Beiträge von Mi Ke

    Ich lese ja den FT-Newsletter, seit es ihn gibt und gelegentlich ist auch etwas dabei, das mir nützlich scheint.
    Gerade bin ich durch Zufall auf ein Thema gestossen, bei dem ich mich auskenne: Ich bin seit über 20 Jahren Carsharer in München und kenne den Markt aus eigener Erfahrung.
    Nun schreiben Sie in dem ausführlichen Teil über die Freefloatinganbieter richtigerweise, diese Angebote lohnten sich für "spontane Fahrten". Das ist richtig, liegt aber vor Allem daran, daß man hier nie sicher sein kann, gerade dann, wenn man eins braucht, auch ein Auto zu bekommen (Bei den stationsgebundenen geht das). Der zweite Anwendungsfall: "für den Einkauf" klappt mit den Freefloatern auch nicht richtig, denn, was ich in den Smart oder Mini dieser Anbieter an Einkäufen reinbekomme, kann ich meist auch im Fahrradkorb transportieren.


    Im Artikel unten wird danndurch Positionierung und Umfang der Berichte der Eindruck erweckt, die Carsharer mit Fahrzeugstationen hätten quasi gleichwertige Angebote.
    In der Praxis stellt sich das ganz anders dar.
    Wer Carsharing als Alternative zum eigenen PKW nutzt, braucht ein verlässliches Angebot mit genügend Fahrzeugen im Pool. Citeecar und Stadteilauto haben gerade mal eine Handvoll Stationen und ein paar Autos.
    Etwas mehr hat Flinkster (der "Marktführer", nur was nützen mir freie Fahrzeuge in Göttingen wenn ich in München suche, hier stehen 60, 70 Autos)
    Wirklich alltagstauglich ist nur das Angebot von Stattauto mit gut 100 Stationen im Großraum München mit Kleinwagen, Mittelklasselimousinen und Transportern, wenn man mal umzieht.
    Auch, daß man landfristig trotz Grundgebühren und Kaution hier viel günstiger Auto fährt als mit den teuren Minutenpreisen der "Spassautovermieter", sollte bei einem ernsthaften Vergleich genannt werden.
    Vieleicht kann man das bei einem Update alles berücksichtigen, auch wenn, wie ersichtlich, nur Driveno und Car2go den Artikel gesponsort haben;-)