Beiträge von Pumphut

    Hallo Ozymandias,


    um einmal etwas strukturierter zu antworten.


    Ein Schadenersatz setzt erst einmal einen Schaden voraus. War der durch den Stromausfall unvermeidlich und können Sie den beziffern? Wenn Sie z.B. in Homeoffice Ihre Arbeit um eine Stunde verlagern mussten, dürfte das schwerfallen.


    Gegenüber Ihrem Netzbetreiber haben Sie ggf. einen Schadenersatzanspruch aus Vertrag oder unerlaubter Handlung. Rechtsgrundlage ist § 18 „Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung“.


    Falls bei Ihnen der Standardfall eingetreten ist und das Kabelsuchgerät (vulgo Bagger) zugeschlagen hat, haben Sie einen Direktanspruch aus unerlaubter Handlung nach § 823 BGB. Der Netzbetreiber nennt Ihnen gern Name und Anschrift der Firma – ist bei denen Routinevorgang. Und die Abwicklung des Schadens beim Versicherer des Bauunternehmens auch.


    Gruß Pumphut

    Hallo Temlan,


    im Einzelfall kann eine Unfallversicherung ggf. sinnvoll sein. Das kann man aus der Ferne nicht seriös beurteilen. Aber so wie Sie Ihren Fall schildern, hätten Sie mehr davon, wenn Sie die vorhandene (hoffentlich gute?!) BU- Versicherung etwas aufpeppen und da die 25 Euro/M investieren.


    Gruß Pumphut

    Hallo,

    Versichert:

    Austritt von Grundwasser in Folge von Ausuferung von oberirdischen stehenden oder fließenden Gewässern und Witterungsniederschlägen.

    Nicht versichert:

    Sturmflut, Grundwasser (soweit nicht an die Erdoberfläche gedrungen siehe versichert).

    Das steht nicht nur bei Ozymandias in den Versicherungsbedingungen, sondern in fast allen Bedingungen zur Elementarschadenversicherung und auch schon seit Jahrzehnten. Es ist also keine neue „Masche“.


    Hintergrund ist ganz einfach, dass der Versicherer nicht dafür bezahlen möchte, dass in Gegenden mit hohem und schwankendem Grundwasserstand die Kellerabdichtung mangelhaft ist. Das Wasser muss schon von oben in den Keller laufen.


    Nach der Homepage der Allianz ist bei deren „Extremwetterversicherung“ ebenfalls das Eindringen ansteigenden Grundwassers ausgeschlossen.


    Gruß Pumphut

    Hallo Alfonso,


    Sie können eine Versicherung für fremde Rechnung abschließen. Aber auch diesen Fakt müssen Sie der Versicherung mitteilen, falls dass der eigentliche Hintergrund der Frage ist. Die Versicherungsgesellschaft hat allerdings auch die Freiheit, diese Konstellation nicht so gut zu finden und Ihnen zur nächsten Hauptfälligkeit zu kündigen.


    Warum machen Sie diese Klimmzüge? Ihr Sohn kann doch eine eigene Hausratversicherung abschließen und wenn Sie der Meinung sind, schenken Sie Ihm die jährliche Versicherungsprämie. Über solche Kleinschenkungen denkt man im Fall des Erbfalles kaum nach. Ansonsten ist der Hinweis von Thebat schon richtig.


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    im aktuellen (8/2021) Heft von Finanztest wird über das Thema Bankvollmacht berichtet. U.a. wird dort ausgeführt:


    "Todesfall. Sind Kontoinhaber gestorben, erfährt die Bank in der Regel durch das Nachlassgericht oder Einwohnermeldeamt davon." (S. 16)


    Ist das wirklich so? Nach meinen Erfahrungen fragt das Nachlassgericht nur summarisch das Geldvermögen ab. Woher das Einwohnermeldeamt die Kontoverbindungen des Verstorbenen kennen sollte, erschließt sich mir auch nicht.


    M.E. ist die Bank zumindest im Regelfall darauf angewiesen, dass ihr Angehörige, Erbbesitzer oder Erben den Todesfall mitteilen.


    Kennt jemand andere Verfahrensweisen?


    Danke und Gruß


    Pumphut

    Hallo Alfonso,

    Kann die Hausratversicherung unverändert bestehen bleiben?

    Klare Antwort, Jein oder es kommt auf die Randbedingungen an. Bevor ich hier alle Varianten durchexerziere, wäre es hilfreich, Sie könnten die Randbedingungen etwas erläutern:

    • Benötigen Sie in der neuen Wohnung keine Hausratversicherung?
    • Haben Sie die Einrichtung Ihrem Sohn geschenkt/verkauft oder wohnt er möbliert?
    • Gibt es nur Mobiliar oder ist in den Schränken etwas drin?
    • Wollen Sie die Versicherungsprämie weiter bezahlen und ggf. im Schadenfall auch die Entschädigung erhalten?
    • Sind Sie sich sicher, dass die Versicherungsbedingungen noch den Bedürfnissen Ihres Sohnes entsprechen? Nur als Stichworte: Überspannungsschäden an Elektronik; Elementarschäden; Fahrrad.

    Gruß Pumphut

    Hallo tom70794,


    vielen Dank für diesen Link. Liest sich ja hochspannend. Allerdings werden Sie auch gelesen haben, dass der Stand vom 12.10.2009 (!) beschrieben wird. Die interessante Frage wäre, was ist heute noch aktuell? Vielleicht findet sich hier der Riester- Spezialist.


    Gruß Pumphut

    Hallo Ozymandias,


    ein kleiner Hoffnungsschimmer wäre, wenn die Direktzusage im Rahmen eines Tarifvertrages erfolgte und der Betroffene Gewerkschaftsmitglied ist, sich an die Gewerkschaft zu wenden. So nach dem Motto: Da habt Ihr eine Änderung in der GRV übersehen. Redet mal mit den Arbeitgebern über eine aktuelle Auslegung des Tarifvertrages.


    Ansonsten fällt mir – nach nochmaliger Aufforderung unter Berufung auf das aktuelle Urteil – wirklich nur der Gang zum Arbeitsgericht ein.


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    es wäre ja hochinteressant, ob der Fall ein Einzelfall ist oder System hat. Die ING Österreich gibt ihr Privatkundengeschäft an die Bank99 (Tochter der österreichischen Post) ab. Es gibt Berichte, dass im Vorfeld „unprofitablen“ Kunden gekündigt wurde. „Sie tun es immer wieder“ (H. Mell)?


    DerAbiturient

    ein Schreiben der ING DiBa in dem mein Girokonto inkl. Aktiendepot mit einer Frist von 2 Monaten ohne Angabe von Gründen gekündigt wurde

    Detailnachfrage ein aktives Aktiendepot mit Käufen und Verkäufen, d.h. Gebühren für die ING?


    Gruß Pumphut

    Heißt: Super (E5) hat die "vorgeschriebenen" 5% Bioethanolanteil und E10 zwischen 5 und 10%.

    Also, E10 ist mit einem Bioethanolanteil von "nur" 5% rein zufällig auch konform...

    Das Gerücht kenne ich auch. Belege?

    Hallo,


    ich möchte keine Diskussion zur Sinnhaftigkeit des Kraftstoffs E10 starten sondern nur die finanzielle Seite beleuchten. Wie ich zumindest in meiner Region feststellen konnte, war die Differenz zwischen E5 und E10 viele Jahre vor Corona meistens 3 ct/l. Während Corona sank sie auf 2 ct/l und seit diesem Jahr ist sie auf 6 ct/l gestiegen. Letzteres ist natürlich schon ein Argument, das Betriebshandbuch noch einmal zu lesen.


    Allerdings muss ich auch feststellen, dass bei einer Supermarkttankstelle, die in meiner Region das untere Preisniveau definiert, seit Wochen die E10- Zapfsäulen defekt sind. Reiner Zufall?


    Gibt es vergleichbare oder total entgegengesetzte Erfahrungen?


    Und noch einmal die Bitte, keine Diskussion über die Sinnhaftigkeit von E10. Da sind alle Argumente gewechselt.


    Gruß Pumphut

    Hallo Mona,


    dumme Geschichte.


    Zum Anwalt würde ich Ihnen jetzt (noch) nicht raten. Der kostet erst einmal auch nur Ihr Geld.


    Außer von der Bank werden Sie wohl kein Geld zurückerhalten. Die Polizei dürfte leider recht haben. Die Täter sind kaum zu ermitteln und wenn doch, haben sie kein Geld.


    Da der Vorgang regional ist und offensichtlich mehrere Kunden betroffen sind, würde ich zwei Ansätze empfehlen.


    Gehen Sie zu Ihrer regionalen Verbraucherzentrale. Vielleicht kann die die Interessen der Geschädigten bündeln und dann für alle mit der Bank verhandeln.


    Informieren Sie Ihre Regionalzeitung, wenn die nicht schon berichtet hat. Öffentlicher Druck ist in solchen Kulanzfällen immer hilfreich.


    Übrigens vielen Dank, dass Sie hier berichten – als Warnung, man kann nicht misstrauisch genug sein.


    Viel Erfolg und Gruß Pumphut

    Hallo,


    m.E. vertritt mein Vorschreiber eine extreme Rechtsauffassung. Bevor die sich festsetzt möchte ich meine entgegenstellen.

    Bzw. er möge bitte den jährlichen Standsicherungsnachweis in Kopie (jedes Jahr von neuem) "rüberreichen".

    Für den privaten Grundstückseigentümer (öffentliche Hand ist etwas anderes) gibt es keine Verpflichtung, die Bäume auf seinem Grundstück jährlich durch einen Sachverständigen prüfen zu lassen. Es genügt vollkommen, wenn der private Eigentümer einmal jährlich – oder nach besonderen Ereignissen – seinen Baum mit kritischem Laienblick auf Standfestigkeit prüft. Nur wenn er Zweifel bekommt, sollte er einen Sachverständigen einschalten.

    Eigene Hausversicherung prüft dann, ob B) Nachbar einen noch gültigen Standsicherungsnachweis hat - wenn ja hat eig. Vers. Pech

    Im Zivilrecht hat derjenige, der etwas behauptet die Beweislast. Also nicht der Nachbar muss sich mit einem Standsicherheitsnachweis entlasten, sondern der Anspruchsteller (hier die Gebäudeversicherung aus übergegangenem Anspruch) muss beweisen, dass der Baum vorgeschädigt war und dass der Eigentümer das erkennen konnte.

    Fremder Baum fällt auf mein Haus- Haus mehr oder weniger demoliert - Wer zahlt ?

    A) Eigene Hausversicherung -auf jeden Fall

    Die Hausratversicherung bezahlt nur bei einem Sturmschaden oder anderem versicherten Ereignis. Bei z.B. Altersschwäche des Baumes oder Beschädigung durch Bauarbeiten ist das kein Fall für die Gebäudeversicherung.


    Gruß Pumphut

    Hallo nachtflug,


    eine Minute die Suchmaschine Ihrer Wahl liefert z.B.:


    „Der Versicherer Die Haftpflichtkasse VVaG aus der Nähe von Darmstadt ist nach einem Hackerangriff seit Tagen lahmgelegt. Das Unternehmen hat nach dem Angriff seine IT-Systeme am Wochenende vom Netz genommen, teilte ein externer Sprecher für den Versicherer am Dienstag mit. Die Haftpflichtkasse sei derzeit nicht über Internet und Telefon erreichbar und könne auch nur einen eingeschränkten Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten.“


    https://www.wiwo.de/it-systeme…cherer-lahm/27416642.html


    Es ist wohl leider so, dass zukünftig bei Nichterreichbarkeit in der Vergangenheit solider Unternehmen diese Möglichkeit als erstes geprüft werden muss.


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    ganz so pessimistisch wie meine Vorposter bin ich nicht.


    Die abcBank GmbH ist eine Bank mit deutscher Einlagensicherung. D.h. bis zu einer Einlage von 100 Teuro fühle ich mich relativ sicher. Da interessiert mich kein Rating.


    Allerdings, ob ich bei meiner bisherigen Bank auf 100 Teuro Tagesgeld 0,01% und bei der abcBank 0,05% p.a. bekomme, macht genau 40 Euro Unterschied. Da kommt ein ziemlich mieser Stundenlohn für den Wechselaufwand heraus.


    Anders ist natürlich die Fragestellung, wenn ich dringend sofort verfügbares Geld benötige und meine Bank mich mit Verwahrentgelten quälen will. Da lohnt es sich, alle Banken mit deutscher Einlagensicherung und Zinssatz größer Null zu berücksichtigen.


    Gruß Pumphut

    Hallo tobiasweiss,


    soweit der Spaß. Ich vergleiche die Situation mit den Kryptowährungen gern mit den Anfängen der Papiergeldausgabe in den USA. Da druckte jede Bank ihre Banknoten. Erst nach einigen Crashs mendelte sich da der Dollar heraus. So eine ähnliche Entwicklung erwarte ich auch bei den Kryptowährungen. Die eigentliche Frage wird sein, wird es wieder eine staatlich garantierte und kontrollierte Währung werden oder eine supranationale von einigen Großkonzernen definierte Währung. Sowohl die chinesische Notenbank als auch die EZB haben wohl Bestrebungen in die erste Richtung.


    Allerdings helfen diese Überlegungen für heute nicht weiter. Wer natürlich das Händchen hat zu erkennen, welche der heutigen Kryptowährungen überleben wird, ist die gemachte Frau/Mann.


    Gruß Pumphut

    Hallo chris2702,


    bezüglich Kontoführungsgebühren stimme ich mit Ihnen ja überein.

    Mich stört, dass der Deutsche an sich ein kostenfreies Konto als Grundrecht definiert statt zu sehen, dass eine gute Leistung bezahlt werden will.

    Gilt diese Aussage auch für das „Verwahrentgelt“ und falls ja, ist das noch gute Leistung?


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    ich glaube, hier muss man zwei Sachverhalte unterscheiden.


    Zum einen all die Dienstleistungen, die eine Bank rund um die Kontoführung erbringt, z.B. Geldüberweisungen, Zahlungsdienstleistungen usw. Selbstverständlich verursachen diese Dienstleitungen Kosten und selbstverständlich kann die Bank diese Kosten an ihre Kunden weitergeben. Allerdings müssen die Gebühren irgendwie mit dem Aufwand korrelieren, wofür normalerweise der Wettbewerb sorgt. Wenn einige große Banken (noch) keine Gebühren erheben und irgendwie quer subventionieren – Glück für den Kunden.


    Das andere ist die Tatsache der reinen Geldaufbewahrung für den Kunden bei der Bank, die das allerdings nicht selber macht, sondern das Geld an die EZB weiterreicht. Aus diversen Gründen – will ich hier nicht diskutieren – will die EZB das Geld vom Grundsatz nicht und verhängt für das zähneknirschende Zugeständnis der Annahme eine „Strafgebühr“; derzeit wohl 0,5%. Diese Strafgebühr hat nichts mit den Aufwendungen der EZB für diese Dienstleistung zu tun, sondern ist letztendlich politisch festgelegt. Diesen politischen Preis reicht die Bank zunehmend an den Kunden weiter. Im Fall der Sparkasse Vogtland sogar mit einem Zuschlag. Nun will ich die grundsätzliche Berechtigung der Banken für dieses „Aufbewahrungsentgelt“ gar nicht anzweifeln. Ihnen entstehen ja die Kosten.


    Die ganzen Diskussionen drehen sich nur um den zweiten Teil. Wenn hier so sehr auf andere Länder verwiesen wird, stellt sich für mich die Frage, wird irgendwo außerhalb des Euro- Raumes neben Kontoführungsgebühren auch ein „Verwahrentgeld“ für bereits bescheidene Guthaben erhoben?


    Gruß Pumphut