Beiträge von ika

    Kater.Ka: Ja, ich hab da einen Fehler in der Berechnung des Gewinns im Falle der Optimierung. Ich verstehe zwar formal-mathematisch die Berechnung im optimierten Fall, nicht aber den auch dort gemachten Ansatz mit 31.400 EUR. Da in den Vorjahren die früher gekauften Anteile verkauft wurden, sind sie ja m. E. für die Gewinnermittling am Ende nicht mehr relevant, sondern nur die Differenz zu den Käufen der allerletzten Jahre.
    Ich glaube, ich muss mir das mal im Gespräch erklären lassen.


    monstermania: Ja, mir ist klar, dass das eine sehr idealisierte Rechnung ist. Es ging mir darum, die Steuerberechnung am Ende zu verstehen.

    Unabhängig davon, auf die jährlichen Möglichkeiten der Ausnutzung des Freibetrags aufmerksam gemacht worden zu sein, ist schon ein großer 'Gewinn' jetzt.

    801*26,375% = 211,26€

    Diese Angabe hat mich nun eine Excel-Tabelle anlegen lassen, um am konkreten Beispiel zu rechnen. Vielleicht habe ich ja Denkfehler, aber ich komme zu anderen Ergebnissen.

    Das Model:
    Kauf von 1000 Stück zu je 50 €, 5 % Wertsteigerung konstant, 30 % Teilfreistellung, 10 Jahre, keine Vorabpauschale, keine Kauf-/Verkaufkosten
    Gegenüberstellung der Steuern

    • jährliche Ausnutzung des Steuerfreibetrags
    • Halten aller Anteile über die 10 Jahre

    Die errechnete jährliche Verkaufs- und gleiche Wiederkaufsstückzahl wurde ganzzahlig abgerundet, so dass der Freibetrag nicht vollständig ausgenutzt wird.

    Das Ergebnis:

    im optimierten Fall 660 € Steuern, nicht optimiert ca. 5.600 €. Auf 10 Jahre betrachtet bedeutet das einen jährlichen Vorteil von fast 500 €.


    Richtig oder falsch? Ich bin gespannt.

    Mit den blauen Werten kann variiert werden.

    rexlouis: Interessant. Habe mir den Thread durchgelesen und finde es gut, wenn man im Vorhinein weiß, versteht und rechnet, wann warum wie viel Steuern anfallen.

    Aber für mich ganz grundsätzlich die Frage: Das Verkaufen und Augenblicke später wieder Einkaufen der gleichen Menge des gleichen ETFs bringt doch nichts wirklich.
    War dies 'nur' für die Beweisführung oder übersehe ich was Grundsätzliches?

    PS: Vor der Bereitstellung von Office-Dateien sollten Metadaten entfernt werden.

    Danke wieder fürs Überlegen, Links und Tipps. Die Rollatorräder hatte ich wirklich noch nicht auf dem Schirm JDS. ;-))

    Schwierig, in die Zukunft zu schauen. Die regelmäßigen Entnahmen (jährlich 5 % = 10k) würden bei ca. 30 % Anteil am Gesamtbedarf liegen (bei 2k staatlicher Rente).


    Zusammengefasst interpretiere ich die Berechnungen und Gedanken so, dass ich den verfügbaren Anteil wohl noch reduzieren und entsprechend den ETF-Anteil erhöhen könnte/sollte. Die 150k sind dann wohl ein realistischer Wert.

    Danke für die Rückmeldungen.

    Referat Janders: Die Verluste können aber auch nach 10, 15 Jahren passieren, genau dann, wenn man das Geld benötigt. Den Gedanken mit den Sonderbeiträgen werde ich mal verfolgen.

    JDS: Der Gag mit dem späten Einstieg hätte auch von mir kommen können. ;-)
    Die 50k ergaben sich (hochgerechnet) aus den öfters gelesenen und gehörten Empfehlungen für 25 % schnell verfügbares Geld vom Gesamtvermögen.
    Die Festgeldtreppe ist eine Idee. Sind aber dort sehr sehr marginale Erträge (25 k -> 90 EUR/Jahr bei Bonität AA bis AAA). Vielleicht doch etwas in Anleihen?
    In welche Richtung würde sich nach deinen Überlegungen der Geldwert gegenüber den Sachwerten bewegen? Wahrscheinlich mehr, weil 5 Jahresrenten ja doch mehr sind? Bei 2k monatlich wären das ja 120k. Hm ...

    Hallo,
    mit 63 habe ich noch 3 Jahre bis zur Rente, kann mir aber vorstellen, reduziert noch bis 70 zu arbeiten.


    vorhanden: >180.000 Euro + evtl. Auszahlung von 10.000 Euro aus einem ruhenden Riester-Vertrag
    der Plan:

    • 50.000 Euro als Tagesgeld, der Rest in einen(?) MSCI-World-ETF. Evtl. noch ein anderer breit streuender ETF - ACWI?
    • Beginn von Auszahlungen in etwa 5 Jahren. Würde versuchen, diese auf 5 % des Bestandes jährlich zu begrenzen.

    Klar ist, dass Geld auf einem DKB-0%-Zinskonto an Wert verliert. Da wäre die Frage, wie viel wo anders für kurzfristig anlegen?

    Ist das ein einfaches, realistisches Szenario oder schlägt da jemand die Hände über dem Kopf zusammen?
    Was sind Meinungen dazu?

    Zur Information: Die Dokumente in meinem Online-Briefkasten bei der Bank lassen darauf schließen, dass sich was zum Positiven tut. Für den Laien allerdings schwer verständlich, versuche ich mir das von einem Mitarbeiter erklären zu lassen.


    ABER, eine Folgefrage:
    Da durch den Aktiensplit fälschlicherweise mein Sparerfreibetrag 2014 ausgeschöpft wurde, ist dieser für reale Zinserträge bei einem anderen Konto verloren gegangen. Wie kann ich dem Finanzamt im Rahmen der Steuererklärung 2014 klarmachen, dass ich unter dem Freibetrag geblieben bin und der ohne Freistellungsauftrag abgezogene Betrag (< 801 Euro) wieder zurückgezahlt wird? Oder muss ich die Steuererklärung 2015 abwarten, wenn die sich aus dem Aktiensplit ergebende Korrektur in diesem Jahr erfolgt ist?

    Danke, RaphaelP. Das bestätigt die Priorisierung, das Geld über die Bank wieder zu bekommen, nicht über die Steuererklärung. Allerdings muss dazu die Bank auch willens sein, was sie bzw. deren Vertreter bei einem Telefonat vor kurzem (noch) nicht war. Das heißt, "Konfrontation" mit dem BMF-Schreiben und dem Zitat aus dem EStG. Ich versuch es.


    Allerdings gehört m. E. zur Abwicklung des Vorganges auch, dass die C-Aktien auf das ursprüngliche Kaufdatum der A-Aktien zurückgesetzt werden, da bei entsprechendem "Kauf-Alter" (vor 2009) doch keine Abgeltungssteuer auf Gewinne anfallen dürfte, wenn ich jetzt diese Aktien verkaufen möchte, oder?

    Hallo,
    2014 gab es einen Aktiensplit bei Google, bei dem die Werte der A-Aktien halbiert und in gleicher Höhe und Anzahl C-Aktien ausgegeben wurden. Für die Ausgabe der der C-Aktien wurden fälschlicherweise Steuern erhoben, wie das Finanzministerium mit Schreiben IV C 1 - S 2252/09/10004 :003 vom 8.7.2015 feststellte (siehe hier). Leider ist das steuerliche Rückerstattungsverfahren nicht eindeutig geklärt. Die Banken verhalten sich offenbar unterschiedlich. Meine, die DAB, verweist auf die Steuererklärung.


    Leider habe ich bei finanztip.de zur Gesamtproblematik keine Informationen gefunden.
    Was soll man tun? Die Bank "veranlassen" (mit welchem Druckmittel?) die 2014 abgezogenen Steuern 2015 wieder gutzuschreiben (Deltakorrektur) und/oder dies über die Einkommensteuererklärung 2014 oder 2015 zu versuchen?
    Es wäre sehr hilfreich, wenn finanztip.de oder kompetente Foristen dazu etwas sagen könnten.
    Vielen Dank und Grüße
    ika