Beiträge von JudoPredator

    Klar Verluste begrenzen ist im Nachhinein das richtige gewesen. Ich hätte ja auchbund könnte hedgen, gehebelt auf Kursgewinne oder - verluste handeln oder mir Aktienanleihen mit Bayer als Basiswert dszu nehmen und alles verrechnen.


    Ja ich denke ich habe jetzt viel Input gekriegt und werde mir einen Teilverkauf überlegen oder alternativ mich über die Dividende freuen.

    Wenn Du die Position loswerden möchtest, scheinst Du der Meinung zu sein: dass es sich um kein gutes Investment handelt. Und dann stellt sich automatisch die Frage, warum Du mit einem in Deinen Augen schlechten Investment ein anderes in Deinen Augen schlechtes Investment ausbügeln willst?

    Deine Argumentation verstehe ich ja. Du sagst, eine versalzene Suppe wird nicht besser durch mehr Salz. Ich sage eher, ich versuche durch mehr Wasser die Suppe zu retten.


    Du könntest das erste Investment auch stehen lassen und auf (etwas) Erholung setzen, oder komplett rausgehen und in ein anderes Investment gehen, dem Du mehr zutraust.

    Bei einer Erholung wäre ja meine Vorgehensweise ja immer noch nicht falsch, da die Erholung dann früher Früchte trägt, der Weg also nicht so weit ist.

    Problematisch sehe ich hier eher, dass die Position sich eventuell nie mehr erholt, dann hast noch mehr Kohle in den Sand gesetzt ( bei Bayer läuft das operative Geschäft zumindest, bei Fresenius bin ich da schon skeptischer) oder dass du irgendwann ein so absolutes Übergewicht hast und dort dein Kapital auf Jahre bindest.

    Klar wäre mir am liebsten die Position nicht mehr zu haben. Bei 5000€ Verlust (ohne, dass ich jetzt in einer Notsituation bin und zumindest bei Bayer einer optimistischeren Sichtweise meinerseits) tue ich mich schwer das jetzt zu realisieren. Die Dividende kommt, bei Bayer mehr als bei Fresenius.

    Naja vielleicht bin ich einfach vorgeschädigt, was solche Investments angeht. Die Commerzbank habe ich damals nach der Dresdner Übernahme auch mit mehr Synergien als Problemen gesehen. Nun gut, wo es geendet hat und wo die CoBa jetzt steht wissen wir. Dort war ja nicht mal die Hoffnung auf eine Dividende.

    Das bezweifel ich auch nicht. Ich will ja aber die ganze Position loswerden und nicht nur mein erstes Investment. von daher interessiert es mich wie die gesamte Position dasteht, und wenn ich das durch gezielte Käufe verbessern kann, dann kann ich meinetwegen alles in ner gesonderten Zeile darstellen, erkenntnisgewinn ist aber null, weil am Ende alles verkauft werden soll

    Das ist falsch!

    Nimm einfach an, Du hast mit einer Aktie 50% Verlust gemacht. Damit Du wieder bei +-0 bist muss diese Aktie jetzt 100% zulegen.

    Das sehe ich eben als deine falsche Annahme an.


    Angenommen ich habe bei 100€ gekauft. Kurs fällt auf 50€. Dann hast du mit deiner Aussage Recht, ich benötige 100%, um wieder auf 100€ zu kommen.


    Beim nachkaufen ist das aber eben nicht so.


    Angenommen 100€ investiert, 50% Kursverlust, und ich kaufe zu 50€ nach. Dann muss mein zweites Investment eben nicht 100% erwirtschaften, um 0 auf 0 rauszugehen. sondern nur 50%.


    2X 50% auf die 50 sind 2 *75€ Kurswert also insgesamt 150€, genau die 150€, die ich investiert habe. daher macht es für mich auch keinen Sinn, die Investments einzeln zu betrachten.

    d.h. ich schaffe durch das nachkaufen meinen durchschnittlichen Einstandskurs zu drücken, um schneller wieder das Investment an den gefallenen Einstandskurs zu drücken.

    ich gebe dir aber wieder uneingeschränkt Recht, dass natürlich der Kurs sich wieder erholen muss. Bei weiteren 50% Minus hat man noch mehr Geld verlocht.

    Ja FSP = Fondssparplan


    Bayer und Fresenius sind in anderen ETFs enthalten, aber mit absoutem underweight.


    Ich sehe es nicht als Denkfehler an nachzukaufen, um den Einstandspreis zu drücken. Letztlich hast du Recht, dass man es als einzelnes Investment sehen muss, aber am Ende, ändert sich ja nichts.


    Wenn ich auf Gesamtsicht 1500euro Gewinn mache und faktisch mit dem ersten 2000 euro Gewinn und mit dem zweiten 500 euro verlust, ist es völlig irrelevant. Vor allem gilt so oder so FiFo, d.h. ich müsste sämtliche Käufe ja auf unterschiedliche Depots oder Unterdepots laufen lassen, sonst profitiere nicht nicht von der Einzelsichtweise.


    Ich bin auch kein Fan der Realisation. Mit Dividenden sieht es nicht sooo verheerend aus, wie ohne. Bei Fresenius noch mehr ald bei Bayer.

    Hallo Zusammen,


    ich habe zwri Fehlkäufe bei Aktien gelandet Bayer und Fresenius. Beide sind weit im Minus seit Jahren, so wie bei wahrscheinlich vielen. Jetzt ist die Frage, wie man damit umgeht. Beide habe ich seit 4 bzw. 5 Jahren.


    1. Möglichkeit nachkaufen.


    Bisher habe ich immer wieder nachgekauft, um den Einstandspreis weiter nach unten zu drücken. Bei Bayer hats im jüngsten Kursrutsch fast geklappt auch mit nem moderaten Verlust rauszugehen bis der Supreme Court die Klage abgelehnt hatte. Beide werden derzeit auch noch mit FSP bespart.


    Problematisch sehe ich beim weiteren nachkaufen, dass die Positionen mittlerweile meine beiden größten Einzelpositionen sind.


    2. Möglichkeit verkaufen

    ich würde etwa -5000 euro Kursverlust realisieren. Ja ich weiß, steuerlich kann ich den Käse verrechnen, aber 5000 euro hole ich mit den sonstigen Dividenden und Verkäufen wahrscheinlich erst in 10 Jahren wieder raus, dann kann ich ja auch auf Bayer hoffen. Zumindest hätte ich den Vorteil, dass ich das restliche Geld eventuell gewinnbringender anlegen kann.


    3. Möglichkeit aussitzen.


    Joa das was ich bisher eigentlich schon gemacht habe, wenn ich aber Fresenius sehe, die kommen ja kaum aus ihrem Tran raus und Bayer jo da wirds ja auch noch ne Weile gehen bis überhaupt der Monsanto Deal wieder neu verhandelt wird und selbst der Chef von Bayer hat ja kaum ne Ahnung, was da auf ihn zukommt. An sich ist Bayer ja ein solides Unternehmen, mit einigem in der Pipeline.


    Was würdet ihr tun?

    Hallo Zusammen,


    witzigerweise habe ich bei einer Bank gearbeitet, zugegebenermaßen aber nicht im Zahlungsverkehr.

    Jetzt kam mir die Frage, gibt es eine Uhrzeit bei der Valuta?
    Also angenommen Wertpapierverkauf 30.07. Valuta 01.08.


    Kann ich theoretisch dann am 01.08 um 00:00Uhr über meine Buchungen verfügen oder muss ich quasi bis Bankeröffnung oder 7:00 Uhr oder irgendetwas in der Art warten?

    Ich meine es ist die 00:00 Uhr

    Ich habe keine und kann daher zu den Bedingungen nichts sagen.


    Aufgrund einer Frage hier im Forum hatte ich mir das mal in den Bedingungen bei verschiedenen Neos angeschaut. Ich habe das so verstanden, dass sowohl der Besitz der Bruchteile als auch die Dividende auf die Bruchteile der Aktien lediglich Ansprüche gegen den Broker sind und nicht wie sonst fremdverwahrtes Sondervermögen auf den Namen des Anlegers. Daher kaufe ich volle Stücke mit Einmalkauf, da das oberhalb der Grenze eh kostenlos ist.

    Ist aber nicht so dramatisch. Ich habe 200,763 Bayer Aktien. Ich kriege auch Dividende für 200,763 Bayer Aktien. Die 0,763 sind aber halt nur quasi vom Broker und diese können bspw. kein Recht an der Hauptversammlung verbriefen. Falls man sein Depot überträgt, dann können die Bruchstücke meistens (außer Depotbank intern), nicht übertragen werden. Diese werden dann an den Broker ohne Kosten verkauft.

    Aber naja anders lassen sich ja die konstanten Raten nicht erwirtschaften, wenn man konstante Stücke kauft, würde ja je nachdem jeden Monat etwas anderes abgebucht. Da hätte dann der Broker ein Problem, da er das ja dann mit nem gewissen Sicherheitspuffer abbuchen müsste.

    Die Sparpläne bei Scalable sind alle kostenlos

    JudoPredator: Was gefiel dir beim Depot der ING nicht?

    Faktisch war alles in Ordnung, negativ habe ich gesehen, dass ich fast nur ETF bespare und die ING nicht alle ETF hatte, die ich gerne gehabt hätte. Laut extraETF sind es bei Scalable 1117 von 1274 möglichen Aktien-ETF, bei der ING nur 597.

    ursprünglich habe ich die ING nur gewählt, weil ich einen Sparplan auf den Hausinvest ohne Ausgabeaufschlag haben wollte, quasi als Entschädigung für die lange Haltedauer. Dieses Angebot hatten sie aber nur kurze Zeit, was dann etwas ärgerlich war. An sich habe ich gar nichts gegen die ING. Ich habe dann nur irgendwann gemerkt, dass ich das Depot nicht brauche, wenn ich die anderen weiterführe. Daher habe ich dann die Bestände des Hausinvest übertragen und das Depot geschlossen. Letztlich hätte ich auch anstelle von Flatex das ING Depot weiterführen können.

    Also ich habe Erfahrung von folgenden Depotanbietern
    1. Depot Deka

    2. Depot LBBW (mittlerweile geschlossen)

    3. Depot comdirect

    4. Depot Scalable

    5. Depot ING (mittlerweile geschlossen)

    6. Depot Trade Republic

    7. Depot Finanzen.net Zero

    8. Depot Flatex

    Deka Depot, als ehemaliger Mitarbeiter der SPK, als Überbleibsel mit der Altersvorsorge, kann zum Beispiel an jedem Tag Sparpläne ausführen. Die Nachteile sind kein Börsenhandel, nur Deka und Partnerprodukte, keine standardmäßige Darstellung der Wertentwicklung (man kann es zwar zu jedem Zeitpunkt auswählen, aber es nervt), Automatische Wiederanlage von Erträgen muss extra per Formular beauftragt werden, generell viel immer nur über diverse schriftliche Formulare:

    Comdirect, bietet viel Angebot, das kostenlose Sparplanangebot war mir aber dann zu dürtig und die Kosten (teilweise 15€ pro Order) zu hoch. An sich aber ein sehr zuverlässiger Broker.

    Neobroker: Ich finde Finanzen.net Zero am Übersichtlichsten, der Service ist Mega schnell. Ich hatte teilweise innerhalb von 30 Minuten Rückmeldung auf ein Ticket. Kostenlose Sparpläne und Orders. Leider nicht so viel Auswahl an ETFs.
    TradeRepublic. Manchmal bisle unübersichtlich, auch etwas kleineres Angebot, jede Order nur 1€ kann ich damit leben.
    Scalable finde ich mit der 35€ flat am Besten. Mega ETF Auswahl, aber leider auch etwas unübersichtlich was die Wertentwicklung angeht.
    Die Neobroker haben leider oft nur Xetra mit relativ geringer Gebühr und Gettex/L&S als Handelsplätze und damit einen größeren Spread.

    Flatex ist m.E. ein günstiges Pendant zur Comdirect. Hat auch relativ viel Auswahl, leider nicht so viel wie Scalable und verlangt Negativzinsen auf das Guthaben. Ich habe die Möglichkeit der automatischen Wiederanlage und die Integration des CFD Handels. Ich kann über mehr Börsen handeln, allerdings fallen bei der Aktienanlage Depotgebühren an, bei ETFs nicht.

    Also pauschal kann man es nicht wirklich sagen, ohne zu wissen, was dein Ziel ist. Ich bin absolut überzeugt von den Neobrokern. Ich hoffe die EU sanktioniert diese Geschäftsmodelle nicht. Wenn ich mir ausmale, wie viel Gebühren ich mir hätte sparen können, dann wäre ich persönlich viel früher weggewechselt.

    Falls du noch eine konkrete Frage hast oder eine konkrete Empfehlung für einen der o.g. Broker brauchst, dann schreib einfach.

    Dann erübrigen sich solche Überlegung sofort:

    Weil so wie im oberen Zitat beschrieben ist, kann man nur dann denken, wenn man einfach so entschieden hat, ohne jeglichen Grund. Einfach zufällig Würfel geworfen und die Zahlen genommen. Dann ist es natürlich klar, dass es für mich keinen Sinn man zu re-balancen. Weil ich gar nicht zu den Zahlen stehe.

    Sorry aber das ist doch Humbug. Wenn ich so überzeugt bin von meinem 80/20 Ansatz bin, dann hakt es doch schon am richtigen Zeitpunkt. Wenn ich immer am 31.01. hingehe und stur rebalance, obwohl es absolut absehbar ist, was mit bspw. den Zinsen durch eine Zinserhöhung der FED passiert, dann ist das absolut nicht durchdacht.

    Ich habe übrigens in dem Post für den Normalo plädiert, der aufgrund der Betrachtung des Einstandswertes viel einfacher rebalancen kann, als mit 5 ETFs rumzudoktorn wegen 5% hin oder her.

    Hier nochmal der Verweis zwecks Börse oder Kommissionsgeschäft:

    Wertpapieraufträge für das DekaBank Depot führen wir im Kommissionsgeschäft aus. Das bedeutet, Sie erteilen uns z. B. per "deka.de" Aufträge (Kauf, Verkauf, Tausch), die wir schnellstmöglich - üblicherweise taggleich - an die jeweilige Kapitalanlagegesellschaft weiterleiten. Das können die Kapitalanlagegesellschaften der DekaBank Gruppe sein (z. B. Deka Investment GmbH, Deka International S. A. Luxembourg, Deka International (Ireland) Ltd.) oder Kapitalanlagegesellschaften, mit denen wir kooperieren (z. B. JPMorgan, Threadneedle, Schroders, BlackRock).

    Darf ich dem Widerspruch präzisieren, da die Aussage mMn missverständlich ist:

    Du kannst den Bestand, den Du 24 Monate hattest, zurückgeben, auch wenn in dieser Zeit eine Wiederanlage erfolgte.

    Das ist richtig, dass der Wert gen Null strebt, aber ich bin nicht sicher, was passiert, wenn es nie Null wird.

    Den Verkauf nach der Haltefrist habe ich implizit nicht erwähnt, das war nicht mein Anliegen. Mir gings darum, dass mit der automatischen Wiederanlage Probleme entstehen können, wenn diese Fristen von Neuem loslaufen und man eben diesen genau widersprechen kann.

    Ein Verkauf über die Börse ist bei der DEKA meine ich nicht möglich, da gibt es nur die Rückgabe über die Fondsgesellschaft. Außer es gäbe einen schriftlichen Auftrag hierfür. Ich habe aber bisher bei keinem Deka Fonds, den ich gesehen habe und der im Deka Depot aufbewahrt wurde einen Börsenhandel gesehen. Hierfür wurde meist den Kunden ein LBBW Depot eröffnet.

    Hallo Zusammen,


    eine rein hyptothetische Frage.

    Angenommen ihr wollt euer Depot von lästigen Altlasten befreien und habt folgende Situation


    3 Wertpapiere, die man zukünftig besparen möchte, A,B,C

    1 Wertpapier, dass verkauft und nicht weiter investiert werden soll D
    3 Wertpapiere, die auch aufgelöst werden sollen, aber derzeit noch deutlich im Minus sind, man aber berechtige Hoffnung auf einen Kursanstieg haben kann, allerdings vielleicht nicht auf den bezahlten Einstandspreis. E,F,G

    Jetzt verkauft man das Wertpapier D.

    Würdet Ihr jetzt in A,B,C investieren, da dort ja das zukünftige Kernportfolio liegen soll, aber die Altlasten u.U. länger vorhanden bleiben

    oder in E,F,G, da dort durch den Nachkauf der Einstandspreis deutlich gesenkt werden kann, man also bei geringeren Kursanstiegen schon die Altslast loswird?


    Beides klingt für mich reizvoll, ich könnte mir bei Variante E,F,G vorstellen, dass es dann einen Dominoeffekt gibt. E wird verkauft, in F und G umgeschichtet, danach sind es bspw. nicht mehr 6% Aufholbedarf sondern nur noch 2% und das wirkt sich wieder positiv aus.

    Voraussetzung ist natürlich, dass die erwarteten Kursansteige auch kommen. Das habe ich ja aber grundsätzlich bei der Geldanlage in WP.

    3. Der ETF ist zwar ausschüttend, aber im Deka-Depot werden Ausschüttungen immer automatisch wieder zum Nachkauf verwendet. Beim Verkauf von Anteilen fallen gar keine Gebühren an. Wie üblich kann die Sparrate natürlich jederzeit geändert oder abgeschaltet werden.

    Dem kann man widersprechen! Wenn du bspw. sonst einen ausschüttenden Immobilienfonds hättest, würdest du aufgrund der Wiederanlage und der damit verbundenen Haltefrist von 2 Jahren, nie wieder den Fonds loswerden können. Ich habe das im Übrigen selbst auch so gemacht, weil ich noch einen Immobilienfonds hatte.

    Ich finde das regelmäßige Rebalancing für den Normalo auch nicht sinnvoll.

    Ich habe mehr Aufwand, oft sind die Beträge gering, es entstehen Transaktionskosten und der Kurs der Anlage unterliegt je nachdem nur kurzfristigen Schwankungen oder ich verpasse langfristige Trends. Wer da stur rebelanced verschenkt m.E. Potenzial.

    Letztlich könnte man ja auch hingehen und nicht auf Basis des Kurswertes, sondern auf Basis des Kaufwertes rebalancen. Argumentation ist hier, dass man bspw. bereit ist 30% seines Kapitals in Aktien Europa, 30% in Amerika und 40% in Anleihen zu stecken. Was am Ende dabei rauskommt unterliegt der Schwankung, aber das Balancing eben nicht. Ob das dann aber wirklich rebelancen ist, naja.

    Ich möchte nur ein Beispiel geben, was mit der o.g. Methode besser laufen kann.

    Angenommen ich habe 80%/20% Aktien/Renten (Anleihen). Dieses Verhältnis erachte ich als Beispielanleger sinnvoll, dann kann ich das einfach über einen Sparplan laufen lassen, dass 80% in Aktien und 20% in Renten gehen, meine gewünschte Balance hält sich. Der Normalo muss keine Schwankungen in seiner Berechnung/Umschichtung aushalten.

    Angenommen ich mache das an der Kursentwicklung fest, dann entwickelt sich in den letzten Jahren der Anleihemarkt deutlich schlechter als der Aktienmarkt. Ich muss also permanent Aktien Anteile verkaufen (habe also keine Parizipation mehr in steigende Kurse) und in Anleihen investieren, um mein Portfolio in das gewünschte Verhältnis zu drücken. Was mache ich, wenn wir unfassbar schnelle, volatile Märkte haben, mein Verhältnis wird sich laufend verändern, ungewiss, ob ich das als Normalo hinkriege.


    Alleine die Prozentrechnung ist für die meisten Normalo Anleger hier schon ein Hindernis. Man möchte sich eigentlich nicht wirklich aktiv seine Geldanlage kümmern.

    Aber klar gibt es auch Argumente für das Rebalancing auf Basis des Kurswertes, man nimmt Gewinne mit, man hat auf Basis der aktuellen Kurse eine Balance, man befasst sich aktiv mit Interesse mit seiner Geldanlage.

    1) Wenn ich in deiner Situation wäre (es wird gerade eine Immo abbezahlt) würde ich schon versuchen, den Riester kurz vor Auszahlungsbeginn des Riester-Vertrages in die Finanzierung einfließen zu lassen.

    Hallo Tom, danke für die Antwort. Mein Riester Vertrag wird erst mit 62 fällig, daher die 26 Jahre Verzinsung auf dem Wohnförderkonto. Bis dahin habe ich die Finanzierung ohne Riester abgeschlossen. Letztenendes könnte es in etwa 5 Jahren nochmal Interessant werden, da dort das Darlehen die gesetzlich mögliche Kündigungsmöglichkeit nach 10 Jahren erreicht hat.

    Mich stören halt echt die laufenden Kosten an der Geschichte. Jetzt mag das alles noch im Rahmen sein. Bei einer Verdoppelung des Kapitals habe ich 920€ Gebühren pro Jahr, so viel Steuervorteil werde ich im Normalfall nicht haben. Andererseits habe ich derzeit noch 100% Aktienquote mit drin, auch wenn die letzten zwei Jahre da auch nicht überragend berauschend liefen. Die Garantie gibt mir ja auch keiner bei einem DAX, MSCI oder FTSE ETF.

    Letztlich ist man sich beim Abschluss nicht so über die Kosten bewusst gewesen oder hat es unterschätzt. Mit Abschaffung des AA ist ja zumindest mal ein Schritt in die richtige Richtung gegangen worden.

    Ich verstehe manchmal eure Beitragsfreistellung nicht. Klar laufen die Erträge weiter, aber ich muss ja erst mal etwas erwirtschaften. Angenommen wir haben jetzt 5 Jahre seitwärts tendierende Aktienmärkte, dann zahlst du ja trotzdem deine 400-500€ Gebühren und siehst dein Kapital abschmelzen.

    Aber gut seis drum, wahrscheinlich werde ich das Kapital für die Ablösung des Kredits in 5 Jahren nutzen und schauen, was mit 2% auf dem Wohnförderkonto rauskommt. Danach wäre der Riestervertrag eh so gut wie tot.