Beiträge von fredo47

    Die ablaufenden Balken bei einigen Anbietern stellen nur dar, dass der Preis schon nicht mehr aktuell ist.

    Zudem ist selbst der Preis nicht garantiert, sondern der letzte ermittelte Preis. An der Börse handelt man aber den nächsten Preis.

    Nein, die ablaufenden Balken bei Onvista gehören zum sogenannten außerbörslichen Live-Trading. Das gibt es z.B. auch bei Comdirect, iirc.

    Das sind konkrete Handelsangebote, die für eine bestimmte Zeit gültig sind. Eben bis zum Ablauf des Balkens. Wenn man innerhalb dieser Zeitspanne draufklickt, dann kommt üblicherweise ein Handel zustande, zum angegebenen Preis.

    Vermutlich passt es hier am ehesten hin:

    Der Bundesrat hat sich mit der umgesetzten Änderung des EStG bezüglich der Beschränkungen der Verlustanrechnung bei Totalverlusten und bei Termingeschäften befasst.


    Bemerkenswert: Der Bundesrat empfiehlt, diese Änderungen rückgängig zu machen.


    Hier einzusehen ab Seite 19 bei b).

    Und die Begründung auf Seite 21 in der Mitte.

    Drucksache 503/1/20 des Bundesrates vom 28.9.2020

    Du kriegst nur etwas zurück, wenn du vorher etwas bezahlt hast.

    („etwas“ = Steuern).

    Oder anders gesagt: Verluste können nur mit Gewinnen verrechnet werden. Ohne Gewinne werden die Verluste erstmal im Verlustverrechnungstopf geparkt.


    Übrigens sollten nicht 25% der Verluste in diesen Topf wandern, sondern 100%.

    Es ist schließlich ein „Verlusttopf“, und kein „Steuertopf“. 🙂

    tobiasweiss , dort steht:

    Zitat

    Bei Altverlusten handelt es sich um Verluste aus dem Verkauf von Aktien oder anderen Veräußerungsgeschäften, die vor dem 1. Januar 2009 innerhalb der bis dato gültigen einjährigen Spekulationsfrist realisiert wurden.


    Aber troppikom hat seine Aktien ja noch, d.h. er hat eben keine Verluste aus dem Verkauf aus Aktien, die vor 2009 realisiert wurden.

    Er würde seine Aktien ja evtl. erst heute verkaufen, also den Verlust erst heute realisieren.


    Er liegt kein Altverlust vor, sondern nur ein Altbestand ;-)

    Ja, Verkäufe von vor 2009 angeschafften Aktien sind steuerfrei. Bezogen auf Gewinn und auch auf Verlust.

    Übrigens: Die Dividende der Telekom-Aktien wird allerdings auch steuerfrei ausbezahlt, sogar ohne Anrechnung auf den Einstandskurs.


    Verabschiede dich von deinem Kaufkurs, sondern überlege, ob du sie zum aktuellen Kurs kaufen würdest, oder ob du mit dem Geld lieber was anderes machen/ in was anderes investieren würdest.

    a) Manche Banken haben einen Menüpunkt "Finanzübersicht" oder so ähnlich. Dort werden alle deine Konto- und Depotstände angezeigt

    Bankenübergreifend müsstest du dir schon eine eigene Übersicht machen, z.B. mit Excel oder in dem Programm Portfolio Performance


    b) "Simple" ist das nicht. Aber eine Kostenaufstellung muss dir direkt vor der Orderausführung von der Bank angezeigt bzw. zur Verfügung gestellt werden.


    C) Beim Verkauf fallen die vereinbarten Ordergebühren an.

    Falls du mit Gewinn verkaufst, dann wird die Bank von dem Gewinn 25% Abgeltungssteuer zzgl. Soli und ggf. Kirchensteuer einbehalten und direkt abführen.

    Pro Person und Jahr hat man 801 Euro Kapitalerträge frei. Das heißt, man kann der Bank einen Freistellungsauftrag erteilen (geht manchmal auch online, z.B. bei der DKB), und dann bekommt man die Gewinne bis zu dieser Höhe ohne Steuerabzug.

    Stesan

    Aktien und ETF sind börsentäglich handelbar, du kannst also jederzeit wieder raus.

    Die Frage ist nur, zu welchem Kurs du raus könntest...


    Eine weltweit breit gestreute Aktienanlage (z.B. Welt ETF) hat auf lange Sicht eine Rendite von um die 6-7 Prozent pro Jahr. Nicht jedes Jahr, sondern im langfristigen Durchschnitt.

    Mit anderen Worten: Eine Aktienanlage kann zwischenzeitlich auch mal 50-80% in den Keller gehen.

    Wenn du so viel vorübergehenden Verlust nicht ertragen kannst (-> persönliche Risikotragfähigkeit), dann solltest du nur mit einem entsprechenden (kleineren) Anteil deines Kapitals in Aktien/ETF gehen.

    Außerdem lautet die Empfehlung, dass eine Anlage in Aktien/ETF mindestens 10-15 Jahre Anlagezeitraum haben sollte, weil sich nach einer solchen Dauer Kursverluste in der Vergangenheit immer wieder erholt haben.

    Bezüglich steuerlicher Anerkennung von Totalverlusten hat doch der Gesetzgeber jüngst nachgebessert.

    Wenn ich mich richtig erinnere, dann sind ab 2020 Totalverluste i.H.v. 10k EUR pro Jahr verrechenbar. Darüber hinaus gehende Beträge würden dann in Folgejahre vorgetragen. Hierzu wurde § 20 Abs. 6 Satz 6 EStG ergänzt.

    @pokemonpiccaso, Ich nutze auch auf Facebook das „du“, und wundere mich jedesmal, wenn dort „gesiezt“ wird.
    Aber ich frage mich, wie das auf xing, linkedin u.ä. Plattformen im deutschen Bereich läuft, weil es dort ja schon eher um berufliches Umfeld geht...


    @Referat Janders, der Unterschied zum Steuerbescheid ist, finde ich, dass dieser halt Pflicht ist, bzw ich meine Steuerpflicht eben nicht wie die freiwillige Leistung „Finanztip Newsletter“ abbestellen kann ;)


    Ich vermute mal, Finanztip hat sich bei der Änderung schon was gedacht. Also mit welcher Anrede die Akzeptanz und v.a. auch die Reichweite des Newsletters höher sein wird ;)


    @Anika S., Mich würde mal interessieren, wie die Anrede bei den Lesertreffen war, die es schon mal in der Finanztip-Redaktion gab. Oder auch, wie das bei ggf. zukünftigen solchen Events angedacht ist. :D

    Ich hoffe auf einen „Markiere Foren als gelesen“ Button :) .
    Am Desktop kann man dafür zwar einen Doppelklick auf das Icon machen. Aber mobil geht das nicht, weil da ein doppelter Tap stattdessen fürs Zoomen interpretiert wird.

    Ich sehe es auch so, dass die „Schnäppchen“ im Newsletter eher Werbung sind (für die Finanztip bei Nutzung dann Affiliate-Prämien bekommt, und womöglich auch schon für die Erwähnung vergütet wird?) und weniger redaktioneller Inhalt. Wenn man das aber zu unterscheiden weiß, und es entsprechend gekennzeichnet ist, finde ich es ok. Ich habe schon zweimal kostenlose Probeabos in Anspruch genommen, ohne Probleme.


    Ob man jetzt allerdings die Stiftung Warentest auf die selbe Stufe wie Verbraucherschutzzentralen stellen sollte, ist eine andere Frage.
    Ich nehme sowohl Warentest, wie auch Finanztip als Verbraucherinformation wahr.
    Darf ich fragen, an welcher Stelle Finanztip sich als Verbraucherschutz bezeichnet, oder dies suggeriert?


    Verbraucherschutz beginnt m.E. schon durch fundiertes Informieren der Verbraucher. Denn informierte Verbraucher können sich zu einem gewissen Grad schon selbst „schützen“

    Zum Thema Notgroschen:
    Ich würde den Bezug nicht auf die Nettomonatsgehälter setzen, sondern auf die Monatsausgaben.


    Weil der Notgroschen soll ja nicht die Einnahmen ersetzen.
    Sondern die Ausgaben decken, wenn die Einnahmen mal wegfallen sollen z.B. wegen vorübergehender Arbeitslosigkeit.

    Btw, bezüglich Rückforderung von nicht-anrechenbarer Quellensteuer habe ich persönliche folgende Erfahrungen/ Informationen:



    Schweiz (35% QS):
    Einfaches Antragsverfahren, Formulare in deutsch, seit 2020 auch vorwiegend online möglich.
    Erstattung innerhalb weniger Wochen/Monate.
    Jammern auf hohem Niveau: Erstattung erfolgt in CHF und hat auf dem eigenen Konto ggf. Gebühren für Umrechnung in EUR zur Folge.


    Dänemark (27% QS):
    Hab ich in 2016 mal schriftlich beantragt, seither nur Vertröstungsschreiben bekommen. Verzögerung soll jedoch verzinst werden.
    Grund: Offenbar hohes Aufkommen und viele Betrugsfälle/-versuche.
    Seit einiger Zeit nur noch online Verfahren möglich.


    Spanien (19% QS):
    Ablauf einigermaßen im Netz zu finden
    Wegen 4% Differenz zur anrechenbaren QS mache ich mir den Aufwand aber nicht.


    Kanada (25% QS):
    Bei der DKB ist es möglich, die QS auf voll-anrechenbare 15% vorab zu senken.
    Dann hat man also keinen Folgeaufwand.
    Der Service kostet 11,90 Euro für drei Jahre.


    Frankreich (30% QS):
    Eigentlich wurde seit 2019 die französische QS auf 12,8% gesenkt.
    Dafür muss allerdings eigene Depotbank der französischen Steuerbehörde nachweisen, dass du nicht in Frankreich sondern in Deutschland steuerlich ansässig bist.
    Das ist für sie wahlweise zu teuer/aufwendig, nach DSGVO unzulässig, oder wäre sogar verbotene Steuerberatung. Viele bieten es also gar nicht erst an.
    Hier ist es auch die DKB, die für 11,90 Euro für drei Jahre tatsächlich die französische QS auf voll-anrechenbare 12,8% senkt, so dass kein eigener Folgeaufwand nötig ist.

    Richtig, wenigstens habe ich überhaupt sachlich begründete Ansichten.Du hast Gefühle.


    Meinen Satz zu Kostolany hast du entweder überlesen oder ignoriert...


    Deine Äußerungen wirken auf mich so, dass du mit deiner Ansicht eine Allgemeingültigkeit für alle Anleger in Anspruch nimmst und keine anderen Lösungen neben deiner akzeptierst. Oder habe ich das falsch aufgefasst?


    Ich dagegen empfinde beide "Seiten" als zulässig, und denke dass der passende Ansatz jeweils persönlich/individuell abhängig ist, siehe weiter unten.



    Jedes seriöse Statement zur Geldanlage muss doch auch die Berücksichtigung von "Gefühlen" enthalten:
    Und zwar in Form der persönlichen Risikotragfähigkeit, und in Folge davon die Empfehlung für den maximalen Anteil des risikobehafteten Anteils des eigenen Portfolios. Unabhängig davon, ob dieses aus Aktien-ETF oder Einzelaktien besteht.


    Ebenso bei der beliebten Frage: Einen verfügbaren Betrag sofort einmal anlegen, oder lieber zeitlich gestaffelt in mehreren Tranchen?
    Die sofortige Einmalanlage bringt rational (langfristig statistisch) eine höhere Rendite.
    Weil aber auch Gefühle/Psychologie mit reinspielen, ist u.U. womöglich doch ein Investment in Tranchen die bessere Wahl.


    Soweit sind wir uns hoffentlich einig, oder?



    [...]
    Geldanlage soll keinen Spaß machen, man rettet damit auch nicht die Welt, man hat keinerlei Einfluß auf die Unternehmen die man kauft und man sollte so emotionslos wie nur möglich an die Sache rangehen.


    An euch beide:
    Es ist *nicht* bedingungslos so, dass Geldanlage keinen Spaß machen *darf*, imho.


    Für manche Personen ist Geldanlage ein ungeliebtes, aber notwendiges Übel.
    Die legen dann (wenn sie vom Sparbuch weggekommen sind) immerhin in wenige Welt-ETF an.
    Andere haben mehr Interesse und Spaß daran, und sind bereit mehr Zeit mit ihrer Geldanlage zu verbringen. Das bringt nicht zwingend mehr Rendite, da habt ihr recht.



    Ich sage nicht, dass das eine "besser" ist als das andere.
    Sondern dass es auf das Interesse und die Persönlichkeit des jeweiligen Individuums ankommt.