Beiträge von dunnerkeilnochemool

    Vor einer Dämmung der Außenwände sollte man sich mehrere Angebote einholen. Ich hatte das bei meinem Elternhaus vor 15 Jahren mal versucht, kurz nachdem ich es geerbt hatte. Die Angebote waren so teuer, dass ich es ließ. Die Handwerker sagten, dass das wegen der vielen Winkel in der Fassade sei. Ich möchte nicht wissen, was ich heute hinlegen müsste, aber wenn man das extrapoliert, schätze ich für ein Haus mit 150 qm Wohnfläche schon gut über 40 000 Euro.


    Wenn dann noch das Geld für Photovoltaik, Wärmepumpe und Innenrenovierung dazurechnet, ist der Punkt nicht weit, wo manche raten, besser das Haus abzureißen und nach neuesten Baustandards einen Neubau zu machen. Die Bauindustrie würde das natürlich freuen.

    Danke!


    Viessmann war auch in der Liste von "meinem" Heizungsbauer. Aber wie schon bei den Brennwertthermen gehört Viessmann preislich in das Audi-A8-Segment. Nibe kannte ich noch nicht.


    Mit dem Heizbedarf ist es halt so eine Sache. Bei Neubauten ist ein Wert von 40-50 kWh/qm sicher erreichbar. Bei jahrzehntealten Häusern kann da alleine fürs Dämmen leicht ein ganzer Bausparvertrag draufgehen: Vor 15 Jahren hatte ich mal ein Angebot für eine Volldämmung für mein geerbtes Elternhaus (BJ 1950) eingeholt und der Dachdecker wollte erst gar nicht, von wegen zu viele An- und Aufbauten, und als ich ihm dann einen Betrag abgeschwatzt hatte, lag der bei über 30 000 Euro (wie gesagt: vor 15 Jahren!). Nach meinem heurigen Treffen mit einem Energieberater habe ich das Gefühl, dass man mit Teildämmungen bei so einem Haus froh sein kann, wenn man auf 100-120 kommt.


    Aber welche Alternativen hat man dann noch? Klar, Photovoltaik dazu senkt auch die Stromkosten, aber da die richtige Dimensionierung zu finden grenzt ein wenig an Alchemie.


    Wie auch immer - we stay tuned :)

    Ne, das Jahr ist eigentlich klar. Er weiß ja hoffentlich auch nicht erst seit gestern, dass er für mich eine Wärmepumpe einbauen soll. Im Zweifelsfall soll mir der Generalunternehmer einen Hotboy hinstellen und damit heizen. Für den Februar sollten sich bei der EH40 Gebäudehülle die Kosten in Grenzen halten und ab Mitte März kommen wir wahrscheinlich dann ohne Heizung aus. ;)



    Darf ich mal fragen, von welchem Hersteller?


    Ich versuche gerade, WP-Angebote von Heizungsbauern zu bekommen. Der einzige, der sich das Haus überhaupt mal ansehen wolllte (denen scheint es allen trotz ihrer Klagen noch viel zu gut zu gehen ...), hat ausschließlich deutsche Lieferanten (Viessmann, Buderus, Bosch, Stiebel Eltron), wollte sich aber bei keinem zu Lieferzeiten äußern. Würde mich mal interessieren, ob andere Hersteller schneller liefern können.


    Je mehr ich mich mit dem Thema und den Strompreisen beschäftige (Chip hat am Wochenende eine Strompreiskarte Deutschland veröffentlicht) , desto mehr frage ich mich auch, ob man mit seiner Bestellung nicht in die zweite Falle läuft (die erste war der Gas-Brennwert-Hype vor 15 Jahren) und man am Ende eine Wärmepumpe dastehen hat, die aber bei Strompreisen um die 60 Ct / KwH oder mehr betrieben werden muss.

    Nein, leider nicht. Aufgrund der grundsätzlichen Problematik - abseits von Panasonic - bleibt ja die Gasheizung auf Cold-Stand-By und liegen für zwei Wochen Holz-/Holzbriketts im Schuppen.

    Danke!


    Ja, so ähnlich schwebt es uns auch vor (bis auf die Holzbriketts mangels Kachelofen). Außerdem wollen wir jetzt nur den Wohn-/Essbereich im Erdgeschoß mit Wäremepumpe und Fußbodenheizung beheizen, bei weniger als 70 qm sollte das für einen Heizungsbauer ja eine lösbare Aufgabe sein. Stutztig machte mich diese Woche, als einer erzählte, dass die großen Hersteller überhaupt keine Angaben über die Lieferzeit mehr machen. Der WP-Run scheint begonnen zu haben ...

    Da die WP vermutlich bis in den September noch aus ist und der Schallpegel erst ab dem Gefrierpunkt richtig hörbar wird kann ich im Moment leider nicht helfen. Mein Lieferant hat im übrigen zusätzlich lärmgedämmt.

    Hallo,


    jetzt hätte ich doch mal eine Frage, nachdem mein Treffen mit dem Energieberater zum Thema Wärmepumpe recht erfreulich war:


    Die Panasonics gelten ja "auf dem Reißbrett" als die leistungsfähigsten Wärmepumpen. Allerdings musste ich feststellen, dass ihr Vertriebsnetz hier in D wohl nicht so groß ist. Jedenfalls müsste ich über 100 km weit weg, um den nächsten Vertriebspartner zu meinem Wohnort zu erreichen. Hast Du eigentlich schon Erfahrung mit Gewährleistung oder Ersatzteilen? In einem Forum, das aber nur 3 Jahre alte Threads enthielt, beklagten sich mehr als einer, dass sie im Störfall ziemlich in die Bredouille geraten seien.

    Nachdem im meinem geerbten Elternhaus wegen diverser anderer Renovierungsarbeiten zumindest im Erdgeschoß fast der ganze Fußboden raus ist, wird das bei mir zumindest bei einem Geschoß auch auf eine Fußbodenheizung herauslaufen.

    Das hat jetzt weniger mit der WP an sich zu tun und mehr damit wie sie eingesetzt wird. Mit einer modernen Niedertemperatur-Fußbodenheizung erreicht man den COP>3,5 recht zuverlässig auch im Winter. Aber wenn man eine Gasheizung ersetzen will, hat man es normalerweise mit einer anderen Situation zu tun. Heizkörper und hohe Vorlauftemperatur lassen die Effizienz in den Keller gehen, da kommt dann eher ein COP=2 raus wenn man nur die Heizung austauscht aber das Haus nicht entsprechend saniert.

    Ja, so ähnlich hat es mir ein Heizungsinstallateur neulich auch erklärt. Wobei man noch dazu sagen muss, dass Installateure gerne auch noch die Alternative "Niedertemperaturheizkörper" vorschlagen. Da kenne ich aber nur Werte vom Reißbrett und weiß nicht, ob die in der Wirklichkeit belastbar sind. Und wer reißt schon gerne seine teuren Heizkörper raus, um noch teurere einbauen zu lassen?

    Wobei man den Strompreis nicht als fix betrachten sollte. Neuverträge gehen gerade auf ~50c/kWh, da kommst du mit einem COP=2 auf 25c/kWh Gas raus.

    Stimmt, aber wenn ich richtig gelesen habe, fördert das Bafa nur noch Wärmepumpen, die eine Jahresarbeitszahl über 3 haben, und das bedeutet, dass die wettbewerbsfähigen Anbieter von Wärmepumpen Modelle mit deutlich mehr als COP-2 anbieten müssen, um überhaupt gekauft zu werden.

    Brandaktuelles Beispiel aus einer kreisfreien Stadt an der dänischen Grenze: ein ausgewiesener Experte hat mir berichtet, dass ein nicht geringer Teil der Fernwärmekunden der Stadtwerke einen zu hohen Grundpreis bezahlt. Dieser soll in der Vergangenheit nach der Heizleistung der zuvor abgelösten fossilen Heizanlage berechnet worden sein. Hatte der Kunde also vorher einen Ölbrenner mit einer Heizleistung von 20 KW, wurde dieser Wert für die Berechnung des Fernwärmegrundpreises einfach übernommen.


    Das habe ich einem mir bekannten Fernwärmekunden erzählt. Der rief mich vorgestern an und erzählte mir, dass er Anfang der Woche bei den Stadtwerken nachgefragt hat; daraufhin wurde sein Grundpreis von jetzt auf gleich fast halbiert, er zahlt jetzt knapp 470,00 € weniger im Jahr.


    Im Umkehrschluss bedeutet das, dass er vermutlich seit Bestehen seines Fernwärmevertrages (das Haus ist eine ältere Bestandsimmobilie, also kein Neubau) eine deutlich überhöhte Grundgebühr gezahlt hat.

    Das Elend ist, dass die Anbieter von Fernwärmenetzen sehr große Freiheitsgrade mit ihren Tarifen haben. Sie müssen sogar nicht einmal jedem in ihrem Netz denselben Tarif abverlangen. Wir wohnen in der Wohnanlage einer großen, stadteigenen Bausgesellschaft und zahlen dort einen höheren Arbeitspreis, als Privatkunden zahlen müssten. Allerdings müssten die auch die Anschlusskosten an das Fernwärmenetz selber zahlen, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Nachtrag:

    Gerade kam das Gemeindeblatt mit Erhöhung des Gaspreises auf 21,65 Cent. Umgerechnet auf 7% wären das 19,47 Cent zzgl Umlage und anteilige Grundgebühr.

    Wenn sich der KwH-Preis für Gas überall in Deutschland in dieser Größenordnung festsetzt, dann wäre eine Wärmepumpe hierzulande sogar bei viel schlechteren Jahresarbeitszahlen als 3 noch eine wirtschaftliche Alternative zu Gas. Bis vor kurzem haben nämlich die Energieberater eine Rechnung aufgemacht, dass Wärmepumpen erst ab JAZ 3,5 wirtschaftlich seien. Mein Energieberater, den wir letzte Woche aufgesucht haben, ist davon zumindest schon abgerückt.


    Was allerdings das Daytrading bei Heizöl angeht, da muss ich passen. Ölheizung hatten wir nie. Bei uns zu Hause ist man von über 50 Jahren von Kohle auf Nachtspeicherheizung umgestiegen und ich bin - auch auf Empfehlung von Energieberatern - vor 12 Jahren von Nachtspeicher auf Gas Brennwert umgestiegen. Schien lange Zeit die richtige Entscheidung zu sein, aber - Shit happens ...


    Dass Öl-, Diesel und Heizölpreise aber im Gegensatz zu allen anderen fossilen Energieträgern stabil bleiben werden, das glaube ich eher nicht.

    Kann das mal jemand bitte vergleichen, denn am Ende ist die Belastung für Öl-Heizer genauso hoch, aber da spricht keiner noch einer Unterstützung oder Mwst-Senkung. Warum nicht?

    Bin zwar kein Regierungssprecher, könnte mir aber vorstellen, dass es daran liegt, dass Ölheizungen inzwischen zu den unerwünschten Heizungsarten gehören. Soweit ich das auf den Bafa-Seiten mitbekommen habe, werden Umstiege auf Ölheizungen schon länger nicht mehr gefördert, dafür aber umgekehrt Umstieg von Öl auf etwas Zeitgemäßeres schon. Einfach da mal browsen, da wird man schnell fündig.

    Bevor ich meinen Senf dazugebe, habe ich mir mal von den bekanntesten auf der oben erwähnten Liste die Wertentwicklung der letzten 52 Wochen angesehen. Ich muss sagen, wer sich bei Börsenportalen (z. B. Ariva) da die Kurven anschaut, muss sehr tapfer sein. Alle bis auf einen, die ich untersucht habe, sind gegenüber letztem Jahr deutlich im Minus und der eine (USDC) ist ein Stablecoin auf den US-Dollar, da kann man sich aber gleich auch bei einer Inlandsbank ein Fremdwährungskonto eröffnen.



    Die einzige Kurve, die in den letzten 2 Monaten Mut zu machen scheint, ist Ether, aber auch da war der jetzt erreichte Wert im Juni auch schon mal da und ist danach wieder abgerauscht.



    Coins wie Cardano, Litecoin oder theGraph, die im letzten Jahr von manchen als die angeblichen „Bringer“ für die Zukunft angepriesen wurden, schaue ich mir gar nicht mehr an – wäre Zeitverschwendung.

    Ich nochmal.


    Ich bin jetzt auch von Innenaufstellung abgekommen. Beim Vergleich mit anderen Platzhirschen habe ich festgestellt, dass Du Dir da ja schon das edelste Teil zugelegt hast (jedenfalls was COP, SCOP und JAZ angeht).


    Nur der Schallpegel ist halt etwas höher dokumentiert als bei den Mitbewerbern. Wäre es sehr unverschämt, wenn ich Dich bitte, dass Du Dich abends mal in 20 Metern Abstand auf die Straße stellst, wenn kein Verkehr ist, um dann mal die Lauscher zu spannen?


    Ich habe mir zwar im Internet ein Schallprofil von dem Teil besorgt, da aber nicht jeder meiner künftigen Nachbarn pflegeleicht ist, würde ich gerne auf Nummer sicher gehen und auf ein berufenes Urteil bauen.


    Vielen Dank im Voraus!

    Nur zur Info: meiner liegt bei einem der ältesten (und erfahrensten) Ökostromanbieter der Republik seit Anfang des Jahres bei 30,5 ct plus Grundpreis von 9,95 € / Monat. Seit 1.07. minus 4,43 ct brutto wegen Abschaffung der EEG-Umlage. ;)


    Danke für den Vergleich - sehr hilfreich.


    Den Wegfall der EEG-Umlage habe ich komplett vergessen, das könnte sich bei meinem Tarif ab Januar natürlich ausgewirkt haben, weil der Versorger da nicht mehr tricksen kann (FT berichtete) und das Angebot ohne EEG-Umlage berechnen muss



    10 € pro Monat Grundgebühr habe ich auch.


    Lass mich mal raten: ist der "älteste (und erfahrenste) Ökostromanbieter" etwa der, der weiter oben zitiert wurde, weil er einräumen musste, dass sogar der "reinste" Ökostrom von Kollateralschäden an der Strombörse betroffen sein kann? Man lernt halt nie aus, aber nicht zuletzt wegen dieses Artikels bin ich mit meinem Optimismus bei "meinem" Kilowatt-Tarif auch sparsam geworden ;-)

    Wo liegt der, wenn ich fragen darf?

    24,75 ct /kWh , aber wie gesagt, das ist momentan noch so eine Art Wurst, die man dem Esel hinhält, damit der brav dabei bleibt. Ob dieser Preis bis Januar überlebt, hoffe ich zwar aber befürchte das Schlimmste.

    Und dann war das Angebot auch noch kontingentiert und nur deshalb habe ich auf Verdacht zugegriffen.


    Bin halt schon seit Jahrzehnten beim selben Versorger. Ich frage mich, wie es denn gerade den Tarifhoppern so ergeht, die waren bei den Versorgern ja alles andere als beliebt.

    Zu dieser Schar scheine ich nicht zu gehören und kann diese Aussage daher so nicht unterschreiben.

    Zu diesem Thema bin ich erst ab Januar sprechfähig, weil mir mein Versorger erst ab dann die Umstellung in einen reinen Ökostromtarif genehmigt hat. Der Kilowattpreis steht zwar jetzt schon fest und ist besser als mein bisheriger Nicht-Ökotarif, aber bis Januar sind ja noch 5 Monate hin und auf Zusagen kann man in dieser Zeit ja nicht mehr vertrauen.

    hallo freunde gibts hier ein wesentlichen unterschied zwischen msci europe und europa stoxx.. ich möchte vielleicht zu meinem msci world eine beimischung mit ausschüttender variante... vg

    heiß heute.. trinkt au was ;):saint:

    Spoileralarm :)


    ist egal, welchen Du NICHT nimmst. Ich habe in den letzten 3 Jahren hin und wieder mit - zum Glück - kleinen Beträgen einen Europa-ETF etwa zur gleichen Zeit wie einen World-ETF an den Start geschickt. In allen Fällen hinkte der Europa-ETF so sehr dem World-ETF hinterher, dass ich mir keine mehr kaufe.


    Der letzte, den ich im Juni 2021 zusammen mit anderen ETFs auf die Reise schickte, liegt als einziger aus der Zeit sogar immer noch im Minus. Da wird jemand jetzt sagen, das liegt am Krieg; andererseits sind die anderen ETFs, die ich damals gekauft habe, inzwischen alle im Plus.

    Auch Blockheizkraftwerke sind nicht verkehrt...gleiche Argumentation wie beim Kraftwerk, nur andersrum. Wenn ich ohnehin Gas zum Heizen verbrenne, warum nicht gleich noch dabei Strom erzeugen?


    In der Realität gibt es halt öfters das Problem, dass sich das nur lohnt wenn ein Anschlusszwang besteht und damit hat man dann ein Monopol geschaffen.


    Das sind alles erwägenswerte Alternativen, sofern man ein Haus und ein Grundstück sein Eigen nennen kann (weshalb ich gerade für mein Elternhaus auch etwas Passendes in der Art suche).


    Und weil ich sowieso am Suchen war, bin heute bei meiner langjährigen Ersatzheimatstadt München hängengeblieben. Und siehe da - das Heizkraftwerk München Nord existiert immer noch und liefert mit 2 Blöcken für Restmüllverbrennung immer noch Strom! An diese Möglichkeit hatte ich überhaupt nicht mehr zu denken gewagt. Restmüll wird es aber trotz perfekter Trennung immer geben und vom Schmuddelimage haben sich die Müllverbrennungsanlagen zumindest in Deutschland befreien können. (Hoffe sehr, ich bekomme jetzt keinen Ökosau-Orden umgehängt).