Beiträge von coldfinger

    Natürlich stellt sich diese Frage stets. Doch ebenso stellt sich die Frage, wie solidarisch diese Gemeinschaft vom Gesetzgeber organisiert ist. Wer etwa eine Betriebsrente hat, muss für jeden Cent den vollen (also doppelten) Beitrag zahlen wie ein Arbeitnehmer oder ein RV-Rentner.
    Und dass die Politik rückwirkende Gesetze erlässt, wie im Fall der Direktversicherung, stellt das Prinzip von Treu und Glauben und somit den Vertrauensschutz völlig auf den Kopf. Die Politik hat einst die Bürger dazu gedrängt, privat fürs Alter vorzusorgen und hat stets damit geworben, dass die Auszahlung der Lebensversicherung steuer- und abgabenfrei erfolgt. Um denen, die daran glaubten, dann eine lange Nase zu drehen.
    Wie wenig solidarisch es ist, dass Großverdiener nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze herangezogen werden, dass Miet- und Kapitalerträge außen vor bleiben, ist eine weitere Frage....

    Hallo und vielen Dank für die Antwort.


    Um es zu präzisieren: Ein dauerhafter Wechsel in die PKV ist nicht geplant, die Rückkehr in die GKV nach dem Auslandsaufenthalt kann ja, um nicht vom "Ruhen" zu sprechen, durch Anwartschaft aufrecht erhalten werden. Und wie will die GKV nachfordern, wenn die Auszahlung der LV nicht mitgeteilt werden muss, weil ja im Jahr der Auszahlung PKV bestand.


    Aber ich kann verstehen, dass Sie den konstruierten Fall nur mit etwas spitzen Fingern behandeln...


    Viele Grüße

    Guten Tag,
    die Pflicht zur Zahlung der vollen Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung auf eine Lebensversicherung hat ja schon mehrere Diskutanten bewegt. Ein mir bekannter Fall sieht so aus: 40 Jahre Laufzeit einer Kapitallebensversicherung, davon 20 Jahre als Direktversicherung, danach Umschreibung auf den Versicherungsnehmer und Weiterführung durch ausschließlich private Beiträge.
    Versicherungssumme ca. 200.000 EUR, davon hälftiger Betrag als Direktversicherung, bleiben aber immer noch zu zahlen ca. 18.000 EUR für KV und PV (15,5 + 2,35%). Versicherungsnehmer ist gesetzlich krankenversichert. Auszahlung der LV in 2016.


    Kann er der Beitragspflicht entgehen, wenn er seine GKV für ein Jahr (oder länger) ruhen lässt, ins Ausland geht und sich privat mit einer Auslandskrankenversicherung versichert? Dann ist er zum Zeitpunkt der Auszahlung der LV privat versichert und braucht keine GKV angeben – oder liegt ein Denkfehler vor?


    Vielen Dank für Aufklärung.