Beiträge von Schopenhauer

    Ich definiere Notgroschen wie folgt: Nettoeinkommen Hauptverdiener * 3 = Notgroschen. Alles was darüber hinausgeht, halte ich, angesichts der null Zins Phase, für zu teuer und stecke es lieber in's Depot und lasse das Geld für mich arbeiten. Falls du als Investor antizyklisch in einen Crash reininvestieren willst, erachte ich höhere Beträge als sinnvoll. Du musst dann aber auch die Cojones haben, viel Patte zu investieren, wenn das Blut auf den Straßen fließt und die ganzen weinerlichen Schlafmichel das Ende des Kapitalismus heraufbeschwören.


    Denke immer daran: Im Crash wechseln Wertpapiere in die Hände Ihrer rechtmäßigen Besitzer!

    Können Sie bitte Fragen, ob der Bekannte bereit wäre, einen Erwachsenen zu adoptieren? ;)

    Danke für die Rückmeldung.

    LG

    Für Ü-55 fallen mir spontan noch zwei Szenarien ein, diese passen aber nur in bestimmten Fällen und führen keine Versicherungspflicht, geschwige denn eine spätere Krankenversicherung der Rentner herbei:


    a) Familienversicherung über Ehepartner (der in der GKV ist!)


    • Familienangehörige, die als gewerbliche Unternehmer oder Freiberufler selbständig erwerbstätig sind, können nur dann familienversichert sein, wenn sie ihre Tätigkeit nicht hauptberuflich im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung ausüben. Dies wird bereits unterstellt, wenn sie mindestens einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer (Arbeitsentgelt höher als 450 Euro im Monat) oder mehrere geringfügige Beschäftigte (§ 8 SGB IV) mit zusammen mehr als 450,00 Euro Arbeitsentgelt beschäftigen. Die Beschäftigung eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmers oder mehrerer geringfügig Beschäftigter kann ein Indiz für eine hauptberuflich selbstständige Tätigkeit sein, schließt aber die Familienversicherung nicht zwingend aus. Im Wege einer den praktischen Erfordernissen gerecht werdenden Prüfung der Hauptberuflichkeit kann nach dem für die Krankenkassen verbindlichen Besprechungsergebnis der Spitzenverbände der Sozialversicherung vom 20. März 2019 von folgenden Grundannahmen ausgegangen werden: a) Nimmt der zeitliche Aufwand für die selbstständige Tätigkeit den Selbstständigen mehr als 30 Stunden wöchentlich in Anspruch, ist anzunehmen, dass die selbstständige Tätigkeit hauptberuflich ausgeübt wird. Dies gilt dann, wenn das Arbeitseinkommen aus der selbstständigen Tätigkeit die Hauptquelle zur Bestreitung des Lebensunterhalts darstellt. Hiervon ist in der Regel auszugehen, wenn das Arbeitseinkommen 25 % der monatlichen Bezugsgröße (§ 18 SGB IV 2020 = 3.185,00 Euro/4 = 796,25 Euro monatlich) übersteigt. b) Nimmt der zeitliche Aufwand für die selbstständige Tätigkeit den Selbstständigen mehr als 20 Stunden, aber nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich in Anspruch, ist anzunehmen, dass die selbstständige Tätigkeit hauptberuflich ausgeübt wird. Dies gilt dann, wenn das Arbeitseinkommen aus der selbstständigen Tätigkeit die Hauptquelle zur Bestreitung des Lebensunterhalts darstellt. Hiervon ist in der Regel auszugehen, wenn das Arbeitseinkommen 50 % der monatlichen Bezugsgröße (2020 = 1.592,50 Euro) übersteigt. c) Nimmt der zeitliche Aufwand für die selbstständige Tätigkeit den Selbstständigen nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich in Anspruch, ist anzunehmen, dass die selbstständige Tätigkeit nicht hauptberuflich ausgeübt wird. Dies gilt nicht, wenn das Arbeitseinkommen 75 % der monatlichen Bezugsgröße (2020 = 2.388,75 Euro) übersteigt und (insofern) anzunehmen ist, dass es die Hauptquelle zur Bestreitung des Lebensunterhalts darstellt. Als hauptberuflich selbständige Tätigkeit galt bis zum 31. Dezember 2018 nicht die Tätigkeit einer Tagespflegeperson, die bis zu fünf gleichzeitig anwesende, fremde Kinder in Tagespflege betreut. Die Krankenkasse muss allerdings jeden der beiden genannten Fälle anhand weitergehender feststehender Kriterien im Einzelnen beurteilen. Eine statusrechtliche Überprüfung von Tagespflegepersonen zum 1. Januar 2019 ist nur auf Verlangen der betroffenen Person vorzunehmen.


    b) mit Schwerbehindertenjoker in die freiwillige Mitgliedschaft


    § 9 Abs. 1 Pkt. 4 SGB V führt aus:




    4.
    schwerbehinderte Menschen im Sinne des Neunten Buches, wenn sie, ein Elternteil, ihr Ehegatte oder ihr Lebenspartner in den letzten fünf Jahren vor dem Beitritt mindestens drei Jahre versichert waren, es sei denn, sie konnten wegen ihrer Behinderung diese Voraussetzung nicht erfüllen; die Satzung kann das Recht zum Beitritt von einer Altersgrenze abhängig machen,


    Großer Nachteil: Meines Wissens haben fast alle Krankenkasse per Satzungsänderung die Schotten für die Golden-Ager dichtgemacht, welche diese Vorschrift nutzen wollen. Wenn jemand eine Kasse kennt, die Ü50 freiwillig aufnimmt, gerne hier posten.

    Bitte als Möglichkeit noch die Familienpflegezeit aufnehmen. Falls die Delinquenten den 55 sehr nahe kommen, ist es wahrscheinlicher, dass es im Familienkreis einen Pflegefall gibt, für den man sehr plötzlich da sein muss, um seine Arbeitszeit zu reduzieren. Die Arbeitgeber müssen dem zustimmen.

    Den einzigen Fall, den ich kenne, wo Riester sich gelohnt hat ist aus meinem Bekanntenkreis.


    Er Hauptverdiener, kein Riestervertrag. Sie ist Hausfrau und Mama, aber auf dem Papier als "Pflegeperson" eingetragen -> unmittelbar berechtigt Zulage zu bekommen. (175 EUR für sich ud 2x 300 EUR p.a. für die kleinen Racker); macht unterm Strich 775 EUR p.a. für 60 EUR Sockelbeitrag (da die Pflegeperson kein eigenes Einkommen hat).


    Das ganze ist förderunschädlich in einer Bausparfinanzierung untergebracht zur Entschuldung von Wohneingentum.


    Dies vorbehaltlich der Steuersituation bei Renteneintritt.

    Hallo zusammen,


    nach dem Studium einiger AVB muss ich feststellen, dass die lieben Versicherer sich diesem Thema nicht mehr annehmen möchten bei aktuellen Tarifen. Hier spielen natürlich wirtschaftliche Gründe eine Rolle.


    Ist jemand ein aktueller Tarif bekannt, der den "Widerrufsjoker" für Finanzierungen bzw. Lebensversicherungen nicht ausschließt, sondern versichert? DIe Klausel "VERZICHT DER EINREDE DER VORVERTRAGLICHKEIT" habe ich bei meinen Stichproben auch nicht gefunden.


    Danke und VG

    ich hatte telefonischen Kontakt mit meiner Filiale der Commerzbank, in dem Gespräch wurde mir versichert, dass die Commerzbank definitiv an den Gebühren festhält und ihre Kommunikation ändert


    somit bist du der Arsch wenn du dort bleibst (Zustimmung am anderen Ende der Leitung) und nicht in ein kostenloses Kontomodell wechselst

    Ich würde, wenn ich sowas gesagt bekäme, mir ein neues Kreditinstitut suchen.


    Als Privatkunde fällt mir auch kein Grund mehr ein, warum ich unbedingt eine Filiale bräuchte.


    Einzig im ländlichen Raum könnte ich mich noch mit den Geno-Banken identifizieren, welche die lokale Wirtschaft bzw. Vereine unterstützen.

    Das juristisch im Einzelfall durchzusetzen, wird kein Selbstläufer, wie man beim "Widerrufsjoker" für Immobiliendarlehen sehen konnte. Die Urteile fielen dort zwar überwiegend pro Endverbraucher aus, aber eben nicht immer und von Gericht zu Gericht unterschiedlich.

    Es bleibt abzuwarten, ob es dir gleiche Anzahl an Verfahren geben wird, angesichts der viel niedrigeren Streitwerte. Vielleicht bekommen die Schiedsstellen mehr zu tun.

    Lieber Herr Müller,


    die zehn Jahre sind absolut.


    Verletzt der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss die ihm obliegende Anzeigepflicht nach § 19 Abs. 1 VVG stehen dem Versicherer grundsätzlich die Rechte nach § 19 Abs. 2 bis 4 VVG zu. In Betracht kommt demnach, je nach Einzelfall, der Rücktritt vom Versicherungsvertrag, die Kündigung oder Vertragsanpassung. Diese Rechte erlöschen gemäß § 21 Abs. 3 S. 1 VVG nach Ablauf von fünf Jahren nach Vertragsschluss, sofern nicht der Versicherungsfall vor Ablauf dieser Frist eingetreten ist. Bei Arglist zehn Jahre)


    Siehe hierzu auch Grundsatzurteil des BGH vom 25.11.2015 (Az.: IV ZR 277/14).


    Die von Ihnen ins Feld geführte spontane Anzeigepflichtsverletzung ist nur dann relevant, wenn wir uns noch innerhalb des Fristenzeitraumes befinden.


    Liebe Grüße,

    Da irren Sie sich aber - lesen sie bitte § 21 VVG noch einmal sehr gründlich!

    Ach ja - und wenn das dann die Absicht war, bitte auch § 263 StGB und § 314 BGB.

    Die Grenze der Auslegung bildet der Wortsinn. § 21 Abs. 3 S. 2 besagt, dass nach zehn Jahren Feierabend ist, hinsichtlich der in § 19 Abs. 2 bis 4 normierten Möglichkeiten des Versicherers.


    Der Gesetzgeber hat in der Rechtsquelle ausdrücklich die vorsätzliche sowie arglistige Anzeigepflichtsverletzung eingeschlossen. Da der Fragesteller sich nicht sicher ist, ob eine Gen-diagnostisch festgestellte Erkrankung anzeigepflichtig ist, könnte die Gewissheit der Frist von zehn Jahren seinen inneren Konflikt beruhigen.


    Ich empfinde es daher als Unverschämtheit, mir hier eine Straftat anhängen zu wollen. Der Lockdown scheint nicht jedem hier zu bekommen!

    Moin Gemeinde!

    Wenn man quer durch die vielen Posts rund ums Thema Altersvorsorge / Vermögensaufbau liest, wird man/frau den Eindruck nicht los, die KLV (früher KAPITALBILDENDE LEBENSVERSICHERUNG, heute KAPITALVERNICHTENDE LEBENSVERSICHERUNG) hätte noch lange nicht ausgedient. Entsprechend ungebildete Versicherungsvermittler empfehlen dieses Zeug noch immer und führen doch eher fadenscheinige Argumente (Steuer, Sicherheit... ) pro KLV an, die in den Köpfen vieler Verbraucher herumschwirren...

    Was, bitteschön, spricht heute (2021) noch pro KLV?

    Ergänzend könnte man noch die Incentive Reisen erwähnen. Hat jmd. mein lila Bändchen gesehen?

    Ich stelle das ganze mal ganz verkürzt dar, falls du sehr schusselig bist beim Ausfüllen von Anträgen:


    Wenn du vorhast, erst nach über zehn Jahren nach Vertragsabschluss BU zu werden, Antrag über gewünschte Höhe bei BU Versicherer stellen, Prämie zehn Jahre brav zahlen. Und nach über zehn Jahre heißt es dann "Rein in die Olga" ;-)


    Beste Grüße,