Beiträge von Saidi

    Die Frage von Raven.19 klingt für mich so, dass er Beratung danach, OB er in die PKV gehen soll oder nicht.

    In Deinem Bild: Du brauchst doch keinen Fahrrad- oder Autoverkäufer fragen, ob Du Dir ein Fahrrad/Auto kaufen sollst oder nicht. Sondern nur WAS für eines

    Ich bin nicht sicher ob Du das meinst, aber Netto-Policen bei Riester sind sehr rar. Fairr komt da noch am ehesten ran, und selbst die können wir nicht mehr empfehlen.


    Persönlich finde ich DWS Toprente über online noch die beste Variante.


    Eine Anleitung zum Selberrechnen ist leider fast sinnlos, weil man so vielen Annahmen über die zukünftige Entwicklung rechnen muss. Insbesondere bei den Altverträgen ist vieles black box.

    Am Ende ist meine Devise: Mach Riester nur noch, wenn die Förderung sehr hoch ist. Klassischer Fall 2 oder mehr Kinder. Dann kann dir eher egal sein, wie gut das jeweilige Garantiemodell läuft, solange die Kosten niedrig sind.

    Selbst als Gutverdiener mit 42% Grenzssteuersatz wäre ich vorsichtig.

    Sorry für die späte Antwort, aber da bin ich anderer Meinung chris2702 !


    Die Makler wie Schlemann haben wir ausgewählt, weil sie gute BUs verkaufen können.

    Aber bei der Frage PKV oder GKV solltest Du auf keinen Fall zu einem Makler gehen Raven.19!

    Denn die arbeiten nunmal zum allergrößten Teil auf Provision, verdienen an einer PKV eine Tonne Geld und haben deshalb einen großen Interessenskonflikt.


    Wende Dich an einen Versicherungsberater! Die kann man googlen, auch über den https://www.bvvb.de/

    Einen konkreten kann ich leider nicht empfehlen, im Moment haben wir keine Kapazität, die vernünftig zu testen.

    Zur Finanztransaktionssteuer die Vorbemerkung, dass ich politisch ein Gegner davon bin, da sie die Geldanlage für alle unattraktiver macht. Der momentane Vorschlag will den Handel mit inländischen Aktien mit 0,2% besteuern, Die ETF, die in Luxemburg und Irland aufgelegt sind wären bei einer derartigen Regelung nicht betroffen. Wenn man unterstellt, dass die 0,2% europaweit und für alle Transaktionen gelten könnte man ganz grob sagen, dass der Kauf eines ETF, der Verkauf eines ETF und der Wertzuwachs im Fonds - auch hier finden ja Transaktionen statt - betroffen wären. Wenn man ganz abstrakt sagt, dass der komplette Aktienbestand eines Fonds jährlich umgeschlagen wir und bei langer Anlagedauer der Ein-und Ausstieg nicht so sehr ins Gewicht fällt würde ich als worst case vermuten, dass die derzeitige Rendite von 6-7% p.a. um ca. 0,2% p.a. sinkt. Daraus würde ich nicht ableiten, dass ETF unattraktiv werden.


    Erstmal wie so oft vielen Dank an Kater.Ka !

    Natürlich sehe ich das alles fast genauso.


    Fast, weil ein Punkt: Bei ETFs werden in der Regel bei weitem nicht alle Aktien oft umgeschlagen - zumindest die Standardindizes ändern sich ja nicht so stark. D.h. ich würde es nicht so sehen, dass die 0,2% wirklich p.a. bei einem ETF anfallen, sondern erheblich weniger.

    Zudem ist noch völlig unklar, ob sie auf Fondsebene überhaupt anfallen, und ob auch bei Verkauf (das war auch mal anders vorgeschlagen).


    Will sagen, was Du ja auch sagst: Nicht verrückt machen lassen!

    Diese Steuer ist ein grober Scheiss um es mal deutlich zu sagen, aber warten wir einfach mal ab, ob und wann sie kommt und wie sie dann wirklich ausgestaltet ist.

    Klar ist aber: So verheerend die Signalwirkung ist - siehe Verunsicherung bei vad - so sicher ist, dass sie ETFs nicht unattraktiv machen wird!

    Eigentlich ist schon alles gesagt: Wir empfehlen ETFs für 15 Jahre aufwärts.

    Ich vermute dass Du einen Teil Deines Geldes erst ab 73 planst zu verbrauchen. Dieser Teil kann in einen ETF. Auch im Alter kann man gut Aktien halten, da man das Geld ja (wenn überhaupt) über lange Jahre (langsam) aufbraucht.

    Aber natürlich genug verfügbar halten für die Wechselfälle des Lebens: Pflegefall, Krankheitskosten o.ä.

    Vorweg: Wenn die Dynamik nicht superwichtig ist, weil Deine BU viel zu niedrig ist - stopp die Dynamik, denn wahrscheinlich zahlst du bei jeder Erhöhung wieder ordentlich Abschlusskosten. Jede Erhöhung ist praktisch wie ein kleiner Neuvertrag.


    Dann: Die BU ist wahrscheinlich wertvoll. Also nicht einfach kündigen.

    Leg mal 3 Jahresabrechnungen nebeneinander, vergleiche in einem Excel wieviel du eingezahlt hast und wie ein vergleichbarer ETF (zB MSCI World, wenn weltweite Aktienfonds drin sind) gelaufen sind. Ich weiß, das ist mühsam, aber da gehts ja um richtig viel Geld bei Dir.

    Dann hast Du einen groben Eindruck, was das Ding Jahr für Jahr kostet.


    Wenn zu teuer, könntest du

    - versuchen eine neue BU abzuschließen? Zu teuer? Wenn machbar, LV entweder versuchen zu verkaufen (schwierig) oder tatsächlich kündigen.

    - den Beitrag für die LV (Hauptversicherung) zu senken, OHNE den Beitrag für die BU zu senken. Alles schriftlich mit der Versicherung machen, leider auch mühsam


    Wenn da richtig viel Geld in dem Vertrag drin ist (30k?), kannst Du Dich auf die Suche nach einem Versicherungsberater (!) machen, der Dich dazu gegen Honorar berät. Leider auch nicht leicht.

    Hi sorry für die späte Antwort!


    Einiges wurde ja schon gesagt:

    - Swaps enthalten sehr wohl echte Aktien, nur nicht genau die, die der Index umfasst (sog. Trägerportfolio). Also sind die nicht inhaltsleer o.ä. Und solange wir über große marktbreite Indizes reden, ist die Abweichung Trägerportfolio zu Index auch nicht dramatisch


    - Sowohl bei Swaps als auch bei Wertpapierleihe müssen Sicherheiten gestellt werden, die tagaktuell angepasst werden müssen. Insofern besteht lediglich ein begrenztes Intraday-Risiko.


    - Klar kann es sein, dass in sagen wir 50 Jahren was anderes angesagt ist als ETFs. Aber das wird nicht von heute auf morgen kommen. Und wenn es irgendwann bessere Instrumente gibt, kannst Du deine ETFs verkaufen und umsteigen, sofern sich das lohnt.

    - Im Grunde ist immer die Frage: Werden sich Aktien (zu denen ETFs ja nur eine Verpackung sind) in Zukunft noch lohnen? Und auf diese Frage kann ich mir keine andere Antwort als ja vorstellen - außer Du glaubst an einen völligen Zusammenbruch unseres normalen Lebens.

    Saidi

    Zunächst einmal: Vielen Dank für den sehr informativen Podcast und die gut und einfach erklärten Inhalte. Da ärgere ich mich fast, dass ich mir in den vergangenen Jahren viele Infos schon mühsam selbst recherchiert und erarbeitet habe ;-)

    Achtung, jetzt kommt das große "Aber", das aber wiederum wirklich nett und konstruktiv gemeint ist: Deine Sprechgeschwindigkeit und das Luftholen. Insbesondere in der letzten Folgen ("8. Geldanlage zum einfachen Selbermachen (#7)" war das derart stressig, dass immer wieder abschalten musste. Man hat das Gefühl, Du wärst auf der Flucht und musst dann alle drei bis vier Sätze nach Luft ringen. Bitte hör die die Folge nochmal selber an. Vielleicht fällt es Dir dann auch selbst auf.

    Bitte nicht falsch verstehen: ansonsten alles top


    Danke fürs Feedback.

    Ja das mit dem Atmen, da muss ich was mit dem Mikro machen, das ist mir auch schon aufgefallen. Bei unseren anderen Mikros gibts das Problem nicht...


    Sprechgeschwindigkeit: Da werde ich es nie allen recht machen. Im Grunde rede ich genauso wie in den Videos - aber auch da finden es die einen zu schnell, die anderen stellen auf 1,5fache Geschwindigkeit...

    richtig

    Ich weiß nicht wo du "keine ETF Orderkosten" gelesen hast.

    Die Orderkosten bei TR betragen 1€. Sind kein Teil der TER.


    Sparpläne auf iShares ETFs sind in der Tat kostenfrei.

    Saidi

    Mit Online-Bestellungen halte ich mich wirklich zurück. War noch nie so meins.


    Der Aufwand mit dem Nachpinseln in der Tabelle ist überschaubar. Ich erfasse aber auch nur meine Finanzströme. Meine Frau hat da keine Lust zu. Die bestellt auch häufiger als ich im Internet. ;)

    ...und schon hat das Konzept Lücken bzw das Fass Löcher im Boden :D;)

    Hey Saidi,


    in deinem letzten Podcast ging es um das Tagesgeld und da meintest du, man solle keine Scheu vor ausländischen (europäischen) Banken haben, würdest aber dringend von einem Tagesgeldkonto bei einer Bank in Großbritannien abraten (wegen der ungewissen Einlagensicherung außerhalb der EU).


    Nun habe ich ein Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland. Auf deren Internetseite steht direkt nach dem Login: "Die Bank of Scotland hat ihren Sitz im Herzen von Berlin. Die Bank of Scotland ist im deutschen Privatkundengeschäft tätig und bietet ihren Kunden verschiedene Kreditprodukte sowie Tagesgeldkonten an." Hat die Bank of Scotland hier sozusagen ein Tochterunternehmen gegründet, bei dem ich bin und da dieses in der EU seinen Sitz hat, greift hier für mich im Fall der Fälle die Einlagensicherung, oder sollte ich doch lieber zu eine der von euch empfohlenen Banken wechseln?

    Das ist halt alles im Moment total ungeklärt. Ich würde behaupten keiner kann genau vorhersagen, wie es mit diesen Ablegern weitergeht. Das ist jetzt kein Grund zur Panik aber ich würde mir an Deiner Stelle das gut anschauen und überlegen, ob es diese ungewisse Situation wert ist.

    Saidi

    Heute hatte ich wieder zu tun, da kam der Podcast als Begleitung wieder ganz gut. :thumbsup:


    Selbst wenn wir in Sachen Haushaltsbuch unterschiedliche Philosophen fahren, so hilft es dennoch eine andere Meinung zu dem Thema zu hören. Vielleicht braucht man zwischendurch auch einmal ein finanzielles Lektorat.

    Aber da kannst Du machen, was Du willst. Mein Haushaltsbuch bleibt in Excel und meine Transaktionen möglichst in bar. :P

    Gegen Excel spricht ja nichts, sofern man den Aufwand nicht scheut. Ich glaube halt dass die Mehrheit der Leute (mich eingeschlossen, trotz guter Excelkenntnisse) da nicht konsequent genug ist.


    Zum Thema bar:

    Wie machst Du das denn ganz praktisch gesehen? Bestellst Du nicht so viel online?

    Denn daran scheitert es bei mir und bei sehr vielen, die ich kenne. Bei mir gehts da schlichtweg um die Zeitersparnis. Keine Zeit zum Shoppen ;)

    Danke für die Frage - die kommt im nächsten Podcast dran ;)

    chris2702 hat (natürlich ;) schon viele wertvolle Hinweise gegeben.

    Von mir nur folgendes noch:

    Die Bonusrente ist offensichtlich ein Riestervertrag. Folgendes Vorgehen:

    - Lohnt sich Riester für Dich überhaupt? Hast Du 2 oder mehr Kinder? Oder bist Du Gutverdiener, d.h. >65.000€ brutto? Wenn nein, hat sich die Sache wahrscheinlich erledigt, beitragsfreistellen oder kündigen, nach chris2702 Tipp.
    - Wenn doch, dann auf anderen Riester wechseln.
    - neuen Riester bei uns auf der Seite raussuchen und abschließen
    - wenn alter Riester deutlich im Minus, also Einzahlungen + Zulagen >> Vertragswert, einfach beitragsfrei ruhen lassen

    - wenn alter Riester: Einzahlungen + Zulagen <= Vertragswert, dann auf neuen Riester übertragen


    Bausparverträge: wie hoch ist der garantierte Sparzins? Wenn die recht alt sind mit sagen 1,5% Sparzins, kannst Du die als konservativen Anteil in deiner Geldanlage auch laufen lassen. Wenn nicht, weg damit ;)

    Kater.Ka

    Ich fände es schade, wenn Du Dich hier zurückziehen würdest.

    Das sehe ich allerdings auch so! ;)

    Und: Keiner hat gesagt, dass wir das Forum irgendwie vernachlässigen oder so - sonst hätten meine Kollegen nicht ein halbes Jahr (!) Mühe reingesteckt, endlich mal die Software upzudaten und den Anmeldeprozess zu verbessern.

    Wir hoffen, dass durch das Update wieder etwas mehr los sein wird. Gleichzeitig wissen wir aber auch, wie schwer es ist, das Forum zu pushen.

    Wir schicken fast jede Einzelanfrage, von denen wir tausende per Email bekommen, hierher. Wir hoffen wie gesagt, dass das Update diese Leute auch wirklich dazu bewegt, hier ihre Fragen zu schreiben.


    Und so viel zur Frage, ob Ihr hier helft: Natürlich tut ihr das! Macht Euch immer klar, dass jeder Post nicht nur dem hilft, der gefragt hat, sondern potentiell von ein paar hundert passiven Lesern gesehen wird.

    An der Stelle wieder einmal Danke für Eure tolle Arbeit an den Menschen da draussen!


    Und übrigens: Bot-Profile schmeisst Anika recht konsequent raus.

    Nur zum Thema Aufteilung sicher (GRV/Riester) und ETFs:

    kuck vll. mal mein Video zur Altersvorsorge für Paare. Ihr solltet alles für Euch beide zusammen sehen, nicht jeder für sich einzeln. Denn im Fall der Trennung (Zugewinngemeinschaft) wird das eh alles gesplittet. Also kannst Du auch mehr ETF Anteil machen, was durch ihren höheren sicheren Anteil ausgeglichen wird.

    Und GRV ist sowieso immer ein "sicherer" Anteil