Beiträge von Pumphut

    Hallo,


    @Oekonom, Ihre leider zutreffenden Beispiele sprechen wohl eher für mangelnde Mathematikkenntnisse. Ich kann die Beispiele auch mit z.B. Gummibärchen diskutieren.


    Ist denn eine Finanz- und im weiteren Sinne Wirtschaftsbildung wirklich gewünscht? Die Leute lassen sich doch so deutlich besser abzocken.
    Gruß Pumphut

    Hallo @VersSulting,


    sicherlich ist es für Verbraucherportale nicht einfach, die finanzielle Stabilität von Versicherungsunternehmen zu bewerten. Ich fürchte aber, sie werden sich der Aufgabe stellen müssen.


    Die BaFin hat letztendlich so wenige Einflussmöglichkeiten, dass ihr manchmal nur übrig bleib, den Insolvenzantrag zu stellen, wie die ersten beiden Beispiele zeigen. Dann ist es aber für den Versicherungsnehmer zu spät.


    Wie Sie sicherlich wissen, waren/sind alle drei betroffenen Unternehmen sog. Maklerversicherer, d.h. Versicherungsmakler haben dort im Auftrag der Versicherungsnehmer Verträge abgeschlossen.Ob auch Versicherungsberater eingedeckt haben, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Sie werden sicherlich auch wissen, dass Protektor nur für Lebensversicherer eine Auffanglösung bietet und Medicator für Krankenversicherungen. Eine Abwicklungsgesellschaft (run off) übernimmt einen Bestand nur vor einem Insolvenzantrag. Im Bereich der Kompositversicherung (Sach-, Haftpflicht- und Kfz- Versicherung) ist der Versicherungsnehmer allein auf das Insolvenzrecht angewiesen. Da nutzt es ihm auch nur wenig, dass seine Ansprüche vorrangig aus der Masse befriedigt werden, wenn die nicht reicht. Noch entscheidender ist der Zeitfaktor. Die Abwicklung bis zum Verteilungstermin dauert Jahre. Selbst wenn ich einen 100 TEuro- Schaden an meinem Haus nach 5 Jahren zu 100% ersetzt bekomme, was mache ich in der Zwischenzeit?


    Ich denke, für den Verbraucherschutz allgemein besteht langsam Handlungsbedarf.


    Gruß Pumphut

    Nachdem 2015 ein Deutscher Versicherer insolvent gegangen ist
    https://www.bafin.de/SharedDoc…50326_Insolvenz_BVAG.html


    hat es jetzt den nächsten erwischt
    https://www.bafin.de/SharedDoc…t-West_Assekuranz_AG.html.


    Ein weiterer Versicherer beendet von sich aus das Geschäft:


    http://www.procontra-online.de…gt-alle-bestandvertraege/


    Die drei hier betroffenen Versicherer sind sicherlich kleine Spezialversicherer, die der Großteil der Privatkunden nicht kennen wird. Es sollte aber für alle ein Warnsignal sein, sich nicht nur die versprochenen Leistungen und Prämien eines Versicherers anzusehen sondern auch die finanzielle Stabilität. Natürlich ist das für den Privatkunden schwierig. Umso mehr sehe ich es als Aufgabe von Verbraucherportalen – auch hier Finanztip – diesen Fakt bei ihren Bewertungen einfließen zu lassen.


    Gruß Pumphut

    Hallo @anderitor,


    die Sache wird ja immer komplexer und verschließt sich wohl einer Ferndiagnose.


    Wenn ich Sie richtig (??) verstehe, ist der Kern des Streits die Frage, ob der Großteil der Münzen nun (laienhaft ausgedrückt) so reichlich am Markt vorhanden sind, dass sie nur den Nennwert haben oder so selten, dass ein höherer Wiederbeschaffungswert anzusetzen ist. Für einige Münzen hat der Sachverständige den höheren Wert akzeptiert, aber nicht für die Mehrzahl. Grundsätzlich müssen Sie natürlich den Beweis für den Wert der gestohlenen Sachen erbringen. Ob Sie nach objektiver Betrachtung dem SV selbst mit Ihren eingereichten Unterlagen den Nachweis für den geringen Nennwert erbracht haben oder der SV die Unterlagen falsch bewertet hat, ist Spekulation. Da kann Ihnen aus der Ferne auch keiner helfen.


    Welche Möglichkeiten haben Sie:


    • Wenden Sie sich an den Vorstand des Versicherungsunternehmens mit knappem aber eindringlichem Sachvortrag. Dann prüft zumindest der direkte Vorgesetzte Ihres Schadenregulierers den Fall und vielleicht kommt der zu einem etwas günstigeren Ergebnis.
    • Bei negativer Antwort können Sie den Fall noch dem Ombudsmann vorlegen.
    • Sie sind meiner Frage nach dem Zustandekommen des Vertrages ausgewichen. Falls über einen Vertreter oder Makler versuchen Sie, den mit ins Boot zu holen. Der kann wesentlich besser einen Kulanzantrag stellen als Sie.
    • Zum Schluss bleibt natürlich der Rechtsweg. Da es sich hier nach aktuellem Informationsstand nicht um eine Frage der Rechtsauslegung sondern nach der Bewertung eines Sachverhalts (Nennwert/Versicherungswert) handelt, wird es ohne einen vom Gericht bestellten Sachverständigen nicht gehen. Auch für dessen Arbeit müssen Sie erst einmal in Vorleistung gehen. Einen Anwalt brauchen Sie wahrscheinlich auch.

    Mit diesen Bemerkungen möchte ich meinen Beitrag dazu beenden.


    Für alle interessierten Mitforisten eine Lehre aus dem Fall: Es gibt Hausratversicherungen mit wesentlich höheren Entschädigungsgrenzen für Wertsachen und ohne diese komplizierte Differenzierung zwischen Bargeld und (Sammler-) Münzen. Bei so einer Versicherung würde man sich nur um die angegebenen 10-15% Differenz zwischen Nenn- und Wiederbeschaffungswert streiten. Also vor dem Abschluss die Bedingungen lesen oder einen Vermittler mit seinen Wünschen zum Abschluss beauftragen.


    Gruß Pumphut

    Hallo @anderitor,


    die Sache ist also deutlich weiter gediehen, als bisher dargestellt. Es ist natürlich misslich, wenn Sie die Informationen nur häppchenweise liefern. Bevor ich noch einmal in die falsche Richtung laufe noch einige Detailfragen:


    Wer hat das Versicherungsgutachten erstellt, wirklich ein z.B. öffentlich bestellter Gutachter für Münzen oder „nur“ ein Außenregulierer im Auftrag der Versicherung


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Versicherung argumentiert, grundsätzlich alle Münzen werden nur zum Nennwert versichert. Dann wäre ja 13.2.2 Satz 1 „…mit Ausnahme von Münzen, deren Versicherungswert den Nennbetrag übersteigt;..“ Irreführung und sehr leicht angreifbar. Ich denke eher, die Versicherung argumentiert, die bei Ihnen gestohlenen Münzen haben nur den Nennwert, weil… Was sind die Argumente?


    Wie weit haben Sie den bisher auf sachlicher Ebene mit der Versicherung über den Wiederbeschaffungswert diskutiert? Haben Sie der Versicherung entsprechende aktuelle Verkaufspreise für Ihre gestohlenen Münzen übermittelt? Ihr Ankaufspreis für die jetzt gestohlenen Münzen ist nicht unbedingt ein zwingendes Argument.


    Welche Stellung nimmt den Ihr Versicherungsvermittler (soweit vorhanden) in dem Vorgang ein?


    Natürlich steht Ihnen der Rechtsweg offen; vermutlich bereits in erster Instanz beim Landgericht mit Anwaltszwang. Dass Sie aber im Falle des Unterliegens mehrere Tausend Euro versenken, ist Ihnen bewusst?


    Bitte lesen Sie sich doch einmal den Paragraphen zum Sachverständigenverfahren in Ihrem Versicherungsvertrag durch.


    Gruß Pumphut

    Hallo


    Alska; ich muss Sie ein bisschen enttäuschen. Mit 200 T oder dem 3- oder 5- fachen werden Sie keine finanzielle Unabhängigkeit erreichen. Richtig finanziell unabhängig sind Sie mit Größenordnungen von 30 Mio. EURO. Da können Sie dann fast jeden (außer schwerkriminellen) Fehler machen und es reicht trotzdem noch für ein sorgenfreies Leben. Bei allem, was deutlich darunter ist, bleibt Ihnen die Erwerbsarbeit nicht erspart.


    Ausreichend Tipps, wie Sie in 10 Jahren mit mittlerem Risiko die Summe vielleicht verdoppeln, finden Sie hier unter „Konto & Anlegen“. Wenn Sie in 3 Jahren Ihr Geld verzehnfachen wollen, bleibt wohl nur die geniale Idee oder Waffen, Drogen usw.


    Noch eine besorgte Anmerkung: genau solche Menschen wie Sie sind eine leichte Beute dubioser Anleger- „Berater“. Passen Sie auf, dass aus Ihren 200 T nicht in 2 Jahren riesige Schulden geworden sind.


    Gruß Pumphut

    Hallo @anderitor,


    ich unterstelle einmal, dass Sie alles zum Thema Entschädigungsgrenze/Bargeld/Münze zitiert haben. Ich denke, dann sieht es für Sie sogar ziemlich gut aus.


    Weisen Sie der Versicherung nach, dass Ihre gestohlenen Münzen eben nicht zum Nennwert wieder beschaffbar sind, sondern nur mit einem Aufschlag von 10-15%. Dann greift 13.2.2 Satz 1 „…mit Ausnahme von Münzen, deren Versicherungswert den Nennbetrag übersteigt;..“. D.h. für diese Münzen gilt eben nicht die Bargeldregelung.


    Der Verweis auf das Münzgesetz mag zwar richtig sein, ist hier aber gegenstandslos. Man braucht keine lex specialis in den Versicherungsbedingungen, wenn man nur nach Gesetz regulieren will. So wie die Versicherung könnte man vielleicht argumentieren, wenn der zitierte Halbsatz nicht in den Versicherungsbedingungen stände.


    Geben Sie dem Schadensachbearbeiter einen freundlichen Hinweis auf Ihre konkreten Versicherungsbedingungen. Unter dem Arbeitsdruck ist es leider oft so, dass im ersten Schreiben nur nach dem Standard (s. meine Bemerkungen zu den GDV- Bedingungen) reguliert wird und erst auf konkreten Hinweis die vertragsspezifischen Besonderheiten herangezogen werden.


    Noch ein Tipp: Wenn Sie die Versicherung online abgeschlossen haben, müssen Sie sich allein bemühen. Falls Sie aber über einen Vertreter der Versicherung oder einen Makler abgeschlossen haben, ist die Unterstützung im Schadenfall deren wichtigster Job. Die wissen auch, wen sie anrufen müssen.


    Viel Erfolg


    Pumphut

    Hallo,



    Folgendes Urteil und die dazugehörigen Pressemitteilungen möchte ich den Foristen nicht vorenthalten:



    https://www.justiz.sachsen.de/…rankengeld_Termintipp.pdf


    und



    https://www.justiz.sachsen.de/…kengeld_Terminbericht.pdf



    Die Krankenkasse ist also der Meinung, dass ein eventueller formaler Fehler bei der Krankschreibung für einen offensichtlich schwer kranken Menschen die Zahlung des Krankengeldes für die Gesamtdauer der Erkrankung ausschließt.


    „Die Krankenkasse steht insoweit auf dem Standpunkt, dass die einen Tag verspätete ärztliche Feststellung den Verlust des Krankengeldanspruchs für die noch folgenden 74 Wochen zur Folge habe.“



    Ob die GKV nach dem Wortlaut von § 46 Satz 2 SGB V anders handeln konnte, kann ich als Nichtjurist nicht beurteilen. Falls nicht, wäre zu fragen, was unsere Politiker für unsoziale Gesetze machen.



    Ich bin ja gespannt, ob die GKV in die Berufung geht.



    Jeder gesetzlich Versicherte sollte sich diesen Fall aber gut merken.



    Gruß Pumphut

    Hallo,
    anderitor; bitte lesen Sie doch einmal im Versicherungsschein und den Versicherungsbedingungen nach. Haben Sie eine Entschädigungsgrenze nur für Bargeld oder eine für Bargeld undWertsachen oder nur für Wertsachen?
    Nach den Definitionen der Musterbedingungen des GDV
    http://www.gdv.de/wp-content/u…2010_QM_Stand_2013_01.pdf)
    sind Münzen wie Bargeld auch Wertsachen. In Ihrem Versicherungsvertrag können natürlich andere Definitionen stehen.
    Wenn in Ihrem Vertrag Münzen = Bargeld = Wertsachen auf 1.500 EURO begrenzt sind, haben Sie kaum Chancen, mehr von Ihrer Versicherungsgesellschaft zu bekommen. Das „kaum“ erläutere ich, wenn die Versicherungsbedingungen klar sind.
    Gruß Pumphut

    Hallo,
    zum Verständnis der Mitleser; die Krist Assekuranzmakler GmbH [&] Co. KG ist, wie der Name schon sagt, kein Versicherer sondern ein Versicherungsmakler. Der Versicherer in diesem Fall ist die Waldenburger Versicherung AG. Ob die Kulanzentscheidung vom Makler in eigener Vollmacht getroffen wurde oder bei der Waldenburger wissen nur die beteiligten Mitarbeiter.


    Auf telefonische Nachfrage hin wurde mir gesagt, dass die Kosten dafür nicht übernommen werden. Ich als Kunde frage mich aber: was hat die Versicherung davon, wenn sie mir vorschreibt, welches Rad ich kaufen darf?

    Genau die Situation, die jetzt eingetreten ist, möchte die Versicherung eigentlich verhindern. Es liegt wohl auf der Hand, dass das Diebstahlrisiko steigt, wenn einem das Fahrrad nicht mehr gefällt. (Damit will ich hier keinem zu nahe treten.)



    Habt ihr Empfehlungen zum Umgang mit der Situation?

    Vor Vertragsabschluss die Versicherungsbedingungen lesen.



    Gruß Pumphut

    Hallo,


    @mpollers und @VersSulting Ihre persönlichen Differenzen sollten Sie besser untereinander ausmachen. Da hier aber noch andere Interessierte mitlesen zur Klarstellung:


    Der „Gesetzgeber“ im engeren Wortsinn, d.h. der Deutsche Bundestag, bestimmt den Inhalt der Bedingungen der PHV wie aller anderen Versicherungen nicht. Er legt Randbedingungen fest, z.B. im Versicherungsvertragsgesetz. Die Zeiten, wo Versicherungsbedingungen im Wortlaut durch das damalige Bundesaufsichtsamt für Versicherungswesen genehmigt werden mussten, sind (manchmal könnte man sagen leider) vorbei. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) empfiehlt unverbindlich Musterbedingungen für verschiedene Versicherungssparten, auch für die PHV. Jedes Versicherungsunternehmen ist aber frei, diese Empfehlungen 1:1 umzusetzen, weniger oder auch mehr Leistungen zu bieten. Selbstverständlich dürften sich deutlich geringere Leistungen als in den Musterbedingungen nur schwer am Markt durchsetzen. Dass Ihre konkrete Police aber im Einzelfall geringere Leistungen als die Musterbedingungen enthält, ist damit nicht ausgeschlossen. Und natürlich unterliegen die Versicherungsbedingungen den rechtlichen Regelungen der AGB- Kontrolle. Stark zum Nachteil der Versicherungsnehmer ausgestaltete Versicherungsbedingungen haben damit langfristig keinen Bestand, da sie auf dem Rechtsweg für ungültig erklärt werden. Das ist natürlich ein staatlicher Eingriff, aber ein sehr indirekter und er dauert lange.


    „…und dann muss ich mich über bescheissende Versicherungsfritzen ärgern (bescheissen heist für mich auch viel zu viel verlangen), an die man sich vertrauensvoll gewandt hat, um sich irgendwie ein klein wenig fürs Alter abzusichern, oder im Falle eines Falles andere entschädigen zu können, und muss feststellen, dass deren Hirn gerade dazu ausreicht, um mit professioneller Ausnutzungsstrategie andere Menschen, die denen im Grunde völlig schnurz egal sind (Masse statt Klasse) übern Tisch zu ziehen.“


    Ich habe mein halbes Berufsleben mit solchen Menschen zu tun gehabt und da waren einige dabei, die ich nicht ganz so sympathisch fand. Aber grundsätzlich muss man doch feststellen, dass das System die Menschen zu dem macht, was sie sind. Und nun können Sie versuchen, sich im System zurechtzufinden oder es zu ändern. Ich glaube, Finanztip ist nur für die erste Variante das richtige Forum.


    Gruß Pumphut

    Hallo



    @Vers.BeraterGamper mir ist die Studie ziemlich egal. Ob Vertriebsverantwortliche sie kaufen werden, weiß ich nicht.


    Viel interessanter ist für mich die Fragestellung von @chris2702, die sich jeder durchschnittliche Verbraucher stellen muss:



    „Lieber viel Leistung zum angemessenen Preis? Das Beste vom Besten? Nur das Nötigste?“



    Sie gilt ja nicht nur für den Kauf von Versicherungen sondern für alle etwas höherwertigen Güter. Wenn man nicht gerade Spezialist auf dem Gebiet ist, gibt es m.E. nur zwei Möglichkeiten:


    • Man macht sich selbst schlau, u.a. mit Nutzung der diversen Portale, hier z.B. Finanztip oder
    • Man kauf das Best- of in der Hoffnung, alle relevanten Erwartungen werden erfüllt.


    Für den hier behandelten Fall der PHV mit einem Einsparpotenzial von 10-20 EURO zwischen preiswertem Best-of und Einzelselektion spielt die Frage keine große Rolle. Anders ist es bei einer z.B. privaten Krankenversicherung oder Wohngebäudeversicherung. Hier könnte sich ggf. die Bezahlung des Honorars für einen Versicherungsberater lohnen, bei der PHV nicht.



    Gruß Pumphut

    Hallo



    @fragende ich finde es sehr positiv, dass Sie sich vor so einer Lebensentscheidung auch mit möglichen Negativszenarien auseinandersetzen. Da es vielleicht auch andere Leser mit ähnlicher Fragestellung gibt, möchte ich aus eigenen Erfahrungen und Überlegungen in ähnlicher Situation etwas weiter ausholen.



    Ich glaube, Sie fokussieren sich zu sehr auf das eine Szenarium Tod Ihres Ehemannes. Dabei gibt es wesentlich mehr und der Tod ist in dem Alter auch noch das mit der geringsten Wahrscheinlichkeit. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit:


    • Scheidung (kommt auch noch nach der Silberhochzeit vor);
    • Arbeitslosigkeit (wenn nicht gerade Beamter o.ä.),
    • Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit;
    • plötzliche hohe Reparaturkosten (damit muss man bei einem Baujahr 1990 immer rechnen).


    In den ersten drei Fällen kommt zu den persönlichen Problemen dann noch der Verlust des Eigenheimes.Die Gegenmaßnahmen sollten m.E. schon so weit wie möglich auch dann noch den Erhalt der Familienwohnung sichern.



    Haben Sie schon eine Bank, die dabei mitspielt, dass nur der Ehemann Kreditnehmer wird? Genau aus den Überlegungen, die Sie auch anstellen, mögen das die Banken üblicherweise nicht.



    Meine Empfehlungen teilen sich in einige allgemein menschliche und ein paar Versicherungshinweise:



    Sie würden finanziell wesentlich besser dastehen, wenn Sie, sobald es die Kinder erlauben, wieder voll arbeiten. Im positiven Fall hat die Familie dann so einen Einnahmenüberschuss, dass Sie auch einmal eine Sondertilgung tätigen können. Das entspannt die Situation am Tilgungsende deutlich. Damit könnten Sie auch kürze Zeiten der Arbeitslosigkeit Ihres Mannes überbrücken und im Fall einer Scheidung haben Sie zumindest eine Basis für Überlegungen, mit den Kindern im Familienheim bleiben zu können. Auch plötzliche Großreparaturen sind dann finanziell nicht so furchtbar schlimm.



    So makaber es klingt, dass finanzielle Risiko des plötzlichen Todes Ihres Ehemanns ist noch am einfachsten zu kompensieren. Auch mit Ende 40 kann man noch eine Risikolebensversicherung zu akzeptablen Konditionen abschließen. Achten Sie auf eine ausreichend hohe Versicherungssumme. Details können Sie hier im Ratgeberteil von Finanztip nachlesen.



    Schwieriger wird es mit dem Abschluss einer wirklich leistungsfähigen Berufsunfähigkeitsversicherung. Falls Ihr Mann nicht schon eine hat (dann aber noch mal durch einen Fachmann prüfen lassen), sind mit Ende 40 die Prämien so hoch, dass man, wenn man sich die Prämie noch leisten kann, diese ggf. besser in eine sichere Geldanlage oder eine Sondertilgung des Kredits steckt.



    Wählen Sie eine Finanzierungsvariante mit einem sog. Volltilgerdarlehn, so dass die Immobilie bei Renteneintritt Ihres Mannes abgezahlt ist. Die Rate wird dann etwas höher sein, aber Sie haben Planungssicherheit.



    Wenn nicht irgendwelche – nicht vorgetragenen – besonderen Randbedingungen vorliegen, würde ich doch die klassische Variant, d.h. je 50% Eigentum und gemeinsamer Kredit, empfehlen.



    Und zum Schluss, auch wenn es hart klingt. Falls die Finanzierung zu eng wird, verzichten Sie auf die Immobilie oder wollen Sie die nächsten 20 Jahre ihr Sklave sein? Es gibt noch ein bisschen mehr im Leben.



    Viel Glück Pumphut

    Hallo,


    @complecz Hat Ihnen der Sachbearbeiter der Versicherung diese und nur diese Begründung schriftlich gegeben? Ich nehme das einmal für die folgenden Ausführungen an.


    Ich weiß nicht, welche Versicherungsbedingungen Sie haben, aber in den Musterbedingungen des GDV steht:
    " Die Entschädigung wird fällig, wenn die Feststellungen des Versicherers zum Grunde und zur Höhe des Anspruchs abgeschlossen sind. Der Versicherungsnehmer kann einen Monat nach Meldung des Schadens den Betrag als Abschlagszahlung beanspruchen, der nach Lage der Sache mindestens zu zahlen ist" VHB 2010 (QM) A § 14(1).


    Die Staatsanwaltschaft stellt nach 3-6 Monaten ein Diebstahlverfahren ein, wenn es ausermittelt ist (über die Intensität der Ermittlungen brauchen wir uns hier nicht unterhalten). Bereits jetzt erwartet die Staatsanwaltschaft also keine neuen Fakten zum Vorgang mehr. Die Versicherung muss also auf der Grundlage der vorliegenden Informationen entscheiden oder selbst weitere Informationen beschaffen.


    Falls Sie so eine ähnliche Klausel wie beim GDV in Ihrem Vertrag haben und der Versicherer keine anderen Fragen mehr hat, würde ich auf eine Abschlagzahlung von 100% bestehen.


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    @chris2702, wenn Sie es als Beruhigung sehen, ist die Versicherung i.O. Nach Überfliegen der Bedingungen stören mich zwei Punkte:
    - Sind die Schäden aus dem sog. Identitätsdiebstahl mitversichert? So direkt kann ich es nicht herauslesen.
    - 10 TEURO Höchstentschädigung p.a. können, wenn es richtig schief geht, schnell knapp werden.


    Haben Sie schon Erfahrungen zur Prämienanpassung?


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    zwei banale Hinweise:
    1. Versicherungsbedingungen durchlesen - jeder Versicherer hat im Detail andere;
    2. Falls die Frage dann immer noch unklar ist, beim Vertreter, bei dem man abgeschlossen hat oder bei Onlineabschluss direkt beim Versicherer nachfragen.


    In 90% der Fälle dürfte dabei ein "Ja" herauskommen. Falls nicht Versicherung wechseln.


    Noch viel wichtiger, bei der Gelegenheit gleich mit abklären, ob der Auslandsaufenthalt der Tochter mit im Versicherungsschutz enthalten ist. bei Langfristaufenthalten außerhalb der EU tun sich einige Versicherer schwer.


    Gruß Pumphut

    Hallo


    @sam_fi auf die Frage gibt es eine einfache Antwort; lesen Sie in Ihren Versicherungsbedingungen nach.


    Die Musterbedingungen des GDV sagen dazu:


    „Gesamtentschädigung, Kosten aufgrund Weisung
    Die Entschädigung für versicherte Sachen einschließlich versicherter Kosten ist je Versicherungsfall (siehe Abschnitt A § 1 Nr. 1) auf die vereinbarte Versicherungssumme (siehe Abschnitt A § 9 Nr. 2 a) und Nr. 2 b) einschließlich Vorsorgebetrag (siehe Abschnitt A § 9 Nr. 2 c)begrenzt. Schadenabwendungs- und Schadenminderungskosten (siehe Abschnitt B § 13), die auf Weisung des Versicherers entstanden sind, werden unbegrenzt ersetzt. Wird die vereinbarte Versicherungssumme einschließlich Vorsorgebetrag für die Entschädigung versicherter Sachen bereits vollständig ausgeschöpft, so werden versicherte Kosten (siehe Abschnitt A § 8) darüber hinaus bis zu __ Prozent der Versicherungssumme (siehe Abschnitt A § 9 Nr. 2 a) und b) ersetzt.“ VHB 2010 A § 12(4)


    Natürlich kann in Ihren spezifischen Versicherungsbedingungen etwas anderes stehen. Eine Vorsorgeversicherung von 10% ist Standard. Damit wären Sie bei Ihrem Beispiel bereits bei einer Gesamtentschädigungssumme von 55.000 EURO für Schadenersatz und Hotelkosten. Hinzu käme noch der Aufschlag für die Kosten von x %.


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    ich habe heute von der DEBEKA folgenden netten Brief bekommen:


    „Sehr geehrte…


    ihren fristgerechten Widerspruch gegen die Änderung der Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge (ABB) in Hinblick auf die Einführung einer Servicepauschale haben wir zur Kenntnis genommen.


    Wir bestätigen Ihnen hiermit, dass die Klausel über die Servicepauschale aufgrund Ihres Widerspruchs nicht Bestandteil der Ihrem Bausparvertrag zugrundeliegenden ABB geworden ist. Ihr Vertrag wird somit ohne Servicepauschale fortgeführt.


    Mit freundlichen Grüßen“


    Es ist also wohl wirklich so, dass die Bausparkassen, salopp formuliert, auf Dummenfang gehen.


    @Anika Also liebes Finanztip- Team, rühren Sie laut die Trommel, damit der Anteil der Dummen klein wird.


    Gruß Pumphut