Beiträge von Muecke

    Danke Schlesinger, für die wieder sehr ausführlichen Antworten. Wir werden jetzt auch einen Brief aufsetzen und Einsicht in die Unterlagen zur Nebenkostenabrechnung erbitten.

    Danke Schlesinger, für die ausführlichen Erläuterungen. Einige Fragen haben ich allerdings noch. Ich hoffe, Sie können mir noch einmal helfen.


    Genau. In diesem Fall ist die Mieterhöhrung unwirksam, da sie nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht.
    Man sollte sich allerdings als Mieter überlegen, ob man nicht doch zustimmt. Man sollte selbst mal nachpfrüfen, falls es einen Mietspiegel oder Vergleichswohnungen gibt, wie hoch demnach die Miete wäre. Vielleicht führt man ja durch einen Widerspruch den Vermieter erst auf die richtige Spur und er erhöht dann rechtlich kortrkt wesentlich mehr als EUR 50,- nach neun Jahren.


    Öffentlich ist der Mietspiegel nicht einsehbar, ich müsste ihn bei der Stadt bestellen. Allerdings ist es nun so, dass in dem Haus seit Jahren nichts gemacht wurde. Der Keller ist eine Zumutung. Nutzbar ist der nicht. Dort liegen lediglich Reifen. Mehr geht nicht. Viele der Fensterscheiben sind kaputt. Dadurch regnet es rein, allerhand Ungeziefer und Mäuse hausen dort und Strom ist auch nicht in jedem Raum. Hinzukommt noch, dass die Hauseingangstür seit Monaten kaputt ist. Es sind 2 Klappen - innen und aussen - abgefallen. Dadurch ist jetzt unten ein Loch. Das haben wir dem Vermieter mitgeteilt. Nach nochmaligem Anruf, kam er und hat es allen Ernstes mit einem Uhu-Alles-Kleber-Stift probiert zu reparieren. Das das nicht wirklich funktioniert, muss ich wohl nicht erwähnen. Kurzerhand wurde dann einfach ein Paketband drübergeklebt und damit war die Reparatur für ihn abgeschlossen. Das das jetzt aber auch nicht für die Ewigkeit hält, muss ihm eigentlich klar sein. Tja und nun ist halt wieder das Loch in der Tür da. Der Hof, wo die Autos abgestellt werden, war dermaßen kaputt, dass wir ganze 6 Monate darum bitten mussten, dass doch bitte die Löcher verschlossen werden. Auch der Abfluss im Hof muss kontrolliert werden, da im Winter ständig eine Eisfläche unter den Autos war und ein Losfahren immer so Geduldsprobe wurde, wenn man nicht gerade jemanden hatte der Anschieben konnte. Auch für unser Tor mussten wir mehr als 7 Monate bitten. Es war dermaßen kaputt, dass es sich teilweise nicht öffnen oder schließen ließ. Die Bäder sind von anno knüll und von den Amaturen sprechen wir jetzt mal lieber nicht. Ich hab meine einfach allein ausgetauscht, da die Alten einfach nicht mehr aus hygienischen Gründen nutzbar waren. Ganz ehrlich, für dieses ganze drumherum bin ich eigentlich nicht wirklich bereit, mehr zu zahlen.


    Desweiteren habe ich gelesen, dass eine Mieterhöhung, sollte sie in entsprechender Form vorgelegt werden, angekündigt werden muss und zwar 3 Monate im Voraus. Wie verhält es sich jetzt? Ich habe die Mieterhöhung am 13.05.2015 erhalten, soll aber bereits zum 01.07.2015 die erhöhrte Miete zahlen. Das sind gerade mal 1,5 Monate. Ab wann dürfte der Vermieter die erhöhte Miete wirklich einfordern? Zählt der halbe Mai schon mit oder zählen nur ganze Monate?


    Können Sie mir hierzu vielleicht noch eine Antwort geben? Im Internet kann ich leider nichts finden.


    'Findet sich im Mietvertrag keine Regelung, kann der Vermieter nach billigem Ermessen den Verteilerschlüssel festlegen.
    Dabei muss der Vermieter dem unterschiedlichen Verbrauch oder der unterschiedlichen Verursachung Rechnung tragen (§ 556a I 2 BGB). Insbesondere kann dies der Fall sein, wenn sich im Objekt auch Gewerbeeinheiten befinden, bei denen der Wasserverbrauch geringer oder höher sein kann. Teils wird die gesonderte Erfassung des gewerblichen
    Verbrauchs durch Wasserzähler und der Abzug dieser Kosten vor der Umlegung auf die Wohnraummieter verlangt (LG Berlin GE 2003, 190). Die gesonderte Erfassung macht aber wirtschaftlich nur Sinn, wenn das Gewerbe einen deutlich höheren Verbrauch verursacht. Dies wurde für einen Hundesalon, Juwelierladen und Reisebüro verneint, für eine Sauna, Wäscherei und Getränkehersteller jedoch bejaht.'


    Also wenn es bei einem Hundesalon, der ja auch viel Wasser verbraucht, nicht angerechnet wird, glaube ich fast, der der Blumenladen bei uns auch nicht angerechnet wird.


    Es gibt das Wirtschaftlichkeitsgebot. Näheres siehe hier: bmgev.de/mietrecht/tipps-a-z/a…gebot-betriebskosten.html


    Unter dieser Quelle wurde folgendes zietiert: "Das Wirtschaftlichkeitsgebot geht nicht so weit, dass der Vermieter bereits bei der Grundentscheidung, ob er die Wärmeversorgung mittels Gas oder Ölheizung, mittels von ihm selbst betriebener zentraler Heizungsanlage oder mittels Nah- oder Fernwärme sicherstellt, die Kosten berücksichtigen und eine Art Kostenanalyse anstellen muss, welche Art der Versorgung (für den Mieter) am sparsamsten ist." (LG Berlin, Urt. v. 11.07.2008, AZ: 65 S 261/07)" Wenn ich das so lese, heißt das für mich, dass ich als Mieter nicht die Kosten des Ladens mittragen muss. Momentan bezahlen wir für Müll ca. 2.700€/Jahr. Wenn wir eine kleine Tonne nehmen würden, die uns ja vollkommen ausreicht, wären wir bei ca. 800€/Jahr oder die mittlere Tonne bei ca. 1.600€/Jahr.Wir könnten also minimum 1.000€/Jahr wenn nicht sogar fast 2.000€/Jahr an Müllkosten sparen. Also das ist für mich schon sehr wirtschaftlich. Ich wäre auch bereit die große Tonne zubehalten, wenn der Laden nicht nur 25% sondern mindestens 50-60% übernimmt. Ist das denn nicht möglich?

    Hallo Schlesinger,


    danke für die ausführlichen Antworten der einzelnen Punkte. Allerdings hätte ich da noch einige Anmerkungen.


    1. Mieterhöhung
    Wenn ich es richtig verstanden habe, muss eine Mieterhöhung begründet werden durch Mietspiegel, Sachverständigengutachten oder Vergleichswohnungen. Dies ist aber nicht geschehen. Bei mir stand lediglich, dass seit 9 Jahre keine Mietanpassung standgefunden hat und somit die Grundmiete mal eben 50,00€ erhöht wird. Bei meinen Nachbarn stand gar nichts. Nur 50,00€ mehr zahlen bitte. Bei einem anderen Nachbar, der in einer identischen Wohnung wie meiner wohnt, wurde keine Mieterhöhung vorgenommen. Wieso soll ich jetzt mehr bezahlen???


    Desweiteren habe ich gelesen, dass eine Mieterhöhung, sollte sie in entsprechender Form vorgelegt werden, angekündigt werden muss und zwar 3 Monate im Voraus. Wie verhält es sich jetzt? Ich habe die Mieterhöhung am 13.05.2015 erhalten, soll aber bereits zum 01.07.2015 die erhöhrte Miete zahlen. Das sind gerade mal 1,5 Monate. Ab wann dürfte der Vermieter die erhöhte Miete wirklich einfordern? Zählt der halbe Mai schon mit oder zählen nur ganze Monate?


    2. Umlagefähige Versicherungen
    Ich bin ja gern bereit die Versicherung, welche das Haus betreffen, anteilig zu bezahlen. Aber kann der Vermieter sie nicht einfach benennen, als einfach nur Versicherung zu schreiben?


    3. Verteilungsmaßstab Wasser, Abwasser
    Bei der Besichtigung der Wohnung ist mir direkt aufgefallen, dass die einzelnen Wohnungen keinen Wasserzähler haben. Darauf habe ich den Vermieter angesprochen und er versicherte mir, dass der Verteilungsmaßstab nicht die Wohnungseinheiten sondern die Personen in den Wohnungen maßgeblich sind. Leider steht das im Mietvertrag nicht drin. Was bei uns "erschwerend" hinzukommt, ist, das wir im EG einen Laden haben. Dieser hat zwar eine Wasseruhr, diese ist wohl aber kaputt. Darüber wurde der Vermieter informiert. Jetzt braucht doch ein Laden (Blumengeschäft) täglich viel Wasser. Da aber die Wasseruhr kaputt ist, kann es jetzt nicht getrennt werden. Wie verhält sich jetzt hier der Sachverhalt?


    4. Müll
    Da der Laden im letzten Jahr immer seinen Müll in unserer Mülltonne entsorgt hat, war die 1100l-Tonne wöchtenlich voll. Jetzt gibt es den Laden nicht mehr und die Tonne ist für uns (6 Mietparteien) viel zu groß (wöchtlich gerade mal viertel voll) Wie ich auch herausgefunden kostet uns die 1100l-Tonne ca.2.700€/Jahr. In dem Preis ist ein Vollservice inkludiert, d.h. die Tonne soll eigentlich vom Stellplatz geholt, geleert und dort wieder hingestellt werden. Das ist aber gar nicht möglich, da der städtische Abfallbetrieb gar nicht an die Tonne rankommt, da ein Tor davor ist. Also können wir den Vollservice gar nicht nutzen, müssen ihn aber bezahlen. Können wir vom Vermieter verlangen, dass demnächst der private und gewerbliche Müll getrennt wird und wir somit nur eine kleinere Tonne (240l oder 500l) bekommen? Das macht sich im Preis extrem bemerkbar.


    5. Grundsteuer
    Ebenfalls habe ich auch gelesen, das sich die Grundsteuer erhöht sobald ein sich ein Gewerbe im Haus befindet. Muss er der Vermieter dann nicht in der Nebenkostenabrechnung eine Aufschlüsselung aufzeigen?


    Unter der Endsumme der Nebenkostenabrechnung hat der Vermieter einen Punkt "-25% Laden". Somit entfallen dann nur noch 75% der Kosten auf die Mieter. Ist das rechtens oder muss er alles korrekt aufschlüsseln.


    Ich weiß, das ist eine ganze Menge, aber ich kenne mich damit so gar nicht aus.


    Vielen Dank.

    Hallo,
    heute habe ich von meinem Vermieter einen Brief bekommen. Darin wurde ich 1. über die Nebenkostenabrechnung für 2014 hingewiesen. Die Aufschlüsselung war mehr als dürftig in meinen Augen. Es waren Sachen wie Grundsteuer, Abfall, Strom, Wasser, Abwasser und Straßenreinigung aufgelistet. An sich nicht falsch, aber warum tauchen unter Straßenreinigung und Abwasser 2 Beträge auf? Diese Beträge Werden nicht weiter aufgeschlüsselt. Ebenfalls in der Abrechnung tauchen noch eine Versicherung (welche?) und eine Haftpflicht auf. Kann ein Haus eine Haftpflicht haben? Das nächste was mich etwas stutzig macht, ist, das die Summe für Wasser und Abwasser einfach durch die Summe der Mietparteien geteilt wird. Nun ist es aber so, dass im Haus 3 Wohnungen mit je 2 Personen bewohnt werden und 3 Wohnungen mit je nur 1 Person. Die 1-Person-Haushalte verbrauchen doch aber meist weniger Wasser als 2 Personen. Kann der Vermieter die Aufschlüsselung so vereinfachen?


    Als 2. wurde ich im Brief darauf hingewiesen, dass sich meine Grundmiete ab Juli um 50€ erhöht, da die Miete seit 9 Jahren nicht angepasst wurde. Ist das ein Grund die Miete einfach zu erhöhen? Im Gespräche mit einem anderen Mieter habe ich erfahren, das der Vermieter bei ihm vor 2 Jahren das schon einmal versucht hat. Der Mieter das aber als zu viel erachtet hat und das Ganze dann fallen gelassen wurde.


    Über Hinweise und Infos wäre ich dankbar.


    Mücke