Beiträge von Schopenhauer

    Hallo,


    für die beschriebene Konstellation:


    1. PKV versichert (als Angestellter) -> Unterschreiten JAEG -> 2. Pflichtmitglied GKV (als Angestellter) -> arbeitslos -> 3. neue Anstellung (ggf. über JAEG)


    Gelten die Regelungen des § 9 SGB V über eine möglichweise freiwillige Mitgliedschaft in der GKV.


    Hier wäre nach § 9 Abs. 1 Nr. deine Vorversicherungszeit vor dem damaligen Wechsel in die PKV (ca. 2002) zu berücksichtigen. Falls du in dem 5-Jahres Zeitraum (1997 bis 2002) 24 Monate bzw. unmittelbar vor ausscheiden (2001 bis 2002) 12 Monate GKV versichert warst, kannst du als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben.


    Ergo: Deine Entscheidung Pro GKV hast du bereits getroffen, somit hängt es an deinen Entscheidungen ob es eine Pflichtmitgliedschaft oder freiwillige Mitgliedschaft wird.


    Hoffe ich konnte helfen.


    VG
    Schopenhauer


    EDIT: JAEG für 2016 liegt bei einem Jahres Brutto von EUR 56.250 € (West) bzw. 50.850 € (Ost)

    Hallo,


    ich nehme an, dass du in dem Zeitraum seit 2002 als Angestellter tätig warst und über der JAEG verdient hat. Ich schließe aus deiner Schilderung, dass du in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung eingezahlt hast, und innerhalb der Rahmenfrist Ansprüche erworben hast.


    1. Dein ehemaliger Job mit Verdienst unter der JAEG hat zu einer Pflichtversicherung in der GKV geführt.


    2. Der Verlust deines ehemaligen Jobs hat zu einem Anspruch auf ALG1 geführt. Damit verbunden ist auch die Versicherungspflicht in der GKV


    Wichtig ist, dass du dich rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit Arbeitslos meldest. Du musst der Agentur auch eine Bescheinigung der Krankenkasse vorlegen, damit deine Mitgliedschaft nahtlos fortgeführt wird.


    Du kannst dich auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen, wenn du in den letzten 5 Jahren vor Bezug des Arbeitslosengeldes nicht gesetzlich, sondern privat krankenversichert gewesen bist. Aber ich denke das kommt für dich nicht in Frage :whistling:


    Viel Erfolg bei der Jobsuche.


    Gruß,


    Schopenhauer


    Ich nehme Ihren Beitrag mal als Sarkasmus auf, insbesondere der Verweis auf Kosteneinsparungen durch höhere Sterblichkeit..


    Die Fakten sprechen eindeutig gegen das jetzige System der Krankenversicherung.


    Ich erlaube mir mal aus einem der geposteten Links zu zitieren


    Zitat

    Die meisten Systeme (EU) mit gesetzlicher Krankenversicherung sind als „Bürgerversicherung“ konzipiert, so dass sämtliche rechtmäßigen Einwohner dem Krankenversicherungssystem unabhängig von ihrem Einkommen angehören. Auch die Krankenversicherungssysteme der Schweiz und der Niederlande, in denen private Krankenkassen die Pflichtversicherung durchführen, sind als Bürgerversicherungen ausgestaltet.


    http://www.euro.who.int/en/abo…hits-old/austria-hit-2006


    Wir reden hier keinesfalls über den Untergang des Abendlandes, so wie es von der PKV Branche immer gerne dargestellt wird.


    VG

    Hallo zusammen,


    Erläuterung in Kurzform:


    1. Beitragsbemessungsgrenze ≠ Jahresarbeitsentgeltgrenze


    Für die jeweiligen Werte siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungspflichtgrenze


    Das Einkommen im Sinne der JAEG ist ausschlaggebend für die beschriebenen Fälle.


    2. Wechsel in GKV (Pflichtversicherung) für Angestellte, welche das 55. Lebensjahr nicht vollendet haben, nur möglich, wenn diese unter JAEG Grenze liegen vgl. http://dejure.org/gesetze/SGB_V/6.html sowie http://dejure.org/gesetze/SGB_V/5.html und ff. Die "Übersetzung" des SGB V und die praktische Anwendung steht hier auch weiter vorne im Thread sowie in einem der (guten) FT Artikel. Ich verzichte hier auf Wiederholungen.


    3. Wechsel für Selbstständige unter 55: Entweder sich anstellen lassen (siehe Pkt. 2 sowie Thread / Artikel) oder bei körperlichen Gebrechen den Umweg über einen Schwerbehindertenausweis gehen und sofortiges Wechselrecht in freiwillige GKV nutzen, dies ist auch weiter vorne in diesem Thread beschrieben.


    4. Alle PKV Versicherten, die keine Lust auf Punkt 2 oder 3 haben, oder diese Umstellung nicht vollziehen können: internen Tarifwechsel der PKV nach § 204 VVG durchführen und mit vergleichsweise kleinem Aufwand und ohne Einkommenseinbußen zeitnah Beiträge sparen.


    5. PKV Versicherte denen Punkt 4 auch noch zu aufwendig ist: Bei der nächsten Bundestagswahl das Kreuzchen einfach mal woanders machen, und auf eine Regierungskoalition hoffen, welche die Bürgerversicherung einführt :P SCNR


    VG


    Schopenhauer

    Du wirst sicherlich eine Sperrzeit wegen verspäteter Meldung bekommen zzgl. einer Sperrzeit von min. 3 Wochen bis zu max. 12 Wochen wegen der fahrlässigen Lösung des Arbeitsverhältnisses.


    ABER


    Du kannst versuchen, einen Großteil der Sperrzeit zu entgehen, wenn du bei der Agentur einen wichtigen Grund für deine Aufhebung des Arbeitsvertrages vorbringst.


    Gruß


    Schopenhauer

    Wie bei allen Versicherungen hilft hier nur eins: Bedingungen lesen, und zwar am besten VOR Vertragsabschluss, auch wenn der Herr Kaiser dann komisch guckt bevor er sich unverrichteter Dinge wieder in seinen geleasten Dienstwagen schwingt.


    Die meisten (guten) Lebensversicherer haben für den Kunden oft, von der gesetzlichen Regelung abweichende, günstige Fristen bezüglich Wartzezeiten für Selbsttötungen (Bsp. versichert meine LV den Suizid nach 2 Vertragsjahren mit).


    Ich hoffe nur, dass niemand hier Suizidgedanken hat und deshalb so konkret nachgfragt, kein Problem ist so schwer das man sich dafür selbst das Leben nimmt!


    Viel Wichtiger für alle die eine Risiko-LV haben wollen: Gesundheitsfragen ehrlich beantworten. Wenn man selber nicht sicher ist: Beim Hausarzt Einblick in die eigene Patienrenakte nehmen und Daten mit seiner Erinnerung abgleichen.


    VG
    Schopenhauer


    Die Frage, die sie hier stellen, zielt weit in die Zukunft, d.h. in 14 Jahren !!!
    Das wird Ihnen heute niemand seriös beantworten können, ob das in 14 Jahren noch gilt.


    Die Frage sollte nicht lauten "Wird die PKV in Zukunft teurer?"; sondern "Wie viel teuerer wird die PKV in der Zukunft?" sowie "Kann ich es mir leisten, zukünftig überhaupt PKV versichert zu sein?"


    Wie durch andere FT Artikel bekannt, befinden wir uns in einem historischen Zinstief, davon sind auch nicht die PKV Anbieter bedroht. Sie sind vom Gesetzgeber beschränkt worden, in welche Anlageklassen sie investieren. Man muss kein Fachmann sein, um zu ahnen, dass es sich hierbei um sehr konservative Anlageklassen handelt, die besonders unter den niedrigen Zinsen leiden.


    Eins ist sicher: Was den PKV Versicherern an Zinsen entgeht, das wird auf die PKV-Versicherten in Form von Beitragserhöhungen umgelegt werden. Des Weiteren ist die Kostenexplosion im Gesundheitswesen auch so sicher wie das Amen in der Kirche.


    Jeder der nicht ein erträgliches Sümmchen für das Alter zurückgelegt hat, welches er nicht für den Konsum / die alltägliche Lebensführung aufwenden wird, sollte jetzt versuchen in die GKV zu kommen, auch wenn er jetzt einen höheren Beitrag als in der PKV zahlen würde. Die Solidargemeinschaft wird schließlich durch die Beitragszahler getragen und nicht durch Aktionäre wie bei den meisten PKV Anbietern =O


    VG Schopenhauer

    Hallo zusammen,


    danke für den kritischen Beitrag. Der PKV Verband ist sehr bedacht darauf, in seiner Selbstdarstellung die Überlegenheit des Systems der PKV darzustellen, eine Auseinandersetzung mit den Schwachstellen findet regelmäßig nicht statt.


    Was ich mir von euch wünschen würde, für diesen Artikel, ist eine gegenüberstellung der (freiwilligen) gesetzlichen Mitgliedschaft in der GKV, und den damit auch verbundenen Vorteilen, damit der Leser selber ein Fazit ziehen kann.


    Z.b. sind die Wahltarife der GKV für die Absicherung von Existenzgründern Preis / Leistungsmäßig unschlagbar.


    Hier beispielsweise das Vigo select Krankegeld der AOK für einen hauptberuflich Selbstständigen:


    Leistung: 70% des beitragspflichtigen Arbeitseinkommens bei Arbeitsunfähigkeit; ab Beginn der vierten Woche AU


    Prämie: Der Versicherte zahlt eine Prämie von 1,25 Prozent des beitragspflichtigen Arbeitseinkommens.


    Bei 60k EUR Einkommen pro Jahr macht das eine Prämie von EUR 62,50 im Monat.


    Das ganze natürlich ohne Gesundheitsprüfung :thumbsup:


    VG

    @cuba


    Wenn Sie jetzt als auch in Zukunft wenig Einkommen erzielen werden, könnte eine eigene freiwillige Mitgliedschaft in der GKV für Sie eine Lösung sein, diese habe ich in einem meiner früheren Beiträge beschrieben. Voraussetzung hierfür ist aber ein GdB von mindestens 50. Laut SGB gilt der Versicherte erst ab dort als schwerbehindert.


    Da ich Ihre Erkrankung nicht kenne, sollten Sie sich ggf. mit Ihrem Hausarzt in Verbindung setzen ob, ob aufgrund Ihres jetzigen Gesundheitszustandes eine erneute Feststellung durch das Versorgungsamt sinnvoll erscheint.


    Eine weitere Anlaufadresse ist der VdK. Dieser Verband unterstützt die Mitglieder aussergerichtlich und gerichtlich in Streitigkeiten wie z.B. Sozialrecht. Mitgliedschaft kostet nur einen Bruchteil verglichen mit der Prämie einer Rechtschutzversicherung und vertragliche Wartezeiten gibt es auch nicht. Einfach mal die Informationsseite zum GdB vom VdK lesen: http://www.vdk.de/deutschland/…/grad_der_behinderung_gdb


    VG

    ich habe mehrfach gelesen, dass PKV versicherte in die GKV zurück können, wenn sie innerhalb der letzten 5 jahre mindestens einen tag in der GKV versichert waren.
    aktueller fall: alter 59, seit 30 jahren PKV versichert. seit 1.2.2014 arbeitslos. ab 1.5.2014 alg 1. in der zeit vom 1.2.2014 - 30.04.2014 in der familienversicherung der ehefrau GKV versichert. danach musste wieder zurück in PKV, lt. aussage GKV!


    ist jemandem bekannt, wo und in welchen gesetzlichen regelungen nachvollziehbar ist, dass die 5 jahre frist gilt?
    danke und gruss


    Hallo,


    Ihre Annahme bezieht sich auf den Beitritt zur gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner nehme ich an.


    Hier gilt lt. SGB V eine zu erfüllende Vorversicherungszeit innerhalb der letzten 5 Jahre. Siehe auch https://www.deutsche-rentenver…ationFile/52566/R0815.pdf


    Soweit ich Ihre Angaben verstehe, haben Sie die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht und erzielen ein Einkommen aus Arbeitslosengeld, welches überhalb der weiter oben beschriebenen Freigrenzen für eine kostenfreie Familienversicherung liegt.


    Sofern bei Ihnen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen bestehen, welche min. einen GdB 50 begründen, würde ich an Ihrer Stelle einen internen Tarifwechsel innerhalb der PKV anstreben. Da Sie lange beim gleichen Anbieter versichert zu sein scheinen, sollten hier einige Altersrückstellungen angefallen zu sein.


    VG


    Schopenhauer

    Hallo Raphael,


    ich habe mich in Rage geschrieben, da ich die politische Dimension unseres Zweiklassen-Gesundheitssystems aus tiefstem Herzen ablehne. Da ich auf Ihrem Avatar keine Krawatte erkannt habe, konnte ich mir den Seitenhieb einfach nicht verkneifen können ;)


    Da ich, in früheren Zeiten, die Höhen und vor allem die Tiefen der Selbstständigkeit meines Vaters mitgemacht habe (über Jahre unversichert); kenne ich sozusagen beide Seiten der Medaille. Ich bin seit Jahren (gottseidank) wieder GKV Mitglied.


    Ich respektiere Ihre Meinung über "Spätwechsler" welche gerne zurück in die Solidargemeinschaft möchten, gebe aber auch zu bedenken, dass die GKV von allen Steuerzahlern quersubventioniert wird (Stichwort: Gesundheitsfonds). Nach meinem Gerechtigkeitsempfinden ist die jetzige Gesetzeslage suboptimal für in Not geratene Selbstständige.


    Außerdem halte ich die PKV in Ihrer jetzigen Form als Träger Gesundheitsabsicherung für gescheitert:

    • Bei Vertragsabschluss ist nicht vorherzusehen wie sich die Beiträge für den VN entwickeln (speziell im Alter)
    • Die PKV war / ist mit immensen Vertriebskosten belastet (Der Provisionswucher ist erst seit kurzem gesetzlich gedeckelt, wen es interessiert: einfach mal Mehmet Göcker googeln bzw. bei Youtube ansehen..)
    • Der Versicherungsvertrieb konzentriert sich zu großen Teilen auf die Umdeckung bereits PKV Versicherter (Stichwort: Verlust der Altersrückstellungen -> Unbezahlbare Prämie im Alter)
    • Die meisten Tarife sind Krankenversicherungen kalkuliert nach Art der Lebensversicherung (Altersrückstellungen leiden unter Dauer-Zinstief)
    • Die PKV garantiert vertraglich Leistungen ein Leben lang, d.h. der PKV Versicherte partizipiert unmittelbar an der Kostenexplosion im Gesundheitswesen.
    • Der PKV Versicherte wird nicht immer besser behandelt als der GKV Versicherte, er bekommt nur mehr unnötige Behandlungen ("Herr Meier, gehen Sie mal bitte in den Röntgenraum..") diese führen zum Mehrkosten welche in saftigen Prämienanpassungen münden.
    • Der Wettbewerb der Krankenversicherer findet oftmals über neue Tarife statt, welche günstig sind, und viele junge gesunde Versicherte anlocken. Die älteren Tarife vergreisen (viele alte und kranke Versicherte bleiben zurück) -> der Ausgleich im Kollektiv leidet bzw. findet nicht statt.
    • Familien, vor allem mit Alleinverdiener, werden überproportional belastet. Jedes Kind muss einzeln nachversichert werden. Des Weiteren muss bei Elternzeit eines PKV-Elternteils i.d.R. die volle Prämie weitergezahlt werden! Die wenigsten Tarife bieten eine Beitragsfreistellung an und wenn dann auch nur sehr begrenzt.
    • Die Prämiensteiegerungen eines einzelnen PKV Versicherers stehen nicht im Fokus von Politik und Öffentlichkeit. Der Krankenkassenbeitragssatz schon. Daraus lässt sich schließen, dass hier weniger Druck bei der Prämienfindung ausgeübt wird im Vergleich zu den Verhandlungen über den GKV Beitragssatz.
    • Durch das Kostenerstattungsprinzip ist der PKV Versicherte dem Risiko ausgesetzt nicht alles erstattet zu bekommen (Der Arzt schreibt eine große Rechnung, von denen der PKV Versicherer leider einen Großteil kürzt)

    Die Liste könnte man jetzt noch weiter führen, mein Fazit lautet jedenfalls: Die private Krankenvollversicherung in der jetzigen Form ist idealerweise für Kunden gedacht, die sie eigentlich nicht bräuchten weil sie alles selber Zahlen könnten, und denen somit die Steigerungen der Prämie auch faktisch egal sein werden.


    VG

    Hallo julchen,


    die Aussage der GKV, bezüglich der nicht bestehenden Versicherungspflicht für die Krankenversicherung, stimmt leider.


    Außer von mir beschriebenen Sonderweg zur freiwilligen GKV besteht m.E. kein Weg zurück in die GKV.


    1. Ich würde an Ihrer Stelle einen Tarifwechsel gemäß § 204 VVG bei meinem PKV Versicherer anstreben, oftmals sind hier bis zu 50 % Beitragsersparnis drin, dies hängt jedoch vom Umfang der vertraglich zugesicherten Leistungen im Zieltarif ab. Leider sind die PKV Versicherer sehr gut darin Kunden mit Wechselwunsch abzuwimmeln, daher bitte nicht verunsichern lassen. Noch ein Tipp: Fallen Sie blß nicht auf Tarifwechseloptimierer im Internet rein, die nehmen "Beratunggebühren" jenseits der Sittenwidrigkeit :thumbdown:


    2. Der Arbeitgeber sollte sich bei PKV versicherten AN am Beitrag beteiligen. Nach meinem Kenntnisstand erfolgt die Prämienzahlung paritätisch, d.h. ähnlich wie beim gesetzlich Versicherten 50:50. Der Normalfall ist aber, dass dies für die "Top-Dogs" gilt, welche aufgrund Ihres hohen Einkommens sich nicht pflichtversichern brauchen. Wie von Ihnen geschildert, stellt Ihr jetztiges Arbeitsverhältnis eher die Ausnahme dar, da Sie wirtschaftliche Gründe für die TZ Beschäftigung haben, und nicht als besserverdienender Schlipsträger w.o. gelten (Ist nicht böse gemeint!)


    Daher würde ich mich erstmal an den Betriebsrat wenden, damit dieser mit der Personalabteilung vermittelt um eine Beteiligung zu erreichen(sofern es einen gibt). Falls es keinen Betriebsrat gibt, bleibt nichts anderes übrig, als selber beim Personaler vorstellig zu werden und die Situation zu klären, der AG kann sich nicht vor seinen Verpflichtungen entbinden, den AN krankenzuversichern.


    Bitte beachten Sie, dass dies meine Meinung zu Ihrerm Beitrag ist und keine ausführliche Rechtsberatung darstellt oder gar ersetzt.


    VG


    Hallo Schoena45,


    maßgeblich für eine Familien(mit-)versicherung ist, dass der Partner kein bzw. nur ein sehr geringes Einkommen erzielt.


    Laut SGB ist die Grenze bei 1/7 der monatlichen Bezugsgröße in der Sozialversicherung des jeweiligen Kalenderjahres.


    Da sich diese jährlich ändert kann man keine Vorhersage machen, wie die Grenze dauerhaft ist.


    Für das Jahr 2015 beträgt die Bezugsgröße 2.835 EUR Monatlich; davon 1/7 = 405 EUR


    Dieser Betrag dürfte m.E.n. für einen mitversicherten Renter nicht überschritten werden.


    Wenn das Familienmitglied jedoch 450 EUR Jobber ist und nicht mehr als 450 EUR / Monat verdient, gelten 450 EUR als Grenze :rolleyes:


    VG

    Das mit der RSV kündigen bei der Santander kann man vergessen, habe über meine Rechtsschutz mich von einem Fachanwalt für Versicherungsrecht beraten lassen. :(


    Die Regelung über die Laufzeit von 3 Vertragsjahren entsprechen wohl den gesetzlichen Regelungen. Es gab neulich ein Urteil vom Bundesgerichtshof darüber, dort wurde dies auch noch bestätigt..


    Hoffe ich konnte helfen.

    Hier noch eine Variante für alle die Ü55 sind und raus aus der PKV wollen:


    ACHTUNG: Es geht hierbei nur um einen Wechsel in die GKV als freiwilliges Mitglied. Eine Pflichtmitgliedschaft bzw. Zugang zur Krankenversicherung der Rentner ist hiermit nicht gemeint.


    Voraussetzungen (vgl. Rechtsquelle §9 SGB V z.B. www.dejure.org):

    • Beim Versicherten muss ein GdB von min. 50 festgestellt worden sein
    • Innerhalb eines Zeitfensters von 12 Wochen nach Feststellung des GdB muss ein Wechsel als freiwillig versichertes Mitglied gegenüber der Kasse erklärt werden.
    • Es muss eine Mitgliedschaft von min. 3 Jahren GKV innerhalb der letzten 5 Jahre vom Ehe- / Lebenspartner nachgewiesen werden. (Es geht auch ein Elternteil, das erachte ich bei Ü55 aber als schwierig.. :rolleyes: ) *
    • Der Zielkrankenkasse ist es wichtig, dass es eine Nahtlosigkeit im Versicherungsschutz gibt **
    • Die Krankenkasse hat sich älteren Neumitgliedern nicht verschlossen ***

    Anmerkungen zu den Sternchen:


    Zu Pkt. 3: Das ist eine gesetzliche Erfordernis welche (meiner Meinung nach) nur dazu dient, den Wechsel zu erschweren (der selbstständige Alleinverdiener soll nicht aus der PKV raus z.B.). Wenn dies bei euch nicht der Fall ist, wäre z.B. eine Zweckehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft denkbar :whistling: In unserem Fall jedenfalls haben wir eine Ehe kurz vor Antragstellung schließen lassen, dies hat die GKV akzeptiert.


    Zu Pkt. 4: Die PKV lässt einen i.d.R. nicht unterjährig raus. Hier muss entweder der Wechsel langfristig geplant werden, oder man muss auf Kulanz beim PKV Versicherer hoffen.


    Zu Pkt. 5: Viele Kassen denken wirtschaftlich und können sich per Satzung älteren freiwilligen Mitgliedern verschließen. Leider tun dies viele Kassen. Da ich keine schlafenden Hunde wecken möchte, benenne ich unsere Zielkasse hier nicht öffentlich. Google oder PN sollten hier aber weiterhelfen.


    Fazit: In unserem Fall konnten wir einen 69-jährigen PKV Versicherten mit ca. 690 EUR Prämie monatlich (bei 500 EUR Altersrente im Monat) in die KGV für 124 EUR im Monat bringen. :)


    Hoffe, ich konnte einigen einen Denkanstoß geben.


    Bei Fragen gerne Melden.


    Viele Grüße,