Beiträge von LebenimSueden

    Kann man machen, muss man aber nicht. Wenn man das Ziel hat ein Depot aus Aktien + Anleihen in einem fixen Verhältnis zu besparen, ist das durchaus eine gute Idee. Durch das interne Rebalancing spart man durchaus Steuern.

    Nachteilig ist vor allem, dass die Allokation fix ist. Von 80/20 auf 60/40 wechseln, weil man mit zunehmendem Alter runter will, ist halt nicht. Der andere Punkt ist, dass Anleihen eben ein Kursrisiko haben und man das als Kleinanleger gut mit Festgeldern umgehen kann.


    Ich sehe in solchen Fonds eher die bessere Alternative zum "Robo"-"Advisor" als dazu selbst Positionen zu kombinieren.

    Auf was sonst ... ? Das eigene Bauchgefühl beispielsweise ...?

    Zum Beispiel. Am Ende muss man selbst mit dem Verkaufspreis glücklich werden. Es spricht ja auch nichts dagegen sich selbst ein bisschen auf Portalen und bei den Gutachterausschüssen umzuschauen. Aber in den Portalen stehen aktuell einige Häuser schon seit einem halben Jahr und gehen nicht weg

    Ich würde mich nicht auf eine Schätzung oder ein Wertgutachten verlassen und erst recht nicht mein Handeln davon bestimmen lassen. Diese Wertgutachten sind selbst in den besten Zeiten stark streuend und die aktuelle Volatilität beim Zins sowie schwer kalkulierbaren Baustoff- und Handwerkerpreise machen das nicht einfacher.

    Es ist jetzt nicht wirklich überraschend, dass der ehemalige Gewerkschafter gegen Aktien ist und lieber auf Umlagen vertraut ;)


    Klar sollte aber sein, dass bei 10 Milliarden noch deutlich mehr folgen muss. Andernfalls könnte man sich das auch komplett sparen. Die paar Euro pro Person werden nicht einmal als Zuschuss für eine Monatsrente reichen

    Stimme ich grundsätzlich zu, aber mit einem großen aber. Die Brot und Butter ETFs sind so austauschbar. Ob man jetzt einen Lyxor, Xtrackers oder iShares auf den MSCI World bespart ist ziemlich egal. Und ob man jetzt den Vanguard FTSE All-World nimmt oder einen der zahlreichen MSCI ACWI ist auch relativ egal. Was davon in 30 Jahren besser sein wird, kann heute keiner vorhersehen. Mindestens 95% könnten sich die Zeit und Energie, die in solche Überlegungen fließen

    Den "Test" kann ich mir auf jedem Vergleichsportal live machen ;)

    Sinniger wäre wohl gewesen, die Bedingungen etwas zu variieren und am Ende die günstigste Versicherung für Raucher, Motorradfahrer, etc zu küren. Das hätte zumindest eine Indikation.

    Oder auch mal Laufzeiten zu variieren. Ob man mit 35 wirklich noch eine 30-jährige RLV braucht...? Die letzten Jahre sind schließlich die mit dem höchsten Todesrisiko, die Kinder sollten aus dem Haus und die Immobilie irgendwann abbezahlt sein.

    Wie schon im TR Thread geschrieben, das ist meiner Meinung nach ein Sturm im Wasserglas. Wir reden hier von einer Monatssparrate, nicht von der kompletten Altersvorsorge. Und das Geld ist ohnehin nur für wenige Tage überhaupt auf dem Verrechnungskonto.

    Hab ich jetzt falsch verstanden…. habe 15000 € in meinem welt etf auf TR…. Ab 20.000 € muss ich wechseln? Nein oder

    Nein, muss man nicht. Nochmal: solange der Broker keine illegalen Sachen macht, ist es vollkommen egal, ob er Pleite geht. Aktien und ETF sind Sondervermögen und nicht Teil der Insolvenzmasse. Die Regelung ist nur relevant, wenn der Broker den Kunden betrügt

    Also sollten man dann sicherheitshalber mehrere NeoBroker und Banken verwenden und maximal 20.000 Euro in Aktien / ETFs investieren?

    Da muss man auf die Details achten. Die Aktien und ETFs sind Sondervermögen. Sprich: das gehört dir und wenn der Broker pleite geht, gehört das immer noch dir. Die 20 000€ beziehen sich darauf, wenn der Broker das Sondervermögen veruntreut (ala FTX), dann ist das deine maximale Entschädigung. Der Aktienhandel ist stärker reguliert als z.B. die Crypto-Sachen, insofern ist der Fall schwer vorstellbar.


    Für die Praxis ist ein neuer Broker alle 20 000€ kaum vorstellbar, wenn man halbwegs ernsthaft spart. Das entspricht dann einem zusätzlichen Broker alle 1,5-2 Jahre, mit etwas Luft (wir erwarten ja Rendite) eher noch weniger. Nichtsdestotrotz ist es sicherlich nicht verkehrt, größere Summen auf mehrere Broker aufzuteilen. Eine Grenze würde ich jetzt aus dem Bauch heraus irgendwo bei 80-100k pro Broker ansetzen

    Wobei Du dann aber auch schon eine Menge Überschneidungen hast, da der FTSE All World viele Werte enthält, die bei MSCI bereits unter Small Cap laufen (FTSE 90% vs. MSCI 85% MCAP).

    Ich weiß. Auf der anderen Seite ist langfristig ohnehin geplant, den Sparplan dann irgendwann auf einen ACWI zu rotieren, um steuerlich zu differenzieren. Und damit ich dann nicht wieder ein Fass aufmache, den Small Cap auch gleich zu rotieren, habe ich beschlossen das zu Problem erst einmal zu ignorieren


    Wobei das aktuell ja der letzte Schrei sein soll: Übergewichtung von Large-Small-Caps. Hab ich zumindest neulich irgendwo gelesen. :/

    Jetzt werde ich auch noch zum Hipster. 3 Tage nicht rasiert, Man-Bun und jetzt auch noch die Übergewichtung von Large-Small Caps :/

    Angesichts dieser Lage kann man nun - wie Du - auf die Idee kommen, bei jeder Veränderung der Weltlage hektisch darüber nachzudenken, ob man irgendwo hinterherspingen sollte.

    Das ist vermutlich die allerschlechteste Lösung. Erst gewichtet man Europa hoch, dann tief, dann wieder hoch. Natürlich immer nach dem Prinzip Buy High - Sell Low, denn die Kurse haben sich ja vorher schon bewegt ;)

    Deshalb bin ich mittlerweile auch auf 80% mit 1 ETF inklusive EM nach Market Cap umgestiegen. Und 20% Small Caps. Die Aufteilung ist auch so willkürlich wie jede andere, aber zumindest um die Gewichtung von Regionen muss ich mich nicht mehr scheren

    Ja kann er.

    Muss er aber nicht ;)


    Private Equity verhält sich zu Aktien, wie offene Immobilienfonds zu REITs. Du investierst grundsätzlich in den gleichen Bereich, der eine ist halt etwas öffentlicher. Bei Aktien und REITs (sind ja strenggenommen auch Aktien) hast du einen liquiden Markt und weißt zu jedem Zeitpunkt für welchen Preis du die losbekommen kannst. Ein Immobilienfonds bewertet dagegen alle paar Schaltjahre seinen Bestand und sagt "das ist es wert". Bei PE das gleiche Spiel. Man weiß erst, was die gehaltene Firma wert ist, wenn man versucht sie zu verkaufen. Das ist ein Problem, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern.

    Aber wirst du in den nächsten 10 Jahren auch eine Verdreifachung sehen? Was würde das mit den Mieten der Region machen?

    Das letzte Jahrzehnt haben wir einen heißen Markt gesehen, der auch sehr stark von sinkenden Zinsen getrieben wurde. Wenn ich 0,x% Zins zahle, dann ist fast egal, ob man zu 30 Jahreskaltmieten oder zu 40 JKM kauft. Das ist in beiden Fälle deutlich weniger als die Miete. Die Zeiten sind vorbei, aktuell zahlt man auf einen Kredit ca. 4%. Damit die Rechnung auch zukünftig aufgeht, müssen entweder die Mieten steigen oder die Preise sinken.