Beiträge von xman124

    Hallo liebe Community,


    in der Einwilligungserklärung für die Datenübermittlung der comdirect bank an die AVL Finanzvermittlung sowie FondsKonzept Investmentmakler GmbH taucht folgender Passus auf:


    "Zuwendungen an die FondsKonzept Investmentmakler GmbH
    Aufgrund einer zwischen FondsKonzept Investmentmakler GmbH und der comdirect bank AG getroffenen Vereinbarung wird ein Teil des
    erhobenen Kaufaufschlages, der von (Kapitalanlage-) Gesellschaften an die comdirect bank AG gezahlten Bestandsprovisionen sowie der
    von der comdirect bank AG erhobenen Transaktionsprovisionen und Depotgebühren an die FondsKonzept Investmentmakler GmbH
    weitergeleitet. Diese Zahlungen werden vereinbarungsgemäß teilweise an
    weitergeleitet und stellen somit eine Ertragskomponente sowohl des oben genannten Vermittlers als auch des Fondspools FondsKonzept
    Investmentmakler GmbH dar. Nähere Einzelheiten teilen Ihnen der Vermittler, der Fondspool oder die comdirect bank AG auf Nachfrage
    mit.
    (Bitte ankreuzen, falls diese Zahlungen an den Vermittler nicht gewünscht sind)
    0 Die comdirect bank AG ist zu der vorstehenden Weiterleitung von Kaufaufschlägen, Bestandsprovisionen,
    Transaktionsprovisionen und Depotgebühren an den Vermittler NICHT berechtigt"



    Kann jemand transparent machen, welche Konsequenzen das Anhaken bzw. Nichtanhaken des Verbots der Weiterleitung (letzter Satz) nach sich ziehen würde?



    Liebe Grüße
    xman

    Hallo Franziska,


    bezüglich eines weiteren Aspektes ist die Rechtslage für mich auch noch etwas unscharf:


    Ist es denn so, dass der Widerruf auch noch nach regulärem Ablauf der LV ausgeübt werden kann, oder muss der Widerruf zwingend noch während der Laufzeit oder nach einer vor dem regulären Ablauf erfolgten Kündigung und Realisierung des Rückkaufwertes ausgeübt werden?


    Gruß
    xman

    Hallo XFJUI,


    die einzige wasserdichte DU-Klausel ist die sog. echte Beamtenklausel, die folgendermaßen aussieht:


    „Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bzw. die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit.“

    Bei allen anderen Klauseln macht die Versicherung Scherereien und behält sich die Begutachtung vor. Wie die aussieht und wie die Sache dann ausgeht, kannst du dir ausrechnen.
    Meines Wissens nach bietet aktuell keine Versicherung mehr eine BUV mit obiger Klausel an.


    Gruß
    xman

    Hallo Franziska,


    noch nicht so ganz, leider.


    Mir geht es explizit um die Auswirkung der von Seiten des BMJV verkündeten Gesetzesanpassung zur Beschränkung des ewigen Widerrufsrechts, siehe Portal www.bmjv.de mit Suche unter dem Schlagwort "ewiges Widerrufsrecht". Nach der von mir recherchierten Sachlage soll die Umsetzung des Gesetzes zum 31.03.2016 in Kraft treten. Dieses hätte zur Folge, dass letztmalig am 21.06.2016 ein Widerruf für bestimmte Altverträge ausgeübt werden könnte. Nach meiner Auffassung bezieht sich diese Regelung explizit auf Immobiliardarlehensverträge.


    Was mich umtreibt ist Folgendes: An mancher Stelle, insbesondere speziellen Anwaltsportalen, wird der Eindruck erweckt, diese Anpassung hätte Auswirkung auf die Möglichkeiten des Widerrufs älterer Lebensversicherungsverträge. Handelt es sich hierbei um eine perfide Methode der Panikmache der auf Widerruf spezialisierten Kanzleien oder ist etwas dran an deren Behauptungen bzw. droht ein Eindampfen des ewigen Widerrufsrechts per Gesetz bei den Lebensversicherungsverträgen analog zur Vorgehensweise bei den Immobiliardarlehensverträgen?


    Gruß
    xman

    Hallo Franziska,


    genau dieses Thema ist gemeint.


    Im Moment ginge ich davon aus, dass nach wie vor für die in Betracht kommenden LV-Verträge (die also im betreffenden Zeitraum geschlossen wurden und an einem bezüglich der Widerrufsbelehrung bestehenden Formfehler leiden) das "ewige Widerrufsrecht" nicht befristet ist, sofern nicht - wie von der Nürnberger Versicherung offensichtlich praktiziert - eine nachträgliche Heilung der fehlerhaften Widerrufsbelehrung versucht worden ist. D.h. derartige Verträge könnte man auch über den 21.06.2016 hinaus noch widerrufen, selbst wenn diese mittlerweile gekündigt oder gar regulär abgelaufen und ausgezahlt worden sind oder derartiges sogar erst nach dem 21.06.2016 erfolgt.


    Gruß
    xman

    Hallo liebe Community,


    als Neuzugang möchte ich zunächst einmal herzlich die Community begrüßen. Ich freue mich auf einen regen Austausch!


    Zu meinem Thema:
    Ich bekomme derzeit noch kein klares Bild bezüglich der Auswirkung der Beendigung des sog. Widerrufsjokers bezogen auf Immobiliendarlehensverträge in Richtung Lebensversicherungsverträge zusammen. Aus meiner Sicht bezieht sich die vom BMJV am 27.01.2016 beschlossene Gesetzesanpassung mit Wirkung zum 31.03.2016 ausschließlich auf Darlehensverträge mit dem Effekt, dass für diese ein wirksamer Widerruf gegenüber Banken letztmalig am 21.06.2016 ausgeübt werden kann. Eine Auswirkung auf das sog. "ewige Widerrufsrecht" für Lebensversicherungsverträge vermag ich nicht zu erkennen.


    Sehe ich das verkehrt bzw. ist jemandem bekannt, dass die für Immobilienkredite beschlossene Vorgehensweise auch für die Lebensversicherungsverträge analoge Anwendung finden soll bzw. sich eine derartige Gesetzesinitiative schon im Köcher befindet?


    Bin sehr gespannt auf eure Antworten.


    Grüße
    xman