Beiträge von Pumphut

    Hallo,


    ich hätte da noch eine Ergänzungsfrage: Ist der Soli bei Kapitalerträgen grundsätzlich immer zu bezahlen oder kann man in sich – unterstellt man bleibt mit den gesamten steuerlichen Einkünften unter der „Reichengrenze“ – mit der Anlage KAP bei der Steuererklärung zurückholen?


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    ich nehme an, Sie haben das Geld von einem Girokonto überwiesen und Sie können sich noch erinnern, bei welcher Bank Sie damals ein Girokonto hatten. Wenn Sie Glück haben, hat diese Bank noch die Daten. Fordern Sie einen – kostenpflichtigen – Kontoauszug für das betreffende Jahr an. Da steht dann auch drin, auf welche Depotbank das Geld überwiesen wurde.


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    ganz so pessimistisch sehe ich es nicht.

    Wie kann ich dahingehend einen rechtssichere Nachweis über meinen Depotstatus unabhängig von der Verfügbarkeit der Systeme meines Brokers führen? Ich könnte ja alle Transaktionen physisch dokumentieren, aber jedes Blatt Papier ist ja im Moment des Drucken schon veraltet im Internetzeitalter.

    Mit einem Ausdruck zum Zeitpunkt X habe ich einen Nachweis zu diesem Zeitpunkt. Die depotführende Stelle müsste mir dann schon nachweisen, dass ich zwischen X und dem Computercrash noch verkauft habe. Wenn es eine ausreichend große Anzahl Kunden trifft, hoffe ich auch auf ein kundenfreundliches Urteil.


    Außerdem denke ich zumindest, dass alle Finanzdienstleister backups erstellen, aus denen heraus sie dann die Kundenbestände generieren können – ggf. unter Verlust der letzten 24 Stunden o.ä.

    Bis alle Probleme gelöst sind, kann es ggf. einige Tage oder Wochen dauern, aber ein vollständiger Verlust ist m.E. doch sehr theoretisch.


    Gruß Pumphut

    Hallo PhilEcon,


    erst einmal meine Anerkennung, dass Sie sich zu längerfristigen Finanzfragen Gedanken machen.


    Um die Fragestellung etwas besser eingrenzen zu können noch die Bitte um ein paar Details:


    Welche Mindestsumme müssen Sie p.M. einzahlen und wer zahlt die ein? Falls Sie jetzt selbst einzahlen müssen; können und wollen Sie die Summe noch einige Jahre aufbringen?


    Welche Kontoführungsgebühren fallen an?


    Haben Sie Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage?


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    etwas zur Sortierung der Frage: Falls ich eine Person fahrlässig verletzte, hat der Geschädigte grundsätzlich einen Regressanspruch gegen mich für die entstandenen materiellen Schäden, auch für die Behandlungskosten. Dieser Ersatzanspruch gilt auch, wenn der Geschädigte ein Partner, Angehöriger oder Mitbewohner eines gemeinsamen Hausstandes ist, die dann überwiegend auch noch Mitversicherte im Vertrag sind.


    Bei fahrlässiger Verletzung deckt die Haftpflichtversicherung grundsätzlich den Anspruch ab. Im Fall Angehöriger oder Haushaltsmitglied besteht natürlich eine hohe Manipulationsgefahr. Deshalb schließen die Versicherer standardmäßig aus:


    „Falls im Versicherungsschein oder seinen Nachträgen nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist, sind von der Versicherung ausgeschlossen:


    7.5 Haftpflichtansprüche gegen den Versicherungsnehmer(1) aus Schadenfällen seiner Angehörigen, die mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben oder die zu den im Versicherungsvertrag mitversicherten Personen gehören;“ Musterbedingungen des GDV https://www.gdv.de/resource/bl…rsicherung--ahb--data.pdf


    Nun werden in Deutschland die Heilbehandlungskosten überwiegend durch Krankenversicherungen bezahlt. Die Ansprüche des Geschädigten gegen den Verursacher gehen insoweit auf die Krankenversicherung über. Selbst wenn der geschädigte Angehörige keine Schadenersatzansprüche gegenüber dem Verursacher erhebt, die Krankenkasse macht es. Deshalb haben die meisten Haftpflichtversicherer den oben zitierten Ausschluss abgemildert, indem Formulierungen wie von Kater.Ka in#6 zitiert, aufgenommen werden.


    Sich vor Abschluss davon zu überzeugen und auch den konkreten Personenkreis abzuchecken, der umfasst ist, ist natürlich sinnvoll.


    Nebenbei: Der Link in #3 funktioniert nicht. Insofern kann die Frage zu den mitversicherten Personen nicht beantwortet werden. Deshalb nur allgemein:


    „Angehörigen, die mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben“


    Soweit der Angehörigenstatus durch förmlichen Rechtsakt (und wenn es die Geburtsurkunde des Kindes ist) festgestellt ist, ist die Sachlage klar. Bei den sonstigen Mitbewohnern wird es im Detail kompliziert. Der Mitbewohner im Nachbarzimmer der WG dürfte kein Angehöriger sein, der Mitbewohner, bei dem nach Sozialrecht von einer „verfestigten Lebenspartnerschaft“ ausgegangen wird, wohl doch. Falls es da Unsicherheiten gibt, kann man sich eine konkrete Person im Versicherungsvertrag namentlich als Mit- VN bestätigen lassen.


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    ein paar unsortierte Bemerkungen:


    Warum wollen Sie die Wohnung überhaupt kaufen und streben keine Erbauseinandersetzung an? Dann würden Ihnen rechnerisch 1,5 Wohnungen zufallen.


    Wenn die Immobilie nicht in einer grottenschlechten Gegend liegt, dürften die 50TE von vor vier Jahren heute keine Verhandlungsbasis gegenüber den Miterben mehr sein. Sie sollten schon eruieren, wie der heutige Marktpreis sein könnte. Kleiner Trost, Sie brauchen ja nur 75% bezahlen.


    Wie ist denn der Erhaltungszustand der Immobilie, oder anders gefragt, was kommt in den nächsten Jahren an Instandhaltungskosten so oder so auf Sie zu?


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    JDS hat m.E. eine ganz wichtige Diskussion angestoßen.

    Eine weitere Voraussetzung ist, möglichst viele Vermittler zu finden, die entsprechend geldgeil sind und möglichst wenig Ahnung von der Materie haben (Finanzbildung nahe Null).

    Meine berufliche Erfahrung mit dieser untersten Stufe der Vermittler war, viele machen den Job nicht aus „Geldgeilheit“, sondern weil sie nichts anderes mehr finden. Die Kenntnisse über die von Ihnen verkauften Produkte sind aber meistens minimal. Insofern vollste Zustimmung, was die wissen und können, kann sich der interessierte Laie auch aneignen. Nur wie bekommt man ihn dazu?

    Anders herum... wenn du den Bedarf deines Kunden ermittelst und die bestmögliche Lösung anbietest, bist du auf dem richtigen Weg... aber das tust du ja, soweit ich dich kenne.


    Nein, wenn Leute mit Rückgrat entgegen der Geschäftspolitik das tun, was sie selbst verantworten können, um das (wirtschaftliche) Interesse des Kunden zu wahren.

    Das ist eine aussterbende Geschäftsphilosophie. Ewig können sie als Mitarbeiter nicht gegen das Unternehmen arbeiten. Ich hatte das Glück, als second level support den Bedarf des (Industrie-) Kunden zu ermitteln und dann maßgeschneiderte Produkte zu entwickeln. Mit meinem Renteneintritt wurde die Stelle abgeschafft. Meinen Kollegen in den anderen Unternehmen ging es weitgehend ähnlich.


    Wer sich nicht selbst um seine finanziellen Belange kümmert, ist übel dran. Wie bringt man dies Otto Normalverbraucher bei?


    Gruß Pumphut

    Hallo zusammen,


    in schweren Zeiten einmal etwas zum Schmunzeln.


    Bei NIBC dümpelt etwas Geld herum, ohne dass ich das Konto aktiv nutze. Nun wollte ich online eine sog. Kombigeld- Anlage machen. Alle Eingabemasken sorgfältig ausgefüllt, mit TAN bestätigt; Auftrag wurde angenommen. Nach über 24 Stunden wochentags sehe ich in der Kontoübersicht - nichts. Ein Anruf bei einem freundlichen Mitarbeiter ergab; ja wir haben viel zu tun. Die Anlage dieses Kontos muss händisch durch Mitarbeiter erfolgen. Es dauert.


    In manchen dieser neumodischen Kisten sitzen also doch die Wichtel mit dem Abakus.


    Gruß Pumphut

    Hallo,


    könnten Sie bitte die Quelle für Ihr Zitat benennen?


    Im entsprechenden Artikel hier auf Finanztip


    https://www.finanztip.de/vermoegenswirksame-leistungen/


    ist der Fakt vollkommen richtig dargestellt:


    "Vermögenswirksame Leistungen, die Du von Deinem Arbeitgeber erhältst, sind steuer- und sozialabgabenpflichtig. Denn sie steigern praktisch Dein Bruttogehalt um die Höhe der VL. Dein Arbeitgeber überweist den vollen VL-Betrag auf das Sparkonto, Du bezahlst im Gegenzug über die Lohnabrechnung Steuern und Abgaben. Im Vergleich zum Zustand ohne vermögenswirksame Leistungen verringert sich also Dein Nettogehalt geringfügig."


    Auch die Sonderfälle sind in ihrer steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Auswirkung m.E. im weiteren Text richtig dargestellt.


    Pumphut

    Vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken und lege einfach erstmal los. Dann schaue ich in 15 Jahren noch mal, wie sich meine Tochter und das Depot entwickelt hat

    Genau den Vorschlag würde ich auch machen. Die Anlage muss heute und die nächsten überschaubaren Jahre passen. Aber zum Thema Minijob oder Bafög der Tochter würde ich mir 2-3 Jahre vorher Gedanken machen. Nur sollte man sich keine zukünftigen Optionen verbauen. Wie im Forum an anderer Stelle schon diskutiert, an die Kinder geschenktes Geld ist kaum mehr rückholbar. Was auf der anderen Seite auch wieder Vorteile haben kann. (Ich bin mir bewusst, der Hinweis auf eine Scheidung ist in der aktuellen Situation unromantisch.)


    Viel Erfolg Pumphut

    Hallo,


    heute eine Frage an die Steuerexperten:


    „Der Basisertrag wird ermittelt durch Multiplikation des Rücknahmepreises des Investmentanteils zu Beginn des Kalenderjahres mit 70 Prozent des Basiszinses nach Absatz 4.“ (§18(1) InvStG)


    Bisher dachte ich, bei unterjährigem Kauf, egal ob Einmalkauf oder Sparplan, wird der Kaufpreis des Fondsanteils zum Kaufzeitpunkt angesetzt. Frage: Wird o.g. Satz so ausgelegt, dass der Basisertrag unabhängig vom Kaufzeitpunkt immer aus dem Rücknahmepreis zu Beginn des Kalenderjahres berechnet wird und der spätere Kauf nur über den Absatz 2


    „(2) Im Jahr des Erwerbs der Investmentanteile vermindert sich die Vorabpauschale um ein Zwölftel für jeden vollen Monat, der dem Monat des Erwerbs vorangeht.“


    berücksichtigt wird?


    Danke und Gruß Pumphut

    Hallo,


    alles richtig, was Pantoffelheld schreibt. Allerdings, 2% von 2.000 Euro sind auch nur 40 Euro p.a. So richtig toll Ausgehen kann man davon noch nicht.


    Vermutlich ist der Vertrag bisher unter dem Radar der BSK geblieben. Wenn man jetzt etwas ändern will, kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit die von Pantoffelheld geschilderten Konsequenzen. Es kommt dazu, dass der Bonuszins üblicherweise erst ausgezahlt wird, wenn man auf die Zuteilung verzichtet. Das setzt voraus, dass die BSK überhaupt die Zuteilungsreife anzeigt.


    Es gibt m.E. zwei Varianten; Nichtstun, bis die BSK aufwacht oder jetzt aktiv den Vertrag beenden. Für die 18+ Jahre stehen Ihnen natürlich die 2% Zinsen p.a. zu. Und bitte bei der Abrechnung noch darauf achten, dass die BSK Ihnen keine jährlichen Gebühren unterjubelt.


    Gruß Pumphut

    Hallo Peterhans,


    ich finde es ja gut, dass Sie sich überhaupt die Eingangs formulierten Fragen stellen.

    Es geht mir eigentlich nur darum, was sollte/müsste man abschließen.


    Mit Podcast habe ich es nicht so, wo kann man seriöse Berater/Makler finden?

    Falls Sie wirklich 2-300 Euro für eine Beratung ausgeben wollen, statt selber Zeit zu investieren, wenden Sie sich an einen der ca. 200 in Deutschland zugelassenen Versicherungsberater (nicht Makler oder Vertreter).


    Aber eigentlich können Sie und Ihr Sohn es auch allein schaffen. Meine Vorschreiber haben Ihnen einige gute Tipps gegeben, wie und wo man Informationen bekommen kann. Wenn es dann eine spezifische Verständnisfrage zu einzelnen Versicherungen gibt, finden Sie hier im Forum bestimmt auch eine Antwort.


    Viel Erfolg und Gruß Pumphut

    Hallo Chrisleh77,

    ein geschätzer Verkehrswert ist 98.000 EUR (Haus + Grundstück)

    sind Sie sich sicher, dass 98 TEuro der realistische Verkehrswert ist? Ich unterstelle, wenn Ihre Eltern aktuell darin wohnen, ist es keine Bruchbude und/oder es liegt nicht gerade an der Kreuzung von zwei Hauptverkehrsstraßen o.ä. extrem wertmindernde Faktoren. Gerade die Grundstückspreise gehen in den letzten Jahren in fast allen Gegenden Deutschlands durch die Decke.


    Da liegt m.E. in 15 oder 20 Jahren das größere Streitpotential mit Ihrem Bruder: Du hast mir das Grundstück zu billig abgeluchst, oder so.


    Im von Kater.ka verlinkten Artikel können Sie sehen, wie Sie den Wert des Nießbrauchsrechtes berechnen. Auch da sollten Sie für die fiktive Mietzahlung belegbare Vergleichswerte aus der Umgebung heranziehen.


    Ein Vorschlag zur Abwicklung: Ihre Eltern übertragen Ihnen das Haus zum Verkehrswert minus Wert des Nießbrauchs. 50% schenken Sie Ihnen, 50% bezahlen Sie. Die 50% Geld schenken Ihre Eltern Ihrem Bruder. M.E. kann man das alles in einem Notarvertrag verarbeiten. Je nach Familiensituation wäre ggf. noch an solche Regelungen zu denken wie Vorkaufsrecht des Bruders, wenn Sie das Haus innerhalb x Jahren verkaufen oder/und Beteiligung am Spekulationsgewinn bei Verkauf.


    Gruß Pumphut

    Hallo tom70794,


    vielen Dank, dass Sie hier andere Verbraucher vor einer Falle warnen.


    Wir haben es hier sicherlich mit einem grenzwertigen Vorgehen zu tun aber rechtlich dürfte wenig gegen die AstraDirekt GmbH zu machen sein. Auf den Abschluss der Versicherung wird bereits auf der Homepage hingewiesen. Nach schnellem Querlesen sind die Bedingungen formal auch i.O. Nur zur Erläuterung: Versicherer ist die AstraDirekt Versicherung AG, die sehr wohl eine Bafin- Zulassung hat. Die AstraDirekt GmbH ist Versicherungsnehmer und der jeweilige Schließfachmieter ist Mitversicherungsnehmer im Rahmen einer Gruppenversicherung. Auch wenn die Versicherung voreingestellt ist, zeigt Ihr Auszug, dass man sich auch anders entscheiden kann.


    M.E. ist dieses Vorgehen ein sehr schönes Beispiel dafür, dass man sich heute im Geschäftsverkehr nicht mehr auf die Seriosität eines Anbieters verlassen kann, sondern alles hinterfragen und prüfen muss.


    Gruß Pumphut

    Hallo Oekonom,


    Danke für die Information.

    Arbeiten in der Werkstatt eines Handwerkers sind nicht nach § 35a Abs. 3 EStG begünstigt,

    Rechtssystematisch ist die Entscheidung sicherlich nachvollziehbar. Politisch ist die Entscheidung allerdings zu hinterfragen, denn sie befördert nur Ideen, wie man die Tatsache der Werkstattarbeit verschleiern könnte.


    Ich hoffe, hier denkt das Bundesfinanzministerium noch einmal nach.


    Gruß Pumphut

    Hallo Pantoffelheld,


    Ihr Einwand

    Beide beantworten die Frage aber nicht.


    Auf die Frage "was ist besser?" ist "beides" keine sinnvolle Antwort.

    ist richtig.


    Allerdings gibt es im Leben Fragen, auf die es keine Antworten gibt.


    Selbstverständlich kann ich mit heutigen Randbedingungen eine Berechnung machen und herausbekommen, Variante 1 ist um x Prozent günstiger. Die Erkenntnis nutzt mir aber wenig, wenn sich in 10 Jahren die Randbedingungen fundamental ändern. Dann war rückblickend Variante 2 wohl besser.


    Will sagen: Entweder kann man es sich leisten, beide Varianten zu bedienen um die maximale Sicherheit zu haben oder man muss sich für eine Variante im Bewusstsein entscheiden, es könnte die falsche sein. Komplizierte Berechnungen gaukeln eine Scheinsicherheit, die nicht vorhanden ist.


    Gruß Pumphut