Beiträge von LebenimSueden

    Die Dividenden kommen ja nicht aus dem Nichts, sondern werden von den Unternehmen gezahlt und am Ausschüttungstag vom Aktienkurs des Unternehmens abgezogen (Rechte Tasche <> Linke Tasche).

    Das mit linker und rechter Tasche stimmt leider nicht. Zwischendrin greift noch das Finanzamt ein und zweigt 25% Abgeltungssteuer plus Soli (und evtl Kirchensteuer) ab. Und wenn man nennenswerte Beträge durch Dividenden ausleiten will, dann helfen die 800€ Freibetrag auch nur noch bedingt.


    Und vor mir jetzt einer kommt mit "beim Thesaurierer muss du auch versteuern"...ja, muss man. Aber nur den Gewinnanteil. Folgendes Beispiel:

    60 000€ investiert, 5% einmal als Ausschüttung, einmal als Kursgewinn des Thesauriers (egal woher). (Teilfreistellung ignoriert)

    Beim Ausschütter sind die 3000€ voll zu versteuern, minus 801€ Freibetrag macht 580€ Steuern (19,3%)

    Beim Thesaurierer sind das von den 63 000€ Wert vor Verkauf 95,2% kein Gewinn. Beim Verkauf von 3000€ Anteilen sind also nur 144€ zu versteuern. Je länger der Fonds läuft desto größer wird natürlich der Gewinnanteil, er bleibt aber immer unter 100%

    Muss mal schauen, was das für ein ETF ist. Grundsätzlich sieht der gar nicht so schlecht aus, weil der Wertverlust im Crash gering genug war, als dass man sogar einen Verkauf nach dem Crash vertreten kann.

    Darf ich an der Stelle ehrlich sein? Du hast dich in die Idee verrannt keine Negativzinsen zu zahlen und verlierst jetzt aus den Augen dass du mit deinen Lösungen vom Regen in die Traufe kommen kannst. Der Fonds ist nämlich sicher keine Lösung. Nicht nur weil er mit guten 0,4% minus fast so viel verloren hat wie dich der Negativzins kostet, sondern auch weil es ein Fonds mit Unternehmensanleihen ist.

    Klar, Investment Grade und kurze Laufzeit, aber trotzdem können Unternehmen überraschend pleite gehen. Eine Anleihe die nicht bedient wird, zieht den Fonds mangels Rendite auf Jahre runter. Und es bleibt ein gewisses Risiko dass er an Wert verliert auch wenn alle Anleihen erstmal bedient werden. 1,3% sind für den Aktionär nicht besonders viel, für einen Fonds dieser Art ist das ein richtig schlimmer Verlust. Und wenn du 0,1% pro Jahr sparst (verglichen mit dem Negativzins) dann sind 1,3% 13 Jahre. Das ist absolut kein vernünftiges Verhältnis von Risiko und Ertrag.

    Grundsätzlich machst du mit der Aufteilung nichts falsch, auch wenn ich 40€ Sparrate für einen einzelnen ETF etwas grenzwertig finde. Bei 200€ Sparrate würde ich eher noch zur 1 Fonds Lösung tendieren (maximal noch zu 2 Fonds 70/30 o.ä.), das macht das Thema Wiederanlage einfacher. Denn soweit ich weiß gibt es keinen Broker der Kleinbeträge automatisch reinvestiert. Du müsstest also regelmäßig selbst reinvestieren, zum Beispiel über eine angepasste Sparplanrate. Recht viel Pflegeaufwand für wenig Steuerersparnis.


    Grundsätzlich wäre die Empfehlung an einen Anfänger erst einmal alles so einfach wie möglich zu halten. Komplexer wird es ganz von alleine.

    Ist doch auch ein interessantes Geschäftsmodell: einen ETF für Leute mit kurzem Anlagehorizont auflegen, der Null Rendite hat, wenn man selbst mit den Einlagen und langem Anlagehorizont investiert ...

    Das ist die klassische Laufzeit-Arbitrage. Das Problem ist, dass dieses Arbitrage-Geschäft unter bestimmten Bedingungen zusammenbrechen kann, z.B. wenn die kurzfristigen Anlagen sinken und man dafür im ungünstigen Moment langfristige Anlagen liquidieren muss.

    Ich würde nach einen ETF für Euro Anleihen mit sehr kurzer Laufzeit schauen. Bei 2-3 Monaten Restlaufzeit ist das Zinsänderungsrisiko praktisch nicht vorhanden. TER für sowas dürfte 0,1-0,2% sein. Je nach Rendite der unterliegenden Anleihen dürfte das etwas billiger als Negativzins sein aber auch nicht so viel.

    Ich kann an der Stelle nur den von monstermania verlinkten Blog finanzen erklärt empfehlen. Besonders würde ich die Artikel zum Thema Ruhestand mit Crashpuffer und 1-sided Glidepath anschauen. Das scheint mir wie für diese Situation gemacht. Und bei 700 000€ im Depot wäre eine Entnahme von 3,5% = ca 2000€ im Monat möglich ohne groß ins Risiko zu gehen. Angesichts der aktuell hohen Bewertungen am Aktienmarkt würde ich tendenziell auch bei den 3,5% bleiben und nicht auf 4% gehen um das Risiko zu reduzieren.


    Das große Risiko bei der Sache sehe ich eher in der Psychologie. Ein 700 000€ Depot ist sicherlich nichts für schwache Nerven wenn es mal abwärts geht. Bereits die absolut üblichen Schwankungen von +/-2% am Tag ensprechen dann einem Kleinwagen ;)

    Verglichen mit 100 000€ im Depot ist das noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Und da du erst vor kurzem angefangen hast, würde ich unbedingt empfehlen mit einer gesunden Skepsis an die Sache heranzugehen. Im Zweifelsfall lieber einen größeren Anteil in Festgeld o.ä. halten.

    2033 erhalte ich in ca. 11 Jahren bei 2,48% Inflationsrate p.a. die 127,70 zurück.

    d.h. ich erhalte in 11 Jahren den Kaufpreis zurück - einen Inflationsausgleich habe ich aber nicht.

    Diese 2,48% sind die eingepreise Inflationserwartung. Ist die Inflation höher (z.B. 3% durchschnittlich) wirst du mehr bekommen, bei weniger machst du Verlust. Ein Linker schützt nur vor unerwarteter Inflation. Die erwartete Inflation ist immer im Preis enthalten, auch bei normalen Anleihen.


    Einen Inflationsschutz haben nur diejenigen, welche bei Ausgabe zu 100 kaufen konnten?

    An der Stelle ist fraglich ob die Anleihen jemals zu 100 gehandelt wurden. In der Regel werden die per Auktion verkauft.

    Nur wegen der staatlichen Förderung würde ich nichts abschließen. Grundsätzlich ist das ein schlechtes Entscheidungskriterium da im Hintergrund Förderungen fast immer durch hohe Kosten abgeschöpft werden.


    Grundproblem bei allen Riestern ist dass sie Garantieprodukte sind. Entweder das Geld wird direkt in Staatsanleihen zu Nullzins investiert und kommt der Inflation nicht hinterher. Oder bei einer fondsgebundenen Variante wird im Crash umgeschichtet um die Garantie zu erhalten und man verkauft am Tiefpunkt. 2020 ist das vielen so passiert.

    Ob eine Aufteilung abweichend von 50:50 für die finanzierende Bank relevant ist, kann ich so nicht sagen.

    Solle es nicht sein. In meinem Formular zur Grundschuldbestellung stand drin dass für die Schuld beide voll herangezogen werden können. Denke das bei anderen Banken ähnliche Klauseln enthalten sind.

    Oder macht es Sinn, das direkt im Kaufvertrag mit aufzunehmen, um später zusätzliche Notarkosten zu vermeiden?

    Notare arbeiten leider nicht nach Stundensatz. Auch wenn du alles an einem Termin machst wirst du Rechnungen für jede einzelne Aktion bekommen ;)

    Ich würde den Termin splitten. Erst mit dem Verkäufer den Kaufvertrag. Und dann im Anschluss ohne Verkäufer die restlichen Themen beurkunden.

    Bei den Erlösem, beim Verkauf der vorhanden Sparpläne, sollen diese auf einige monatliche Sparraten verteilen oder einmal eine Monatliche Sparrate um den Faktor X erhöhen?

    Würde ich gleich wieder reinvestieren. Time in the market...

    Ich würde sogar soweit gehen den 1€ Ordergebühr zu zahlen um das sofort in Ordnung zu bringen anstatt den Sparplan zu ändern, darauf zu warten dass übernächste Woche der ausgeführt wird und dann im Februar feststellen dass man vergessen hat den Sparplan zurück zu ändern.

    Ich kenne mich mit den Thema nicht aus. Kurzgesagt hat ein Video zu den entsprechenden Todeszahlen veröffentlicht, welches ich aktuell nichtmehr finde. Klar war, dass die Diskussion um die Nachhaltigkeit diverser Energieerzeugern eben nicht so einfach ist, da viele Faktoren mit reinspielen, die man nicht unmittelbar im Blick hat

    Wie gesagt, es ist auch gar nicht wichtig woher die Zahlen kommen. Entscheidend ist dass wir mangels kontrollierter Experimente in vielen Bereichen gar nicht in der Lage sind, seriös Ursachen und Wirkungen zu quantifizieren. Und wenn sich die Prozesse über Jahrzehnte hinziehen, sich selbst ständig ändern, miteinander in Wechselwirkung stehen und Feedbackschleifen haben, dann wird das noch viel schwieriger. Zusätzlich ist noch das Problem dass die Wirkungen nicht gleich sind. Wenn ein Staat 20 jährige Männer in den Krieg schickt und reihenweise sterben lässt ist das etwas anderes als wenn der Opa mit 80 an Krebs stirbt, ohne den Krebs aber mit 82 ohnehin tot umgefallen wäre. Es ist einfach unmöglich das vernünftig zu verrechnen.


    Ein "nachhaltiger Index" dagegen basiert auf der Allmachtsfantasie dass man nur ganz viele Faktoren erheben muss und dann eine seriöse Bewertung treffen kann. Das ist aber unmöglich und nur ein Anschein von Wissenschaftlichkeit (der meiner Meinung nach übrigens echter Wissenschaft massiv schadet). Jeder Score für Nachhaltigkeit ist vollkommen willkürlich und so willkürlich wie jeder andere. Wenn aber alles willkürlich ist, sollte es zumindest der persönlichen Willkür entsprechen, deshalb mein Plädoyer für aktives Management wenn man denn "nachhaltig Investieren" will.

    Klumpenrisiko ist immer eine Frage des Vermögens. Wer 10 Millionen zu investieren hat, kann auch eine halbe Million in ein Windrad stecken ohne dass es schlimm klumpt. Für Otto Normalverbraucher ist das aber natürlich ein ebenso großer Klumpen wie die eigene Immobilie ;)


    Das größere Problem ist dass es sich dabei um ein illiquides Direktinvestment handelt, in der Regel per Kredit gehebelt. Gleichzeitig auch die größte Chance. Wer sich in Technik, Prozessen, Regulatorik und Steuerrecht auskennt und Kontakte zu entsprechenden Firmen hat, der kann hohe Renditen einfahren. Das ganze kann aber auch genauso gut nach hinten losgehen wenn ein Teil davon fehlt. Deshalb, Finger weg wenn man sich nicht auskennt.

    Die Politik arbeitet ja gerade daran nach der Ölheizung auch die Gasheizung mittelfristig abzuschaffen und durch Wärmepumpen zu ersetzen. Dann werden sich auch genügend Betriebe umschulen. Problematischer sehe ich da eher dass der Installateur dann als ersten den Computer auspackt und Fehlercodes zurücksetzen wird...wie beim modernen Auto...


    Und bei der Frage nach dem Backup sollte man auch nicht vergessen dass ein längerfristiger Stromausfall in Deutschland extrem selten ist. Da ist das Risiko deutlich höher dass die Heizungsanlage einfach spontan kaputt geht und die Reparatur 2 Tage dauert weil der Installateur noch ein Ersatzteil besorgen muss. Dafür ist ein Backup nicht üblich.

    Da kann sich jeder seinen Reim drauf machen, warum fast alle DAX-Unternehmen da drin sind. Die Lufthansa ist zwar auf dem letzten Platz, aber ob die das Klima retten? Und Allianz, Deutsche Bank und Commerzbank als Klimaretter?

    Siemens Energy finde ich auch interessant. Die haben zwar einen größeren Anteil an Gamesa, aber das Geld wird noch mit klassischer Kraftwerkstechnik für Kohle und Gas verdient. Warum das eine höhere Gewichtung als beim Mutterkonzern rechtfertigt...?

    In einem Neubau kann man es auch im Winter 2 Tage ohne Heizung aushalten ohne zu erfrieren. Schon alleine der Estrich wird einen halben Tag lang nachheizen.

    Einen Kamin als Backup halte ich entsprechend für überflüssig, das hat bei einer Gasheizung auch keiner. Und das schöne an der Wärmpepumpe ist ja auch dass man den Schornsteinfeger los wird. Entsprechend haben wir keinen zusätzlichen Kamin vorgesehen. Die Vorschriften für Öfen werden ja auch laufend verschärft. Da wäre es meiner Meinung nach sinnvoller das Geld in einen kleinen Dieselgenerator zu investieren ;)

    Darf ich fragen, warum ihr euch für die Tiefenbohrung anstatt dem Kollektor im Erdreich entschieden habt? Bei uns ist es fraglich, ob eine Tiefenbohrung ohne Probleme möglich ist, da hier im Erdreich wahnsinnig viele große Granitblöcke zu finden sind.

    Tiefenbohrung ist meines Wissens nach Standard und so macht das auch unser Generalunternehmer. An der Stelle bin ich der goldenen Regel gefolgt keinen GU zu verbiegen ;)

    Ringgrabenkollektor hatte ich mehrfach im Hausbau Forum gelesen, das scheint sich auch für Eigenleistungen anzubieten falls man selbst Bagger fahren kann. Das erfordert dann aber auch dass man sich mit dem Thema auskennt. Es gibt auch noch eine andere Variante mit Erdkörben, bei der kommt es aber in der Regel über Jahre zu Bodensetzungen.

    Ein Nachteil bei beiden oberflächennahen Varianten ist dass man nicht direkt drüber bauen sollte und auch keine großen Bäume Pflanzen sollte.

    Höhe von unserem Baugrund ist gute 800 m ü. A.

    Das spricht meiner Meinung nach eher gegen eine LWWP und für Erdwärme. Da ist Winter ja noch Winter


    Ihr bekommt auch bei KFW und oder Bundesamt für Ausfuhr

    Das MAP der BAFA wurde eingestellt. Es gibt jetzt entweder KfW 261 oder den entsprechenden Zuschuss der BAFA. Einzelne Bausteine werden im Neubau nicht mehr gefördert.

    Das lässt sich nicht so einfach beantworten ohne zu wissen was ihr wollt, wo ihr baut (Höhenlage? Kälteloch?) und was für ein Haus (EH Stufe?) ihr baut.

    Günstige Splitgeräte ala Daikin gibt es schon für unter 10 000€, man kann aber auch für ein Lüftungs-Heizungs-Mischgerät 40 000€ ausgeben. Statt einer Luft-Wasser-Wärmpepumpe die ausgerechnet im Winter ineffizient wird und den Heizstab anstellt, kann man auch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe verbauen. Das kommt etwas teurer in der Anschaffung da noch eine Tiefenbohrung nötig ist (alternativ Ringgrabenkollektor), dafür heizt man auch wirklich mit der WP wenn es draußen kalt wird.

    Und dann gibt es noch die Variante "Lüftung als Heizung" bei der eine Luft-Luft-Wärmepumpe in der Lüftungsanlage sitzt und bei Bedarf über Elemente in der Lüftungsanlage zugeheizt wird


    Disclaimer:

    Bei uns rollt der Bagger vermutlich im Januar. Gebaut wird mit SWWP mit Tiefenbohrung. Ich gehe aktuell nicht davon aus dass sich die Kosten der Tiefenbohrung in absehbarer Zeit komplett amortisieren, aber ich finde es einfach das bessere Konzept.

    LebenimSueden In historische Todeszahlen umgerechnet ist Atomenergie allerdings um Welten grüner als jede andere Form der Energiegewinnung. Auch da gibt es wieder für und gegen.

    Definiere historische Todeszahlen. Wie werden die berechnet? Menschen fallen nicht tot um weil 2km weiter Kohle verbrannt wird. Das ganze ist ein komplexes Gemisch aus vielen Faktoren die sich auch im Zeitablauf verändern (z.B. Feinstaubfilter). Eine Kausalität mag existieren und ist logisch nachvollziehbar, diese zu quantifizieren ist aber eine ganz andere Hausnummer. Und so ganz nebenbei hast du in deinem Absolutismus vergessen dass es nicht nur Atomenergie und fossile Brennstoffe gibt sondern auch Wasserkraft aus umweltfreundlich überfluteten Alpentälern, usw die nicht unbedingt für hohe Todeszahlen bekannt sind.

    Und keine Energiegewinnung ist übrigens auch keine Lösung.


    Ich möchte mich jetzt aber nicht an Detaildiskussionen aufhängen. Der Punkt war ja dass "grün"oder "nachhaltig" nicht universell definierbar ist. Und damit fällt eben auch das ganze Konzept "nachhaltiger Index" um.

    Wir haben für unsere Tochter ein Depot bei der ING. Meiner Meinung nach ist das aktuell das beste Angebot für Kinder Depots da eine große Auswahl vorhanden ist und Sparpläne kostenlos sind. Die ganzen Neobroker machen in der Regel keine Depots für Minderjährige da zu viel Bürokratie.


    Bei der ING bekommt man zusätzlich zum Depot noch ein Tagesgeldkonto als Verrechnungskonto. Auf das kann jeder überweisen, auch Oma, Opa, Tanten und Onkels. Zusätzlich gibt es noch ein Referenzkonto für Auszahlungen, das darf auch auf die Eltern laufen (in dem Fall auf mich). Die Sparpläne können wahlweise vom Referenz- oder Verrechnungskonto eigezogen werden.