Beiträge von Stiller Beobachter

    Oh weia ... Google, das als flippiges IT-start-up gestartet ist und sich inzwischen zu einem unkontrollierbaren Datensammlungsmonster entwickelt hat, mit einem Fintech-Start-Up zu vergleichen, das mit einem kapitalgarantierten Altersvorsorge-Produkt mit zumindest fragwürdigen Garantiegebern an den Start geht, ist schon haarsträubend genug. Die Idee von Fairr mag anständig sein, vielleicht funktioniert sie sogar. Und wenn sie mit ihren Investment-Ideen das Rad neu erfunden haben - Glückwunsch! Ich weiß aber nicht, ob es dem deutschen Altersvorsorgesparer zu vermitteln ist, dass er sein Geld einem bislang völlig weißen Blatt Papier anvertraut, das mit einer Kapitalgarantie einer etwas fragwürdigen Bank wirbt, die schon etliches in den Sand gesetzt zu haben scheint.... Aber wenn dir das alles nichts ausmacht, geh bitte sofort hin und mach einen Fairr-Vertrag. Kann zwar sein, dass die Kapitalgarantie nicht kommt, aber hey, dafür hast du wenigstens die deutsche Start-up-Szene unterstützt und während der Ansparzeit geringere Kosten gehabt. Ich habe schon genug solcher "Garantien" von Privatbanken gesehen, die hinterher nicht das Papier wert waren, auf dem sie gedruckt waren.


    Geht hin und macht Fairr-Verträge, immerhin werden sie ja auch vom uneigennützigen Finanztip-Portal empfohlen - da kann ja dann nichts mehr schiefgehen.

    @ Manuel


    Kurzum: Sie können meine Fragen nicht beantworten? Ich will sie Ihnen gerne nochmal in Erinnerung rufen:


    +++Fragen an die Experten von Finanztip zum Thema Fairr:


    1.) wo kann ich Eure detaillierte Analyse der einzelnen Fonds, die im Fairr-Riester-Portfolio stecken, nachlesen?
    2.) wie hat sich ein Fairr-Depot mit 30-jähriger Restlaufzeit und einer vorgegebenen Aktienquote von 85% in den letzten 8 Wochen entwickelt? Vermutlich so schlecht, wie andere Depot auch, nur: was macht Fairr, wenn die Börsenrücksetzer das Depot unter die Einzahlungs- und somit Garantilinie drücken? Wird dann irgendwas an der Allokation geändert, oder bleibt das stumpf zu 85% in Aktien, Rest in Anleihen und Cash?
    3.) Wieviel Verlusttoleranz verträgt das beschriebene Fairr-Angebot (30 Jahre Restlaufzeit), um die Garantie nicht zu gefährden?+++

    ... insbesondere die Antworten auf Fragen 2 und 3 interessieren mich

    Danke für die Hinweise und Links, aber mir ging es darum, meine Fragen von Finanztip beantwortet zu bekommen, die das Fairr-Produkt sehr loben. Und wenn sie es loben, dann gehe ich davon aus, dass sie es auch analytisch auseinander genommen haben, insbesondere die einzelnen Fonds, die Verlusttoleranz, die Frage nach etwaigen Abweichungen von der Grundallokation in volatilen Börsenphasen, etc. etc.

    Fragen an die Experten von Finanztip zum Thema Fairr:


    1.) wo kann ich Eure detaillierte Analyse der einzelnen Fonds, die im Fairr-Riester-Portfolio stecken, nachlesen?
    2.) wie hat sich ein Fairr-Depot mit 30-jähriger Restlaufzeit und einer vorgegebenen Aktienquote von 85% in den letzten 8 Wochen entwickelt? Vermutlich so schlecht, wie andere Depot auch, nur: was macht Fairr, wenn die Börsenrücksetzer das Depot unter die Einzahlungs- und somit Garantilinie drücken? Wird dann irgendwas an der Allokation geändert, oder bleibt das stumpf zu 85% in Aktien, Rest in Anleihen und Cash?
    3.) Wieviel Verlusttoleranz verträgt das beschriebene Fairr-Angebot (30 Jahre Restlaufzeit), um die Garantie nicht zu gefährden?


    Danke!


    Ihr persönlich-subjektiver Eindruck täuscht Sie da gewaltig, gegen Herrn Tenhagen selbst habe ich nichts (ich kenne ihn nicht), sondern ich finde seine Funktion und das, was er daraus macht, sehr zwiespältig und fragwürdig. Und wie mir scheint, stoßen Ihnen (wo Sie doch nicht mit FT verbandelt sind) ganz schön sauer auf. Warum das wohl so ist ...

    So "still" wie Ihr Nickname vermuten lässt sind Sie ja gar nicht :D


    Ihre Ausführungen möchte ich mal aufgreifen ich habe mir auch sämtliche Links, die Sie gepostet haben unvoreingenommen durchgelesen.
    Deshalb habe ich ein paar Fragen an Sie:


    1. Der Beitrag vom Finanzwesir ist interessant, aber auch er sagt "Fairr ist der Einäugige im Reich der Blinden. Die klassischen Anbieter (Banken und Versicherungen) präsentieren ihre Ware immer noch als Katze im Sack. Fairr tut das nicht und sieht deshalb besser aus. Aber eigentlich liefert Fairr nur das, was man heute erwarten kann."


    Ich finde das klingt für mich so als wäre Fairr besser als der Rest und liefert das was es muss. Wieso soll das dann auf einer Seite wie Finanztip nicht empfohlen werden dürfen?[/quote]


    Das kann man durchaus so sehen. Das Fairr-Produkt kann man gut oder schlecht finden, kein Problem. Wenn nun aber das Produkt, das offensichtlich noch etliche Schwächen hat (was nicht schlimm ist, das haben andere auch) als Verbraucherschützer so auffällig bejubelt, weil es für das Jubeln Geld gibt (meine Frage an die Finanztip-"Experten", wie hoch die Provision ist, die sie von Fairr fürs Bewerben bekommen, bleibt nach wie vor hartnäckig unbeantwortet), sieht das halt schon arg merkwürdig aus. Die Finanztip-"Experten" nutzen an dieser Stelle den unkritischen Massenglauben ihrer Leserschaft aus, wonach man sogenannten Verbraucherschützern, ohne dass man sie auch nur ansatzweise kennen oder einschätzen kann, sofort blind vertraut: sind doch Verbraucherschützer, die können es gar nicht anders meinen als gut! Die ganze Schoße hier erinnert ich ein wenig an den ADAC-Skandal: dort wurden auch Gefälligkeitstests veröffentlicht, für die es nachweislich Geld gab. Hätte dem ADAC so auch nie jemand zugetraut.


    [/quote]2. Ich kenne Herrn Tenhagen nicht persönlich und ob man sein Auftreten in den Medien nun mag oder nicht ist denke ich eine ganz persönliche Sache. Mag sein, dass der früher andere Produkte empfohlen hat. Schliesslich gab es damals fairr noch nicht. Und ganz davon abgesehen, hat er ja vielleicht etwas dazu gelernt ;) ?[/quote]


    Ja, er hat sicher gelernt, wie er seine Medienpräsenz, seinen verbraucherschützenden Heiligenstatus samt -schein für sich und die Seinen gewinnbringend einsetzt - oder glauben Sie im Ernst, die "Gesellschafter" von Finanztip, die das alles aus eigener Tasche finanzieren, haben Freude daran, ihr Vermögen endlos in ein schwarzes Nichts zu werfen? Sie merken worauf ich hinaus will? Es geht auch hier um den größten Profit: wer die meiste Kohle auf den Tisch legt, kriegt die beste Bewertung. Alles andere wäre ja auch vollkommen hirnrissig.


    [/quote]
    3. Mich würde interessieren welches Riester Produkt Sie empfehlen und warum. Dann kann sich jeder Leser hier seine eigene Meinung bilden und eventuell dort abschliessen. Im Beitrag anderer nach Fehlern zu suchen, fällt bekanntlich leichter als selbst einen konstruktiven Vorschlag zu machen, deshalb würde mich Ihre Meinung interessieren.[/quote]


    Ich bin vor Jahren beim Unionriester gelandet und kann absolut nichts schlechtes daran finden, ganz im Gegenteil: mein Depot hat sich formidabel entwickelt, ich habe durch den Kontakt zu meinem Banker optimale Transparenz in das Produkt wie auch in die Fonds (ich habe nur den Aktienfonds), der Service der Union Investment funktioniert einwandfrei, ich könnte jederzeit selbst ins Depot eingreifen, wenn ich das wollte. Ich muss zugeben, ich habe nicht ein Dutzend Riesterprodukte am eigenen Leib ausprobiert, von daher haben andere Anbieter sicher auch ganz gute Sachen im Angebot, zu denen ich aber wenig erzählen kann. Sicher ist die DWS oder Deka nicht viel oder gar nicht schlechter, mag sein. Aber im Leben nicht käme ich auf die Idee, meine Altersvorsorge einem Start-Up dreier grinsender Pfadfinder anzuvertrauen, deren einziger "Vorteil" die Kostenseite zu sein scheint - neben all den noch unbeantworteten Fragen, die einem Verbraucher-"Schützer", wenn er denn wirklich kritisch und unvoreingenommen, sofort die Alarmlampen anschalten müsste.


    [/quote]Nur vorweg: Ich bin weder Redakteur bei Finanztip noch sonst irgendwie verflochten und auch nicht verwandt und verschwägert mit Herrn Tenhagen. Ich bin einfach nur von Berufswegen an solchen Dingen interessiert und lasse jede Meinung unvoreingenommen zu.
    Daher interessiert mich wie gesagt Ihre Sicht der Dinge....[/quote]


    Wenn Sie meine Beiträge aufmerksam durchgelesen haben, wie Sie behaupten, dann kennen Sie meine Sicht der Dinge bereits.

    Liebe Franziska,


    uneigen- somit also gemeinnützig und ohne Gewinnerzielungsabsicht agieren meines Wissens nach nur Mutter Teresa und die Mönche des Buddhismus. Nach beiden sehen Sie mir nicht aus. Also erzählen Sie hier den Lesern bitte keine naiven kleinen Märchen, dass Sie nur und immer und ausschließlich das "Wohl der Verbraucher" im Auge hätten. Sie müssen Geldquellen anzapfen (ich nehme an, Sie arbeiten auch nicht vollkommen ehrenamtlich), filtern Produkte heraus, die Ihnen Geld einbringen, wenn Sie diese empfehlen (Affiliate) und dazu schalten Sie ein Medium wie dieses Online-Verbraucherschützerportal davor. Ihr eine Spur zu sehr um Glaubwürdigkeit bemüht wirkendes Mantra, wonach Sie völlig unabhängig von finanziellen Interessen und ergebnisoffen Produkte "testen" und angeblich ohne zu wissen, ob am Ende ein Affiliate dabei rauskommt oder nicht, ist einigermaßen lächerlich. Sie glauben doch wohl nicht selbst daran, oder? Sie meinen wirklich, dass Ihr Arbeitgeber am Anfang des Monats nicht weiß, ob und wieviel Geld er einnimmt, um Ihnen am Ende des Monats Ihr Gehalt zu zahlen? Und bis dahin zahlt er es Ihnen aus der eigenen Tasche, weil ihm das Wohl der Menschheit das wert ist? Zum totlachen.


    Was ich damit meine: Sie betreiben hier ein durchaus einträgliches Geschäftsmodell - Sie testen verschieden Produkte aus verschiedenen Bereichen und gehen dann los, um die jeweiligen Anbieter mit Ihren "Recherchen" zu konfrontieren.
    (Zitat von Fairr aus dem von Ihnen zitierten Interview: "Finanztip ist erst an uns herangetreten, als die Berichterstattung intern feststand"). Dann kann der Anbieter entscheiden, ob er gerne positiv- oder negativ-Publicity von Ihnen haben will. Und schon geht das Geldhähnchen auf oder bleibt eben zu.


    Nichts dagegen einzuwenden - aber hören Sie auf, die Leute hinters Licht zu führen, Ihnen sei einzig und allein am Wohl des Verbrauchers gelegen. Mutter Teresa hat man sowas abgenommen. Ihnen nicht.

    Falsche Frage.
    Richtig müsste sie lauten: was um alles in der Welt bewegt einen Verbraucher-"Schützer" dazu, sich öffentlich und über sein Medium dafür herzugeben, ein derartig lückenhaftes Produkt zu bejubeln, wodoch sein stets propagiertes Selbstverständnis als ehrenhafter und investigativer Experte für alles darin besteht, alles und jeden an den Pranger zustellen (vieles zu recht, manches zu unrecht), und sei der Fehler noch so minimal - und ausgerechnet und nur bei dem Fairr - Produkt werden alle Augen zugedrückt, und das so offensichtlich plump, aus dem einzigen Grund: weil es Geld dafür gibt.


    Und das fatale dabei: die Masse fällt darauf rein, während sich tenhagen wohl gerade ins fäustchen kichert.

    http://www.versicherungsbote.d…-fairr-Verbraucherschutz/


    Ganz schön viel Gegenwind in so kurzer Zeit, liebe Finanztip-"Experten".


    Es wäre vielleicht mal an der Zeit, dass Ihr auf solche Gegenpositionen eingeht, anstatt Euch jetzt - nach anfangs lauthals artikulierter Begeisterung zum Fairr-Angebot - wegzuducken.


    Konkrete Frage: wieviel Vergütung / Provision bekommt Finanztip von Fairr? Ich glaube das ist zur Beurteilung Eurer angeblichen Gemeinnützigkeit und Neutralität eine essentiell berechtigte und wichtige Frage.

    Nur mal so als Zweitmeinung zum Angebot "Fairr-Riester":


    http://kundenorientiertberaten…ester--fairr-im-test.html


    Man mag sich verwundert die Augen reiben und die Frage stellen, was den neutralen und objektiven Verbraucherschützer Tenhagen, der nur das Verbraucherwohl im Auge hat, geritten haben mag, ein solches Angebot zu pushen ... Ein Blick auf den Link "Wie wir uns finanzieren" auf dieser Seite sollte schnell Klarheit schaffen:


    http://www.finanztip.de/wie-wir-uns-finanzieren/


    Aber hey, wir müssen alle irgendwie Geld verdienen, auch die anständigen, edelmütigen, objektiven, neutralen Verbraucherschützer, die absolut und hundertpro ausschließlich nur das Wohl der Verbraucher mehren wollen, ganz ehrlich...!!

    Komisch - ich wusste davon, und ich habe auch keinen anderen Profirentevertrag, als alle anderen. Schon anhand der Produktinfos, die mir damals ausgehändigt wurden, ging hervor, dass es eben auch die Möglichkeit einer Investition / Umschichtung in den Eurorenta gibt, dies anhand eines festgelegten Konzepts mit verschiedenen Parametern. Also das Argument "viele Leute wussten nicht..." ist einigermaßen schwach und hält letztlich für so ziemlich alles her.


    Und ja - ich habe vom Aktienmarkt profitiert: mein Vertragswert hat sich fast verdoppelt (gemessen an den eigenen Einzahlungen und Zulagen), ich bin noch zu 100% im Aktienfonds, weswegen ich auch null Veranlassung sehe, den jetzigen Änderungen zu widersprechen. Bei mir stimmt Ihre Pauschalkritik demzufolge in keinster Weise. Verglichen mit den teuren und intransparenten Nullzinsprodukten von Versicherungen habe ich hier echt den besten Griff getan.


    Ihre zweite Rundumkritik (Banken werben mit Aktienmarkt ohne Verlust) sollten Sie mal konkretisieren, die kann nämlich schnell mal missverstanden werden. Ein Fondsriester investiert nun mal in risikoreichere Anlageformen, aber am Ende ist die Kapitalgarantie die unterste Linie. Insofern ist Ihre Kritik wieder nicht korrekt, wonach es Teil der Werbung sei, man könne in Aktien ohne Verluste investieren: es entstehen de facto zum Laufzeitende keine Verluste, sogar etwaige Ausgabeaufschläge werden wieder erstattet. Es kann - und das ist ein kleiner aber feiner Unterschied - sein, dass zwischenzeitliche Gewinne wieder abschmelzen, mitunter mit der Konsequenz der Umschichtung in Rentenfonds. Aber es wird kein Verlust entstehen, höchstens ein nicht entstandener Gewinn. Das ist was komplett anderes, was Sie als Experte eigentlich wissen sollten.


    Mein Banker führt mit mir im übrigen jährlich ein Riesterüberprüfungsgespräch, weniger um die Zahlungen dem Gehalt anzupassen oder die Zulagenanträge zu stellen, sondern genau solcher Themen: was tun mit dem großen Gewinn? Behalten, umschichten, teilabsichern, Produktwechsel, etc. etc.??


    ich will hier keine Lanzen für Union oder meine Volksbank brechen, aber mit Verlaub: Ihre teils unsachliche und pauschal artikulierte Kritik ist zum Teil haarsträubend. Sie kritisieren, dass Profirentekunden mitunter nicht mehr zu 100% in Aktien investiert seien, wenn sie dem neuen Fonds widersprechen. Aber klären Sie diese Kunden auch darüber auf, was passiert, wenn sie Ihrer (aus meiner Sicht auf Unkenntnis beruhenden) Empfehlung folgen und dann vielleicht doch eines Tages komplett umgeschichtet werden? Wie werden Sie dann Ihre heutige Empfehlung erklären? Eine pauschale Handlungsempfehlung (Widerspruch anhand bestimmter Kriterien) verbunden mit der Alternativempfehlung eines Wechsels zu einem Neuanbieter mit einem vollkommen intransparenten Produkt, wofür Sie auch noch Geld bekommen (was Finanztip ja nicht so gerne erzählt, wie mir scheint), halte ich aus Haftungsgründen für einigermaßen sportlich. Aber Ihre Juristen haben Sie sicher darüber aufgeklärt, oder?

    Hallo Ratlos ( ;-) ),


    die Frage ist: wie komme ich als Sparer mit großem Überschuß damit klar, wenn Aktienmärkte vielleicht mal einbrechen, sodann vielleicht 20, 30% vom bisherigen Gewinn weg wären, während der regelgesteuerte neue Fonds vielleicht nur die Hälfte dieses Verlustes mitgemacht hätte und in evtl. folgenden Aufwärtsphasen stärker aufs Gaspedal treten kann, als der alte ... Beim alten Fonds ist die Volatilität nach meinem Dafürhalten größer als beim neuen. Mag zwar in einem normalen Sparplan ohne Kapitalgarantie ganz gesund sein, aber bei Riesterfonds gelten einfach andere Regeln. Und meiner Meinung nach ist das die bessere Lösung: ein Fonds, der nach unten abbremst und somit die Umschichtung in den renditelahmen Rentenfonds verhindert. Aber wie gesagt: wenn man damit klarkommt, dass es vielleicht mal rasant nach unten gehen kann mit allen Konsequenzen, dann bitte widersprechen und den alten Fonds behalten.


    Grundsätzlich ist Ihr Gewinnpuffer aber so groß, dass sich jetzt nicht zwingend Anlass ergeben müsste, vom alten in den neuen Fonds zu wechseln. Aber sowas dachten viele Mitte 2008 auch schon... Wenn man sich mal die Mühe macht und etwas in die Vergangenheit zurück-googelt und wütende Kommentare von umgeschichteten Profirentesparern liest, dann ist das, was die Union jetzt vorhat, letztlich die Antwort auf die Fragen, die damals gestellt wurden: wieso schichtet die Union so früh um? Hätte man nicht noch warten können? Oder: wieso schichten die so spät um? Wäre das frühzeitiger nicht besser gewesen, bevor erst der ganze Gewinn aufgebraucht und dann auch noch in den Rentenfonds umgeschichtet wurde?


    Ein solches Extremszenario wie 2008/2009 mag vielleicht sobald nicht wieder eintreten, aber es kann auch keiner versprechen, dass es nicht dazu kommt. Ich empfehle aber heute schon all jenen, die der Massen- und Fernberatung diverser Verbraucherschützer gefolgt sind und einen Widerspruch formuliert haben, sich im Fall einer crashbedingten Umschichtung an die sog. Experten dieser und anderer Websites zu wenden (die zwar allesamt keine Anlageberatung machen, aber dennoch über ihr Medium klare Empfehlungen aussprechen...!!).


    Mein Gewinnpuffer ist ähnlich hoch, ich werde aber nicht widersprechen, obwohl ich auch noch etliche Jahre Restlaufzeit auf der Uhr habe. Bevor ich von der neuen Fondsauflegung mitsamt ihrer Steuerungsmechanismen Kenntnis hatte, habe ich mir auch die Frage gestellt, wie ich meinen großen Überschuß irgendwie (teilweise) absichern bzw. nicht mehr voll im Wind stehenlassen kann, trotzdem aber noch Ertragschancen habe. Das neue Konzept hat mir diese Frage beantwortet.

    Ganz gleich, mit welchen Begründungen und Argumenten Sie sich für oder gegen den Widerspruch aussprechen (vieles ist sicher nachvollziehbar, ebenso vieles aber nicht) - ich halte es aber für höchst bedenklich und kritisch, wenn Sie als Online-Verbraucher"schützer" nach dem Gießkannenprinzip aus der Ferne Handlungsempfehlungen aussprechen, aber für Ihre Empfehlung sicher nicht die Bereitschaft einer Haftung übernehmen wollen, wie es beispielsweise heutzutage in jeder Bank praktiziert wird. Sie raten und empfehlen Kunden glasklar eine bestimmte Handlung vorzunehmen (Widerspruch in bestimmten Fällen, Wechsel zu Fairr), und ich weiß ehrlich gesagt nicht (bin kein Jurist), ob Sie Ihr virtuelles Online-Portal vor evtl. Haftungsansprüchen schützt - zumal Finanztip, wie ich inzwischen auf Ihrer Website entdeckt habe, dafür wirbt, die Produkte der Affiliate-Partner anzuklicken, um so mit dazu beizutragen, dass sich Finanztip finanzieren kann. Vor diesem Hintergrund bekommt Ihr angebliches vollkommen neutrales Tun ganz im Sinne der Verbraucher ab jetzt ein G'schmäckle...
    Umso mehr, wenn man sich mal mit dem von Ihnen so auffällig (obwohl Sie doch so neutral wirken wollen) propagierten Produkt von Fairr auseinandersetzt: mehr Intransparenz für dieses jetzt gerade mal ein Jahr alte Produkt geht ja kaum, ungeachtet der Frage, welcher Versicherungspartner denn jetzt mit im Boot ist und wie "potent" die Sutorbank ist, die im Zweifel die Kapitalgarantie zu übernehmen hat. Als Verbraucherschützer müssten bei Ihnen da alle Lampen angehen - dass es das nicht tut versteht man dann, wenn man weiß, dass Sie von Fairr Geld bekommen, sobald durch Ihre Empfehlungen das Fairr-Produkt viel Zulauf bekommt. Das finden Sie alles nicht seltsam, oder?

    @ Joerg


    Danke für die Daten, zwei Fragen noch dazu:


    1. auf welches Endalter Ihrer Gattin ist der Vertrag getaktet bzw. was ist das Geb.-Jahr ihrer Frau?
    2. wie sieht der Vertrag aktuell aus, also Depotwert und garantierte Summe? (kann Ihnen Ihr Volksbanker beantworten).


    Sofern der Vertrag auf das Endalter 60 terminiert ist, wäre die Frage, ob das wirklich so beibehalten werden muss oder nicht etwa auf 63 / 65 Jahre verlängert werden sollte, weil dadurch tendenziell die Chance etwas steigt, noch (teilweise) in Aktien investiert zu sein.


    Dadurch, dass quasi nur Einmalbeiträge (die Eigenleistungen p.a., die Zulagen sowie die Zuzahlungen) in den Vertrag geflossen sind, entstand kein sog. Cost Average Effekt, wodurch die wenigen Einzahlungen (i.S. von Anzahl an Buchungen), die im Jahr geleistet wurden, ein deutlich größeres Garantie-"Bedürfnis" auslösen, als bspw. die Vielzahl von monatlichen regelmäßigen Einzahlungen. Deswegen ist Ihre Gattin schon relativ schnell umgeschichtet worden. Die Chance, dass weitere Einzahlungen nochmal in Aktien fließen erachte ich als relativ gering. Ihr Wunsch nach 100% Aktienquote ist zwar verständlich, aber angesichts des Fast-Null-Zins-Umfeldes ziemlich unwahrscheinlich, weil letztlich die Höhe der Marktzinsen die Höhe eines Risikobudgets (Verlusttoleranz) bestimmen, das für Aktieninvestitionen verwendet werden kann.


    Was können Sie tun: sofern der aktuelle Depotwert geringer ist als die Garantiesumme (die ja nur zum Laufzeitende greift, und nicht heute schon), ist der Übertrag auf einen neuen Vertrag (egal ob intern oder extern) nicht zu raten, weil nicht die Garantiesumme übertragen wird, sondern der aktuelle Depotwert - wäre letzterer also geringer, würden Sie Verluste erleiden. Meines Wissens gibt es vom gleichen Anbieter noch die Variante Uni Profi Rente Select, die über eine deutlich flexiblere Steuerung der Aktien- und Rentenquote verfügt. Fragen Sie Ihren Berater mal nach genauen Informationen und ob das für Sie eine sinnvolle Option wäre.


    VG
    Stiller Beobacher


    Nach Prüfung der Unterlagen und Eurer Tipps werde ich widersprechen (> 30 % Puffer, Laufzeit > 20 Jahre). Bei dem Vertrag von meiner Frau wurde allerdings schon umgeschichtet !!! Sie hat nur noch UniEuroRenta-Anteil im Depot! Was machen wir da? Kündigen und zu Fairr wechseln? Geht bei Rieser überhaupt eine Kündigung / Übertrag des Depots?
    VG


    Joerg


    Lieber Tom,


    bevor Sie hier mit profundem Habwissen glänzen und darauf basierend Handlungsempfehlungen aussprechen
    wollen, würde ich Ihnen vorher wärmstens empfehlen, sich genauestens mit der Thematik zu befassen. Das fängt schon damit an, dass Sie mit Ihrer Aussage, der Uni Global Vorsorge sei ein Mischfonds, der auch Staatsanleihen hoch verschuldeter Emittenten (also die BBBs und Cs dieser Welt ) erwerben kann und wird, krachend und komplett daneben liegen: der Vorsorge Fonds ist immer ein 100% Aktienfonds, der aber marktbedingt seinen Investitonsgrad auf 51% oder 120%ssteuern kann. Es wird also weder umgeschichtet noch verkauft noch sonstwie ein Mischfonds, wie Sie ihn sich ausmalen, konstruiert. Das ganze funktioniert mit Futures. Da Sie Experte sind, muss ich ihnen die Funktionsweise von Futures nicht erläutern.


    Das Ziel ist es, die Kursrückschläge abzumildern, bevor die Sicherungslinien erreicht werden, was die Umschichtung in den Rentenfonds zur Folge hätte. Das wäre dann in der Tat renditelos, von Börsensteigerungen hätte dann keiner mehr was.


    @ Jörg: wie sieht der Vertrag Ihrer Gattin aus: Restlaufzeit, Sparrate jährlich oder monatlich, Deckungsgrad (DDepotwert, Höhe aller Einzahlungen ).?