Beiträge von Sarah82

    Hallo,


    ich wollte gerade den Antrag für die Schlichtungsstelle ausfüllen, da habe ich auf der ersten Seite rot umrandet folgendes gelesen:


    "Um allen Beteiligten Zeit und Ressourcen zu sparen, weisen die Ombudsmänner des DSGV vorab darauf hin, dass nach ihrer Ansicht die Rechtsprechung des VIII. Zivilsenats des Bundesgerichts-hofs (BGH) auf langfristige Zahlungsdiensterahmenverträge übertragbar ist. In diesen Fällen führe eine ergänzende Vertragsauslegung dazu, dass der Kunde die Unwirksamkeit derjenigen Preiserhöhungen, die zu einem den vereinbarten Anfangspreis übersteigenden Preis führen, nicht geltend machen kann, wenn er sie nicht innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren beanstandet hat (vgl. zuletzt BGH v. 10.03.2021, VIII ZR 200/18 m.w.N.). Sofern Ihre Sparkasse bereit ist, Ihnen die Differenz zwischen den seit mindestens drei Jahren gezahlten und danach erhöhten Konto-führungsentgelten zu erstatten, oder wenn Ihnen Ihre Sparkasse diese Differenz bereits erstattet hat, hätte ein darüber hinausgehender Schlichtungsantrag hier keine Aussicht auf Erfolg."


    Der Antrag liegt unter https://www.dsgv.de/content/da…te_Stand%2016.12.2021.pdf


    Wie kann es sein, dass andere Ombudsmänner die Regelung nicht ok finden. der DSVG hingegen schon?


    Letztendlich bleibt mir nichts anderes übrig als das zu Angebot der Bank anzunehmen und auf 30€ zu verzichten oder auf ein Gerichtsurteil zu warten und im Zweifelsfall alles zu verlieren.


    MfG

    Sarah,

    hier ging es nicht um Gebühren, sondern um etwas völlig anderes.



    Diese Institute zocken niemanden ab; vielmehr bieten sie Dienstleistungen an und verlangen dafür - mehr oder weniger - angemesene 'Gebühren'. Selbst Fintechs und Neobanken leben nicht vom Drauflegen.

    Bitte Erläutern Sie "etwas völlig anderes" :/ Dann werde ich den Einwand von chris2702 sicher besser verstehe und tue seiner Aussage kein Unrecht mehr.


    Ich bin gerne bereit für eine Dienstleistung zu zahlen, aber nicht dafür:

    Meine EX-Bank verlang von mir 8,50€ Kontoführung dazu 2,50€ pro Überweisung, Dauerauftragsänderung etc. und dann nochmal 5€ zuzgl. Porto für meine Kontoauszüge und das monatlich. Als vor einem Jahr auch das letzte Terminal verschwand, durfte ich jedes mal 7 km weit fahren (in den nächsten Netto zum Geld abheben). Das nächste Terminal war 13km entfernt. Ich habe I-Net aber technisch soll kein Onlinebanking möglich sein..... Bei der neuen Bank (DKB) geht aber alles super.

    Ich habe bis vor kurzen so durchschnittlich 30€ "angemessene 'Gebühren'" pro Monat gezahlt. 30€ für ein Konto das bis 2015 kostenlos war. Mit der man nicht viel Arbeit hatte, weil alles über ein SB-Terminal lief. Die Bank hatte nicht mein Wohl sondern "die Kuh melken, solange sie noch Milch gibt" im Sinn. Als meine Kündigung kam, sollte auf einmal für mich alles viel günstiger werden (6€ all inklusiv, 7€ mit Visacard), und der Fehler, dass kein Onlinebanking trotz i-net ging sollte auch ganz schnell behoben werden.


    Leider geht es im meinem Ort gerade vielen älteren Personen so. Die können sich nicht wehren, die Zahlen obendrein noch 10€ pro Geldabheben im Bargeld-Taxi. Aber OK - Geldinstitute zocken niemanden ab;). Sie finden nur sehr viele kreative Wege um mehr Gebühren zu verlangen und obendrein noch Kosten zu senken (z.B. ein SB-Terminal und einen Automaten abbauen)

    Hallo Tobi,


    du nimmst den Stand zu dem deine letzte aktive Zustimmung erfolgte. Das ist in den meisten Fällen der Vertragsbeginn. Oder eine aktiv durch dich herbeigerufene Kontomodeländerung.

    Bei mir ist es z.B. der 09.10.2009.

    Hallo Sarah,


    wo hast Du die Erhöhungen gefunden, auf den Kontoauszügen?


    LG Kerstin

    Hallo Kerstin,


    die erste Erhöhung habe ich gleichzeitig mit der Umstellung auf ein neues Kontomodel per Brief bekommen.

    "Ihr bisheriges Kontomodell bieten wir Ihnen zukünftig nicht mehr an. Auf Basis Ihrer aktuellen Kontonutzung führen wir Ihr Konto im neuen Kontomodell GiroFlat weiter: Der monatliche Komplettpreis von nur 6 Euro beinhaltet auch Ihren gesamten Zahlungsverkehr - so viel Sie wollen, ohne Wenn und Aber.

    Die Umstellung geschieht für Sie ganz automatisch. Sie müssen hierfür nichts tun. Ihre

    SparkassenCard, PINs und Ihre Kontonummer bleiben wie gewohnt erhalten.

    Ihre Zustimmung gilt als erteilt, wenn Sie uns Ihre Ablehnung nicht bis zum 01.06.2015

    mitteilen. Alternativ haben Sie die Möglichkeit zur kostenfreien Kündigung ohne Frist bis zum

    01.06.2015."


    Die Anderen kamen auch per Brief. Ebenso mit dieser "angenommen, wenn nicht widersprochen" Aussage.


    Da dich Suchfunktion bei finanztip wider geht, war ich etwas stöbern und denke eher, dass bei mir versucht wird die 3-Jahres-Regelung für Energieverträge durchzusetzen.


    Mfg

    Sarah

    Je mehr man jetzt zurückfordert, desto eher kommt die nächste Gebührenerhöhung. Oder meint hier jemand, das zurückgezahlte Geld wird vom Gehalt des Vorstands abgezogen?


    Und die Online-Banken werden sich dem Kostendruck durch Negativzinsen der EZB auch nicht auf Dauer entziehen können.

    ... also finden sie es rechtens, wenn man von seiner Ex-Bank illegaler Weise abgezockt wurde?

    Ich hoffe sie teilen diese Einstellung auch bei ihrer Steuererklärung und fordern zu viel gezahlte Steuern nicht zurück. ;)

    Hallo,


    ich habe auf den Seiten der Stiftung Warentest einen Bericht gefunden, in dem die Rückerstattung von unrechtmäßig gezahlten Gebühren statt den 3 Jahren nun für 10 Jahre möglich sein soll.

    Anbei der Link https://www.test.de/Die-zehn-g…or-Extrakosten-4863720-0/

    Dort steht unter anderem:


    "Erstattung bis zehn Jahre zurück

    Zunächst dachten Verbraucherschützer, Anwälte und wir: Die Forderung auf Erstattung vor 1.1.2018 gezahlter Beträge ist bereits verjährt. Doch dann urteilte der Europäische Gerichts­hof (EuGH) in mehreren Fällen: Wurden die Gebühren auf Basis miss­bräuchlicher Klauseln wie der über Bedingungs­änderungen gezahlt, darf die Erstattungs­forderung nicht verjähren, solange Verbraucher nicht erkennen konnten, dass sie ein Recht auf Erstattung haben."


    und:

    "Wir haben deshalb im August 2021 unsere Muster­texte für die Erstattungs­forderung geändert und empfehlen, Erstattung der inner­halb der letzten zehn Jahre gezahlten Gebühren zu fordern."


    Was ist davon zu halten? Gelten auch hier die Fristen bis Jahresende? oder kann der Antrag auch noch nächstes Jahr gestellt werden?


    Muss ich mich mit dem Antrag für die 7 Jahre erst an die Bank wenden, oder kann ich dieses parallel an die Schiedsstelle weitergeben (bei mir wurde die Zahlung wegen der "3-Jahres-Regel" reduziert, ich hatte aber im Schreiben angegeben, das ich mir vorbehalte auch die restlichen Jahre zurückzufordern)


    Mit freundlichen Grüße

    Hallo,


    ich habe mich mit dem Musterbrief vom Finanztip wegen der Rückerstattung der Gebühren an meine Bank gewandt.

    2009 habe ich das Kontomodel S-Komfort der Sparkasse Mittelthüringen mit 5€ Grundgebühr abgeschlossen.


    Am 1.6.2015 wurde das Kontomodel umgestellt (ohne Zustimmung) auf GiroFLAT mit 6€ Grundgebühr.

    Am 1.4.2019 wurde auf 7€ erhöht und am 1.5.2021 auf 8,50€. Im Grunde habe vom 1.1.2018 bis 31.12.2021 93€ zu viel bezahlt.


    Die Bank schrieb mir:

    "Auf die Erstattung sämtlicher Entgelte in voller Höhe besteht kein Anspruch. Die Erhebung von Entgelten allgemein ist sowohl nach der Rechtsprechung des BGH als auch nach den geltenden Gesetzen zulässig. Außerdem ist nach der Rechtsprechung des BGH der Vertragsbeziehung wenigstens das Entgelt zu Grunde zu legen, welches durch den/die Kunden mindestens 3 Jahre lang widerspruchsfrei gezahlt wurde. Nach dem BGH ist daher nicht entscheidend, welche Entgelte zum Zeitpunkt des ursprünglichen Vertragsschlusses vereinbart waren. Wir haben daher auf die Entgelte abgestellt, die bereits zum Rechnungsabschluss am 31.03.2018 von unseren Kunden gezahlt wurden. Damit ist lediglich die Differenz aus dem ursprünglich vereinbarten Preis und der nachträglichen Preiserhöhungen erstattungsfähig."


    Die Mitarbeiterin des Beschwerdemanagementes sagte mir, das hätte alles seine Richtigkeit und ich solle mich mit den 46,50€ zufriedengeben.


    Jetzt die Frage, hat sie Recht? Wenn nein, wie funktioniert das mit dem Ombudsmann?


    Vielen lieben Dank im Voraus!

    Was waren die Bedingungen bei Kontoeröffnung?

    Produktänderungen durch die Bank erfolgen ohne Zustimmung - Das Urteil trifft dann zu.

    z.B. hat die ING einfach eine Kreditkarte in eine Debitkarte umgewandelt, dadurch sind die Gebühren unwirksam, selbst wenn sie vorher wirksam waren.


    Wechselt der Kunde eigenständig das Produkt von A nach B, erfolgt es mit Zustimmung. Das Urteil trifft dann nicht zu.

    Eigentlich war es ein kostenloses Studentenkonto. Nach Ende meines Studium 2010 wurde es laut Vertrag in ein Privatgirokonto mit 5 Euro Grundpreis umgewandelt.


    Habe ich es richtig verstanden, dass somit die 6 Euro auch schon rechtswidrig waren?

    Hallo zusammen,


    Ich würde meine Kontogebühren gern zurück fordern. Leider habe ich noch ein Verständnisproblem.

    Seit 2010 bezahle ich bei der Sparkasse Mittelthüringen 5 Euro Grundpreis (ich nehme mal an das sind auch Kontoführungsgebühren).

    Am 01.06.2015 wurde mein Kontomodell von Privatgirokonto auf GiroFlat umgestellt mit der Erhöhung von 5 auf 6 Euro. Die Umstellung erfolgte automatisch mit "Ihre Zustimmung gilt als erteilt, wenn Sie uns Ihre Ablehnung nicht bis zum 01.06.2015 mitteilen). Ebenso erfolgte eine Erhöhung von 6 Euro auf 7 Euro ab dem 01.04.2019 und eine auf 8,50 ab 01.07.2021.


    Ich könnte somit die Zuviel gezahlten Gebühren zurückverlangen. Meine Frage wäre nun, was ist der Basiswert. Im Forum gibt es widersprüchliche Aussagen. Manchmal wird geschrieben, dass bei einer Kontomodellumstellung der Preiserhöhung trotzdem zugestimmt wurde und manchmal nicht.


    Kann ich die 5 Euro ansetzen und direkt mit dem 01.01.2018 beginnen oder muss ich die 6 € nehmen und kann erst ab 01.04.2019 zurückfordern?


    Vielen lieben Dank!