Beiträge von RaphaelP

    Wenn der komplette Anteil übertragen wird oder bei entsprechender Anteilsreduzierung entsprechende Klauseln im Gesellschaftsvertrag dann keine Sperrminorität mehr für Dich enthalten, dann stimmt das.


    Die Frage ist nur: Will man seinen kompletten Anteil oder seine Stimmrechte wirklich übertragen/ aus der Hand geben, nur wegen der KV ohne Rücksicht auf steuerliche oder rechtliche Folgen?
    Ich formuliere es mal überspitzt (sorry): Was wenn Deine Frau nach der Übertragung den ganzen Laden verkauft oder sich scheiden lässt?
    Ich will wirklich niemandem etwas unterstellen, aber habe ich alles schon erlebt...

    Das kann man wie muc schon erwähnt hat, leider nicht so pauschal sagen.
    Auch als Nur-Gesellschafter kann man SV frei sein, wenn Lohn gezahlt wird. Die Beteiligung von 50% ist ein gewichtiges Indiz, es kommt jedoch auch auf die Stimmrechtsregelungen im Gesellschaftsvertrag an. Erst jetzt in 2014 sind wieder einige Urteile dazu ergangen. Auch ein Geschäftsführer mit 33,33 % z.B. kann Sv frei sein, wenn im Gesellschaftsvertrag geregelt ist, dass er nur mit seiner Zustimmung oder aus wichtigem Grund abberufen werden kann.


    Es gab auch Urteile in dem ein Anteil von nur 25% bestand, aber eine Stimmbindungsabrede bestand, so dass ohne den Gesellschafter keine Entscheidungen getroffen werden konnten. Somit war er auch SV frei.


    Genauso wenn der Gesellschaftsvertrag Einstimmigkeit fordert, dann geht nichts ohne alle Gesellschafter und damit sind auch wieder alle SV frei.
    Wer mal nur einige Nuancen nachlesen will http://www.iww.de/lgp/archiv/s…ialversicherungsfrei-f622
    oder NWB 15/2015 S. 1066.


    Um das alles abzuhandeln ist so ein Forum leider der falsche Ort, da muss ein Spezialist ran und selbst der kann es Dir nicht garantieren.
    Denn insbesondere in Familien GmbHs wird sich die SV insb. bei einem 52 Jährigen, der vorher lange privat versichert war (mit Recht) mit Händen und Füßen gegen einen neuen Status wehren.
    Bei der Übertragung von Anteilen an die Frau muss beachtet werden, dass GmbH Anteile <= 25% nach derzeitiger Rechtslage nicht schenkungsteuerfrei übertragen werden können.


    Zudem wäre ich auf Grund der beschriebenen Krankheit vorsichtig. Die PKV zahlt ja auch deutlich mehr als die GKV. Sollte der Wechsel tatsächlich klappen und da habe ich starke Zweifel, dann zahlt die GKV wahrscheinlich längst nicht alles was die PKV aktuell bezahlt. Das könnte ein Pyrrhussieg werden.

    Da muss ich jetzt mal kurz einwerfen, dass m.E. hier etwas wichtiges überlesen wurde. Du bist jetzt mit der Ausbildung fertig und wirst übernommen.


    Da fällt es mir ehrlich gesagt sehr schwer, Dir Gold und Immobilien zu empfehlen...


    Du zahlst offensichtlich kleine Beiträge in eine Riester und einen Bausparvertrag ein. Das ist mehr als die meisten in Deinem Alter (nach der Lehre Anfang 20??) machen und auch ich damals z.B. gemacht habe.
    Ich persönlich würde in Deiner Situation erstmal alles so lassen, schau wie Du mit dem neuen Gehalt rumkommst und mache Dir dann nochmal Gedanken.
    In jungen Jahren würde ich zunächst voll auf Sicherheit gehen. Hier ist die Rendite nicht vordergründig wichtig, sondern erstmal, dass das Geld aus dem Konsum raus ist (25 Euro sind schnell ausgegeben, sind sie im Dauerauftrag auf die Riester, sind se erstmal weg und 25,- monatlich auf 45 Jahre sind n ganzer Batzen Geld).
    Stock die Riester doch erst mal innerhalb der förderfähigen und auch steuerlichen Grenzen auf, damit Du die volle Zulage kriegst.
    Den Bausparvertrag etwas mehr füttern wäre dann der nächste Schritt.


    Wenn dann die ersten Gehaltserhöhungen kommen und wirklich Geld da ist (man will ja auch mit zunehmendem Gehalt etwas den Kosum steigern) dann fang mal mit 25,- - 50,- Euro im Aktiensparplan an (Risiko, daher hier auf Finanztip erstmal informieren).


    Und wie gesagt vergiss vor lauter Altersvorsorge bitte nicht zu leben ;-)

    Nur eins vorweg: Ich bin selber selbständiger Steuerberater und die für mich auch wohl interessanteste Frage ist, welche Einkünfte hier vorliegen.


    Ich habe so oft Mandanten, die zu mir kommen und sagen sie wollen wechseln und ich frage sie dann immer: "wieso waren Sie mit dem vorherigen unzufrieden?". Und dann kommt nicht selten "Ich musste immer so viel nachzahlen" oder "Ich habe das Gefühl er holt nicht alles raus".


    Nicht alles rausholen ist bei einem "normalen" Arbeitnehmer so eine Sache. Es gibt die üblichen Dinge, die mittlerweile fast jedes gute Programm kann. Ich persönlich sage selbst in diesem Fall braucht niemand einen Steuerberater weil er es sonst nicht hinkriegt.
    Ich kenne Kollegen, die klopfen die Jahreslohnsteuerbescheinigung und die Kilometer rein und verlangen dafür 500 Euro...
    Mir persönlich widerstrebt das komplett, aber von der Gebührentabelle ist es gedeckt, es gibt wie überall auch hier schwarze Schafe.


    Wichtig bei der Entscheidung Steuerberater ja oder nein ist vielmehr: "Habe ich Zeit und Lust mich damit zu beschäftigen?" Beim "normalen" Arbeitnehmer ist das wie "Streiche ich mein Wohnzimmer selber oder lasse ich es einen Maler machen??".


    Hat man sich für einen Steuerberater entschieden ist aber eines klar: Er muss Dich freundlich behandeln, für Dich erreichbar sein und Deine Fragen beantworten. Tut er das nicht wechsel ihn
    Hast Du das Gefühl er holt nicht das Optimum raus, frag Ihn was es noch für Möglichkeiten gibt. Ich bin sehr gespannt auf die Antwort.
    Hast Du das Gefühl Du bezahlst zuviel, lass es Dir erklären wie er das berechnet (Stichwort: "Mindest- und Mittelgebühr").
    Diese Fragen darfst und sollst Du auch stellen.

    Mal ganz davon abgesehen, dass ich muc grundsätzlich in seiner Einschätzung zustimme wäre doch auch eine Lösung die Miete um 50 Euro zu senken ;-)


    Oder eine vielleicht länger aufgeschobene Instandhaltung durchführen und die Kosten steuerlich auf 5 Jahre verteilen?


    Die Antwort kenne ich allerdings: Man möchte natürlich möglichst viel Miete haben und trotzdem wenig Steuern/KV zahlen... Es ist wie so oft im Leben, beides geht nicht (immer)...

    Das ist richtig, ein Bestattungsvorsorgevertrag ist allerdings etwas anderes. Hier wird direkt ein Vertrag mit einem Bestattungsunternehmen geschlossen und Kosten im Voraus bezahlt, so dass im Vorfeld alles geregelt ist. Hier sind wir steuerlich im Bereich der außergewöhnlichen Belastungen.


    Eine Sterbegeldversicherung zahlt ja nur einen Betrag X an den Begünstigen. Hier sind wir bei den (sonstigen) Sonderausgaben, die sich für gewöhnlich aber steuerlich nicht oder kaum auswirken.

    Voraussetzung für die Abzugsfähigkeit ist Zwangsläufigkeit. Zwangsläufigkeit heisst Verpflichtung zur Übernahme nach dem BGB (Unterhaltspflicht). Somit für Ehegatten, Kinder, Eltern.
    Ausserdem nur dann wenn der Nachlass der verstorbenen Person nicht zur Begleichung der Kosten reicht, da nur dann lt. der Rechtsprechung eine faktische Belastung des Hinterbliebenen vorliegt, ansonsten hat man das Geld dafür ja geerbt.
    Bei Vorsorgekosten fehlt es schon an der Zwangsläufigkeit weil man diese ja freiwillig bezahlt (man muss ja rein rechtlich nicht vorsorgen).
    Die Entscheidung des Finanzamts ist daher nach derzeitiger Rechtslage (leider) korrekt.

    Also grundsätzlich gehen Umzugskosten wenn man ohne Arbeitsplatzwechsel näher an die Arbeitsstelle zieht (die Finanzverwaltung geht von ca. 45min aus). Oder wenn man den AG wechselt und umzieht. Da ist die Zeitersparnis weniger wichtig. Von der Logik her solltest aber auch hier näher an diesen gezogen sein.
    Den AG hast Du ja offensichtlich tatsächlich gewechselt. Bist auch näher dran gezogen? Wenn ja ist natürlich die Frage wann die Aufwendungen für den Umzug entstanden sind. Bei der Einkommensteuer gilt hier das Abflussprinzip also wann das Geld dafür gezahlt wurde.
    Bei tatsächlichen Kosten ist das klar, im Fall der Pauschale kommts drauf an wann der Umzug faktisch war. In Deinem Fall also Dez 14. Daher Steuererklärung 2014.


    Wenn Du es in 2015 haben willst dann gäbs noch folgende Möglichkeit: Vielleicht hast Du Dich erst in 2015 tatsächlich in der neuen Gemeinde angemeldet. Dann erklärst Du den Umzug in 15 und legst als Nachweis die Ummeldung bei. Woher will denn bei der Pauschale das Finanzamt wissen wann der Umzug tatsächlich war?
    Die Finanzbeamten sind da normalerweise nicht so streng mit der Pauschale wenn die Voraussetzungen ansich vorliegen (neuer Job, näher ran).


    Du hast also theoretisch beide Möglichkeiten, die Frage wäre eher in welchem Jahr es Dir mehr bringt, also der Verdienst höher war.
    Vergiss auch nicht zusätzlich zur Pauschale ein paar Fahrten mit dem PKW etc. anzugeben.

    Um das sinnvoll beantworten zu können fehlen da ein bischen die weiteren Angaben. Vorher angestellt (wenn ja wieviel verdient) oder immer schon selbständig. Mit 200 € pro Monat ist man ja nicht mal im Existenzminimum sprich da kommt dann eventuell Hartz IV und damit ist die KV nicht direkt ein Thema. Frage ist auch, ob eine Ehegatte da wäre.


    Wenn das Kleingewerbe neben dem "normalen" Job betrieben wird, kommt kein zusätzlicher KV Beitrag, weil ja ohnehin je nach Verdienst eventuell Pflichtmitgliedschaft in der GKV besteht.


    Ansonsten kann hier mal überschlägig der Beitrag der freiwillig gesetzlichen KV für Selbständige gerechnet werden http://www.krankenkassen.de/ge…-beitrag/beitragsrechner/


    Es gibt aber wie Susi geschrieben hat einen vergünstigten Tarif bei geringem Einkommen und wenig Vermögen.

    Ja das geht. Wichtig ist aber, dass die Satzung des Vereins Aufwandsentschädigungen zulässt. Außerdem muss der Anspruch sich nachvollziehen lassen, sprich man kann nicht einfach behaupten Mitglied XY hätte Anspruch auf 300 Euro sondern es muss dokumentiert werden (Kilometerabrechnung o.Ä.) durch welche Fahrten etc. dieser Anspruch entstanden ist.
    Es muss dann eine ganz normale Spendenbescheinigung ausgestellt werden mit dem Kreuzchen "Es handelt sich um den Verzicht auf Erstattung von Aufwendungen" (kennt man ja von den eigenen Spendenbescheinigungen).


    Wer genau wissen will, wie der Ablauf etc ist, bitte das entsprechende BMF Schreiben lesen :-)
    http://www.bundesfinanzministe…_blob=publicationFile&v=2

    Das ist auf Grund des neuen Reisekostenrechts leider nicht mehr so einfach.


    Grundsätzlich muss der Arbeitgeber im Arbeitsvertrag oder ähnlichem eine sog. "erste Tätigkeitsstätte" festlegen. Alle Fahrten, die nicht zu dieser gehen sind dann Reisekosten.


    Man sollte daher den Ort (Hochschule bzw. Berufschule oder den Praxisbetrieb) als erste Tätigkeitsstätte festlegen, der Kilometermässig näher an der Wohnung liegt. Hierfür gibt es dann die 30 cent pro Einfachkilomter.


    Für die Fahrten zu den anderen Einrichtungen gibt es dann die Reisekostenpauschale also 30 cent pro gefahrenem Kilometer (somit Hin- und Rückweg). Man muss also für sich berechnen, welcher Ort günstiger ist (Entfernung und Häufigkeit des Besuchs).
    Das Finanzamt akzeptiert auch Fahrten zu Lerngemeinschaften als Reisekosten, sofern man sie "vernünftig ansetzt" (z.B. alle zwei Wochenenden).


    Sonderausgaben sind es nach derzeitiger Rechtslage bei der Erstausbildung (Auffassung Finanzverwaltung). Hier streiten sich Finanzverwaltung und BFH allerdings noch. Ausgang ungewiss. Unterschied ist, dass Berufsausbildungskosten als Sonderausgaben bei 6.000 € gedeckelt sind und nicht vortragsfähig und Werbungskosten unbegrenzt. Wenn Sie also Einkünfte haben (was beim Dualen Studium ja der Fall ist) dann bringen Ihnen auch Sonderausgaben einen Steuervorteil und auf 6000 € muss man erst mal kommen.


    Die 30 cent pro Kilometer gibt es auch beim Semesterticket. Ein Ausschluss wie etwa beim Firmenwagen liegt hier nicht vor.

    Leider nicht. Werbungskosten wie Fahrtkosten etc. können da abgesetzt werden, wo auch tatsächlich Einkünfte erzielt werden. Würde Ihre Frau eine Aufwandsentschädigung bekommen, wäre diese in den entsprechenden Grenzen steuerfrei, ein Ansatz von Werbungskosten daher nicht notwendig und auch nicht möglich.


    Aber da sie keine Einkünfte erzielt kann sie auch keine Fahrtkosten ansetzen, denn mit ihrer Arbeit oder ähnlichem hat die Trainertätigkeit ja (leider) nichts zu tun.


    Im Gegensatz zu Geldspenden an Vereine, wird das "Spenden" von Engagement und Freizeit leider nicht steuerlich begünstigt, obwohl das mindestens genauso wichtig ist...

    Hi,
    habe von der VW/ Audibank völlig problemlos die Gebühr zurück bekommen. Habe das Musterschreiben der Verbraucherzentrale genommen, die erste Seite des Autodarlehensvertrages mitgeschickt und bekam ca. 3 Wochen später den Betrag zzgl. Zinsen überwiesen bekommen. Nach ca. einer Woche kam, dass sie meinen Anspruch prüfen und ca. 2 Wochen später ein Schreiben, dass sie überweisen werden. Da war das Geld sogar schon da.
    Habe allerdings eine Frist gesetzt, mit Anwalt gedroht und angekündigt ansonsten nie wieder einen Audi zu kaufen. Keine Ahnung, ob das ausschlaggebend war :-)

    Da das Finanzamt die Lohnsteuerbescheinigung(en) elektronisch einliest sind hier Fehler beim FA selten aber nicht unmöglich. Es ist bei uns in der Kanzlei durchaus schon vorgekommen, dass falsche Werte vom Finanzamt übernommen wurden. Für gewöhnlich steht unter "Erläuterungen" woher die Abweichung kommt. Ansonsten bleibt nur Bescheid und Wiso Berechnung nebeneinanderlegen und Position für Position abgleichen. Ein Anruf beim FA ist immer am Besten, die meisten Finanzbeamten sind wirklich keine Unmenschen :-)

    Hallo zusammen,


    zu obigem Thema, ob ein 450 € Job mit der Übungsleiterpauschale aufgestockt werden kann, bin ich als Steuerberater der Meinung, dass dies sehr wohl geht.
    Denn in § 14 Abs. 1 Satz 3 SGB IV steht ganz klar "Steuerfreie Aufwandsentschädigungen und die in § 3 Nummer 26 und 26a des Einkommensteuergesetzes genannten steuerfreien Einnahmen gelten nicht als Arbeitsentgelt."


    Ebenso in § 1 Abs. 1 Satz 1 SvEV :"Dem Arbeitsentgelt sind nicht zuzurechnen: 1.einmalige Einnahmen, laufende Zulagen, Zuschläge, Zuschüsse sowie ähnliche Einnahmen, die zusätzlich zu Löhnen oder Gehältern gewährt werden,
    soweit sie lohnsteuerfrei sind..."


    Das "höhere" Minijobber Gehalt wird daher nicht auf die Geringfügigkeitsgrenze von 450 € angerechnet.
    Fundstellen in der steuerlichen Fachliteratur gibt es dazu auch StuB 8/2013 S. 306, NWB 33/2013 S. 853.


    Ich hoffe die Infos helfen Ihnen weiter.
    Viele Grüße