiv verändert, und so könnte man gegebenenfalls eine Preisanpassung erstreiten.

    Wenn wir so weitermachen bleibt nicht mehr viel für uns übrig ;) - wieso sollten sich denn die Vertragsgrundlagen geändert haben, wenn der Grundpreis (manchmal auch Basispreis genannt) auf die einzelnen Monate heruntergebrochen, bei jederzeitigem grundlosen Kündigungsrecht, das einmal auch 'fristlos' genannt wurde, ausgewiesen und durch Nicht-Widersprechen nach Vertragseingang anerkannt wurde?

    Wenn der Fall so klar wäre bräuchte es ja die vielen Paragrafen zu Kündigungrechten und -gründen des Vertragswerks nicht.


    Wenn gilt, dass jederzeit (grundlos) gekündigt werden kann und der durch angenommenen Jahresverbrauch bestimmte 'Grundpreis' auf den Monat heruntergebrochen in der Nichtheizperiode eingestrichen werden kann, dann ist es doch unerheblich ob es von Anfang an so geplant war um Gewinne zu maximieren. Verschiedentlich wurde diese Frage ja hier aufgeworfen und geurteilt dass planvolles Handeln hier 'Betrug' aber schwer nachweisbar sei.

    Wir kommen im Grunde alle zu einer ähnlichen Einschätzung: Kündigungsfrist strittig und Jahresgrundpreisabrechnung strittig. Betrugsabsichtsnachweis nicht aus der Welt. Ich habe einer 'fristlosen' Kündigungsmöglichkeit seitens der DEP aus meiner Sicht nicht zugestimmt. Eine unklare Formulierung dazu findet sich nur unter dem Abschlagsplan.


    Es macht aber doch keinen Sinn die wahrscheinlich absichtlich eingestreuten Unklarheiten und Widersprüchlichkeiten des Vertragswerkes, die sich nun in dem ganzen Kündigungsprozedere wiederholen und eine Betrugsabsicht nahelegen, immer wieder von neuem zu diskutieren. Denke allein mal an die 12 monatige Preisgarantie der Anwerbephase die dort im Kleingedruckten mit 'längstens 12 Monate' ausgewiesen wird und auch an die Formulierung jährlicher oder Jahresgrundpreis bei der Anwerbung - da steht dann in Klammer ein Durchschnittswert. Wo steht eigentlich dass dieser verbrauchsabhängig bestimmte Jahresgrundpreis in einen monatlichen fixen Grundpreis gleicher Höhe in der durch Kündigung des Anbieters unterjährigen Endabrechnung aufzuteilen ist?