Beiträge von jokk3l

    jokk3l , da stecken viele richtige Infos drin. Aber bitte nicht die alte (falsche) Mär von der Vergreisung geschlossener Tarife aufwärmen :).


    War missverständlich formuliert.

    Alter allein ist natürlich gut vom Versicherer berechenbar. Zudem wirken verbleibende Rückstellungen von langjährigen "Ehemaligen" stabilisierend. Problematisch kann aber die sinkende Homogenität der Risiken werden, wenn Leute mit geringen Risiken früh(er) wechseln. Darum wurde ja die Möglichkeit eines Wechsels mit Mehrleistungsausschluss eingeführt, um das ganze etwas zu entschärfen.


    Zudem bleibt das Risiko, das sich am ehesten mit der Diversifikation von Kapitalanlagen analogisieren lässt. Je weniger Versicherte in einem Tarif sind, desto gravierender sind die Ausschläge. Ist die Gruppe größer, wird durch die Masse geglättet und der Tarif ist tendenziell stabiler.


    Aber das ist ohnehin durch fehlenden Einblick vom Kunden schwer einzuschätzen und damit für den Entscheidungsprozess nicht von übermäßiger Relevanz. Daher hatte ich es auch nur als Nachschub erwähnt.


    Sehr schön finde ich Ihren Satz "Beim Thema Krankenversicherung geht es aber um einen langfristigen Gesundheitsschutz mit zu Ihren Anforderungen passenden Leistungen."


    Ich glaube, bei Ihnen (oder generell einem Honorarberater) wäre Herr Johann gut aufgehoben. Für mich klingen Ihre Aussagen definitiv deutlich besser und umfassender, als das, was bei den genannten Wechselagenten zu lesen ist. :thumbup:

    ist die 10 jährige Zinsbinungs frist schon abgelaufen?


    Nein, noch nicht. Sind auch insgesamt drei Darlehen, eines konnte schon umgezogen werden, die anderen beiden folgen dann nach und nach.


    Okay;)


    Das Urteil betrifft auf jeden Fall kein Annuitäten Darlehen.

    Du wirst da nicht rauskommen.

    Viele Grüße Michael

    Habs befürchtet. Danke.

    Aber irgendwie auch merkwürdig, mir dann überhaupt die Umstellung aufzudrücken.

    Lasse das jedenfalls erstmal ohne Zustimmung so weiterlaufen und schaue, was passsiert.

    Konkret zu diesen genannten kann ich keine Einschätzung geben.


    Aus meiner Erfahrung die wichtigsten grundsätzlichen Punkte, die zu beachten sind.


    a) Gesundheitszustand

    hat sich was verändert? Werden bei Wechsel Zuschläge oder Ausschlüsse für 'neu aufgetretene' Krankheiten fällig? Des öfteren wird sogar bei einem Wechsel des Selbstbehaltes schon eine Gesundheitsprüfung gefordert.


    b) Mehrleistungen / Verschlechterungen in den Leistungen (Mehrleistungsauschluss)

    Oft bekommt man Mehrleistungen im neuen Tarif nicht, nimmt aber die Verschlechterungen bei Leistungen voll mit. Hier muss man genau vergleichen.

    Aber vorsicht: allein die Aussage "bisher haben Sie Heilmittel zu 90% erstattet bekommen, im neuen Tarif bekommen sie ebenfalls 90%" reicht nicht, denn da kommt der nächste Punkt ins Spiel.


    c) Gültigkeit der AVB (alt/neu)

    Wichtigster Punkt aus meiner Sicht, da dieser bei Tarifwechselberatern oft vernachlässigt wird, dies aber große Auswirkungen hat.

    Ein Wechsel kann Vorteilhaft sein, bspw. wenn nach neuen AVB ein größerer (vor allem offener) Hilfsmittelkatalog versichert ist oder Leistungen wie eine Haushaltshilfe, die es vorher nicht gab, nun mit dabei ist.


    Das funktioniert aber auch in die andere Richtung, bspw. wenn im alten Tarif keine Heilmittelpreise (Physiotherapie) festgelegt waren und somit häufig bis zur Wuchergrenze

    abgerechnet werden kann, im neuen Tarif aber eine Liste mit definierten Höchstpreisen existiert.

    Wird schwierig dem liebgewonnenen Physio des Vertrauens zu erklären, dass er nach Jahren der Behandlung nicht mehr 35, sondern nur noch 20 Euro für die Krankengymnastik berechnen darf.


    Solche Listen gibt es oft auch bei den Materialien im Zahnbereich und da kann es schnell mal mehrere hundert Euro ausmachen, ob man einen alten Tarif hat oder einen neuen mit Preisliste.


    Hierzu stellen die PKVen in der Regel auch keine detaillierten (oder nur sehr spärliche) Auskünfte zur Verfügung. Hab noch nie eine konkrete und vor allem vollständige Gegenüberstellung dazu gesehen, das muss man sich idR selber aus den AVB rausziehen.


    d) Alterungsrückstellungen

    Bei einem Unternehmenswechsel werden die Alterungsrückstellungen idR nicht in voller Höhe übertragen (Stichwort 'Übertragungswert').



    Auch "Wechselberater" sind Fehleranfällig und haben mal die ein oder andere Konsequenz nicht auf dem Schirm. Daher schadet es wie bei der Geldanlage nicht, sich auch hier entsprechend selbst schlau zu machen und sich die Zeit zu nehmen, um möglichst genau zu verstehen was für Auswirkungen das ganze haben kann.




    *Zusatz

    e) Tarifstruktur im Unternehmen

    Hierzu bekommt man ohne Insider keine Informationen. Aber einige Berater haben manchmal doch den ein oder anderen Einblick in das Unternehmen.

    Mal ein hypothetisches Beispiel hierzu:

    Ein alter, schon länger geschlossener Bestandstarif bekommt eine heftige Beitragsanpassung und ein großer Teil der Kunden darin möchte in einen anderen Tarif wechseln.

    Nun hatten diese Kunden zwei Optionen angeboten bekommen: Tarifoption 1, der billige. Deutlich reduzierte Leistungen für deutlich weniger Beitrag, 20% Einsparung. Tarifoption 2, die Mittelklasse. Ordentliche Leistungen für einen mittleren Preis, 10% Einsparung.

    Da der Ausgangstarif schon länger geschlossen ist, sind viele Versicherte darin somit älter und statistisch auch kränker und verursachen daher höhere Kosten. Wenn die Wechselwilligen nun zum Großteil in Tarif 1 wechseln, wird das diesen neuen Tarif überdurchschnittlich stark belasten und dort in den Folgejahren für mehr und mehr Beitragsanpassungen sorgen. Das heutige Beitragniveau ist schon nächstes Jahr Geschichte, die Differenz zur Option2 wird Jahr für Jahr immer geringer und in 5-10 Jahren steht man vor dem selben Problem wie heute.

    Wenn ich also bspw. über meinen Vertreter herausbekomme, dass letztes Jahr so etwas stattgefunden hat, würde ich diesen Tarif wohl meiden. Aber wie gesagt schwierig, an solche interna zu kommen.

    Hallo,


    die Bank, die unsere Darlehen führt, möchte - wie fast alle Banken - gerne Ihre AGB auf Grund des BGH-Urteils ändern.

    Erteilen wir keine Zustimmung müsse die Bank "prüfen, ob die Kundenbeziehung fortgesetzt werden kann." :S


    Da wir im Prolongationszeitraum sind und schon eine neue Bank zu deutlich besseren Konditionen haben, käme es uns sogar entgegen, wenn die alte Bank uns kündigt und wir früher wechseln könnten.


    Die Frage ist: wie sieht es mit der Vorfälligkeitsentschädigung aus, wenn die Bank eine Kündigung ausspricht?

    Meiner Meinung nach wäre es der Bank ja durchaus zumutbar, die Geschäftsbeziehung zu den alten AGB fortzusetzen.


    Gibt es dazu Erfahrungen? Lohnt es sich erstmal abzuwarten?