Beiträge von Kitzinger

    Hallo TrixieSonnenschein, Thebat und DRJ,


    seltsame Adressen-Diskussion. Lest doch mal den Beitrag #510, da steht, dass die Firma seit August in Wettringen sitzt und eine neue Telefonnummer hat. Die Änderung im Handelsregister hat man sich wg. der Kosten gespart (man nennt Wettringen halt Betriebssitz). Das Haus in Salzbergen ist leer, auch wenn da noch die Briefkastenfirma Gaztrade sitzen soll (bei abgeschaltetem Telefon?).

    In Wettringen sind jetzt Deutsche Energiepool und HVD Energie (und vielleicht bald auch Gaztrade?) zu finden, Salzbergen ist Geschichte.

    Gibt's eigentlich Neuigkeiten von der Schlichtungsstelle?

    hat irgendwer Hinweise (oder Quellen) was eigentlich mit den (geprellten?) Kunden der ehemaligen (und jetzt durch Insolvenz aufgelösten ) GasversorgerFirmen von Harald Pliet geworden ist?
    Mich würde echt interessieren ob die dort mit ihren Kunden schon die gleiche Masche abgezogen haben wie hier bei DEP?


    Esposso Energy GmbH ?
    Deutsche Erdgas Versorgungs GmbH?

    Nein, gar nichts zu finden. Dürfte genauso wenig Interesse bei Polizei und Presse gefunden haben wie derzeit die DEP.


    Übrigens: Die HVD GmbH wurde zum 5.11.2021 mit ihrem Firmensitz vom Wohnsitz der Familie zum Betriebssitz der DEP in Wettringen verlegt. Da wird wohl bald eine Webside erscheinen und 2022 das Spiel diesmal unter dem Namen HVD beginnen, während DEP irgendwann liquidiert wird (damit zivilrechtliche Kläger nach Erfolg nichts mehr vorfinden können).

    Hallo Kitzinger,


    deine Tabelle hat ja nur einen Schönheitsfehler: Beim Grundversorger zahlst du im Sommer nicht 10 Euro pro Monat, sondern das ganze Jahr über 157 Euro jeden Monat. Und bei DEP war es doch bisher vereinbarungsgemäß 90 Euro im Monat, und bei Montana 100 Euro, oder nicht?

    Hallo Andrej,


    nein, meine Tabelle hat keinen Schönheitsfehler.

    Ich habe aufgeführt, welchen Gasverbrauch ich in den einzelnen Monaten des Jahres hatte (echte, gemessene Zahlen aus dem Jahr 2017, die ich auf 25.000 kWh Jahresverbrauch angepasst habe). Diese monatlichen Verbräuche habe ich nach den jeweiligen Tarifen bepreist, also eine Monatsrechnung erstellt. Die Summe aller 12 Monatsrechnungen ergeben die Jahresrechnung.

    Was du meinst, ist die monatliche Abschlagszahlung, was einfach die mutmaßliche (!) Jahresrechnung dividiert durch 12 Monate ist - ergäbe auf meiner Grafik einen horizontalen Strich ohne jegliche Aussagekraft (wie der Basispreis der DEP dividiert durch 12 überhaupt nichts über den tatsächlichen Verbrauch im einzelnen Monat sagt). Das ist der Unterschied zwischen Jahresdurchschnitt und monatlichem Einzelwert (wie bei der Temperatur: Im Januar haben wir z.B. -19, im Juli +39 Grad Celsius, im Jahresdurchschnitt 10 Grad. Wenn ich nur die Durchschnittstemperatur berücksichtige, dann werde ich mit dem Bananenanbau scheitern ;-))

    In meiner Rechnung zahle ich also beim Grundversorger tatsächlich im Juli nur 10.- €, wenn ich nur vom 1. - 31. Juli dort Kunde war und kein Gas verbraucht habe - von den 157 € Abschlagszahlung erhalte ich 147 € aufs Konto zurück. Und bei DEP zahle ich 68,98 € und erhalte nur 22,02 € zurück, obwohl ich kein Gas verbraucht habe; 10 € zu 69 € => bei DEP zahle ich also das 7-fache des Grundversorgerpreises in den Monaten ohne Heizung!!

    Die Modell-Grafik ist auch gut geeignet, um zu beurteilen, wann sich das Ganze für DEP betriebswirtschaftlich lohnt.


    Dies ist gegeben, wenn die Differenz zwischen Tarif "DEP" und "DEP-umgerechnet" einen positiven Wert ergibt (die Firma will ja den kalkulatorischen Arbeitspreis von 4,17 Cent/kWh zumindest erreichen).

    Nur in den Monaten Mai bis September ist dies mit Sicherheit gegeben. Vor allem von Dezember bis Februar ist es ein deutliches Verlustgeschäft.


    Nachdem auch der Kunde jederzeit kündigen kann, würde dieser spätestens zum Mai 2022 kündigen, da dann DEP monatlich teurer als der Grundversorgertarif wäre. Dies war DEP als erfahrener Firma natürlich bewusst.

    Das bedeutet: Jeder Vertrag, der nach dem Mai 2021 abgeschlossen wurde, hätte für die Firma einen sicheren Verlust bedeutet, da diese Kunden keine 12/12 des Jahresbasispreises gezahlt hätten, weil sie früher ausgestiegen wären.


    Der Tarif kann also betriebswirtschaftlich nur funktionieren, wenn die Kunden nur im April 2021 einen Vertrag abschließen können ODER wenn eine 12-monatige Vertragslaufzeit vereinbart wird.

    Wie u.a. die Beiträge #94 und #110 zeigen, wurden aber auch im Juli und August noch Verträge geschlossen! In Kenntnis der Grafik wäre dies betriebswirtschaftlich für DEP Harakiri gewesen (dies bereits ohne Steigerungen beim Gas-Beschaffungspreis!). Soviel zum Thema "Kann man eine Betrugsabsicht belegen?"

    Hallo zusammen,


    in der Regel verstehen Menschen Zahlen besser, wenn man sie visualisiert. Ich habe daher eine kleine Excel-Tabelle erstellt und in eine Grafik überführt.

    Ausgewertet wurden die monatlichen Gesamtkosten nach einem realistischen Modell des Gasverbrauchs im Verlauf eines Jahres (Annahme: Gas nur zum Heizen; Jahresverbrauch 25.000 kWh).


    Verglichen habe ich die Kosten von: DEP (das Original mit starrem Basispreis), DEP-umgerechnet (Grundpreis in Arbeitspreis umgerechnet), Montana Garant und einen Grundversorgertarif.


    DEP hat in der Rechnung jetzt den Fixkostenanteil (Messeinrichtung, Grundpreis Netz) im Basispreis verraten: 36,30 €/Jahr (= 3,03 €/Monat). Der Rest des Basispreises dividiert durch den vereinbarten Jahresverbrauch ergibt somit den "versteckten" Arbeitspreis - dieser plus der im Vertrag genannte AP (1 Cent/kWh) ergeben im Beispiel 0,0417 €/kWh. So lässt sich ein Tarif "DEP-umgerechnet" erstellen mit monatlichen Kosten von 3,03 € + Monatsverbrauch x 0,0417 kWh.

    Der Unterschied zwischen dem "DEP-umgerechnet" und "DEP" zeigt deutlich: Von April bis Oktober zahlt der Kunde deutlich zu viel (dies ist also der "Schaden", den der Kunde durch die falsche Abrechnung erlitt), von November bis März würde dagegen der Gaslieferant "draufzahlen".

    Und es wird auch schnell klar, dass der optimale Zeitpunkt zur Kündigung durch DEP der September ist (im Oktober schneiden sich die Kurven von "DEP" und "DEP-umgerechnet").


    Ebenfalls ein gutes Argument gegenüber Schlichtungsstelle und Polizei dürfte die Gegenüberstellung von berechnetem Arbeitspreis DEP (berechnete Gesamtkosten abzüglich Fixkosten (36,30:365xVertragstage) dividiert durch abgerechneter Verbrauch) zum Arbeitspreis von Montana Garant oder dem sehr teuren Grundversorgertarif: 13 bis 14 Cent/kWh gegenüber 4,61 bzw. 7,03 Cent/kWh. Da kann man wohl von einem Wucherpreis sprechen.


    So long!

    Nun, am "Firmensitz" wird man niemanden mehr finden - sehr schön auf dem NDR-Beitrag zu sehen (bei Minute 3.37 bis 3.59)

    https://www.ndr.de/fernsehen/s…ezockt,hallonds68764.html

    Den Betriebssitz hat es wohl im Februar noch nicht gegeben.

    Die Liste mit den Kontaktdaten stammt auch von der DEP-Homepage (zu finden unter Marktpartner - Kommunikationsdatenblatt). Ist vom 04.08.2021 und die ganzen Telefonnummern haben die Vorwahl vom Betriebssitz Wettringen (02557) - daher ist unter der 05976 - 563980 auch keiner mehr zu erreichen.

    Gehört wohl zum Hase-und-Igel-Spiel dazu.

    Kitzinger:

    Danke für die Zahlen vom Februar 21.


    Für die Gesamt-Schadensberechnung müsste man aber doch auch die Tarifbedingungen von DEP mit dem an den tatsächlichen Verbrauch angepassten Grundpreis heranziehen können, oder?

    Stehe wohl gerade etwas auf der Leitung: Was ist mit "... die Tarifbedingungen von DEP mit dem an den tatsächlichen Verbrauch angepassten Grundpreis" gemeint?

    - Anstatt der vertraglichen 1.632,98 € für 40.000 kWh/12 Monate z. B. die 492 € (lt. DEP-Tarifliste) für 13.000 kWh tatsächlich verbrauchte Gasmenge nehmen? Die allermeisten dürften wohl tatsächliche Verbräuche von 2 - 3.000 kWh haben, hierfür liegen mir keine DEP-Tarifdaten vor. Daher hatte ich die im Forum genannten Grundpreise durch die vertraglichen Jahresmengen dividiert und kam auf im Grundbetrag steckende kWh-Preise von 3,37 bis 4,20 Cent (die Höhe korreliert nicht mit der Jahresmenge).

    - Oder folgende Rechnung: Grundpreis 1.632,98 durch 40.000 kWh teilen - ergibt 4,08 Cent/kWh. Mit diesem kWh-Preis die tatsächliche, bisherige Verbrauchsmenge (z. B. 4.000kWh in 6 Monaten) multiplizieren = 163,20 €. Und schließlich diese 163 € mit dem gezahlten Grundpreis (6x 136,08 = 816,48 €) vergleichen? Diese 653 € wären quasi die Vorrauszahlung ohne Gegenleistung, auch eine Art von Gesamt-Schaden.


    Der Vergleich zwischen DEP und z. B. Montana ist letztendlich der "Minimalschaden" im Sinne von "hätte ich Montana Garant anstatt DEP genommen, dann hätte ich bis zum 01.10. soundsoviel bezahlt".


    Den Tippfehler mit der "27" hatte ich nach dem Hochladen auch bemerkt, aber ein nachträgliches Ändern ist hier im Forum nicht möglich. Ich hoffe, im jetzigen Post stecken nicht allzuviele (Rechen-)Fehler - und wenn ja, dann einfach im "Kkmodus" berichtigen ;-))

    Hallo zusammen,


    ich hatte Anfang 2021 eine Preisrecherche gemacht. Dabei war mir das Angebot von Deutsche Energiepool aufgefallen, da es einen auffallend hohen Grundpreis mit einem extrem niedrigen Arbeitspreis kombinierte. Da die Firma neu auf dem Privatmarkt war, hatte ich damals die Finger davon gelassen, wollte sie aber weiter verfolgen.

    Interessante Diskussionsrunde hier auf Finanztip, es scheint neben so manchen Hitzköpfen auch welche mit Sachverstand zu geben. Daher ein paar Zahlen für Diejenigen, die überlegen, welchen Schaden sie geltend machen können und wie die Aussichten bei der Schlichtungsstelle sind.


    Gaspreise zum 07.02.2021 für 23.000 kWh Jahresabnahme:

    Deutsche Energiepool: 62,99/Monat (68,98 bei 25.000, 75,56 bei 28.000 kWh) + 1 Cent/kWh

    Montana Garant: 4.-/Monat + 4,61 Cent/kWh

    Yippie Easy: 5,82/Monat + 4,68 Cent/kWh

    Maingau Regio: 5.-/Monat + 4,88 Cent/kWh

    "Schaden": Differenz zwischen DEP-Kosten seit Vertragsdauer und Vergleichs-Kosten bei Montana.


    Rechnet man den Grundpreis von DEP auf die kWh um (Jahrespreis:23.000kWh), dann liegt dieser bei 3,29 Cent. Bei Montana sind es z. B. 0,26 Cent!

    Sieht man sich das Verhältnis Grundpreis:Verbrauchspreis an, so beträgt es bei

    DEP 77:27 %

    Montana 4:96 %

    derzeit (Sept. 2021) 10:90 %

    Wie man an den Zahlen sieht, sind "normale" Gastarife fast reine Verbrauchstarife, während DEP einem Volumentarif nahe kommt (man vereinbart eine jährliche Abnahmemenge und berechnet daraus einen monatlichen Beitrag). Daher ist eine jederzeitige Kündigung bei normalen Tarifen für beide Parteien problemlos, während sie bei dem von DEP den Verbraucher eklatant benachteiligen würde (da dieser ja quasi monatlich 1/12 der Jahressumme bezahlt, aber ganz unterschiedliche Gasmengen/Monat geliefert bekommt). Daher sehe ich sehr gute Chancen, dass bei einem Schlichtungsverfahren DEP deutlich "Federn lassen" muss. Aber wie immer gilt der alte Juristenspruch: "Vor Gericht und auf hoher See liegt das Schicksal in ...".


    Somit mein dringender Rat: Legen Sie bei der DEP schriftlich (Einschreiben) Widerspruch gegen die Kündigung ein bzw. widersprechen Sie der Verbrauchsabrechnung und legen Sie den Fall nach Verstreichen der 4-Wochen-Frist der Schlichtungsstelle vor. Das kostet Sie nichts und die Chancen stehen gut, dass Sie einen Teil Ihrer Vorausszahlung wieder zurück bekommen. Näheres siehe Beitrag #325 von TheLight.


    Viel Erfolg!