Beiträge von TheLight

    Ein kleines Update. Heute erhielt ich das folgende Schreiben von der Verbraucherschutzzentrale:



    Das betreffende Dokument ist zwar sehr allgemein gehalten, aber wer sich hier beteiligen möchte, kann sich damit und seinen Unterlagen sicher auch an Herrn Müller wenden.

    Die Mailadresse lautet: energierecht@vz-rlp.de


    Einwilligungserklärung für Datenweitergabe Marktbeobachtung.pdf

    Hallo Frau Pliet, sind Sie es? Klicken Sie sich durch die Foren und machen den Leuten vor Rücklastschriften angst?

    ...

    Hast Du überhaupt ein Stück von dem gelesen, was ich geschrieben habe? Oder wie kommst Du darauf nach meinem detailierten Bericht, meine als solches sogar gekennzeichnete Meinung derart zu kommentieren. Vor allem dann mit einer rechtlichen absolut bedenklichen Erklärung.

    Hallo Gemeinde,

    auch ich bin betroffen (30.000kWh, seit 01.04. mit Abschlag 122 €) und habe Eure Diskussion bislang verfolgt, nebenbei unabhängig davon meine Schritte durchgeführt.


    1. Verivox

    - Montag (9 Uhr) Telefonischer Kontakt: Niemand wusste etwas, auch auf Rückfrage nicht

    - Dienstag (9 Uhr): Bekannte Mail mit dem Absender Sandra Dannehl - Widerspruch gesendet

    - Dienstag (16 Uhr): Mail: Wir haben Ihre Entscheidung zur Löschung Ihres Verivox-Kundenkontos erhalten.

    Komisch, wer hat das veranlasst? Wer sich beschwert fliegt raus? Hiergegen nun auch Widerspruch gesendet.

    - Donnerstag (15 Uhr): Mail: Gerne haben wir Ihr Anliegen bezüglich der Löschung geprüft. Es wurde jedoch keine Löschung durchgeführt.

    Unglaublich, weiss da der Eine nicht, was der Andere macht? Dann im Verlauf noch folgende Infos bezüglich DEP:

    ...Ihre Verärgerung können wir absolut nachvollziehen.Die für den jeweiligen Tarif angegebenen Kündigungsfristen werden Verivox zuvor vom jeweiligen Energieversorger mitgeteilt. Für den in Frage stehenden Tarif wurde uns vom Energieversorger eine längere Kündigungsfrist als bei einem wie von Ihnen beschriebenen sofortigem Kündigungsrecht mitgeteilt.

    Bezüglich Fragen zum Thema Rechnungserstellung, eventuelle Kostenübernahme der Grundversorgung, etwaiges Guthaben oder auch die Einhaltung einer Kündigungsfrist seitens des Energieversorger bitten wir Sie, sich direkt an den Anbieter zu wenden. Sollten Sie dort nicht weiterkommen, empfehlen wir Ihnen, sich direkt an die Schlichtungsstelle Energie oder die Verbraucherzentrale zu wenden oder rechtlichen Rat durch eine zur Rechtsberatung befugte Stelle oder Person einzuholen.Da der Energieversorger die Gasversorgung zum 01.10.2021 für Privatkunden einstellt, werden Sie, sofern Sie keinen neuen Versorger beauftragen, vom örtlichen Grundversorger beliefert.

    Damit Sie so schnell wie möglich einen günstigeren Versorger beauftragen können, gelangen Sie über den eingefügten Link direkt zu unserem Tarifrechner...

    FAZIT: Sie haben mich falsch informiert, aber nur weil DEP ihnen falsche Informationen geliefert hat. Rechtlich sind die sicher. Hier hilft nur boykottieren, aber dazu fehlt es uns Deutschen an Rückgrat.


    2. Verbraucherschutzzentrale - Rechtsberatung Energie (Rheinland-Pfalz)

    - Montag (10 Uhr) - Telefonischer Kontakt: Ich bin bereits der zweite Fall, man bittet um Zusendung aller Unterlagen, um sich ein Bild zu machen. Alles zugesendet.

    - Montag (14 Uhr) - Telefonischer Kontakt: Mittlerweile sind insgesamt acht Fälle aufgeschlagen und der Fall an das Bundesteam Energie weitergeleitet.

    Empfehlung: Schreiben einer sachlichen Beschwerde bezüglich der Kündigung an die DEP per Einschreiben mit Androhung von Schadenersatzforderung als Initial zur Kontaktaufnahme mit der Schlichtungstelle Energie. Diese darf die Arbeit erst vier Wochen nach einer solchen Beschwerde aufnehmen. Sollte diese unbeantwortet bleiben bzw. vorher eine Abrechnung kommen, kann die Schlichtungsstelle sofort aktiv werden.

    FAZIT: Die Empfehlung ist auf jeden Fall sinnvoll in Bezug auf die Schlichtungsstelle (s.u.). Die Verbraucherschutzzentrale hilft ansonsten nur durch die kostenpflichtige Rechtsberatung, was aber auch Unsinn ist (s. Rechtsanwalt), da sie ihrem Namen alle Ehre macht, Verbraucher zu schützen - aber eben zukünftige Verbraucher. Das Bundesteam wird eine Unterlassungsklage gegen die DEP anstrengen, keine Neukunden auf die Art zu gewinnen - mehr nicht. Das wird die DEP nicht stören, denn bekannterweise folgt auf DEP - HVD.


    3. Rechtsanwalt

    Zum Glück rechtsschutzversichert habe ich mit einem Rechtsanwalt Kontakt aufgenommen und den Fall geschildert (gleiches bekommt man für 30€ bei der Verbraucherschutzzentrale).

    Auf den ersten Blick ist der Vertrag nicht gebrochen worden, ob die Vertragsbedingungen und AGB Bestand haben, müsste separat geprüft und ggf. vor Gericht entschieden werden. Dazu muss definitiv ein Anwalt beauftragt, aber leider im Vorfeld erstmal der Richtige gefunden werden.

    Abends hatte ich dann ein interessantes Gespräch mit einem befreundeten Anwalt, der mir folgendes sagte: "Geh mal davon aus, dass es bei Dir um einen Streitwert von ungefähr 300€ geht. Für den gesamten außergerichtlichen Aufwand (Einarbeitung, Kontakt zur DEP, Schriftverkehr usw.) bekommt der Anwalt nach Gebührenordnung keine 100€. Den Aufwand macht sich kein Anwalt, außer den Pflichtanwälten der Rechtsschutzversicherung und denen bist du egal. Also bügeln die das mit so wenig Aufwand wie möglich weg."

    FAZIT: Willkommen in Deutschland, aber die einzige Chance wäre einen Anwalt zu finden, der dann möglichst viele Geschädigte zusammengefasst vertritt, dass es für ihn lukrativ wird. Ob alleine wir hier uns organisiert bekommen und einer einen solchen Anwalt findet, wage ich zu bezweifeln. Außerdem bleibt dann immer noch das Risiko der Insolvenz.


    4. Schlichtungsstelle Energie

    Hier sehe ich die größte Chance, denn grundsätzlich ist es so, dass sobald diese Stelle aktiv wird und ein Schlichtungsverfahren einleitet, der Energieversorger dieses bezahlen muss. Ein solches Verfahren kostet 300-400€.

    Vermutlich wird die DEP Anfang Oktober ihre Schlussrechnung nach ihrem Vertragsmodell erstellen und möglicherweise eine gewisse Kulanz als Entschuldigung einbauen.

    Hiergegen muss dann spätestens Widerspruch eingelegt werden, wenn nicht wie in der Empfehlung in Punkt 2 bereits geschehen, eine Beschwerde gesendet wurde. (Wichtig, dies muss unbedingt per Einschreiben passieren!)

    Je nachdem, spätestens nach vier Wochen, kann dann die Schlichtungsstelle angerufen werden. Ich würde in dem Widerspruch auch auf diese Stelle hinweisen.

    FAZIT: Jetzt kann sich die DEP überlegen, ob Sie in jedem Fall 300-400 € an die Schlichtungstelle und dann eventuell noch weitere Summen an den Geschädigten bezahlen muss oder diesem schon vor Inanspruchnahme des Vereins ein vernünftiges Angebot macht.


    5. Lokaler Anbieter

    Es ist schon faszinierend, wie treugläubig Menschen sind. Da schliesse ich mich ein.

    Ich habe den Rechner der Seite meines Versorgers, für mich den günstigsten Preis rechnen lassen und bekomme dort einen Tarif genannt. Wähle ich diesen ganz oben bei Verivox oder Check24 als "Ihr aktueller Tarif" aus, gibt es bei denen keinen einzigen günstigeren Anbieter. So viel zum Thema - bei Gas läuft der Hase nämlich etwas anders als bei Strom.

    Zu meiner Entschuldigung, ich bin im März umgezogen und hatte noch nie mit Gas zu tun.

    FAZIT: Jetzt zahle ich beim lokalen Versorger 0 € Grundpreis und 6,01 ct/kWh bei einer Preisgarantie bis 31.12.2022, somit 150€ monatlich. Auf den Portalen war keiner unter 170€ und das auch nur mit diversen Rabatten und dann auch nur für 12 Monate. Hätte ich das nur schon im März gewusst.


    Zum Abschluss sei noch meine Meinung gestattet

    Es ist erbärmlich, was in Deutschland möglich ist - das ist unstrittig. Darüber können wir uns hier aufregen, einzelne können Schadenfreude von sich geben und wieder andere jede Menge klugscheissen. Ändern werden wir es nicht - wie so vieles Andere auch, weil wie oben schon gesagt uns Deutschen leider das Rückgrat fehlt. Das werden wir am Sonntag wieder erleben und können dabei nur hoffen, dass nicht zu viele Populisten auf zu viele Dumme getroffen sind.


    Leute, hört auf, hier alles wieder und wieder durch zu kauen und Euch dann am Ende sogar noch zu beschweren, wie viel Zeit Euch das gekostet hat.


    Fakt ist:

    - Zurückholen der Lastschriften ist Vertragsbruch und mindert im Zweifelsfall Eure Diskussionsgrundlage. Das Geld steht denen leider als vereinbarter Abschlag zu und das werden die sich holen. Entweder durch ein Inkasso oder am Ende durch den Insolvenzverwalter und der bekommt es auf jeden Fall.

    - Angeben eines falschen Zählerstands ist Betrug. Der Einzelfall hier, der schon seit Jahren "betrogen" hat, vergisst dass der Verbrauch immer mit den Vorfahren verglichen wird oder fährt er für kommende Heizsaison in Urlaub?


    Wir alle haben das Ding "unterschrieben" und wollen jetzt Andere für unsere Doofheit, Faulheit oder Geiz heranziehen.

    Schaut was mit legalen Mitteln geht und geht vor allem jetzt erstmal wieder Eurer eigentlichen Beschäftigung nach. Es macht keinen Spass, sich durch 17 Seiten zu lesen, wenn sich im Grunde alles wiederholt - auch weil es eben keiner liest und deshalb ein und die selbe Frage immer wieder gestellt wird.


    In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Abend

    und denen, die sich zu meiner Meinung auslassen wollen - Viel Spaß - nur geht bitte vorher eine rauchen.