Beiträge von LebenimSueden

    Ich nehme doch an, dass eine (gut geplante) Erdwärmepumpe vom Standpunkt der Energieeffizienz den LW-WPs deutlich überlegen ist, erst recht bei tiefen Temperaturen. Leider haben bei uns Gartenfläche bzw. Geldbeutel dafür nicht gereicht ;-)

    Erdwärme ist das sauberste System, das Problem ist es rechnet sich in der Praxis nicht wirklich in Neubauten und gut sanierten Altbauten. Mit den gesparten 100€ Heizkosten pro Winter (ggü. LWWP) wird man die Bohrung (8-10k) zu Lebzeiten nie abzahlen. Würde ich eine explizite Rechnung dafür bekommen, würden wir wohl auch mit LWWP statt SWWP bauen. So ist das einfach allgemein im Preis des Generalunternehmers enthalten ;)

    Etwas näher kommt das wenn man darüber auch eine Fußbodenkühlung realisieren will, da das ohne Verdichter läuft. Die Kosten für den zusätzlichen Wärmetauscher und die Installationen wurden bei uns aber mit 4000€ beziffert, das war mir dann doch auch erst einmal zu viel fürs Budget. Lässt sich im Zweifelsfall aber nachrüsten.


    Was mich noch interressiert, wenn nicht mehr fossiler Brennstoff benötgt wird, müßte man eigentlich von den Schornsteinfegergebühren befreit sein oder stehen andere behördliche Kontrollorgane für den Betrieb einer Wärmepumpe an? Ich nehme an, nur Wartungsgebühren.

    Ja, Schornsteinfeger wird man los, sonstige Kontrollen gibt es nicht und sich auch nicht wirklich nötig da kein Brennstoff benötigt wird und keine Abgase entstehen.

    Bei A-7 W35 (Außentemperatur -7 Grad, VLT 35 Grad) spricht das Datenblatt von einer Leistungsaufnahme von 2,31 kW. Das wären bei Vollast tatsächlich rund 55 kWh pro Tag.

    Die Frage ist ja ob die WP unter Volllast laufen sollte. Üblicherweise wird den Heizungsbauern vorgeworfen, dass sie in Neubauten überdimensionierte Anlagen einbauen.


    Stutzig macht mich an der Stelle auch der berechnete Energiebedarf von knapp 17 000 kWh. Ein Neubau nach EnEV sollte in der Größe bei weniger als der Hälfte rauskommen (160qm x 45 kWh/qm = 7200 kWh), selbst wenn man Warmwasser dazurechnet fehlt einiges.

    Ja, ich bin kein Freund von Mietmodellen. Das lohnt sich für Dinge die man sehr selten braucht, sagen wir mal einen Minibagger. Aber bei Dauermietmodellen, egal ob Auto oder PV, hat man ja die faktischen Kosten plus die Gewinnspanne des Anbieters. Die übersteigt dann auch meistens die Vorteile durch Mengenrabatte, die der Anbieter bekommt.


    Ich finde es an der Stelle auch nicht richtig wenn man ein netto Angebot nimmt und einfach die Mehrwertsteuer drauf rechnet. Es hat gute Gründe warum die Meisten ihre PV auf netto-Basis betreiben, das ist einfach günstiger.

    Die Frage ist ob Wechselrichter der allgemeinen Inflation folgen werden. Computer und Mobiltelefone tun das ja auch nicht. PV Komponenten über die letzten 20 Jahre ebenfalls nicht. Wenn ich überlege was meine Eltern vor ca 15 Jahren für ihre Anlage bezahlt haben (gut die haben auch noch eine ganz andere Einspeisevergütung). Hier würde ich tendenziell davon ausgehen, dass das mit zunehmender Verbreitung nochmal günstiger wird. Mal abgesehen von den letzten 2 Jahren in denen alles hakelt.

    Und in dem Fall summiert es sich halt. Der teure Service, die teurere Anlage, keine Nettorechnung

    #Leben im Süden; Wir wohnen im Nord-Westen in der Nähe von Papenburg.

    Da sind die Tage dann nochmal ein paar Minuten kürzer als bei uns ;)


    Grundsätzlich würde ich bei dem Wärmebedarf auch demnächst das Thema energetische Sanierung angehen. Bei aktuellen Preisen wird man da mit keinem Energieträger glücklich, egal ob Strom oder Gas und gedeckelt oder nicht. Sind dann gute 3000€ im Jahr oder 500€ pro Monat fürs Heizen

    Ich muss also nicht besorgt sein, wenn meine neue WP, die unser neues EFH Anfang Dezember noch mit maximal 25kWh/d wärmte, bei Dauerfrost bis zu 60 kWh/d zieht? Mein erstes Entsetzen war schon groß.Und ein Lagerfeuer unter der Außeneinheit ist wohl auch nicht zu empfehlen.

    Sag mal Wohnfläche, Energiestandard (+ evtl Bauweise) sowie die Temperaturen die ihr hattet. Kalt war es überall, aber bei Kater.Ka war es im Vergleich zu unserer Baustelle relativ flauschig.

    Eine Dauerleistung von 3kW Strom ist eher nicht normal

    Ich hatte die Eigennutzung der PV-Anlage hier auch noch nicht berücksichtigt und somit wird der Verbrauch geringer werden.

    Das macht vor allem im Hochwinter eher weniger aus. Die Tage sind kurz, die Sonne steht niedrig und häufig ist alles grau. Eventuell liegt auch noch Schnee auf den Modulen.

    Anders sieht es zur Übergangszeit aus, da kann die Wärmepumpe tatsächlich tagsüber häufiger über die PV laufen

    Eine 08/15 Anlage dieser Größe hätte also damals etwa 7500-8000€ gekostet. Ich nehme an der Zins war damals auch noch bei 1%, dann hätte man das komplett finanzieren können und kommt über die Laufzeit vermutlich noch deutlich günstiger raus als das was für die Anlage berechnet wurde. Mag sein, dass ihr in eurem Fall aufgrund von Sonderbedingungen günstiger dran wart, verallgemeinern kann man das vermutlich nur schwer.

    15 € Monatlich sind für den "Service" wie Wartung (ich weiß, ist eigentlich Wartungsarm) Versicherung, Monitoring sowie Rücklagen für Ersatzteile.

    Das Thema Service wird bei Mietmodellen auch gerne genutzt um Preise schönzurechnen. Wir hatten mal ein Angebot für ein Jobrad-Leasing. Was da an Werkstattkosten in den ersten 3 Jahren (!) angesetzt wurde, war jenseits von gut und böse. Den Widerspruch zwischen wartungsarm und Wartung hast du ja schon erkannt, realistisch wird irgendwann gegen Ende der Laufzeit ein Wechselrichter fällig, der aber weit unter den 3600€ bleiben sollte.

    Verstehe ich leider nicht ganz. Soweit ich die Strompreisbremse richtig verstehe sind doch momentan die finanziellen Anreize Strom zu sparen sehr hoch (mal abgesehen davon wenn der Strom ohne Bremse 50ct kosten würde). Inwieweit ohne Subventionierung die Firmen/Arbeitsplaetze verloren gingen kann ich nicht beurteilen, kann ich mir aber gut vorstellen dass das ein paar sind. Dann stellt sich eben die Frage was ist billiger, viele Arbeitslose oder Subvention? Ich vermute/hoffe dass solche Abschaetzungen bei der Ausarbeitungd er Gesetze mit einfliessen.

    Ich denke hier müssen wir zwei Dinge trennen:

    1. Energieintensive Unternehmen wie Stahlwerke, Ziegeleien, etc. dürften nur wenig Einsparmöglichkeiten haben. Bei den Verbräuchen gehen auch kleinere prozentuale Einsparungen schnell in die Millionen, sprich Einsparungen sind entweder sehr aufwändig oder gehen zu lasten der Qualität. Die leiden natürlich, geben aber auch fleißig ihre Mehrkosten weiter. Es gibt mittlerweile bei Baustoffen praktisch kein Angebot mehr ohne Dieselfloater, Gasaufschlag, etc.

    2. Bei Privathaushalten und auch weniger energieintensiven Unternehmen besteht vielfach noch Einsparpotential. Mal Hand aufs Herz, wie viele Rechner laufen bei euch im Büro 24/7 obwohl sie es streng genommen nicht müssten? Wie viele Leute haben gerade einen wild blinkenden Vorgarten? Hier wäre es sinnvoller gewesen, das Geld direkt in die Förderung von Einsparungen zu stecken. So verpufft das Geld einfach.

    Jetzt mal rein pragmatisch: wenn es nur um Klimaschutz und nicht um meinen Anteil an den Subventionen geht, finde ich das gar nicht so doof: Man muss Anreize dort schaffen wo man mit mit einfachen Mitteln das größte Sparpotential hat. Bei deinen 90% die das angeblich verdrängt haben und jetzt ihre 100Watt Birnen gegen 5W LED tauschen ist das vermutlich einfacher zu erreichen, als bei deinen 10% die jetzt die 10W Sparlampe gegen die 5W LED tauschen (bitte das Bsp nicht allzu wörtlich nehmen). Gesamtheitlich ist es vermutlich dann sinnvoller Anreize dort zu schaffen, wo es am meisten bringt.

    An sich stimme ich dir zu, aber das Beispiel zeigt ja wie absurd das System gerade ist. Überträgt man das: Wer seine 100W Glühbirnen hat, bekommt jeden Monat 20€ für die Stromkosten. Wer vorher in LED investiert hat, bekommt 2€. Das schafft nur wenig Anreiz den Verbrauch zu verringern, verbrät aber jede Menge Geld um den Status Quo zu subventionieren.


    Denn trotz jahrelange Sonntagsreden übers Energiesparen hat der Staat es versäumt die Bedingungen zu schaffen dass auch tatsächlich massenhaft Gebäude saniert werden können, Stichworte Fachkräftemangel und Materialverfügbarkeit. Sinniger als eine breite Subventionierung der Arbeitspreise wäre gewesen das Geld in die Förderung von Einzelmaßnahmen zu stecken und gleichzeitig nur die Leute zu entlasten die tatsächlich am Limit sind, z.B. übers Wohngeld. Für alle anderen gilt, dass es in der Welt nichts für umsonst gibt. Sanktionen sind keine Einbahnstraße und CO2-Einsparungen gibt es auch nur wenn man vorher investiert.

    Mittelfristig wird man wohl kaum um eine PV herumkommen. In BW ist die bei Neubauten und Dachsanierungen schon Pflicht. Und auch über eine echte Bestandspflicht wird schon diskutiert, auch wenn ich skeptisch bin ob die Grünen nach Kretschmann noch einen Stich machen.

    Eine mögliche Insolvenz und deren Folgen sind ein Faktor den man bei Mietmodellen berücksichtigen muss. Wobei ich an der Stelle auch nochmal auf das Thema Kosten eingehen will. Wann habt ihr die Anlage genau bestellt? Nach welcher Formel ist der Rückkaufwert berechnet?


    20 Jahre a 69€ (brutto oder netto?) sind 16560€ oder etwas über 3300€/kWp. Eine ziemliche Hausnummer.

    Daumenregel für ein ordentliches Angebot aktuell dürfte irgendwo bei 2000€/kWp netto sein. Da kommt man unter Umständen immer noch günstiger raus wenn man das finanziert

    Der Solarboom wird so schnell nicht enden.

    Ich halte es für einen Trugschluss von vermeintlich guten Aussichten für eine Branche auf die Zukunft eines konkreten Unternehmens zu schließen. Mismanagement gibt es überall und insbesondere in Boombranchen. Und das konkrete Modell bedingt eine hohe Anfangsinvestition, die sicherlich mit Fremdkapital finanziert wird. Hat das Management nicht auf die gesamten 20 Jahre finanziert sondern z.B. nur auf 5 oder 10 (war ja billiger) könnte dadurch das gesamte Unternehmen an die Wand fahren, selbst wenn das Neugeschäft an sich gut ist.


    Ich würde in dem Fall aber auch H4KlAuS zustimmen. Das Risiko, dass der Insolvenzverwalter reihenweise 10 Jahre alte Anlagen abmontieren lässt anstatt den Rückkaufswert bar auf die Kralle zu nehmen, dürfte relativ gering sein.

    Ich bleibe lieber dabei, dass soziale Marktwirtschaft zwei Komponenten hat. Das Geld muss erwirtschaftet werden und dann kann in einem gewissen Rahmen umverteilt werden. Und zwar in genau dieser Reihenfolge und Priorität. Im Spektrum links der Mitte ist dagegen die Priorität aufs Umverteilen und Geld kommt von der Bank so wie Strom aus der Steckdose und Fleisch aus dem Supermarkt kommt.