Beiträge von dohjo

    Sehr gut, vielen Dank für die Quellen! :)

    Hallo chris2702,


    vielen Dank für deine Antwort. Ebendies habe ich auch gelesen. Folgt man jedoch dem Link in meinem Beitrag und liest sich Beispiel 1 (ganz unten) durch, dann wird schnell klar, dass allein ein Verwandtschaftsverhältnis nicht als Ausschlussgrund gilt und dass es zu deinem Zitat eine Menge Ausnahmen gibt.
    Wie gesagt, interessantes Thema zu dem ich aber leider im Internet keinen passenden Beitrag finde! Dennoch noch einmal herzlichen Dank für deinen Beitrag:)

    Hallo,


    meine Frage ist etwas speziell, sodass ich dazu leider nichts brauchbares im Internet finde. Vom Prinzip her ist das ganze aber meiner Meinung nach relativ simpel und orientiert sich an einem Steuersparmodell zur Immobilienfinanzierung. Hierbei besteht ja die Möglichkeit, sich beispielsweise von einer Privatperson im näheren Familienumfeld einen Kredit zur Immobilienfinanzierung geben zu lassen. Der Vorteil besteht für den Kreditgeber ja darin, dass er hierduch einen Zinssatz erreicht, welchen er im momentanen Niedrigzinsumfeld nicht erreichen würde, sowie darin, dass er diese Kapitalerträge nur mit dem Steuersatz der Abgeltungssteuer (25%) zu versteuern hat. Gleichzeitig kann der Kreditnehmer ja die Zinsen für den Kredit als Werbungskosten geltend machen.


    Nun meine Frage: geht dies auch bei einem Studienkredit?
    Ganz konkret: Partner A (eheähnliche Gemeinschaft) hat momentan noch einen Studienkredit bei der KfW laufen. Hier beginnt bald die Rückzahlungsphase. Besteht die Möglichkeit, dass Partner A diesen Kredit mit einer Einmalzahlung tilgt, das Geld hierfür bekommt Partner A über einen Kredit von Partner B. Partner A kann, so der Plan, dann weiterhin die Kreditzinsen als Werbungskosten geltend machen. Partner B wiederum erreicht eine höhere Verzinsung als im derzeitigen Marktumfeld und muss nur die Abgeltungssteuer auf die Zinserträge abtreten.


    1) Der Kredit muss ja einem Fremdvergleich standhalten, welche Voraussetzungen müssen also hierfür erfüllt sein?
    2) Erkennt das Finanzamt den Folgekredit ebenfalls an, sodass hierfür weiterhin die Möglichkeit für Partner A besteht, die anfallenden Zinsen als Werbungskosten geltend zu machen? Meiner Meinung nach müsste ja der Folgekredit ebenfalls für Zwecke der Einkunfterzielung dienen.
    3) Werden die Zinseinnahmen von Partner B mit der Abgeltungssteuer oder aber dem Einkommenssteuersatzvon Partner B besteuert?
    4) Stehen die beiden Partner in einem Beherrschungs- oder Abhängigkeitsverhältnis? Wann läge ein solches Verhältnis vor?


    Das einzige was ich dazu (jedoch auch nur zu Immobilien) bisher gefunden habe:
    https://www.lohnsteuer-kompakt…euersatz-steuerpflichtig/


    Vielen Dank schonmal! Ich denke das Thema sollte durchaus für mehrere Personen von Belang sein.

    Hallo,
    habe mich in letzter Zeit mal wieder mit der Thematik befasst weil das Finanzamt, wie fast nicht anders zu erwarten, rückwirkend die Fahrtkosten nachgewiesen haben wollte.
    Jetzt habe ich hier wenn ich mich richtig erinnere öfter von einer Pauschale von 3500€ gelesen. Die angegebenen Fahrtkosten liegen jedoch bei unter 2000€, wären also deutlich unter der maximalen Pauschale. Darf das Finanzamt in diesem Zusammenhang überhaupt entsprechende Nachweise fordern?
    Und wo finde ich, dass die geforderten Nachweise über die Kilometerleistung außergewöhnliche Nachweise sind und keineswegs Umfang einer normalen Steuererklärung sind? Gibt es da vielleicht irgendeinen Paragraphen oder ein Urteil, mit dem man die Aussage untermauern könnte?
    Zuguterletzt habe ich auch gelesen, dass man die 0,30€ ja ganz pauschal und unabhängig vom Verkehrsmittel angeben kann, was ja ebenfalls gegen den Nachweis der Kilometer sprechen würde. Gibt es denn hier einen Paragraphen, der diese Aussage bestätigen würde?


    Das sind viele Fragen auf einmal. Falls sie schonmal beantwortet wurden, reicht ein simpler Verweis auf den Thread. Falls sich jemand die Mühe macht und die Fragen beantwortet, möchte ich mich schonmal im Voraus ganz herzlich bedanken :)

    Ich antworte jetzt mal relativ "salopp" und aus rechtlicher Sicht wohl auch etwas unpräzise, jedoch nach bestem Wissen und Gewissen :)


    Die doppelte Wegstrecke gilt für alle Beträge vor 2014, also sollten die Jahre 2009 bis einschließlich 2013 wohl mit doppelter Wegstrecke anrechenbar sein.


    Ich habe für das Finanzamt einfach eine übersichtliche Tabelle erstellt, in welcher ich alle Beträge aufgelistet habe, welche ich als mit dem Studium in Verbindung stehend betrachtet habe. Konkret also beispielsweise Miete, Studienbeitrage und eben auch die Fahrtkosten und noch andere Posten. Beispielhaft für die Fahrtkosten den Titel (Fahrtkosten) in die ganz linke Spalte, die mittlere Spalte dann mit meinem "Rechenweg" (gefahrene km x 0,30€ x 2) und dann in die ganz rechte Spalte die Summe der Fahrtkosten Die Summe dieser Tabelle habe ich dann einfach in Anlage N eingetragen. Das wurde in der Form auch akzeptiert.


    Herzliche Grüße

    Nach einigen Wochen Wartezeit nun das Update:


    Es kam jetzt ein geänderter Bescheid vom Finanzamt, ebenfalls vorläufig, in dem die angegebenen Werbungskosten in voller Höhe anerkannt wurden. Zusätzlich wurden auch noch Sonderkosten in maximaler Höhe von 4.000€ anerkannt, obwohl diese unsererseits nicht angegeben wurden. Der Grund hierfür ist uns schleierhaft, wird uns aber ja weder schaden noch nutzen. Wichtig ist ja meines Wissens der "Bescheid über die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages zur Einkommenssteuer" und dieser ist dabei und enthält eben auch die Werbungskosten in voller Höhe. Vielen Dank nochmal für die Hilfe :)


    In den Erläuterungen zur Festsetzung schreibt das Finanzamt, dass "in großem Umfang" Fahrtkosten angegeben wurden. Angegeben wurden jedoch nur die Heimfahrt am Wochenende mit der Entsprechenden Rückfahrt zum Studienort zu Wochenbeginn, insgesamt für 40 Wochenenden im Jahr. Das ist definitiv ein realistischer Wert und in unseren Augen auch nicht übertrieben. Das Finanzamt fordert jedoch für "künftige" Steuererklärungen "Glaubhaftmachungen" der Kilometerleistung.
    Hierbei stelle ich mir jetzt die Frage, ob das Finanzamt dazu überhaupt berechtigt ist. Außerdem ist die Formulierung etwas unklar, sodass nicht daraus hervorgeht, ob diese Nachweise auch für die kommenden Jahre (2012 bis 2015 (es handelt sich ja im konkreten Fall nur um die Steuererklärung von 2011)) zu erbringen sind, oder erst ab dem Jahr 2016. Die Jahre 2012 bis 2015 sind natürlich schwierig nachzuweisen, da entsprechende Belege nicht aufgehoben wurden.


    Vielen Dank schonmal und einen guten Start ins (Finanz)Jahr 2016 :)

    Also beim Telefonat mit der zuständigen Sachbearbeiterin hat sie nach relativ kurzer Zeit gemeint, ich solle Widerspruch einlegen, dann müsse man das nochmal genauer prüfen. Der Widerspruch geht dann per Einwurfeinschreiben an das Finanzamt.
    Danke nochmal für die Hilfe. Was sich beim Widerspruch ergibt, werde ich dann auch hier posten.

    Okay vielen Dank schonmal, sowas habe ich mir schon gedacht. Vielen Dank auch für das Zitieren des Gesetzes, das macht einen Einspruch doch deutlich fundierter.


    Das Finanzamt schreibt folgendes:


    Die Festsetzung des verbleibenden Verlustvortrags ist gem. §165 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 AO vorläufig hinsichtlich
    - der Abziehbarkeit der Aufwendungen für eine Berufsausbildung oder ein Studium als Werbungskosten oder Betriebsausgaben (§4 Absatz9, §9 Absatz 6, §12 Nummer 5 EStG)
    Im Anschluss daran dann eine ausführliche Vorläufigkeitserklärung mit Verweis auf einige Urteile (BFH-Urteil vom 30. September 2010 - III R 39/08 -, BStBl 2011 II S. 11)


    Folglich beruft sich das Fianzamt, wie oben geschrieben, auf schwebende Verfahren, die es so nicht gibt bzw. die diesen Fall garnicht betreffen? In einem Telefonat mit der sachbearbeitenden Dame hat diese nur gemeint, dass für die Jahre 2011 und 2012 eben noch eine Entscheidung ausstehe, das Jahr 2013 allerdings ohne Zweifel als Werbungskosten anrechenbar sein wird (alles Studienjahre).


    Hinsichtlich der Dauer der Ausbildung dürfte es auch keine Ablehnungsgründe geben, sie hat eine dreijährige Ausbildung zur Bankkauffrau absolviert. Das Ausbildungszeugnis wurde auch dem Finanzamt vorgelegt, was ja eigentlich als hinreichender Nachweis anzusehen sein sollte.


    Im Lauf der Beschäftigung mit der gesamten Thematik hat sich eine weitere Frage aufgetan:
    Meine Freundin erhält den Maximalfördersatz für BAföG (nicht das "Meisterbafög"). Im Laufe von 5 Jahren Studium hat sich hier natürlich ein Betrag angesammelt, der deutlich über den 10.000€ liegt, den man zurückzahlen muss. Sie bekommt also seit Jahren Geld für ihre Ausbildung "geschenkt". Da die Dame vom Finanzamt im gleichen Telefonat, in dem sie obig erläuterten Steuerbescheid gerechtfertigt hat, bereits angedeutet hat, dass man dann ja eventuell das BAföG verrechnen müsse, würde ich auch hierzu gerne eine sachkundige Meinung hören. Auf einer anderen Seite ( http://www.studis-online.de/St…sten-absetzen.php?seite=2 ) habe ich nur folgendes gefunden:
    "Dort findet sich auch der Hinweis, dass BAföG-Förderbeträge nicht abzuziehen sind, weil es sich um Bezüge handelt, die nicht nur die Ausbildung fördern, sondern auch den Lebensunterhalt sichern sollen. Doch Vorsicht: Ausgenommen sind solche Bezüge, die Aufwendungen für eine auswärtige Unterbringung abdecken. Für BAföG-EmpfängerInnen, die nicht bei ihren Eltern wohnen, heißt das: Sie müssen doch einen Teil ihres BAföGs von den Ausbildungskosten abziehen. Unklar bleibt leider, in welcher konkreten Höhe."
    Leider bin ich nicht sicher, ob sich dieser Text auf Sonderausgaben oder Werbungskosten bezieht. Wie genau sieht es bei Werbungskosten aus? Da sie nicht bei ihren Eltern wohnt, müsste sie ja dementsprechend einen Teil des BAföGs abziehen (Die Kosten für die Miete liegen bei etwa 2/3 des BAföGs).
    Auch hierzu habe ich versucht, genauere Infos zu finden, bin jedoch leider nicht weiter gekommen. Sollte das Thema hier schon einmal diskutiert worden sein, so reicht natürlich ein einfacher Verweis auf den Thread.


    Noch einmal herzlichen Dank! Dieses Forum sticht eindeutig mit der Qualität der Antworten hervor, dafür möchte ich noch einmal explizit großes Lob aussprechen :)

    Hallo liebe Community,


    meine Freundin hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und studiert seit 2010 Zahnmedizin. Daher haben wir entsprechend der vielen Artikel für das Jahr 2011 eine Steuererklärung abgegeben.
    Nun kam der Steuerbescheid des Finanzamts. Darin werden die Kosten nur zu 4.000€ als Sonderausgaben anerkannt, nicht jedoch als Werbungskosten.


    Nach Rückfrage beim Finanzamt hieß es dort, dass für die Jahre 2011 sowie 2012 noch ein Verfahren läuft und noch offen ist, ob die Kosten tatsächlich als Werbungskosten anrechenbar sind. Man müsse einfach das Ergebins des Verfahrens abwarten und würde im Falle einer Entscheidung im Sinne meiner Freundin einen neuen Bescheid versenden. Dies deckt sich jedoch nicht mit meinem Kenntnisstand, wonach bezüglich der Absetzung als Werbungskosten bei einer abgeschlossenen Berufsausbildung keinerlei Diskussionsbedarf besteht.
    Ich habe versucht, entsprechende Informationen zu finden. Ist es hier vielleicht entscheidend, dass das Studium meiner Freundin offiziell wohl ein Erststudium (und kein Zweitstudium) ist? Das für sie zuständige Finanzamt ist nicht unbedingt für seine Kulanz und Freundlichkeit bekannt, weshalb ich hier noch einmal nachfrage. Welche weiteren Schritte sind empfehlenswert? Über Feedback mit den entsprechenden Nachweisen würde ich mich sehr freuen.


    Vielen Dank schonmal und liebe Grüße :)