Beiträge von Malte

    ... haben diese Indizes gegenüber dem MSCI World überhaupt noch eine wirkliche Daseinsberechtigung? Die Unterschiede sind ja ohnehin marginal. Die Verteilung läge dann bei ca. 95/5.


    Weitere Isolation, Abschwung, noch undurchsichtigere Märkte in China ist ja jeweils durchaus wahrscheinlich.


    Eine Kriegserklärung gegen Taiwan würde vermutlich dann die Streichung nach sich ziehen.


    - Ist der weniger diversifiziertere MSCI World also potentiell ein kleines Stück krisensicherer, den aktuellen Entwicklungen nach zu urteilen?


    - Ist die Kluft zwischen der "Weltordnung" Developed und EM mittlerweile so groß, dass EM eigentlich nur noch hochspekulative "Kriseninvestitionen" sind?

    Für alle, die es interessiert: Herr Hopmeier antwortete mir im Blog mit folgendem Berechnungsweg.


    GKV: ((Auszahlungsbetrag: 140.614 * Beitragssatz zur GKV:15,7%)-Freibetrag: 19.740)/120 abgezinst mit 1% über 120 Monate.


    GPflV: (Auszahlungsbetrag: 140.614/120)*Beitragssatz zur PflV: 3,05% abgezinst mit 1% über 120 Monate

    Das habe ich auch als Argument angeführt eingangs, sehe es also genau so. Wobei man seinen ETF natürlich auch nicht anfassen sollte – aber man kann, notfalls.


    Grundsätzlich fehlt mir noch die Variable für den rot-markierten Betrag in der Beispielrechnung.

    Guten Morgen,


    vielen Dank für deine Rückmeldung in meinem Thread. Wie privat geschrieben, hielt ich von deinen Beiträgen viel als stiller Leser und freue mich daher.


    Den Vergleichswert in den letzten 7 Jahren hatte ich hier im Thread auch irgendwo mal notiert. Es ist natürlich auch eine valide Annahme, dass die Differenz 10 % p.a. vs. 3,5 % p.a. bei einer Berechnung berücksichtigt werden müsste, sofern man dies als Indikator nehmen möchte.


    Systemschutz – daran hatte ich auch schon gedacht! ;-) Unter dem Aspekt, dass der garantierte Auszahlbetrag von 100.800 € nach Versteuerung, und Minderung der gesetzlichen Rente, ja so ziemlich genau auf dem Kopfkissenbetrag zu landen scheint. Dies lernte ich auch erst durch diesen Thread und Recherche in anderen Foren. Mit dem Unterschied, dass ich diesen mit 150 € pro Monat "erwirtschafte" – die Versicherung mit 282 € dank Steuerstundung etc. ;-)


    Gruß

    Bei einer bAV kann man in der Auszahlung (wenn über ca. 160 Euro) etwa 20% für Kranken- und Pflegeversicherung abziehen, muss dann aber noch 25 Euro wieder dazurechnen (wegen des Freibetrages für die Krankenversicherung).


    Überschlagsmäßig reicht das, ginge aber auch genauer. ;)

    Guten Morgen,


    dankeschön! Ich denke, die bAV würde sich nur lohnen, wenn diese am Vertragsende gesamtheitlich ausgezahlt würde. Also nicht monatlich. Das ist lt. Vertrag auch möglich.


    Ich habe nun mit den im Dateianhang hinterlegten Varianten gerechnet, für Allianz bzw. ETF.


    • Fallen KV und Steuer summiert auf den Gesamtbetrag an, der bei der Allianz angespart wurde? Im ersten Beispiel also 36 % auf "Betrag (vor Steuer)"?
    • Ist hier noch etwas subtrahieren oder zu addieren aufgrund der Freibeträge?

    Danke!


    Gruß

    Den Betrag darf man ruhig in Relation zu den Einkünften setzen... für manch einen unserer Mitmenschen sind 150 Öcken viel Geld, für andere hingegen sehr wenig...


    Vernünfting investiert können aus 150 Öcken im Monat aber durchaus auch deren 450.000 werden. Vor Steuern und - leider nur - nominal.

    Nicht vergessen sollte man bei allen Überlegungen auch, dass die 'letzten 150 Öcken', die in einen 'Sparplan' laufen werden, vielleicht die Kaufkraft von 50 Öcken von heute haben werden.

    Das sehe ich ganz genau so. Deswegen recherchiere ich so intensiv um diese vermeintlich kleinen 150 Euro pro Monat! :)


    Ich denke, wenn die Kaufkraft von 150 Euro in 40 Jahren bei 50 Euro liegt, können wir uns alle sehr glücklich schätzen.

    Dankeschön, das freut mich! Das ist leider erforderlich, da die gesetzliche Rente, trotz, sofern ich mich weiterhin guter Gesundheit erfreuen werde, überdurchschnittlichem Einkommen etwas über der Armutsgrenze liegt.


    Auch wenn 150 Euro pro Monat erst einmal wenig klingen: Auch diese würde ich gerne pro Monat geeignet investieren.


    Und bevor ich nun mit der "garantierten Mindestrente" nach Besteuerung, entgegen meiner vorherigen Annahmen, doch auf dem Kopfkissenbetrag lande, investiere ich das Geld lieber überall anders rein, das sonst 39 Jahre gebunden ist. Selbst wenn ich's auf den Kopf haue – dann war die Lebensqualität in der Retrospektive eben in genau diesen Situationen höher! ;-)


    Nichtsdestotrotz müsste ich die Besteuerungen wirklich noch einmal gegenüberstellen.

    Danke für eure Beiträge.


    Dies würde folglich, nach aktuellen Gegebenheiten, bedeuten:

    1. Ein gesetzlicher Rentenverlust von 198 € pro Monat.
    2. Der Garantiebetrag der Allianz liegt bei 258 € pro Monat.
    3. Die Allianz erhält allerdings auch insgesamt 282 € pro Monat an Einzahlungen, darunter 150 € meines Nettoeinkommens über 39 Jahre. Gebundenes Kapital.
      1. Es gibt 60 € mehr im Monat für 70.000 € Einzahlung.
    4. Hinzu kommt eine Versteuerung auf die, sofern gewählt, gesamte Auszahlung nach 39 Jahren. Nicht nur auf die Gewinne.

    Liest sich irgendwie nicht mehr so schön.


    Weiß jemand, wie hoch Steuern und Krankenversicherung prozentual sind bei Auszahlung einer betr. Rente? Einfach mal unter Annahme eines durchschnittlichen, jährlichen Einkommens.


    Im Prinzip bräuchte ich die markierte Spalte aus dem Dateianhang, oder eine Formel dafür.

    Danke für alle bisherigen Rückmeldungen, das ist hilfreich.


    Nach wie vor unklar ist für mich, wie genau die Versteuerung jeweils aussieht.


    Wird bei der bAV der gesamte Betrag, also Bruttoeinzahlung und Gewinne, bei Auszahlung versteuert?


    Zudem ist ja noch der Rentenverlust einzubeziehen. Ich habe einen Rechner dafür gefunden. Unklar ist mir gerade, ob die Entgeltumwandlung 282 € beträgt, oder ob dies die Differenz ist zwischen 282 € - 150 € = 132 €.

    Doch, es gibt 2 Steuervorteile bei der bAV: Zum einen zahlst Du erst bei der Auszahlung Steuer (Steuerstundung), zum anderen die Annahme, dass Dein Steuersatz als Rentner geringer ist.

    Auf der anderen Seite hast Du eben die Nachteile, dass Du die o.a. ETV-Vorteile nicht hast.


    Wenn Du das Vergleichen willst, brauchst Du neben Excel viele Annahmen: Wie ist Dein Steuersatz in 39 Jahren? Wie ist das ganze Steuersystem dann? Wie lange gibt es noch die Abgeltungssteuer? Wie hoch ist der Abgeltungssteuersatz? Kennen wir dann noch das Kürzel "Soli"? ...

    Also könnte man annehmen, dass es hinsichtlich Steuer womöglich keinen großartigen Unterschieden geben wird, bzw. dies politisch abhängig sein wird, das zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorhersagbar oder beeinflussbar sein wird?


    Wie ist das denn mit der Abgeltungssteuer. Angenommen, diese wird zukünftig erhöht. Ich bespare den ETF ja nun schon. Das bedeutet, die Abgeltungssteuer auf diesen wird nicht erhöht werden, oder? Ich habe da etwas hinsichtlich Aktien in Erinnerung.


    Die Minderung der gesetzlichen Rente sowie die nachgelagerte Besteuerung würde mich kalkulatorisch dennoch näher interessieren. Weißt du / Weiß da jemand mehr zu? Hab mal einen Excel-Screenshot angehängt :)

    Wenn ich mir diesen Post durchlese, denke ich, du bist schon weiter als 90% der Versicherungsnehmer und auf einem guten Weg, selbst eine Entscheidung zu treffen.


    Der Einwand von Hornie ist völlig berechtigt. Der Steuervorteil wird meist völlig überschätzt, Studien sagen er liegt regelmäßig im einstelligen Prozentbereich, leider habe ich grad keine Quelle.


    Du rechnest mit einem break even zwischen Versicherung und ETF von 2,x%. Ich erwarte vom ETF 5%-8%. Das sind mehrere Hunderttausend Euro in 40 Jahren. Trotzdem kann man den Wunsch nach einer "sicheren" Versicherung haben, das ist völlig legitim, aber das kannst nur du selbst entscheiden.

    Danke für die netten Worte. Rechnerisch finde ich es allerdings relativ schwierig, da eine Entscheidung zu treffen.


    Der Garantiewert erscheint in Ordnung - mir fehlen jetzt noch die Bausteine gesetzliche Rente und Steuern (nach aktuellem Reglement) :)

    Du rechnest leider, wie ein typischer Sales-Muckel: Die Steuerersparnis am Anfang wird voll reingerechnet, die Besteuerung bei der Auszahlung ignoriert.


    Bei der bAV versteuerst Du jeden Euro voll. Bei Deinem ETF nur den Zugewinn, nur zu 70%, nur mit 26,375%, nur oberhalb der Freibeträge.

    Guter Hinweis. Das habe ich ehrlich gesagt nicht berücksichtigt.


    Wie sähe denn dann eine jeweilige Berechnung (Allianz/ETF) "bereinigt" aus nach theoretischer Auszahlung nach 39 Jahren?


    Und gibt es keine Steuervorteile bei Rentenversicherungen? 🤔

    Die Überlegung ist, die 150 €, die netto von meinem Gehalt an die Allianz abfließen, rauszunehmen und ebenfalls in einen ETF zu investieren.


    Meine Sparstrategie ist aktuell monatlich:


    1. 500 € in den Vanguard FTSE All-World
    2. 500 € aufs Sparkonto (ich möchte eine Bargeldreserve erhalten, demnächst gibt es vielleicht wieder ein paar Prozent-Krümelchen Tagesgeld)
    3. betr. Altersvorsorge (erster Vertrag): 280 € in die Allianz KomfortDynamik mit Arbeitgeberzuschuss von 30 % mit Steuerersparnis, vom Nettolohn fließen 108 € ab. Diesen behalte ich auf jeden Fall, da rentabel.
    4. betr. Altersvorsorge (zweiter Vertrag): 280 € in die Allianz KomfortDynamik ohne Arbeitgeberzuschuss mit Steuereinsparung, vom Nettolohn fließen 150 € ab.


    Und genau um 4. geht es. Ich überlege, diesen Vertrag stillzulegen und die 150 € vom Nettolohn stattdessen in den Vanguard FTSE All-World zu stecken.


    Dahingehend wäre ich für ein paar Denkanstöße und kalkulatorische Unterstützung dankbar! :)


    Ich finde das Angebot von der Allianz per se nicht schlecht. Andererseits müsste der All-World schon ziemlich mies laufen die nächsten ~ 40 Jahre.


    Daher bin ich hin- und hergerissen.


    • Allianz
      • Die Allianz läge bei 39 Jahren und einem angenommenem, jährlichen Wachstum von 2,5 % bei einer Auszahlung von 182.000 €. Es fließen 280 € brutto rein, ich zahle 150 € netto aufgrund der Steuerersparnisse.
      • Der garantierte Auszahlbetrag, sozusagen "egal wie mies es läuft", liegt bei 100.837 €. Das ist, fairerweise, mehr als Kopfkissen und keine schlechte Garantie.
      • Um 100.837 € zu erreichen, müsste ich mit 150 € netto in einen ETF investieren, der jährlich mindestens um 2 % wächst. Ab dann gewinnt der ETF, unter der Annahme, würde die Allianz gar nichts erwirtschaften.
      • Hier wäre der Verlust der gesetzlichen Rente gegenzurechnen.
    • ETF
      • Angenommen ich lege 4. Vertrag still und stecke die 150 € netto für 39 Jahre in einen ETF.
      • Um 100.837 € zu erreichen, müsste dieser ETF jährlich um 2 % wachsen.
      • Aufgrund der höheren Bruttoeinzahlung bei der Allianz läge der Gesamtbetrag bei einem Wachstum von 2,5 % bei der Allianz bei 182.310 €. Das ist möglicherweise noch zuzutrauen ;)
      • In diesem Fall müsste der ETF, den ich mit 150 € bespeise, bereits um 4,5 % wachsen, um selbigen Betrag zu erreichen.


    So meine Gedanken.


    Bitte korrigiert, berichtigt, helft mir, die richtige Entscheidung zu treffen! :)


    Besten Dank.

    Danke für die Rückmeldungen!


    Die Rechnung ist ja wie folgt oben dargestellt. Ich zahle effektiv 150 € vom Nettolohn ein. Aufgrund von Steuerersparnissen beträgt die monatliche Einzahlung jedoch 282 €.


    So ergibt sich die Wertentwicklung, die in den oben angehängten Screenshots zu sehen ist.


    Die garantierte Mindestrente beträgt 100.800 €.


    Jetzt habe ich das mal in "ETFs" umgerechnet. Ich müsste also, wohl angemerkt bei einer Investition von 150 €, also meinem Nettobetrag, einen jährlichen Zuwachs von 2 % erreichen, um die garantierte Mindestrente zu erreichen.



    Bei der Allianz würde ich nun auch nicht davon ausgehen, dass es viel höher liegt als die Garantie. ;)


    Was mich sehr interessieren würde, wie ist die Verrechnung mit der gesetzlichen Rente?


    Denn von den 282 € brutto, die einfließen, gehen aufgrund der Entgeltumwandlung ja Beiträge verloren, die in die gesetzliche Rentenversicherung pro Monat eingezahlt werden.


    Die Anlagestrategie habe ich nun einmal im Dateianhang hier hinterlegt.


    Danke.

    Du hast keine Infos zu den Kosten und der Art der Investition geteilt. Möchtest du das nachholen? Sonst wird es schwierig etwas zu sagen.

    Hallo Chris, gerne. Welche Informationen fehlen denn noch abseits des Zitates? Es handelt sich ebenfalls um eine betriebliche Altersvorsorge, in diesem Fall jedoch ohne Arbeitgeberanteil.

    Hallo allerseits,


    nun hatte ich über meinen Arbeitgeber die Möglichkeit, eine betriebliche Altersvorsoge über die Allianz bei einer Zuzahlung von 30 Prozent in das im Titel genannte Paket abzuschließen. Das ist für mich lohnenswert, egal, ob das Vorsorgekonzept nun etwas schlechter oder besser ist als bei den Mitbewerbern ist – der Garantierertrag ist sehr gut, eben durch die Zuzahlung.


    Ich hatte außerdem noch die Möglichkeit, das selbige Paket KomfortDynamik arbeitnehmerfinanziert abzuschließen. Und habe das auch.


    Nun bin ich etwas verunsichert, ob das eine sinnvolle Entscheidung war. Ich würde mich über Meinungen zu dem Anhang freuen.


    Zu meinem Hintergrund: Ich investiere außerdem in ETFs und Aktien.



    Herzlichen Dank!

    Hallo Andreas,


    erst einmal vielen Dank für Deine ausführliche und bedachte Rückmeldung. Das hat mich nun doch zum Umdenken bewegt und die bisherige Investition wie gehabt weiterlaufen zu lassen.


    Viele Grüße


    Malte

    Danke dir! Das stimmt, mir ist der Unterschied bekannt. Im Vergleich performed der Vanguard in der Vergangenheit ca. 2 % schlechter pro Jahr. Klingt nicht viel.


    Wenn man das allerdings mal durchrechnet:

    • Monatliche Einzahlung von 500 € auf 30 Jahre bei 4 % (Vanguard) entspricht 342.000 €.
    • Monatliche Einzahlung von 500 € auf 30 Jahre bei 6 % (MSCI World) entspricht 487.000 €.

    Meine Annahme ist, dass EM schwere Zeiten bevorstehen. Insofern scheint das für mich die geeignetere Variante.