Beiträge von rad5ucher

    bamf

    Genau! Die Mail wurde gebounced und die Bibliothek informiert, dass der Kunde keine Chance hat, die Mail zu lesen.

    Und an der Stelle hätte ich mir dann gewünscht, dass dann vielleicht doch ein guter alter Mahnbrief an die T-Online-Kunden rausgeht.

    Als Workaround ist jetzt von der Bücherei die Umstellung auf SMS-Benachrichtigung angedacht... Auch nicht gerade die allerneueste Technologie.

    Aber du hast Recht: wenn T-Online unzuverlässig ist, werden wir für die Kids wohl einen anderen Anbieter suchen müssen. Den Schaden haben wir jetzt als Familie zu tragen - weil eine Bibliothek und ein Provider nicht miteinander eine Lösung hinbekommen.

    Die Formulierung in den AGB ist schon eindeutig. Klar!

    Aber in Praxis wurde bisher immer die 1. Mahnung per Post erledigt und man hatte dadurch als Ausleiher eine gewisse Sicherheit, dass nicht plötzlich größere Summen auflaufen konnten.

    Dieser Schutz ist ja gleichzeitig noch gewollt, was sich daran zeigt, dass die Bücherei auch nach der Umstellung die 1. und 2. Mahnung per Mail versendet.

    Diesen Schutz aber gleichzeitig durch die Formulierung in den AGB wieder auszuhebeln, finde ich schon ziemlich widersinnig.

    So gesehen ist ja alles in den AGB geregelt und die können sich den gesamten Mahnbereich schenken und gleich den Gerichtsvollzieher beauftragen, wenn es soweit ist.


    itschytoo:

    Danke für den Hinweis. Schaue ich mir mal an.

    Der Mensch von der Bücherei war auch ziemlich am Schimpfen über die Zusammenarbeit mit T-Online. Es wäre nur noch ein "nicht mehr gepflegter Randbereich des Geschäfts" hatte er zu hören bekommen, als wegen Whitelisting der Bücherei-Mahnungen gefragt wurde.


    Referat Janders:

    zu 1: Zumindest bei mir sorgt Kulanz für ein ziemlich langes Empfehlungsverhalten und Kundentreue. Kulant ist man - oder eben nicht. Da hast du leider Recht.

    zu 2: Klar habe ich auch die Augen verdreht, als er mit einer ganzen Serie nach Hause kam. Aber Begeisterung für's Lesen sichert ja auch die Berechtigung der Bibliotheken. Welche Eltern wollen an der Stelle ihre Kinder ausbremsen?

    zu 3: Die AGB sind ja auch nicht statisch. Und meine eigenen Erfahrungen hatten da auch keine Alarmglocken läuten lassen, weil bei mir sofort die 1. Mahnung per Post oder später über GMX kam. (zum Glück eher selten)

    Klar!

    Generell unterstütze ich absolut die Umstellung auf papierlose Mahnung!

    Aber wenn das umgestellte Verfahren noch nicht rund läuft nenne ich das "Unternehmerisches Risiko" und sollte in dieser Phase eher kulant auftreten.

    Sonst kriegt es am Ende gar kein Kunde mehr mit, wenn es dann endlich rund läuft.

    Meine Kinder vor der Nutzung der Bücherei zu warnen läuft meinen persönlichen Überzeugungen echt zuwider.

    Und was gelernt hat er auch, wenn es letztlich auf die 2,50 Euro pro Buch hinausliefe ;)

    Die Stadtbibliothek Paderborn hat meinem 17jährigen Sohn eine schriftliche 3. Mahnung für 8 überzogene Bücher über insgesamt 8 x 7,50 Euro zugeschickt ohne uns eine 1. und 2. Mahnung zuzuschicken.

    Das System wurde vor einiger Zeit auf Mail-Mahnungen für die 1. und 2. Stufe umgestellt. Der Bibliothek ist aber bekannt, dass auf dem Mailserver von T-Online die Mahnungen in der Regel die Empfänger nicht erreichen.

    https://www.bibliothek.live/st…E9M_assetEntryId%3D855602


    § 6 der Geschäftsbedingungen regelt für Leihfristüberschreitungen unter anderem:

    ...

    (3) Bei Überschreiten der Leihfrist von Medien und Dingen um mehr als 3 Kalendertage ist abhängig von der Dauer eine Sondernutzungsgebühr zu entrichten. Einer vorherigen schriftlichen Mahnung oder Erinnerung bedarf es nicht.

    (4) Die Sondernutzungsgebühren werden je Medium und Ding für jede angefangene Woche nach Überschreiten der Frist fällig. Sondernutzungsgebühren und Gebühren sind innerhalb von 4 Wochen zahlbar.

    ...


    Die Stufen für den Verzug sind im Anhang geregelt:

    Anlage zur Benutzungs- und Gebührensatzung

    Sondernutzungsgebühren bei Leihfristüberschreitung je Medium / Ding je angefangene Woche


    2,50 €
    5,00 €
    7,50 €


    Was mich interessieren würde:

    Kann es sein, dass mein minderjähriger Sohn bzw. ich als Erziehungsberechtigter erst mit erreichen von Mahnstufe 3 schriftlich informiert werden, wenn der Bibliothek die Probleme mit dem Mailversand der Mahnungen an T-Online-Kunden bekannt sind?

    Da wir keine 1. und 2. Mahnung erhalten haben sehe ich uns daher auch erst in der Mahnstufe 1 mit Gebühren von 2,50 Euro pro Buch.

    Eine telefonische Klärung , bei der ich um Ausbuchung der zusätzlichen 5 Euro pro Buch aus Mahnstufe 3 bat, wurde abgelehnt.

    Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen mit den AGB der Stadtbibliothek Paderborn gemacht?

    Gelten die Regeln zum Nachweis von Versand und Erhalt von Mahnungen in diesem Fall wirklich nicht?