Beiträge von LebenimSueden

    Wenn ein BSV zuteilungsreif ist, kannst du ihn noch 10 Jahre lang behalten und erst dann darf die BSK dir den kündigen. Auch wenn es denen nicht gut passt ;)

    Zuteilungsreif ist ein BSV dann wenn du die Mindestsumme erspart hast (in der Regel 40% der Bausparsumme) und die Bewertungszahl über einer jährlich festgelegten Grenze liegt

    Der ein oder andere Fonds wird sicherlich zusammengelegt. Im ETF Geschäft ist Wirtschaftlichkeit stark von der Größe abhängig. Da macht es wenig Sinn mehrere ETFs auf das Gleiche anzubieten. Das dürfte aber vor allem Nischen-ETFs betreffen

    Dass die TER für Brot und Butter Indizes (wie den MSCI World) steigt, glaube ich her nicht. Dafür ist bei diesen ETFs die Konkurrenz zu groß

    Für Kleinanleger gibt es aktuell relativ wenig Gründe auf Anleihen zu gehen. Im Vergleich zum Tagesgeld spricht einfach zu wenig für Anleihen. Die Renditen sind ebenfalls bei fast Null, es gibt keine Garantie dass die Anleihen bedient werden und man hat das Kursverlustrisiko bei steigenden Zinsen (die jeder erwartet).

    Man müsste schon sehr viel Cash haben damit sich Anleihen wirklich lohnen. Mit viel meine ich so viel dass man es nicht mehr vernünftig auf mehrere Banken verteilen kann.


    Mit kurzen Laufzeiten lässt sich das Zinsänderungsrisiko verringern, dafür gibt es in kürzeren Laufzeiten noch weniger Zins. Insgesamt gewinnt man also ncihts

    Potentielle Bauherren und Immobilienkäufer stehen immer vor diesem Dilemma. Zum einen kann man das Geld schlecht in etwas anlegen was im Fall des Falles mit 50% Verlust daherkommt. Zum anderen steigen die Bau- und Immobilienpreise seit Jahren und zwar deutlich mehr als die Inflationsrate. Letztendlich bleiben nur zwei Varianten übrig:

    1. in den sauren Apfel beißen und das ganze auf Tages- und eventuell kurzfristigen Festgeldern anlegen. Zins nahe null dafür behält das Geld seine Zahl

    2. in ETFs mit dem Risiko dass man im Fall der Fälle den Traum verschieben muss.


    Wirklich befriedigend ist keine der Varianten.

    Und zusätzlich gebe ich zu bedenken dass Bauen in den nächsten Jahren tendenziell nicht billiger wird. Die Bauunternehmen haben alle die Auftragsbücher voll und die gesetzlichen Anforderungen werden weiter verschärft, z.B. durch PV-Pflicht, EH40 Gebäudehülle und "erneuerbarer Heizung". Auch das ist ziemlich unbedfriedigend

    Klopapier nicht vergessen. Oder Nudeln ;)


    Russland wird ziemlich sicher Krieg beginnen. Corona ist nicht im Griff. Alle EU Staaten sind massiv verschuldet. Die Klimakatastrophe ist granvierend.

    Gehen wir das mal durch. Corona war nie im Griff und bei einem Virus ist Kontrolle die Vorstufe zum Kontrollverlust. Das Virus wird demnächst endemisch. Endemische Viren interessieren die Börse nicht.

    Die Staatsschulden sind kein Problem solange die EZB fleißig Anleihen kauft. Und ein bisschen Inflation entwertet das auch sehr schön. Darüberhinaus sind die Eurostaaten in Euro verschuldet. Das ist viel weniger gefährlich als in einer fremden Währung verschuldet zu sein, denn im Zweifelsfall kann die Zentralbank einfach Geld drucken (aka QE).

    Klimakatastrophe...schauen wir mal. Vielleicht in Jahrzehnten, aber wenn die Börse in den nächsten Jahren crasht dann sicherlich wegen etwas anderem. Und unabhängig davon, der Mensch ist anpassungsfähig und die ganze schöne Technik hilft uns dabei.

    Und Russland...bin ich ebenfalls skeptisch. Die Krim wurde ja auch nicht offen angegriffen sondern von "Patrioten" eine "Abstimmung" organisiert. Und selbst wenn...was würde bei einem Angriff passieren? Wir hören auf russisches Gas zu kaufen und sitzen im Kalten und Dunkeln? Die Bundeswehr schickt die letzten 5 Panzer mit gültigem TÜV ins Gefecht? Schauen wir mal in den kalten Krieg zurück...als die Sowjets nach Afghanistan einmarschiert sind hat man eben Rambo zum Unterstützer der Taliban gemacht. Offenen Krieg hat man immer vermieden

    Aber wenn ich meine Anteile an (hier "böses" Unternehmen einsetzen) verkaufe, dann hat das Unternehmen dadurch nicht weniger Geld.

    Man könnte an der Stelle natürlich auch darüber diskutieren ob SRI überhaupt Sinn macht. Will ich aber nicht. Klar ist aber, SRI ist eine moralische Frage. Und ein bisschen Moral gibt es nicht.

    Altbestände darf man natürlich behalten, aber wer noch neu marktneutral bespart kann sich die Sparrate auf den SRI auch schenken. Das ist einfach widersprüchlich

    Was bedeutet denn konkret "nicht mehr bezahlen können"? Wäre der Kredit zu aktuellen Konditionen noch bedienbar? Mit 11% versenkt man ja fast einen Tausender pro Monat in die Zinsen. Bei der Beleihungsquote dürfte ein Zins um 1% durchaus realistisch sein und dann kann man für fast das gleiche Geld in gut 10 Jahren den Kredit voll tilgen. Das setzt natürlich voraus dass ein entsprechendes Einkommen und eine entsprechende Rente vorhanden sind.


    Wichtig auch, nach 10 Jahren hat man bei Immobilienkrediten ein Sonderkündigungsrecht. Kritisch an der Stelle dürfte dann die Frage sein womit der Kredit im Zweifelsfall abgelöst wird. Im Rentenalter könnte es schwer sein da noch einen Kredit zu bekommen, eventuell sollte deine Freundin da mit einsteigen.


    Zu wem würdet ihr bei einem solchen Vorhaben gehen?


    Fachanwalt (Erbrecht?), Steuerberater, Bankberater (wo der Kredit läuft?)...?

    Welcher Spezialist hängt davon ab in welche Richtung ihr das Problem lösen wollt. Pumphut hat ja einige Möglichkeiten zusammengefasst. Ich würde deshalb erst einmal klar aufstellen wieviel Geld fehlt, ob er Kredit zu anderen Konditionen bedienbar ist, ob die Eltern sich einen Verkauf vorstellen können und ob eine Schenkung/Kauf und Kreditablösung durch deine Freundin in Frage kommt. Wenn die Eltern sich unter keinen Umständen das Haus leisten können und deine Freundin das übernehmen will, dann ist das sicherlich die geschickteste Lösung.


    Grundsätzlich wäre ich mit solchen Fragen bei der Bank erst einmal vorsichtig. Zum einen ist ein Bankangestellter kein Berater sondern ein Kreditverkäufer. Zum anderen könnte die drohende Zahlungsunfähigkeit Prozesse in Gang setzen. Den Fachanwalt für Erbrecht sehe ich hier auch nur bedingt. Klar ist, dass bei einem Wert von 650k+ bei einem Einzelkind Erbschaftssteuer anfallen würde wenn das Haus nicht unter die Klausel für selbstgenutzte Immobilien fällt. Diese setzt aber voraus dass im Erbfall deine Freundin zügig ins Haus zieht und dann auch 10 Jahre dort wohnen bleibt. Eine echte Zeitbombe

    Wieso?

    Das ist wie wenn ich Bier und ein "alkoholfreies Bier" bestelle und die in einem Maßkrug zusammen kippe. Dann habe ich weder ein richtiges Bier noch was alkoholfreies.

    Genau das gleiche Problem hast du mit SRI und marktneutral. SRI ist eine moralische Geschichte. "Ich will böse Firmen nicht dabei haben" und "ich investier in alles" sind nicht kompatibel miteinander.


    Wie viel hast du beigemischt am Stoxx Europe 600? Pie mal Daumen :-)

    So grob 60% MSCI World, 25 EM, 15 Europa.

    Stimmt von den Zahlen nicht ganz da ich noch Small Caps und MSCI World Value beigemischt habe

    Hallo "LebenimSüden" (oh wie verheißungsvoll! :-))

    Der Süden Deutschlands. Da leben wo andere Urlaub machen. Sogar ein (schwäbisches) Meer haben wir hier ;)


    Ich habe eine Variante die zu World + EM noch den Stoxx Europe 600 dazu mischt um etwas geographische Diversifikation zu bekommen. Wirklich nötig ist das aber nicht.

    Was ich eigentlich sagen wollte...es gibt viele Varianten die Möglich und als gut anerkannt sind. Die eine richtige Variante gibt es nicht

    Wenn man den Arero ins Portfolio nimmt, ist er der einzige. Kombination mit anderen macht wenig Sinn. Gleiches gilt für einen Mix aus "nachhaltig" und marktneutral. Entweder das eine oder das andere. Altbestände darf man natürlich stehen lassen, deren Anteil wird ja eh mit der Zeit kleiner.


    Vom EM gibts ganz brauchbare SRI Fonds, z.B. von iShares und UBS. Für Europa ebenfalls. Wieviel Gewicht man jetzt EM und Europa zuweist ist Geschmackssache. Grundsätzlich ist alles von 100% MSCI World über 90/10 World/EM, 70/30 zu Europa übergewichten als valide Strategie anerkannt. Was am besten abschneidet wissen wir in ein paar Jahrzehnten ;)

    Inflation = Zinsanstieg = Umschichtung


    Resultat: Börsen gehen runter.


    Ist das so schwer zu verstehen?

    Nein. Aber Inflation = dein Geld wird weniger wert. Wer von "nimmt Fahrt auf" spricht, der meint ja auch sicherlich nicht die 4% die wir in jüngster Vergangenheit hatten sondern deutlich zweistellige Werte. Da ist Cash in 5 Jahren nur noch die Hälfte wert. Ist das so schwer zu verstehen?

    Ansonsten...von ernsthaften Realzinsen sind wir aktuell noch weiter Entfernt als vor 2 Jahren. Selbst wenn die Zinsen um 1% oder 2% steigen sind Zinsprodukte immer noch nicht attraktiv. Die Umschichtung wird dann entsprechend ausfallen


    Dazu kommt ....

    Irgendwas ist immer, man vergisst das nur gerne. In einigen Sachen davon liegen ja auch Chancen. Digitalkonzerne haben recht wenig Lieferkette und kaum Rohstoffbedarf. Die könnten die Inflation nutzen um Preise zu erhöhen zum Beispiel ;)

    Die Inflation könnte mir zum Beispiel den Hauskredit entwerten. Ich habe mein Risiko also ganz gut gehedged ;)

    Ja, Wartungen sind regelmäßig fällig wenn man die Garantie erhalten will. Machen aber weniger Dreck als der Schornsteinfeger. Und sowohl-als-auch ist die teuerste Variante ;)


    Teilweise ist es sehr kalt, stimmt. Aber dass es kälter als -20 Grad ist, passiert auch nur selten und meistens nur ein paar Tage im Jahr. Ob das dann so stark ins Gewicht fällt?

    Rein finanziell lohnt sich der Aufwand für Erdwärme in der Regel nicht wirklich. Dafür müsste Strom noch viel teurer werden. Aber sauberer ist es auf jeden Fall als bei Frost den Heizstab anzuwerfen. Am besten lässt man sich das mal durchrechnen. Je größer das Haus desto eher lohnt es sich auch

    Welche Zinsbindung die richtige ist, hängt stark davon ab wie weit sich die einzelnen Laufzeiten im Zins spreizen. Ich hab für meinen Blog mal ein paar Berechnungen eingestellt, der Artikel geht die nächsten Tage online. Falls Interesse besteht kann ich den hier verlinken.

    Ergebnis meiner Rechnungen war dass sich 15 Jahre eher nicht lohnt der der Aufschlag gegenüber 10 Jahren recht kräftig ist, man aber nur 5 Jahre gewinnt in denen man das wieder reinholt. Der Aufschlag von 20 gegenüber 15 Jahren ist dagegen relativ moderat, sodass sich in meinen Berechnungen entweder 10 oder 20 Jahre lohnen.


    Grundsätzlich ist diese Rechnerei aber sehr stark davon abhängig welche Tilgung und Restschuld du hast. Je geringer die Restschuld, desto geringer das Risiko dass dir steigende Zinsen Probleme machen. Es gibt auch Rechner für Kreditlaufzeiten, z.B. von FMH. Der spuckt dir dann aus welcher Zins in der Anschlussfinanzierung erreicht werden muss damit sich die kürzere/längere Laufzeit lohnt.


    Da du aber schon abgeschlossen hast, sind die Optionen andere.

    - Hast du Sondertilgungen? Falls ja, kannst du die nutzen um die Restschuld runterzubringen. Mit Sondertilgungen reduzierst du per sofort auch den Zinsanteil.

    - Bausparvertrag jetzt abschließen läuft mehr oder weniger auf eine Variante des TA Darlehens raus. Aufgrund hoher Abschlussgebühren und niedriger Zinsen rentiert sich das nicht (Aus meinem Blog: Warum sich ein TA Darlehen keine gute Idee ist). Außerdem hast du neben der laufenden Rate sicherlich auch nicht das Geld viel in einen Bausparvertrag einzuzahlen.

    - "Sondertilgungen über die Börse" kann man machen, das Risiko besteht halt dass die in 10 Jahren niedrig steht. Wenn man dann auf diese Beträge verzichten kann, dann kann man das auch machen. Ich für meinen Teil habe mir vorgenommen alles was übrig bleibt auf diese Weise anzulegen und zu schauen.

    - Abwarten und eventuell forward Darlehen abschließen kannst du mit jeder Variante kombinieren. Grundsätzlich würde ich eher nicht davon ausgehen dass wir auf absehbare Zeit Zinsen von 5% o.ä. sehen. Meine eigene Finanzierung hat den Kreuzpunkt zwischen den Laufzeiten bei 3%. Da sich ja über die Jahre auch die Beleihung verbessert, bin ich recht optimistisch dass ich da drunter bleibe (und im ungünstigen Fall nicht deutlich drüber)

    Das Problem an der Strategie ist halt dass man relativ schnell in einen Bereich kommt wo der Steuerfreibetrag nicht mehr ausreicht um die Ausschüttungen steuerfrei zu halten. Je nach Ausschüttungsquote kommst du bereits in einer Größenordnung von 30-40 000€ Depotvolumen über die 800€. Du verlierst also jedes Jahr ein bisschen was von den Ausschüttungen und das summiert sich über die Jahre. Dagegen ist beim Thesaurierer auf absehbare Zeit nur mit einer vernachlässigbaren Vorabpauschale zu rechnen.


    Das war die Theorie, jetzt kommen noch praktische Probleme.

    So wie ich das kenne, machen Broker erst ab 75€ pro Ausschüttung automatische Wiederanlage. Die ersten paar Jahre musst du dich also selbst drum kümmern oder du steigst gleich mit größeren Beträgen ein und erreichst die Steuergrenze noch schneller. Dazu kommt dass die meisten dieser Fonds nicht jährlich sondern quartalsweise ausschütten, jedes Mal mit unterschiedlich hohen Beträgen. In der Praxis wirst du vermutlich entweder über der Steuergrenze liegen oder mindestens eine Ausschüttung selbst wieder anlegen müssen.


    In der Praxis stellt sich auch die Frage wie weit du am Ende tatsächlich von Ausschüttungen leben kannst/willst. Man braucht doch recht große Depots damit von den Ausschüttungen vernünftige Beträge kommen. Dann bist du aber voll in der Steuerproblematik in all den Jahren zuvor. Vermutlich wirst du also im Alter eine Mischung aus Dividenden und Verkäufen haben.

    Kann man machen, einfacher und steuereffizienter wäre aber die Ausschüttungen im Fonds zu thesaurieren und nur zu verkaufen. Und jetzt habe ich das Thema Performance der Dividendenfonds noch gar nicht angeschnitten, aber die ist historisch eher mäßig

    Nur um das nochmal zu klären...das Grundstück ist kein Bauland?

    Da es mitten in der Bebauung liegt, würde ich das dann auf jeden Fall als Bauerwartungsland einstufen. Mit entsprechender Motivation und Kontakten dürfte sich das sicherlich zu Bauland machen lassen.


    Feuchter Boden ist grundsätzlich erst einmal kein Problem für Bebauung. Niemand ist gezwungen mit Keller zu bauen und wenn doch gibt es eine weiße Wanne. Das Grundstück würde ich mir erstmal nicht schlecht reden. Ich bin da ganz bei JDS, das Grundstück könnte deutlich mehr wert sein als die 4000€ die der Nachbar dir angeboten hat. Ich würde in dem Fall das Grundstück erst einmal behalten.

    Das mit dem Boot stelle ich mir im Winter etwas schwierig vor, da die Boote im Winter zumeist aus dem Wasser geholt werden (müssen). Ob man dann in dem Ort, wo das Boot dann im Winter eingelagert wird auch so einfach 'wohnen' kann? :/

    Es kommt darauf an. In der Regel kann man die Boote im Wasser lassen, es darf halt nicht so viel Eis geben dass der Rumpf beschädigt wird. Also immer schön kleinhacken oder irgendwo bleiben was das Wasser nicht gefriert. Alle paar Jahre müssen Yachten dann raus um das Unterwasserschiff ordentlich zu reinigen und streichen (insbesondere Anti-Fouling). Das kann man aber grundsätzlich auch im Sommer machen.

    Teilweise gibt es auch Plätze wo man auf dem Boot wohnen kann wenn es auf dem Bock steht. Ich bin mir aber nicht sicher ob das in Deutschland so ganz legal ist ;)


    Problematischer dürfte sein dass so ein Boot schlecht isoliert ist und im Winter die Kälte reinzieht. Das hat dann eher was vom Omas Häuschen mit Eisblumen... ;)

    Und grundsätzlich ist natürlich die Frage wie lange man das im Alter macht wenn jeder Gang etwas aufwändiger ist. Für die früheren Rentenphasen würde mich das Boot von JDSs Bekanntem aber auch echt reizen.


    PS: Ich bin ja schon jahrelanger Zuschauer des Youtube Kanals "Sailing Uma". Die waren letzten Winter irgendwo in Norwegen die ganze Zeit auf dem Boot, bei deutlich zweistellig Minus