Beiträge von Pumphut

    Hallo Guido B.,


    Ihre Frage ist etwas verwirrend. Verstehe ich den Sachverhalt richtig, Ihre Mutter hat ein lebenslanges Wohnrecht und wohnt auch in der Wohnung? Soll Ihre Mutter jetzt neben den vereinbarten Nebenkosten auch eine Nettokaltmiete bezahlen?


    Falls richtig erfasst; warum? Eine Schenkung können Sie einfacher haben.


    Gruß Pumphut

    Hallo

    Zudem muss die Bank auch so rechnen, dass das Darlehen bis zur Rente getilgt werden kann.

    Das muss die Bank nicht. Sicherlich werden einige so schematisch vorgehen. Es gibt aber auch Banken, die sich die konkreten Verhältnisse ansehen. Meine Partnerin (kurz vor der Rente) und ich bereits als Rentner haben problemlos einen Neukredit für eine Immobilienfinanzierung abschließen können. Wir konnten uns aus mehreren Angeboten das beste aussuchen. Es kommt halt auf die Randbedingungen an.


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    das Landgericht Leipzig hat entschieden, dass die Sparkasse Vogtland bei Neukunden ab 5.000 Euro (!) ein Verwahrentgelt von 0,7% ( also sogar mehr als der Strafzinssatz der EZB) berechnen darf; siehe: https://www.tagesschau.de/wirt…braucherzentrale-101.html


    Endgültig wird die Frage sicherlich erst vom BGH entschieden werden, aber ich erhoffe mir kein grundsätzlich anderes Urteil.


    Jetzt dürfte es bei den anderen Banken kein Halten mehr geben.


    Trotzdem schönen Tag


    Pumphut

    Hallo Frieda82,


    wie immer kommt es auf den Einzelfall an.

    Außerdem dachte ich, es gäbe eine EU-Richtlinie, die es Banken verbietet, Kredite zu gewähren, die bis zur Rente nicht abgelöst werden können.

    So detailliert ist die Richtlinie nicht. Sie besagt nur, dass der Kreditnehmer in der Lage sein muss, den Kredit zurückzuzahlen. Es kommt also auf die Rentenhöhe an. Einige Banken kalkulieren außerdem mit der durchschnittlichen Lebenserwartung. In der Zeit sollte der Kredit zurückgezahlt sein. Der Bezug von Rente an sich ist kein Ausschlusskriterium, nur die Rentenhöhe. Sie wissen doch: „Die Rente ist sicher“ – zumindest sicherer als der Lohn eines normalen Arbeitnehmers.

    Wie seht ihr das? Ist der Kauf tatsächlich ratsam, wenn man so ein Haus nicht bis zur Rente abbezahlen kann? Oder ist mein Bauchweh begründet?

    Die emotionale Seite Ihrer Frage ist wohl typisch deutsch. Ich habe mir sagen lassen, dass unsere niederländischen Nachbarn die Kredite für ihre Häuser nie tilgen, sondern nur laufend die Zinsen bezahlen. Auf der objektiven Seite kommt es auf die Zahlen an. Können Sie sich im Rentenalter trotz laufender Tilgung alles leisten, was Sie sich wünschen? Falls Sie die Frage bejahen können, wo ist das Problem?


    Anmerkung: Wenn ich einmal annehme, dass im Nickname Ihr Geburtsjahr verarbeitet ist, würde ich vermuten, die Probleme mit einer Baufinanzierung könnten in der Zeit bis zur Rente auftreten, nicht danach.


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    den Hinweis von lieberjott kann ich nur unterstützen.

    Beim angedachten Zeithorizont würde ich mal einen Blick auf das "bessere Sparbuch" von CosmosDirekt werfen:

    Aus eigener Erfahrung zwei kleine Wehrmutstropfen: Die Abwicklung bei Cosmos ist, nun ja, etwas zäh. Im ungünstigen Fall muss man schon 6 Wochen einplanen, bis man sein Geld hat. Die über die Jahre aufgelaufenen Zinsen werden erst bei Auszahlung fällig. Da ist man schnell über dem Freistellungsauftrag im Auszahlungsjahr. Aber ansonsten sicherlich eine beachtenswerte Alternative.


    Gruß und viel Erfolg Pumphut

    Hallo Pariwia,


    ich glaube, mit Ihrer Problemlage sind Sie nicht ganz allein. Leider fällt mir keine richtig gute Lösung ein.


    Sicherlich müssen Sie für einen geplanten Immobilienkauf Eigenkapital ansparen. Die Randbedingungen sind heute allerdings überhaupt nicht günstig:


    Wenn man eine Kaufgelegenheit findet, muss in max. einem halben Jahr das Geld verfügbar sein. Manchmal eventuell sogar noch kürzer. Außerdem sollte es bei Anlage an der Börse nicht gerade eine Delle geben. 25% weniger wäre sicherlich doof. Beide Argumente sprechen eigentlich für Tagesgeld.


    Ob es in zwei Jahren noch Tagesgeld oberhalb von Minibeträgen (5 oder 10 Teuro) gibt, kann man bezweifeln. Und selbst wenn, dabei zusehen, wie das Geld durch Inflation und ggf. „Verwahrentgelte“ weniger wird, ist auch nicht gerade ermutigend.


    Ein Lösungsansatz könnte sein, Sie präzisieren Ihren Zeithorizont von 2-5 Jahren auf z.B. 4-5 Jahre. Dann legen Sie alles Geld in Festgeld mit dem Enddatum in 4 Jahren an; natürlich so auf Banken verteilt, dass bei keiner 100 Teuro überschritten werden. Neu angespartes Geld wird ebenfalls in Tranchen von 5-10 Teuro auf dieses Enddatum hin festgelegt.


    Zwar bin ich kein Freund von Bausparen, aber wenn Sie Ihr Ziel auf 7-9 Jahre terminieren könnten, sollte auch über einen Bausparvertrag nachgedacht werden. Die Wohnungsbauförderung – wenn förderberechtigt – kompensiert die niedrigen Guthabenzinsen zumindest.


    Nur der Vollständigkeit halber: solange Status „mein Freund“ legt jeder sein Geld für sich an. Sonst gibt es Probleme mit dem Finanzamt (vom Ärger bei der hoffentlich nicht eintretenden Trennung einmal abgesehen).


    Vielleicht gibt es von anderen Foristen noch gute Ideen.


    Gruß Pumphut

    Hallo zf100,

    Bestehende/alte Festgelder können aktuell auch weiter bei der ING wieder angelegt/verlängert werden. Mag sein, dass das nicht für alle Festgelder Gültigkeit hat.

    Sind Sie sich da sicher? Falls für besondere Kunden zutreffend, verstehe ich Ihre Ausgangsfrage nicht. Bietet Ihnen die ING ein Festgeld mit negativem Zins an? D.h. die Nachteile Negativzins und Nichtverfügbarkeit für die Anlagedauer werden kombiniert?


    Jetzt haben Sie aber erhebliche Irritation verursacht. Eine Aufklärung wäre nett.


    Gruß Pumphut

    Hallo

    die Frage ist nur, was gilt, wenn man das Festgeld nach Ablauf wieder fest anlegen möchte,

    Wie Sie schon festgestellt haben, bietet die ING die Möglichkeit neuer Festgeldanlagen nicht mehr an.


    Wenn Sie Festgeld wollen, gibt es noch einige wenige Banken, die 0,x% positive (!) Zinsen zahlen oder Sie nehmen eine der aktuell anderen Anlageformen der ING. Aktuell bedeutet das wohl, bei größer 50 Teuro bezahlen Sie ein Verwahrentgelt.


    Gruß Pumphut

    Hallo quast,


    Danke für den Link. Es geht also um eine BGH- Entscheidung vom 20.06.2021 und nicht vom 21.06. Deshalb habe ich auch nichts finden können.


    Ob sie allerdings auf Ihren Fall anwendbar ist, möchte ich doch bezweifeln.


    Zum einen sind Sie kein unbekannter Dritter, der an das Geld will, sondern der bisherige Versicherungsnehmer. Zum anderen wird im Urteil die (vom Notar) bestätigte Ausweiskopie allein für unzureichend erklärt, nicht die amtliche.


    Der wesentliche Hintergrund dürfte allerdings sein, dass ein Versicherungsmitarbeiter oder von ihm Beauftragter den Kunden persönlich mit Ausweis sehen will. Wenn die Versicherung das so will, muss sie auch eine zumutbare Möglichkeit anbieten.


    Ich bleibe bei meinem Vorschlag, schicken Sie ein Einschreiben – besser gleich an den Vorstand – und machen Dampf.


    Gruß Pumphut

    Hallo zf100,


    ein Festgeldkonto zeichnet sich dadurch aus, dass der Geldbetrag für eine vorher genau definierte Laufzeit zu einem vorher vereinbarten Zinssatz „fest“ angelegt ist. Weder die Bank noch der Kunde können daran erst einmal etwas ändern. Falls Sie wirklich noch laufende uralte Festgeldanlagen bei der ING haben, laufen die auch genauso bis zum vereinbarten Fälligkeitstermin weiter. Änderungen bei anderen Kontotypen haben darauf keinen Einfluss.


    Gruß Pumphut

    Hallo quast;

    Zu dem angeführten Urteil findet meine Suchmaschinen leider nichts hilfreiches.

    Meine auch nicht. Ich habe mir noch die Mühe gemacht, alle am 21.04.2021 ergangenen BHG- Urteile oberflächlich durchzusehen. Zumindest in den Hauptpunkten der Urteile habe ich nichts zum Thema finden können.

    Für mich ist eine

    'amtliche Beglaubigung' ein 'hoheitlicher Akt', hat eine höhere/die

    Beweiskraft schlechthin/ und ist mit zusätzlichen Kosten verbunden.

    Für mich auch. Meine Vermutung, entweder da spielen bei der Abwicklungsfirma vollkommen unbeleckte Mitarbeiter vom Blatt, da steht eben „bestätigt“ drauf, oder man will Sie auf die Rolle schieben.


    Vorschlag: Schicken Sie noch ein Einschreiben. Fragen Sie nach dem konkreten BGH- Urteil und einer Begründung, warum eine amtliche Beglaubigung nicht anerkannt wird. Setzten Sie eine Frist von vielleicht 14 Tagen und kündigen freundlich an, wenn bis dahin keine zufriedenstellende Antwort kommt, ergreifen Sie weitere Schritte, deren Kosten die Abwicklungsgesellschaft zu tragen hat.


    Gruß Pumphut

    Hallo Leonardo,


    eine interessante Idee aber da gibt es sehr viel zu bedenken, damit man nicht Schiffbruch erleidet. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit fallen mir ein:


    Wohnen Sie derzeit in der DHH? Falls ja, brauchten Sie eine andere Wohnung; Kosten; Stress.


    Bei so einem Projekt lauern immer Unwägbarkeiten. Mindestens die Hälfte Ihres Aktiendepots sollten Sie schon als Reserve vorhalten.


    Sie müssen also auch den Kauf der zweiten DHH über einen Kredit finanzieren. Gibt der reine Bodenwert den Restkredit und den Kredit für den Kauf der anderen DHH her? Ansonsten wäre die bisher finanzierende Bank sicherlich not amused, wenn das Kreditobjekt abgerissen wird.


    500 m² für 900 TEuro Baukosten zu errichten, finde ich sportlich. Selbst Großunternehmen haben vor Corona für mittleren Standard mit 2 Teuro/m² kalkuliert. Die Baupreise dürften weiter steigen. Lassen Sie sich einmal eine Kostenschätzung von einem Architekten machen und fragen ihn unbedingt auch nach der Toleranz.


    Immobilienpreise können auch wieder sinken. Wo ist bei dem Projekt Ihre Schmerzgrenze beim Verkaufspreis, bei der Sie in den Verlust rutschen?


    Wenn Sie nicht gerade selbst vom Fach sind, sollten Sie einen Bauherrenberater engagieren. Und der sollte ein ähnliches Objekt auch schon einmal durchgezogen haben.


    Viel Erfolg und Gruß


    Pumphut

    Hallo,


    Pantoffelheld spricht einen ganz wichtigen Punkt an.

    Am Ende kam dabei heraus, was viele sich schon ungefähr gedacht hatten, aber das soll kein Makel sein. So mag es seinen Beitrag zum Familienfrieden leisten.

    Wenn der Verkauf innerhalb der Familie erfolgen soll, würde ich immer zu einem Gutachten eines Dritten raten. Dessen Gutachten kommt meistens auch nicht zu grundlegend anderen Ergebnissen als die eigene sorgfältige Einschätzung, aber allen Beteiligten kann er als neutraler Sündenbock dienen. Optimal wäre, wenn sich Verkäufer und Käufer vorher auf einen Gutachter einigen. So bleibt kein Raum für unterschwellige oder manchmal sogar offene Vorwürfe in der Familie, die auch noch Jahrzehnte nachwirken können, der hat mich damals über den Tisch gezogen.


    Gruß Pumphut

    Hallo Dennis4a1,


    ich denke, das Video von Said erklärt schon die meisten Fragen. Wenn Sie eine relativ untypische Immobilie besitzen, wird ein vom Gutachter ermittelter Vergleichswert auch nicht viel nutzen. Sie brauchen Interessenten.


    Falls Sie beim Verkauf Zeit haben, an eine wildfremde Person verkaufen wollen (besonders kritisch wird die Frage Kaufpreis in der Verwandtschaft) und Zeit und Lust für den Verkaufsprozess haben, empfehle ich Ihnen die Methode Versuch und Irrtum.


    Den Bodenrichtwert kann man sich relativ leicht besorgen (in den meisten Bundesländern inzwischen online) und für den Wert des Gebäudes schätzen Sie erst einmal grob nach oben. Meldet sich kein Interessent, war der Preis zu hoch, rennt man Ihnen die Bude ein zu niedrig. So nähern Sie sich langsam dem höchsten am Markt durchsetzbaren Preis. Ein Makler macht es letztendlich nicht viel anders. Nur benötigt er auf Grund seiner Erfahrung ein paar weniger Schritte.


    Viel Erfolg und Gruß


    Pumphut

    Hallo absbass,


    ob Ihr Vorhaben theoretisch nach der Rechtslage möglich wäre, können Ihnen vielleicht die Steuerfachleute hier im Forum erklären.


    Aus grundsätzlich ähnlichen Überlegungen wollte ich meine Steuervorauszahlung für das Kalenderjahr komplett am Jahresanfang bezahlen, was mein Finanzamt vehement abgelehnt hat. Selbst die Quartalszahlung am Anfang des Quartals fand kein Wohlwollen. Man bestand auf Zahlung in den ersten zehn Tagen des letzten Quartalsmonats.


    Haben Sie Ihr zuständiges Finanzamt schon gefragt?


    Gruß Pumphut

    Hallo go4java,


    ich vermute einmal, Ihr Vertreter möchte Ihnen die Elementarschadenversicherung schmackhaft machen. Die gibt es üblicherweise nur im Paket mit solchen Risiken wie Erdbeben und Vulkanausbruch, aber die Überschwemmung ist schon ein Thema, über das man nachdenken sollte. Die Bedingungen der GEV habe ich hier gefunden: https://www.gev-versicherung.d…-BB-VGB-HomeCare-2018.pdf (ab Seite 12).


    Da ist als Überschwemmung definiert:


    „Überschwemmung ist die Überflutung von Grund und Boden des Versicherungsgrundstücks mit erheblichen Mengen von Oberflächenwasser. Dies gilt nur, wenn

    a. eine Ausuferung von oberirdischen (stehenden oder fließenden) Gewässern,

    b. Witterungsniederschläge oder

    c. ein Austritt von Grundwasser an die Erdoberfläche als Folge von a. oder b. die Überflutung verursacht haben.“


    Übrigens kann man auch 1.000 m über dem Meer an einem Hang wohnen und bei Starkregen läuft das Regenwasser (mit Erde und Steinen) hinten in das Haus herein und vorn wieder raus. Der Schaden sieht gar nicht lustig aus. Aber ob so etwas bei Ihnen eintreten kann, müssen Sie schon selbst bewerten. Die Versicherung hat mit dem Angebot zumindest ihre Beratungspflicht erfüllt.


    Gruß Pumphut

    Hallo ac745g,

    Die HKD hat Ihre Beiträge im Durchschnitt zur Jahresmitte im Schnitt um 33 EUR angehoben. Dies wurde gemäß Ziff. 15 AHB (§ 8 III AHB ältere Fassung) nun mitgeteilt.

    Woher haben Sie diese Information. Eine Erhöhung um 33 Euro dürfte bei der PHV eine Größenordnung um die 50% ausmachen, was ich für unwahrscheinlich halte. Könnte es sein, dass hier alle PHV- Untersparten (z.B. Betriebshaftpflicht, Amtshaftpflicht), die die HDK betreibt, summarisch erfasst sind?


    Gruß Pumphut

    Hallo winter,


    preislich ist immer die VHS die Benchmark. Ich mach gerade einen Online- Sprachkurs: 5 Teilnehmer (weil nicht mehr wollen), pro Woche ein Termin a`90 min; für 4 Monate knapp 150 Euro. Zumindest theoretisch kann man ja an jeder VHS von jedem Ort teilnehmen. Bei mir klappt es über die Grenze eines Bundeslandes hinweg.


    Gruß Pumphut

    Hallo TinglTangl,


    m.E. wird die in der Zweitüberschrift angekündigte Aussage:

    „Aktien sind nur mit Einschränkungen auf lange Sicht eine bessere Anlage“

    nicht untersetzt. Der Autor führt zwar detailliert auch und gerade die langfristigen Risiken einer Aktienanlage vor Augen, aber bei der Alternative Anleihen belässt er es bei einem Vergleich von 1997-2016. Eindrucksvoller wäre hier ebenfalls der Vergleich über 100 Jahr. Da hat aber auch die eine oder andere Staatsanleihe nicht gerade Freude gemacht, z.B. des Zarenreiches oder um etwas näher zu kommen das „Eiserne Sparbuch“ in Deutschland (eine Art Staatsanleihe für den Volksgenossen).


    Und wenn ich schon beim Meckern bin: „Eine erst kürzlich durchgeführte Untersuchung zeigt, dass die Aktienmärkte in 39 Industrieländern von 1841 bis 2019 außerhalb der USA und Großbritanniens sehr riskant sind…“ 1841 soll es 39 Industrieländer gegeben haben? Ich habe Schwierigkeiten, heute 39 Industrieländer zu finden. Es sei denn, man zählt z.B. Bulgarien dazu.


    Mein Fazit, das Leben ist lebensgefährlich.


    Gruß Pumphut