Beiträge von FragenderausBayern

    Hallo monstermania,

    kann ich dir an sich nicht widersprechen. Nun ja bin mittlerweile ein gebranntes Kind: Keine 30 und schon drei (!) Lebensversicherung abgeschlossen und gekündigt.

    Generell finde ich es ein unglaubliches Versagen dieses "Sozialstaats" den Leuten die Wahl zwischen eben besagten Rosinenverträgen und dem konsequenten 40 Jahre ETF-Sparen lässt, wenn man eine Altersvorsorge anstrebt, welche auch nur halbwegs etwas taugt unterm Strich. ETF-Sparen als DIE private Vorsorge für Millionen, da muss ich mich zu den Ungläubigen zählen. Das wäre ja eine Flucht vom einen Extrem in das andere von einer Garantiespar/Versicherungskultur in die Vollaktienwelt. Es wäre schön daran zu glauben, dass wir eine schwedische Aktienzusatzrente in Deutschland kriegen.....

    Es kann gut sein, dass ich in zehn Jahren das Geld für einen Honorarberater in die Hand nehme für einen solchen Vertrag, auch explizit wegen den nicht-finanziellen Aspekten, welche du benannt hast. Ich will jedoch erstmal die Priorität auf den ETF-Baustein legen.

    Hallo Keribos,

    ich finde es echt schade, dass sich noch keiner gemeldet hat! :(

    Ich schreibe dennoch, weil ich aktuell genau in der selben Phase bin: Ich habe meinen Versicherungsberater gewechselt (von Telis zu einem freien Makler) und so konnte ich einen "reboot" also Neustart machen.

    Mein Fazit: Ich verabschiede mich aus dem Konzept Altersvorsorge über Versicherung. Es mag die wenigen Rosinenverträge geben, welche gute Rendite-Kosten-Verhältnisse haben (und die muss man erst mal finden..), aber grundsätzlich kaufe ich damit ein als 28jähriger mir zu hohes Währungs- und Vehikelrisiko auf die lange Zeit ein. Am Ende des Erwerbslebens kann man auch immer noch eine Sofortrente abschließen. Da kann man sich das viel höhere Angesparte aus dem ETF-Sparvertrag verrenten lassen, mit Abschlag aber garantierter Rente und v. a. bin ich dann auf der Zielgeraden, kann also besser abschätzen was sinnvoller ist. Das ist meine Überlegung und auch klar, weil ich mich als Typ einschätze, der den Sparplan durchhält und auch die Schwankungen, aber Gewissheit wird nur die Zeit bringen.

    Was ich aber als (relativ) sicher ansehe:

    Aufgrund der Erfahrung meiner gekündigten HDI Cleverinvest fürchte ich, dass der Vertrag eher unvorteilhaft ist, sprich selbst wenn gut angelegt wird, fressen sich die hohen Kosten in diese. Weiterhin gilt ja Vehikelrisiko: Wenn es der Versicherung schlecht geht, dann gilt Systemschutz vor Versichertenschutz: Viele ältere Versicherte wollen die vertraglich vereinbarte hohe Garantieverzinsung. Dagegen kann man nur schlecht Erträge verdienen in der Niedrigzinswelt, zumal man die Garantien einhalten muss. Währungsrisiko mit Euro zusätzlich zu der gesetzlichen Rente, verpflichtende "sichere" Anlage: Staatsanleihen und die haben auch ihre üppigen Pensionszusagen an die Vorstände,...


    Ich weiß aber deine genaue Situation nicht (Alter?) und den genauen Tarif, aber hier wären ein paar Infos, welche passen könnten:

    Analyse der Kosten HDI TwoTrust (Der hat mehrere Tarife der TwoTrust analysiert, vielleicht ist deiner dabei, aber auf jeden Fall gibt es ein sehr gutes Gefühl bezüglich der Kosten der Verträge)


    Sehr empfehlen kann ich Versicherungen mit Kopf. Die bieten eine Vertragsanalyse an und könnten dir meiner Erfahrung nach ein besseres Angebot geben, damit du einen guten Vertrag mit der Alternative fair vergleichen kannst.


    Generell kannsich sehr Hr. Prof. Hartmut Waltz empfehlen, hier bez. Vehikelrisiko Rentenversicherung:
    https://hartmutwalz.de/unsiche…nsversicherer-ein-update/

    Hier gehts glaube ich um den Riestertarif der TwoTrust:

    https://hartmutwalz.de/horbach…ndenorientierte-beratung/

    https://hartmutwalz.de/irrtum-irrtuemer-ergopro/

    Hier treten auch Honorarberater auf, welche eine Alternative wären, um einen der Rosinenverträge zu finden, wenn du die Absicherung über eine Versicherung willst.


    Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen. Ob mein Plan wirklich gut geht, weiß ich wirklich nicht. Den ersten glücklichen ETF-Rentner muss es in Deutschland auch erst geben, aber wir leben leider in Zeiten in denen das, was vorher eine sicherer Nummer war nur sicher ist im Sinne eines Verlustgeschäfts....

    Ja wohne bereits in der Wohnung und habe zum 30.06. die erste Jahresabrechnung gekriegt.

    Nun ja, in normalen Zeiten würde sich die Frage natürlich kaum stellen...... Aber wenn manche Anbieter schon offensichtlich unrechtmäßige Preiserhöhung wider die Preisgarantie durchsetzen wollen, habe ich halt Angst, dass man mir aus dem erhöhten Verbrauch durch den Zusammenzug ("unvorhergesehener, nicht im Vertrag vorgesehener erhöhter Verbrauch...müssen noch mehr draufzahlen bei dem Vertrag...) einen Strick dreht...:(

    Hallo liebes Forum,

    ich habe das Glück durch einen Umzug und neuen Vertrag beim Stromvertrag eine Preisgarantie bis 30.06.2023 zu haben. Nur die Frage wäre jetzt, ob der Einzug einer besseren Hälfte daran etwas ändern würde? Ich selber bin Vertragspartner die Mindestlaufzeit des Vertrags stimmt mit der Preisgarantie überein. Versorger EON. Danke euch.

    Danke für eure Antworten. :)

    Ja, er hat das auch als Konzept beschrieben, was der normale Kundenberater bei der Bank nicht wirklich kenne....

    Er hat mich eben mit dem Zinsvergleich KfW-Darlehen gekriegt: 0,94%p.a. jetzt und gerade ca. 2,78% pa... Da muss ich gestehen, hab ich das Risiko der auslaufenden Sollzinsbindung nicht auf dem Schirm gehabt.

    Ich würde einen Wohnriester-Bausparer abschließen und in der Sparphase diese "Eigenheim-Förderung" erhalten. Diese bauen zusammen mit den regulären Sparleistungen den Anspruch auf das Bauspardarlehen für die Ablöse in 10 Jahren auf.

    Der kritische Punkt sei eben in 10 Jahren nicht das geförderte Guthaben für die Ablöse zu verwenden, also eine Entnahme, sondern dieses in einen anderen Riestervertrag zu transferieren und nur das Bauspardarlehen und das ungeförderte Sparguthaben zu verwenden. Weiterhin stehe so einer steuerlichen Absetzbarkeit als Finanzierungskosten der Zinsen nichts im Wege.

    Die "Rendite" wäre die volle Riesterförderung auf einen Betrag den ich eh als "normale Sparleistung" in den Bausparer zahle an sich plus die Anrechnung als zusätzliche Sparleistung dieser für den Anspruch auf das Darlehen. Später könne das Guthaben im Riesterrentenvertrag noch Erträge bringen, hätte also auch noch zusätzlich für die Rente gespart, alles mit Hilfe von Vater Staat.

    Ich bin skeptisch, dass das so einfach geht: Das Bauspardarlehen wird zuteilungsreif, ich übertrage das geförderte Guthaben bis auf 1 EUR und sagen wir zwei Monate später löse ich mit dem Darlehen den KfW-Kredit ab. Förderung mitgenommen, statt Wohnförderkonto über Jahrzehnte mit 2%pa verzinst zu versteuern habe ich das Guthaben für die Riesterrente später mit rg. Das Finanzamt mag zwar sehen, dass das Darlehen aus einem Wohnriesterbausparer kommt, aber wird nicht den Zusammenhang mit dem vermieteten Objekt aberkennen. Es hindert mich ja nichts daran förderungsschädlich einen Wohnriestervertrag so zu verwenden. Blöd ist natürlich, dass ich kaum die Abschlussgebühr für den Bausparer steuerlich absetzen kann.

    Meine Frage wäre: Ist das Konzept wirklich so möglich? Der Berater sagt natürlich das Konzept ziehe er schon seit Jahren durch. Ich habe halt Wohnriester auch bei meiner selbstgenutzten Immobilie nicht in Betracht gezogen, weil 2%pa auf 40 Jahre +X eben ein unschöner Zineszinseffekt auf meine Kosten sind. Psychologisch: Ich mache eben Bausparer, damit ich den Schuldendienst bis auf Sichtweite zur Rente sicher abschließen kann, anstatt mir eine Schuld (mit Vererbung) ins Alter zu nehmen, welche durch Versteuerung meine Steuerschuld hochtreibt.

    Danke euch weiter für eure Einschätzung.

    Hallo liebe Community,

    ich hoffe auf eure Hilfe, lese ja schon länger als Gast mit und weiß, dass hier viele kompetente Ratgeber zu finden sind. :)

    Mir ist von der SchwäbischHall angeboten worden eine auslaufende Sollzinsbindung in 10 Jahren (KfW-Darlehen, 121.000 EUR, Zinsbindung 10 Jahre, Restschuld Ca. 67.000 EUR) für ein Mietobjekt über einen Wohnriester abzulösen. An sich angesichts der Zinsanstiege ja nicht so verkehrt, es geht auch erst mal nicht um den Zins, sondern ums Konzept an sich:

    Der Berater hat das Konzept Wohnriester ins Spiel gebracht, da ich ja nur "auf Sparflamme" eine fondgebundene Riesterrente anspare um bereits erhaltene Zulagen nicht zu verlieren.

    Volles Mitnehmen der Zulagen und Steuerersparnis alles schön und gut in der Rechnung, nur würde dann bei Entnahme des geförderten Guthabens für die Anschlussfinanzierung in 10 Jahren die geförderten Beiträge auf das Wohnförderkonto übertragen und dann mit 2% p.a. verzinst bis zum Rentenantritt also bei mir gute 40 Jahre + X bei meinen mitteljungen 27 Jahren folgen. (Soweit mein Laienverständnis.....)

    Das sei jedoch kein Problem: Man übertrage einfach das Förderguthaben aus dem Wohnriester auf den Riesterrentenvertrag, das gehe sogar bis zu einem 1EUR Erinnerungswert. Unterm Strich erspart man sich so den Anspruch auf das Bauspardarlehen für die Anschlussfinanzierung mit Hilfe von Vater Staat und danach kann das Guthaben ja noch im Riesterrentenvertrag was erwirtschaften. Es komme so zu keiner Entnahme oder schädlichen Verwendung und entsprechend keinem Eintrag auf das Wohnförderkonto mit Versteuerung von diesem, nur eben die als normale Riesterrente.

    Weiterhin würde es auch keinerlei Problem geben die Zinsen aus dem Bauspardarlehen vom Finanzamt als Werbungskosten gegenüber der Miete aus Vermietung abzusetzen da das Riesterguthaben unberührt bliebe. Für mich ist das doch die Kategorie "zu schön um wahr zu sein" seitens des interessierten Beraters.....

    Ich danke schon mal für die Mühe beim Lesen und freue mich über eure Einschätzung.