Beiträge von Britta

    Guten Tag,


    da Sie während Ihrer aktiven Berufstätigkeit die so genannte Jahresarbeitsentgeltgrenze überschritten hatten, waren Sie entweder freiwillig gesetzlich versichert oder aber privat.
    Die Erhebung der Krankenkassenbeiträge wären für Sie als freiwillig versicherter Rentner in § 238a SGB V geregelt.

    § 238a Rangfolge der Einnahmearten freiwillig versicherter Rentner
    Bei freiwillig versicherten Rentnern werden der Beitragsbemessung nacheinander der Zahlbetrag der Rente, der Zahlbetrag der Versorgungsbezüge, das Arbeitseinkommen und die sonstigen Einnahmen, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des freiwilligen Mitglieds bestimmen (§ 240 Abs. 1), bis zur Beitragsbemessungsgrenze zugrunde gelegt.


    Es ist richtig, dass bei freiwillig versicherten Rentnern alle Einkünfte berücksichtigt werden – allerdings nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Wenn Sie die Beitragsbemessungsgrenz während des Rentenbezugs überschreiten, dürften auf die Auszahlung der Direktversicherung keine weiteren Krankenkassenbeiträge fällig werden. Wer als Rentner im Jahr 2014 Einkünfte von mehr als 4.050 Euro monatlich hat, muss auf die zusätzlichen Einkünfte keinen Krankenkassenbeitrag bezahlen.


    Mit besten Grüßen,
    Britta

    Hallo,


    es kann keinen Unterschied machen, ob es sich um einen Sessel oder um ein Sofa handelt.


    Um eine haushaltsnahe Dienstleistung handelt es sich aber m.E. nicht. Nicht gefördert werden darüber nämlich Arbeiten, die normalerweise durch einen Fachmann ausgeübt werden. Das Polstern eines Sessels gehört wohl dazu.


    Es handelt sich bei den Kosten allenfalls um Handwerkerleistungen, die aber wahrscheinlich eher als Kosten der allgemeinen Lebensführung gewertet werden müssen. Entscheidend ist nämlich, dass die Arbeiten im Haus des Kunden erledigt werden müssen, nicht in der Werkstatt beim Handwerker. Wahrscheinlich haben Sie die Sessel aber zum Polstern in die Werkstatt gebracht.


    In der Steuererklärung würde ich die Rechnung aber auf jeden Fall angeben – ein Versuch ist es wert.


    Viele Grüße,
    Britta

    Hallo,


    Sie wenden sich dazu am besten an einen Fachanwalt für Gesellschaftsrecht, da es hier um eine Unternehmensbeteiligung geht. Einen solchen können Sie über die Anwaltssuche ruhig an Ihrem Wohnort finden. Sprechen Sie das Thema Kosten direkt an.


    Ja, es gibt solche Dienstleistungen auch online. Sie laden den Vertrag hoch, zahlen etwas weniger als 100 Euro und dann soll ein Anwalt Ihren Vertrag prüfen. Diese Portale finden Sie, wenn Sie in einer Suchmaschine "Vertrag prüfen lassen" eingeben. Dort werden einige Treffer von Anwälten vornehmlich aus dem Bereich des Arbeitsrechts angezeigt, aber eben auch so genannte Recht-Shops, die online Beratungsdienstleistungen anbieten. Über die Qualität kann ich leider gar nichts sagen, da ich selbst keine Erfahrungen damit habe.


    Beste Grüße,
    Britta

    Hallo,


    nein – Ihr Arbeitgeber hat kein Recht, Ihnen das Zeugnis zu verweigern.


    Sie haben als Arbeitnehmer nach § 109 I 1 GewO »bei« und nicht erst »nach« Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Gemeint ist nicht der Zeitpunkt der tatsächlichen Beendigung, sondern der Zeitpunkt, zu dem die Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus welchem Grund auch immer absehbar ist.


    Der Anspruch auf ein Zeugnis entsteht bereits mit Kündigungs-Zugang, auch wenn Sie gekündigt haben. Der Arbeitgeber muss Ihnen Zeit zur Stellensuche gewähren. Die wäre verschwendet, wenn Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen kein aktuelles Zeugnis beilegen können.


    Allerdings ist in diesem Zusammenhang streitig, ob Sie während Ihrer Weiterbeschäftigung bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nur ein Zwischenzeugnis beanspruchen können, weil Ihre Leistung und Ihr Verhalten in diesem Zeitraum für das Zeugnis noch maßgebend sein können. Andererseits wird auch vertreten, dass Sie schon mit Beginn der Kündigungsfrist ein Zeugnis über Führung und Leistung und nicht lediglich ein Zwischenzeugnis fordern können.


    Ihr Arbeitgeber muss Ihnen also auf jeden Fall schon jetzt ein Zeugnis ausstellen. Er kann das als Zwischenzeugnis machen, dann müssen Sie aber später ein Endzeugnis bekommen.


    Auszug aus dem Gesetz: § 109 GewO – Zeugnis(1) Der Arbeitnehmer hat bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis.…


    Ich hoffe, wir konnten Ihnen weiterhelfen.
    Viele Grüße,
    Britta

    Hallo,


    Sie können im Fall der Trennung den Bausparvertrag einfach weiterlaufen lassen und bis zur Einigung mit Ihrem Ex-Mann/Ex-Frau nicht besparen, also auf Null setzen. Das können Sie mit Ihrer Bausparkasse vereinbaren, ist aber nur eine Übergangslösung. Die Summe des Bausparvertrages steht nämlich auf jeden Fall beiden Eheleuten hälftig zu und das Vermögen muss irgendwann aufgeteilt werden.


    Die eine Möglichkeit ist die Kündigung des Vertrages. Das geht aber nur gemeinsam. Das sollten Sie machen, wenn Sie dringend das Geld benötigen. Handelt es sich bei dem Vertrag um einen „wertvollen“ Vertrag mit einem hohen Garantiezins, sollten Sie diesen nicht kündigen.


    Statt einer Kündigung kann auch einer den Vertrag übernehmen und den anderen auszahlen. Die Zulagen dürften bei der Übertragung nicht entfallen. Sie sollten darauf achten, dass Sie dabei nicht wieder einen neuen Vertrag abschließen, bei dem neue Abschlussgebühren anfallen würden.


    Das alles müssen Sie mit Ihrer Bausparkasse vereinbaren. Nehmen Sie also einfach Kontakt zu Ihrer Bausparkasse auf und klären Sie das weitere Vorgehen.


    Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.


    Beste Grüße,
    Britta

    Hallo hw,


    das ist in der Tat leider richtig. Wenn Sie mit Ihrem Lebensgefährten zusammenwohnen, gelten Sie nicht als „alleinerstehend“. Das steht auch so im Gesetz in § 24 b EStG.


    Auszug aus § 24 b EStG:
    (2) 1Allein stehend im Sinne des Absatzes 1 sind Steuerpflichtige, die nicht die Voraussetzungen für die Anwendung des Splitting-Verfahrens (§ 26 Absatz 1) erfüllen oder verwitwet sind und keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person bilden, es sei denn, für diese steht ihnen ein Freibetrag nach § 32 Absatz 6 oder Kindergeld zu oder es handelt sich um ein Kind im Sinne des § 63 Absatz 1 Satz 1, das einen Dienst nach § 32 Absatz 5 Satz 1 Nummer 1 und 2 leistet oder eine Tätigkeit nach § 32 Absatz 5 Satz 1 Nummer 3 ausübt.


    2Ist die andere Person mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in der Wohnung des Steuerpflichtigen gemeldet, wird vermutet, dass sie mit dem Steuerpflichtigen gemeinsam wirtschaftet (Haushaltsgemeinschaft).


    3Diese Vermutung ist widerlegbar, es sei denn, der Steuerpflichtige und die andere Person leben in einer eheähnlichen Gemeinschaft oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Leider kann bei Ihnen der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nicht berücksichtigt werden.


    Beste Grüße,
    Britta

    Hallo Stefan,


    das ist richtig, dass die Urteilsgründe vom BGH noch nicht veröffentlicht wurden - es liegt bisher nur die Pressemitteilung vor.
    Sie sollten kurz abwarten, bis die Santander sich wieder meldet - sehr lange kann das eigentlich nicht mehr dauern.
    Wir werden hier an dieser Stelle auf jeden Fall sofort mitteilen, wenn das BGH-Urteil vorliegt.


    Viele Grüße,
    Britta

    Hallo hilsen snoopydyk,


    Sie zahlen mit 400 Euro aus meiner Sicht zu viel Unterhalt.


    Unterhaltsrelevante Schulden sind zu berücksichtigen. Sie sollten die monatlichen Tilgungsleistungen berücksichtigen und diese von Ihrem monatlichen Einkommen abziehen.


    Da Sie in Dänemark leben, sind Unterschiede in der Kaufkraft zu berücksichtigen. Dieser wird ermittelt nach dem vom statistischen Amt der Europäischen Union ermittelten vergleichendem Preisniveau des Endverbrauchs privater Haushalte. Geht man für Deutschland von einem Wert von 101,1 aus, so hat Dänemark laut Eurostat einen Wert von 140,5. Die Lebenshaltungskosten sind deutlich höher in Dänemark.( Quelle: Eurostat, online Datenbank http://epp.eurostat.ec.europa.…anguage=de&pcode=tec00120) Ein Abschlag wegen der Kaufkraft ist daher vorzunehmen. (101,1 / 140,5 = 0,72)


    Es gibt 2 Wege, wie man die Anpassung vornehmen kann - Richter wenden beide Modelle an:


    Man kann die Anpassung am Zahlbetrag nach Düsseldorfer Tabelle vornehmen oder aber am anrechenbaren Nettoeinkommen. Das wird von der Rechtsprechung nicht einheitlich gehandhabt. Die Ergebnisse fallen unterschiedlich aus.


    Einkommen laut Währungsrechner: 2947,48 Euro
    abzüglich Fahrt zur Arbeit: - 147,37 Euro ( 5% berufsbedingte Aufwendungen können Sie immer abziehen)
    abzüglich Schulden: - xxxx Euro (müssten Sie noch eingeben)
    Ergebnis : 2.800,11 Euro
    Nach Kaufkraftausgleich beim unterhaltsrelevanten Einkommen (x 0,72): 2016,07 Euro
    Stufe 3 der Düsseldorfer Tabelle : Zahlbetrag 377 Euro


    Wenn Sie den Kaufkraftausgleich erst beim Zahlbetrag vornehmen, dann landen Sie mit Ihrem Einkommen in Stufe 5: Zahlbetrag 420 Euro
    Nimmt man jetzt erst den Kaufkraftausgleich vor (398 € x 0,72), dann kommen Sie auf einen bereinigten Zahlbetrag von 286,56 €. Zunächst sollten Sie die für Sie günstigere Rechnung angeben und die Reaktion abwarten. Und dann sollten Sie auf jeden Fall auch Ihre monatlichen Tilgungsleistungen von Ihrem Einkommen abziehen.


    Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
    Beste Grüße,
    Britta

    Hallo,


    Wenn Sie an einem Arbeitstag nur eine Hinfahrt zur Arbeitsstätte ohne Rückfahrt zur Wohnung unternehmen, so können Sie leider nur die halbe Entfernungspauschale geltend machen (also € 0,15/km). Für die Rückfahrt gilt dasselbe.


    Sollten Sie an den 2 Tagen täglich fahren und das auch angeben, dann haben Sie aufgrund der wahrscheinlich großen Entfernung zu Ihrem Arbeitsplatz und der großen Anzahl der Kilometer das Problem, dass das Finanzamt ein Fahrtenbuch verlangen könnte. Dann fallen aber natürlich keine Hotelkosten an.


    Die Kosten für gelegentliche Übernachtungen am Arbeitsort, wenn hierfür berufliche Gründe vorliegen (BFH-Urteil vom 5.8.2004, VI R 40/03, BStBl. 2004 II S. 1074) könnten Sie zusätzlich zur Entfernungspauschale für einen Tag geltend machen. Kosten für Verpflegung, egal wie lange Sie von zu Hause abwesend sind, können Sie in Ihrem Fall leider auch nicht absetzen, da es sich ja nicht um eine Reise handelt.


    Von einer Dienstreise könnte man dann sprechen, wenn Sie an den anderen Tagen in der Woche von daheim aus arbeiten und als regemäßige Arbeitsstätte ihr Arbeitszimmer angegeben haben. Dann wäre die Fahrt zur Zentrale Ihres Arbeitgebers eine Dienstreise. Das müsste aber zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber schriftlich festgehalten sein.


    Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
    Beste Grüße,
    Britta

    Hallo Baerbel,
    Wenn Ihr Sohn ein Studium beginnt, dann hat er unter diesen Umständen auch Anspruch auf Bafög.
    Die Unterhaltspflicht geht dem Anspruch auf BAföG zwar immer vor. Wenn die Eltern aber aufgrund von Arbeitslosigkeit etc. keinen Unterhalt leisten können, gibt es Bafög.
    Derzeit liegt der Bafög-Höchstsatz bei 670 Euro für Studierende, die nicht mehr bei den Eltern wohnen. Ihr Sohn sollte zur Aufnahme des Studiums auf jeden Fall Bafög beantragen.
    Ihr Sohn sollte den Antrag mindestens zwei Monate vor Beginn des Studiums stellen, damit gewährleistet ist, dass er rechtzeitig sein Geld bekommt. Er soll mit der Abgabe der Antragsunterlagen nicht warten, bis ihm die Immatrikulationsbescheinigung vorliegt. Diese sollte er aber unverzüglich nach Erhalt nachreichen, da ohne sie eine Berechnung nicht erfolgt.
    Beim Antrag muss eigentlich das Einkommen der Eltern vom Vorjahr angegeben werden. Ist allerdings das aktuelle Einkommen wesentlich niedriger wie bei dem Vater aufgrund von Arbeitslosigkeit, wird auf besonderen Antrag auch insoweit das aktuelle Einkommen be- und angerechnet.
    Das Kindergeld bekommen Sie übrigens weiter – das müssten Sie an Ihren Sohn weiterleiten.
    Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
    Beste Grüße,
    Britta

    Hallo Bernhard Kater,


    das ist ein schwieriger Sachverhalt - der BGH hat zu diesen Konstruktionen bereits entschieden, dass der Darlehensnehmer bei der Kombination eines Darlehens mit einer Kapitallebensversicherung grundsätzlich das Risiko einer Deckungslücke trägt (BGH, Beschl. v. 20. 11. 2007 – XI ZR 259/06).


    Etwas anderes kann jedoch bei Abschluss eines Darlehensvertrages mit Absicherung mit einer Kapitallebensversicherung ausnahmsweise dann gelten, wenn die mit dieser Vertragskombination verbundenen Risiken für den Kreditbewerber nicht erkennbar waren und der Kunde besonders unerfahren war.

    Wurde die Differenz zwischen garantierter Ablaufleistung der als Tilgung einzusetzenden Lebensversicherung und nicht garantierter Überschussbeteiligungen im Rahmen der Beratung dargestellt?
    Wurden Sie ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die garantierte Ablaufleistung nicht zur Tilgung des Darlehens bei Fälligkeit ausreichen kann?
    Wurden Sie beispielsweise bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung auf zusätzliche Risiken für die Erzielung der Ablaufleistung hingewiesen?
    Wurden Sie darauf hingewiesen, dass Sie eine mögliche Differenz bei Fälligkeit des Darlehens aus eigenen Mitteln zahlen müssen?


    Es kommt hier also sehr auf den Einzelfall und die tatsächliche Beratungssituation an, die Sie vor Gericht beweisen müssten. Sie brauchen einen sehr guten Anwalt, der sich den Sachverhalt sehr genau anschauen muss. Es ist nie leicht, einen guten Anwalt zu empfehlen. Überregional tätig sind in Fragen der Immobilienfinanzierung unter anderem die Kanzlei Nittel und Gansel - bitte nur als Information und nicht als Empfehlung verstehen. Ansonsten suchen Sie sich einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht in Ihrer Gegend. Über eine Anwaltssuche können Sie einen solchen finden: http://www.finanztip.de/anwaltskosten/


    Beste Grüße,
    Britta