Beiträge von RaphaelP

    Na dann sind Sie m.E. aber in den Werbungskosten drin. Da es eine abgeschlossene erste Berufsausbildung gibt. Es ist ja durchaus eine staatlich anerkannte Ausbildung mit vorgeschriebenem Lehrplan etc. und einer mehrjährigen Ausbildungsdauer (Streitereien gibt es ja nur bei so Sachen wie der berühmten "Flugbegleiterausbildung", die nur ein paar Monate gehen).


    Man darf "Erststudium" nicht so verstehen, dass immer das erste Studium darunter fällt, sondern damit ist gemeint ein Studium, wenn es die allererste Berufsausbildung ist, also bspw. direkt nach dem Abi. Wenn vorher schon eine Ausbildung gemacht wurde ist auch das "erste Mal studieren" direkt unter vorweggenommene Werbungskosten einzugliedern.


    Dann haben Sie in den Vorjahren leider viel Geld verschenkt. Da wäre der Gang zum Steuerberater sehr sinnvoll gewesen...

    Ich würde mal bei der Verbraucherzentrale anrufen, welche Möglichkeiten bestehen.


    Was die Bank natürlich machen wird ist Ihnen Bereitstellungszinsen berechnen da das Darlehen ja nicht abgerufen wird/werden kann.
    Da der Kaufvertrag ja wegen Ihnen und nicht wegen des Verkäufers geplatzt ist, macht es die Situation halt leider nicht so einfach.


    Da fällt mir neben dem Gang zur Verbraucherzentrale bzw. im Anschluss zum Anwalt (kurze Erstberatungen kosten nicht die Welt) nur ein, dass Sie vielleicht mit etwas Glück in absehbarer Zeit eine neue Immobilie finden, für die Sie das Geld dann verwenden können.
    Ansonsten bin ich mit meinem Latein am Ende.

    Einen solchen - ehrlich gesagt etwas blöden Fall - hatte ich jetzt auch noch nie. Für Gewöhnlich sollte man sich an den Grundsatz halten: Finanzierung erst nach dem Notartermin unterschreiben.


    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es über eine "Strafgebühr" hinausgeht, müsste irgendwo im Vertrag stehen. Denn wenn Sie das Objekt nicht kaufen hat die Bank keine Sicherheit und wird das Geld daher schon auf Grund der eigenen Statuten nicht auszahlen können. Ohne Sicherheit gibts nunmal kein Geld.


    Daher sollten Sie das mit der Bank in einem gemeinsamen Gespräch klären, eine endgültige Antwort kann hier so sicher keiner geben.

    Also zunächst mal was war das für eine Ausbildung, die Sie schon gemacht haben? Ob Sie jemals in diesem Beruf gearbeitet haben ist völlig irrelavant.
    Sie können 3 Jahre eine Ausbildung zum Maschinenschlosser machen und dann im Anschluss BWL studieren und dann alle Kosten in der Anlage N ansetzen.


    Die von @muc zitierte Vorschrift haben Sie glaube ich falsch verstanden. Diese Vorschrift besagt, dass die Kosten dann Werbungskosten (Anlage N) sind, wenn es entweder


    1) eine zweite Ausbildung ist
    oder
    2) es sich zwar um ein Erststudium handelt, dieses aber im Rahmen eines Dienstverhältnisses statt findet, also z.B. Duale Hochschule, denn da arbeiten Sie ja auch Semesterweise und bekommen hierfür eine Vergütung.


    Haben Sie für die Altjahre denn eine Steuererklärung abgegeben? Wenn nein, können Sie das doch innerhalb der Vierjahresfrist nachholen.

    @muc hat Recht, dass die Werbungskosten beim Erststudium, wenn es vorher keine Berufsausbildung gab nicht abzugsfähig und damit eventuell vortragsfähig in der Anlage N sind. (es gibt da noch Streitereien in der Rechtsprechung, aber es wird m.E. dabei bleiben).


    Sie haben aber weil Sie verheiratet sind ein Hintertürchen:
    Die Kosten für eine wie auch immer gestaltete Berufsausbildung sind nämlich abzugsfähig als Sonderausgaben i.S.d. § 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG beschränkt auf Euro 6.000,- pro Jahr.
    Oft bringt das Studenten nichts, weil sie keine Einkünfte haben, die über einen 450,- Euro Job hinausgehen und die Sonderausgaben (da nicht vortragsfähig) damit ins Leere laufen.


    In Ihrem Fall ist es jedoch so, dass Sie mit Ihrer Frau ja eine Zusammenveranlagung machen und diese dann dadurch, dass sie voll erwerbstätig ist von Ihren Sonderausgaben profitiert. Zu diesen Sonderausgaben zählt auch die Pendlerpauschale, denn § 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG S. 4 lautet "...., § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 (das ist die Pendlerpauschale) und 5 sind bei der Ermittlung der Aufwendungen anzuwenden".


    D.h. über dieses "Hintertürchen" Ehegattenveranlagung profitieren Sie beide von Ihren Ausbildungskosten. Dazu würden im Übrigen auch die Miete für eine Wohnung am Studienort, Familienheimfahrten, Semstergebühren, Bücher, Prüfungsgebühren, Arbeitsmittel etc. gehören.
    Alles in Summe aber eben beschränkt auf Euro 6.000,- pro Jahr.


    Eintragen müssen Sie das Ganze in der Zeile 43 des Mantelbogens und machen Sie dem FA eine schöne Aufstellung in Excel dazu. Je schneller die alles nachvollziehen können desto niedriger die "Hemmschwelle" alles ohne besondere Prüfung anzuerkennen. ;-)

    Ich bin juristisch nicht so gut geschult wie @muc und ich bin auch der Meinung, dass nach 30 Jahren "Armut" mal Schluss sein muss, aber es gibt durchaus auch Stimmen in der Literatur und vor allem von Inkassounternehmen, dass § 212 BGB eine "lebenslange Haftung" ermöglicht, dazu soll nur ein Vollstreckungs-/Pfändungsversuch über einen Gerichtsvollzieher schon ausreichend sein, auch wenn er erfolglos bleibt.


    Ich sage nicht, dass das meine Meinung ist, aber soweit ich weiß, war das Thema noch nie Gegenstand einer höchstrichterlichen Rechtsprechung (eigentlich komisch) und von daher kann der Blick in einen BGB Kommentar sicherlich gut sein (habe leider keinen) aber Rechtssicherheit bekommt man dadurch auch nicht.


    Ich meine der Gesetzeswortlaut spricht dafür (lebenslange Haftung), und teleologische Reduktion ist so eine Sache: Man kann genauso sagen die 30 Jahre sind eine lange Zeit, wenn da gar nichts passiert kann man davon ausgehen, dass man Schuldenfrei ist weil der Gläubiger jetzt nichts mehr macht/machen darf. Wenn ich innerhalb dieser 30 Jahre jedoch immer wieder angemahnt/gepfändet werden etc. dann kann ich davon eben nicht ausgehen...

    So jetzt wird es langsam echt bitter. Ich bin mal wieder (negativ) begeistert, was manche Berufskollegen so treiben und dann auch noch für schlichtweg falsche Auskünfte geben in der Hoffnung, dass alles irgendwie unter den Tisch fällt.


    Also zunächst mal: Hast Du in der fraglichen Zeit September bis Dezember Lohnauszahlungen bekommen?? Wenn ja, dann frage ich mich warum keine Lohnabrechnungen und - anmeldungen beim FA erfolgt sind. Hat Dich Dein AG etwa nicht angemeldet??


    Wenn Du Lohn bekommen hast, dann musst Du den auch im Jahr des Lohnzuflusses versteuern und bekommst die für diesen Zeitraum entstandene Steuer auch in dem betreffenden Jahr angerechnet!! Wann der Arbeitgeber die Lohnsteuer angemeldet und abgeführt hat ist NIEMALS Dein Problem. Sonst müsste jeder Arbeitnehmer überwachen, wann sein Chef die Lohnsteuer zahlt. Die Lohnsteuer gilt nach § 36 EStG und der ständigen Rechtsprechnung als "erhoben" und damit anrechenbar, wenn Sie vorschriftsmäßig vom Lohn einbehalten wurde, in Deinem Fall also sobald der Nettolohn bezahlt wird. Ob Dein AG diese dann auch abführt ist NICHT Dein Problem.


    Auf mich wirkt das alles sehr dubios. Insbesondere das rückwirkende Abrechnung eines Lohnes für ein HALBES JAHR ist für mich unbegreifbar.


    Ich kann Dir mittlerweile nur noch eines empfehlen:
    Schnapp Dir Deine Lohnabrechnungen der betreffenden Zeiträume und geh zum Finanzamt bzw. rufe dort an und erkläre den Sachverhalt. Dort kannst auch gleich erläutern was Dir der Steuerberater so für Zeug erzählt hat. Und dort fragst Du ob das alles so stimmt, Dir kommt das komisch vor. Die schauen sich dann die vom AG gemeldeten Werte an und werden dazu sicher was sagen.
    Denn spätestens wenn Du diese Lohnsteuer für 1,5 Jahre im nächsten Jahr erklärst wird das FA sowieso Fragen stellen müssen.


    Normalerweise haftet der Arbeitnehmer für Lohnsteuer nämlich nicht, außer er wusste oder konnte erkennen, dass der AG sie nicht abgeführt hat § 42d Abs. 3 S. 4 EStG. Am Ende dreht Dir ein findiger Anwalt da noch nen Strick draus.

    Und ja man kann eine Bürgschaft zeitlich befristen (§ 777 BGB).


    Machen Banken für gewöhnlich aber nicht mit.


    Im Übrigen: Vorsicht vor der "unechten Befristung". Hier haftet man zwar nur für die Außenstände, die innerhalb eines gewissen Zeitraums entstanden sind (bspw. Mieten/Raten innerhalb der ersten 18 Monate), für diese Außenstände jedoch unbefristet.
    Vielerorts wird das so verstanden, dass man nach diesen 18 Monaten komplett aus der Haftung ist. Dem ist aber eben nicht so, wenn innerhalb dieses Zeitrahmens der eigentlich Schulder etwas nicht bezahlt hat.

    Was das Bürgen als solches angeht, kann ich mich @Gabriele M nur anschliessen. Das würde ich nie machen, außer eventuell für Kinder, Eltern, aber selbst dann kann man die Kohle auch gleich selbst aufn Kopp hauen.


    Bei auch noch so guten Freunden, niemals bürgen, finds auch ehrlich gesagt ne Frechheit sowas von einem zu verlangen, geht gar nicht.


    Mal ganz davon abgesehen würde ich als Bank nen Teufel tun und jemanden als Bürgen akzeptieren, der selbst hohe Schulden hat und dessen Vermögen schon bei einer anderen Bank besichert ist.
    Wenn Du sonst kein Vermögen hast außer diese Immobilie wird die Bank Dich nicht nehmen (außer Du hast ein Bomben Netto).
    Man kann da nicht jeden anschleppen, sonst gabel ich (sorry für den Vergleich) einen Bahnhofspenner ohne Vermögen auf, geb dem 100 Euro für ne Pulle Schnaps und der bürgt dann für mich ;-) (Vorsicht Ironie)

    Das soll ja wohl ein Witz sein. Du hast einen Rechtsanspruch da drauf. Ausserdem müssen ja die korrekten Werte nicht nur ans FA sondern auch an die Sozialversicherung übermittelt werden.
    Was Du erklärst ist Deine Sache. Grundsätzlich würdest Du falsche Angaben machen obwohl Du es besser weisst, ich persönlich glaube, dass das FA an die richtigen Werte rankommt und das einfach von Amts wegen abändert und das wars. Da Du nix schriftliches hast kannst Du auch keine richtigen Angaben machen, da kann man jetzt philosophieren zu was Du rechtlich verpflichtet wärst.
    Die Einen würden es einfach probieren und sich blöd stellen, rechtlich sicher wärst Du wenn Du das vom Programm eingelesene übernimmst und ein Anschreiben dazu machst, dass Dir der Wert falsch vorkommt, Du vom AG aber keine korrekte Bescheinigung erhalten hast (Das würde ich als Dein StB machen).
    Denn so muss der Finanzbeamte selbst ermittelnd tätig werden, macht er es nicht dann kann er Dich nachher nicht belangen...
    Blöd stellen wäre aber wie erwähnt eine Variante. Die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen.

    Der Post ist etwas verwirrend...


    Wieso machst Du Deine Steuer selbst wenn Du nen StB hast? Oder meinst Du was ich eher glaube den StB, der die Löhne Deines Arbeitgebers macht??


    Für mich klingt das als hättest Du zwei Lohnsteuerbescheinigungen etwa weil Du unterjährig den Arbeitgeber gewechselt hast oder in eine andere Abteilung gegangen bist. War da was in der Art?
    Den Belegabruf muss man mit Vorsicht geniessen. Ich habe es dieses Jahr schon mehrfach erlebt, dass das FA bei mir angerufen hat und mich gebeten hat bei Angestellten, die zwei Lohnsteuerbescheinigungen hatten, ihnen die zweite zuzufaxen weil se nur die letzte abrufen konnten. Das wäre beim WISO Programm dann dasselbe.
    Du hast ja die Lohnsteuerbescheinigung(en) auch in Papierform. Was steht denn da drauf??

    Das habe ich nicht gesagt, aber man muss diese Zinsen im Rahmen der Steuererklärung in der Angabe KAP erklären bzw. das FA setzt die von Amts wegen an (gibt eine extra Zeile dafür). 25% einbehalten darf das FA gar nicht.
    Ist der Pauschbetrag bereits ausgeschöpft müssen die Zinsen somit nachversteuert werden. Rechtsgrundlage ist 20 Abs. 1 Nr. 7 S. 3 EStG

    Also zunächst mal beträgt die Verzinsung 6% pro Jahr (halbes Prozent pro Monat) gerechnet ab 15 Monate nach dem 31.12. des jeweiligen Jahres.
    Der Zinssatz wirkt zunächst mal nicht schlecht, allerdings verschenkt man die ersten 15 Monate auch zunächst mal, d.h. das kann man aus der Gesamtrendite schonmal rausrechnen.
    Desweiteren läuft die Verzinsung nicht 2 Jahre und 9 Monate sondern bis zur Festsetzung. Wenn also nochmal ein halbes Jahr bis zum Bescheid vergeht wird auch das verzinst.
    Nicht mitverzinst werden im übrigen der Soli und die Kirchensteuer.


    Aber grundsätzlich richtig. Wer seine Erstattung nicht braucht, der kann das machen, aber vorsicht, die 4 Jahre blos nicht überschreiten, sonst fällt ein Jahr weg und die "Rendite" ist schnell negativ.
    Außerdem läuft man Gefahr, dass gewisse Änderungen im Steuerrecht, die negativ für einen sein können "in allen noch offenen Fällen" angewendet werden und einen daher die Erstattung kosten.


    Und jetzt kommt das allerbeste: Diese Zinsen muss man auch noch im Jahr des Zuflusses versteuern! (Sparer-Pauschbetrag iHv. 801 Euro gilt hier jedoch).

    Dem Beitrag von @muc ist nicht mehr viel hinzuzufügen.


    Bei den KV Beiträgen hängt es eben davon ab, ob Du in der GKV oder PKV bist. Bei der GKV musst Du der Versicherung mitteilen bei welcher Kasse Du Mitglied bist und die Versicherung behält dann die SV ein und führt sie an Deine Krankenkasse ab, wird somit zur sog. "Zahlstelle".


    Bei Privatversicherungen gibt es das nicht. Da zahlst Du weiter Deinen gewohnten Beitrag. Die PV interessiert sich allerdings trotzdem dafür, dass Du eine neue Einkunftsquelle hast...

    Hallo,
    zur Tabelle kann ich leider nichts sagen, aber Unterhalt kannst Du für das Kind steuerlich nicht geltend machen. Die steuerliche Abzugsfähigkeit von Unterhalt an Ehegatten oder Kinder ist in § 33a EStG geregelt. In § 33a Abs. 1 S.4 EStG steht jedoch "Voraussetzung ist, dass weder der Steuerpflichtige noch eine andere Person Anspruch auf einen Freibetrag... oder Kindergeld für die unterhaltene Person hat...."


    Kindesunterhalt geht also nur dann wenn die steuerlichen Voraussetzungen des "Kind seins" nicht mehr gegeben sind also nach § 32 EStG, sprich bis 18 grundsätzlich bzw. bis 25 wenn das Kind noch in Berufsausbildung ist.

    Hallo Fritzie,
    Dein Gefühl hat Dich nicht getäuscht. § 9 Abs. 1 Nr. 4 S. 3 EStG: "Die Entfernungspauschale gilt nicht für Flugstrecken..." und in Folge auch nicht für die Familienheimfahrt i.S.d. Doppelten Haushaltsführung § 9 Abs. 1 Nr. 5 S. 7 EStG "Nummer 4 Satz 3 bis 5 ist entsprechend anzuwenden".


    Denn genau wie Du sagst, verhindert die Pflicht des Nachweises der Kosten diese erheblichen Mitnahmeeffekte und auch den Ansatz eines wöchentlichen Heimfluges, falls dem gar nicht so sein sollte. Du kannst die Pauschale allerdings für die Fahrten vom Zweitwohnsitz zum Flughafen absetzen.


    Ich als Berater müsste das dann auch so ansetzen.
    Du hast allerdings einen Vorteil: Du bist kein Steuerberater und machst Deine Steuererklärung selbst. Außerdem hat Dein Bearbeiter im FA etwas anderes erzählt daher kannst Du folgendes probieren (Unwissenheitstaktik):


    Setz die Pauschale an und hoffe, dass der selbe Typ, der Dir das erzählt hat auch Deine Erklärung bearbeitet, vielleicht veranlagt er echt so. Rechnen darfst Du aber nicht damit, sondern mach ne Alternativberechnung mit den nachweisbaren Kosten.
    Ich persönlich rechne bei der Variante damit, dass es auffällt, das FA Dir die Pauschale streicht und in der Erläuterungen schreibt "konnte mangels Nachweis nicht anerkannt werden". Daher schonmal nen Einspruch vorschreiben, die Flugkosten in einer Anlage zusammenstellen und diese zusammen mit den Belegen beim Einspruch einreichen. Nach ca. 4 Wochen solltest dann einen neuen Bescheid kriegen.


    Ist Dir das alles zu riskant/langwierig etc. dann erklär gleich nur die tatsächlichen Kosten und dann ersparst Du Dir die obigen Schritte. Manchmal siegt aber eben auch die Frechheit bzw. "Unwissenheit" denn schliesslich hat Dir einer vom FA ja was anders erzählt....

    Kann Dir @muc nur zustimmen.


    Ich persönlich halte es so, dass ich Beträge, die nicht wehtun auf Tagesgeld bei der BOS und nen ETF Sparplan splitte, allerdings nicht speziell wegen meiner Tochter sondern allgemein.


    Ansonsten würde ich eher empfehlen in der 30gern nicht unnötig viel darüber nachzudenken, vielleicht lieber etwas weniger zu arbeiten und mehr Zeit mit dem Kind zu verbringen so lange es dieses schöne Alter hat. Und wenn es dann in die weiterführende Schule kommt und Eltern scheisse findet ;) beruflich vollgas zu geben, viel zu verdienen und das Studium etc pp. des Kindes vom laufenden Gehalt zu bezahlen, denn bis dahin wird man (hoffentlich) einen satten Batzen mehr verdienen als mit Ende 20/Anfang 30.


    Denn wenn man im worst case durch Krankheit/Arbeitslosigkeit etc. wider aller Erwartungen weniger verdient, helfen einem die paar Kröten, die man mal in den ersten 10 Lebensjahren des Kindes gespart hat auch nicht viel weiter.

    Ich persönlich wäre bei der heutigen Geldpolitik und den aktuellen Garantiezinsen froh, noch eine solche Versicherung zu haben.
    Wo bekommen Sie denn heute noch garantiert 3%? Der Beitrag von 900 € / Jahr ist auch nicht die Welt.
    Und Sie haben Recht, Versicherungen mit Abschluss und erster Beitragszahlung vor 2005, die mind 12 Jahre lang liefen und in die regelmäßig eingezahlt wurde sind später steuerfrei (je nach Abschlussdatum, wenn noch eine Todesfallabsicherung von mind. 60% drin ist, wie hier vorliegend).


    Alternative 1 geht m.E. kenne aber die Bedingungen Ihrer Versicherung im speziellen nicht, da würde ich nachfragen beim Versicherer.
    Alternative 2 können Sie gerne machen, aber wo finden Sie die sichere Investition die mehr als 3% GARANTIERT abwirft? Aktien etc klar. Aber da gibts eben keine Garantieverzinsung.
    Klar zeigen alle Studien, dass wenn über den hier diskutierten Anlagehorizont von noch knapp 30 Jahren der Betrag in Aktien langfristig investiert wird die Rendite sicher über 3% ist, aber eine Garantie gibt da keiner...


    Wie immer eine Risiko/Nutzen Abwägung...
    Ich persönlich würde eher mit zukünftigen freien Mitteln Aktien als weitere Säule aufbauen und nicht die LV dafür "schlachten".