Beiträge von R.F.

    Hier kurz und knapp die sinnvolle Antwort: Das ist eine billige Akquisemasche von Anwälten und ihren Handlangern, die sich damit einen goldene Nase verdienen wollen, mit geringen Erfolgsaussichten. ... :)

    Ach ja, und dass ausgerechnet ein "Handlanger" der Versicherungsbranche davon abrät, sollte zu denken geben.;)

    Hier ist die Rechtslage ziemlich gut dargestellt: https://www.finanztip.de/pkv/pkv-beitragssteigerung/

    Und nein, aussichtslose Anwaltsabzocke ist das nicht. Das muss im Einzelfall geprüft werden. Bei den meisten Versicherungen sind aber erst die Beitragserhöhungen seit 2019 oder 2020 wasserdicht. Und da stellt sich dann die Frage, wie viel verjährt und wie viel noch rückforderbar ist. Ohne gerichtliches Verfahren zahlen die Versicherungen aber gar nichts zurück und die fechten das auch grundsätzlich über alle Instanzen durch. Es ist deshalb nichts für ängstliche Gemüter und es ist hilfreich, eine Rechtsschutzversicherung zu haben. Wer das Risiko nicht eingehen will, kann seine Forderung auch an darauf spezialisierte Dienstleister verkaufen, natürlich mit einem Abschlag, denn die wollen ja auch etwas verdienen, und natürlich nur, wenn deren Prüfung ergibt, dass es aussichtsreich ist.

    Nach § 630c Abs. 3 BGB muss der Arzt vor Beginn der Behandlung schriftlich über die voraussichtlichen Kosten informieren, wenn er weiß oder nach den Umständen anzunehmen ist, dass die Kosten nicht vollständig von dritter Seite übernommen werden. Also einfach vorher nach den Kosten fragen.


    Alles, was den 2,3-fachen Satz übersteigt, muss in der Rechnung schriftlich und für den Patienten nachvollziehbar begründet werden. Ein Allgemeinplatz wie "erhöhter Aufwand" genügt nicht. Er muss schon benennen, was aus welchem Grund aufwendiger als üblich war.


    Ich kann übrigens nicht bestätigen, dass fast immer mehr als der 2,3-fache Satz abgerechnet wird. Bei den Rechungen, die ich bekomme, ist der 2,3-fache Steigerungssatz die Regel. Und wenn man sich vom Arzt abgezockt fühlt, spricht auch nichts dagegen, den Arzt zu wechseln. Es gibt ja genügend fachlich gute und integre Ärzte.