Beiträge von Casa del Pappel

    Hallo Wille,


    ich bin zwar nur Angestellter im öffentlichen Dienst bei einer Krankenkasse, aber habe ein ähnliches Problem.


    Ich zahle in eine Pensionskasse mit Berufsunfähigkeits-/Erwerbsunfähigkeitsschutz ein.

    Mir wurde vor Jahren von der Verbraucherzentrale geraten die Pensionskasse nicht mit der BU/EU-Versicherung zu kombinieren, weil Leistungen bei Einzelverträgen höher waren.


    Ich habe den Vertrag nicht gekündigt, da meine Gesundheit nicht mitgespielt hat. Daher bin ich auch mit dem bestehenden Vertrag gut gefahren. Leistungen wären pro Monat derzeit ca. 700,00 € zusätzlich zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente und 824,00 € im Alter, für derzeit 298 € Einzahlung pro Monat (Entgeltumwandlung).


    Meine Idee: Prüf deinen Gesundheitszustand und lass dich anschließend von der Verbraucherzentrale oder Gewerkschaft beraten, ob separate Verträge für dich besser sind. Du hast bei einer Vertragsänderung auf jeden Fall ein höheres Eintrittsalter und ggf. Vorschäden, die sich auf Preis und Leistung der DU auswirken werden.

    Was die VL betrifft: Zahlt dein Dienstherr noch zusätzlich VL? Meiner nicht, da wir Angestellten zu viel verdienen, um Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie etc. beanspruchen zu können. Daher lohnt sich VL bei mir überhaupt nicht mehr.

    Erfrag das doch mal in der Personalabteilung.


    Die Laufzeit deines VL Produktes hängt hier sicherlich von der Art des Produktes ab, Bausparverträge haben ein Laufzeit von 7 Jahren, Lebensversicherungen mit Kapitalaufbau grds. bis zum Renten- bzw. Pensionseintritt. Eventuell lohnt es sich den Vertrag stillzulegen anstatt ihn aufzulösen.


    Vorteil ETF: Solltest du bei guter Kursentwicklung dein Ziel von Altersvorsorge z.B. auf Immobilien ändern, so kannst du börsentäglich an das Geld ran. Bzw. Anteile verkaufen und auf ein Tagesgeld sichern.

    Was die zusätzliche Altersleistung betrifft: Meinst du nicht 600,00 € statt 60,00 €? Sollten es 60,00 € sein, dann ist deine Altersvorsorge in dem bestehenden Vertrag aber sicherlich zweitrangig. hinter der DU-Leistung. Das spricht für eine Änderung.

    Hallo!

    Ich heiße Jörg und bin 2008 Mitglied einer hiesigen Wohnungsbaugenossenschaft geworden.

    Ursprünglich hatte ich den Plan dort bis zu meinem Tod als Mieter zu wohnen und mir durch Genossenschaftsanteile eine Altersvorsorge aufzubauen, die auch in jungen Jahren schon etwas bringt. Da ich vermutlich nie heiraten und Kinder bekommen werde, wollte ich nach meinem Tod die Anteile in eine Stiftung einbringen.


    Daher habe ich - weil in der Dotcom-Kriese verbrannt - insgesamt 1.000 Anteile zu 160,00 € gekauft (Das ist kein Scherz). Inzwischen sind davon 999 Anteile freiwillige Anteile.


    Bisher wurden freiwillige Anteile und Pflichtanteile jeweils mit 4 Prozent am Gewinn beteiligt.


    Nun soll durch Satzungsänderung freiwilligen Beiträge nur noch eine Gewinnbeteiligung von maximal 1 Prozent am Gewinn zugestanden werden, während Pflichtanteile weiterhin 4 Prozent erhalten sollen.

    In diesem Jahr hat die Vertreterversammlung der Satzungsänderung noch nicht zugestimmt.

    Nun habe ich vom Vorstand der Wohnbau eine Kopie des Sitzungsprotokolls und eine Liste der Vertreter erbeten.
    Nach der Satzung ist dies mein Recht und der Vorstand will mir dies auch in einem persönlichen Gespräch gewähren und die Gründe für die Satzungsänderung erläutern.

    Da ich zudem noch ein bebautes Grundstück besitze, für dessen Renovierung ich in 3 Jahren ca. 300.000,00 € aufbringen müsste, habe ich mir überlegt, am Ende des Gesprächs die Anteile zu kündigen.

    Auszahlung wäre frühestens Mitte 2024 und ich erhalte auch nur die 159.840,00 € zurück, wenn die Wohnbau 2023 keinen Verlust schreibt.


    Seit 2008 hat es nie Verluste gegeben, so dass mir das Risiko gering erscheint, einen Verlustanteil tragen zu müssen.
    Jedoch hat die Wohnbau erst vor kurzem aufgrund ungesicherter Finanzierung ein Wohnprojekt auf Eis gelegt.

    Meine Fragen an die Community und Redaktion:
    1. Hat noch jemand ein solches Problem gehabt?

    2. Ist es rechtlich möglich Anteile unterschiedlich zu behandeln?
    3. Würdet ihr das Risiko einer Anteilskündigung wagen?
    4. Ich würde das Gespräch gerne suchen, aber ich habe niemanden, den ich als Zeugen hinzuziehen möchte. Evtl. mein
    berenteter Nachbar, der 75 Jahre alt ist und ehemals Controller bei einer großen deutschen Firma war.

    5. Sollte ich jetzt noch weiter in ETF anlegen? Oder lieber schon raus, um das Geld in 3 Jahren für Renovierung oder
    einen Ersatzbau (Kostenpunkt derzeit ca. 600.000,00 € bis 900,000,00 € zur Verfügung zu haben?